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Wenn der Knockout bei Zertifikaten droht

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Das ist eine unangenehme Situation – bei einer Zertifikate-Position sitzt einem sozusagen ein naher „Knockout“ im Nacken. Und oft genug entsteht der Eindruck (wenigstens bei mir), dass der Kurs des Basiswertes kurz vor der Knock-Out-Barriere scheinbar „magisch“ von dieser angezogen wird. Diese beobachtete Anziehungskraft wird „gefühlt“ umso größer, je näher die Knock-Out-Barriere gerückt ist. Mit Magie hat das jedoch nichts zu tun, wir sind hier an den Finanzmärkten. Aber dieses Phänomen existiert wirklich, jedenfalls gibt dafür handfeste Gründe. Das zeigt der Blick auf die Lage eines Emittenten, der Long-Zertifikate verkauft hat. Hier der Blick auf die Details:

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Wie sich ein Emittent bei Zertifikaten absichert

Ein Emittent von Long-Oder Short-Zertifikaten sichert sich für seine verkauften Zertifikate ab, so dass er risikoneutral positioniert ist. Das heißt im Fachjargon „perfect hedge“. Hierbei muss nicht jede einzelne Position abgesichert werden, sondern die Salden. So können sich verkaufte Long- und Short-Zertifikate gegenseitig „ausgleichen“. Entsprechend muss dann „nur“ ein Delta-Hedge betrieben werden. Ein Beispiel: Wenn der Emittent ausschließlich Rohöl Long-Zertifikate verkauft, dann kauft er zur Absicherung eine entsprechende Anzahl Kontrakte des passenden Rohöl-Futures. Das hat diesen Hintergrund: Wenn später der Preis des Rohöl-Futures steigt, muss der Emittent zwar seine Rohöl Long-Zertifikate für mehr Geld zurücknehmen, wenn ein Anleger/eine Anlegerin die Stücke an ihn zurückgeben möchte. Aber dafür hat der Emittent mit den Kontrakten Gewinn gemacht. Das gleicht sich aus, da er risikoneutral positioniert ist. Und wenn der Kurs des Rohöl-Futures fällt, hat der Emittent zwar mit den Kontrakten Verluste, muss dafür aber weniger bezahlen, wenn ein Anleger seine Rohöl Long-Zertifikate zurückgibt. So weit, so gut – im Grunde sowohl aus Sicht des Emittenten als auch aus Sicht dessen Kunden. Diese Vorgehensweise wird als risikoneutrale Positionierung des Emittenten bezeichnet.

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Wieso die Knockout-Barriere eine Anziehungskraft entwickeln kann

Es ergibt sich aber in diesem Zusammenhang ein bestimmtes Problem: Sobald die Knock-Out-Barriere erreicht ist – in diesem Beispiel die Rohöl Long-Zertifikate also verfallen – muss der Emittent auch seine Hedge-Position völlig aufgelöst haben. Denn ansonsten könnte es für ihn Verluste geben, wenn der Kurs des Rohöl-Futures weiter fallen würde. Der Emittent wäre in diesem Fall ab dem Erreichen der Knock-Out-Barriere nicht mehr risikoneutral positioniert. Und das der entscheidende Punkt für die hier besprochene Thematik: Denn das bedeutet, dass der Emittent seine Hedge-Position nicht erst dann verkauft, wenn die Knock-Out-Barriere erreicht ist. Nein, üblicherweise beginnen die Verkäufe bereits etwas vorher. Diese Verkäufe gehen gestaffelt vor sich, das heißt näher die Knock-Out-Barriere rückt, desto stärker wird verkauft. Ein Bekannter, der für einen Emittenten arbeitet, hat dies bestätigt. Ob das für alle Emittenten gilt, kann ich nicht sagen. Aber es ist jedenfalls eine passende Erklärung für das beobachtete Phänomen der „Anziehungskraft“. Denn:

Gestaffelte Verkäufe und ein drohender Knock-Out

Bei den beschriebenen gestaffelten Verkäufen kann es nun zu selbstverstärkenden Effekten kommen: Denn durch die Verkäufe des Emittenten kann der Rohöl-Future weiter unter Druck geraten, dann rückt die Knock-Out-Barriere noch näher. Daraufhin verkauft der Emittent weitere Kontrakte, der Kurs gerät dadurch noch weiter unter Druck … bis die Knock-Out-Barriere erreicht ist. Genau dies führt dann zu dem beobachtbaren Phänomen – und das besonders bei kleineren Basiswerten, bei denen Transaktionen des Emittenten die Kurse in der Tat bewegen können.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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