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Outperformance durch Vermögensaufbau mit ETFs?

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Hohe Versprechen sind das eine – der harte Boden der Realität ist das andere. Natürlich sollte jedem Anleger klar sein, dass eine höhere Rendite auch höhere Risiken mit sich bringt. Wer Ihnen etwas anderes verspricht (= hohe Renditen ohne bzw. mit äußerst geringen Risiken), dem sollten Sie mehr als kritisch gegenüber stehen. Dies gilt auch bei „großen Namen“. Grundsätzlich gilt an den Finanzmärkten, dass Sie auch vor wirklichen und vermeintlichen Autoritäten der Branche keinen blinden Respekt haben sollten, sondern auch Angaben zu tatsächlich erzielter Performance kritisch prüfen sollten. Es soll sogar schon Nobelpreisträger gegeben haben, die in der Theorie sehr gute Geldanlage-Modelle kreierten – aber dann in der harten Praxis gnadenlos scheiterten. Und auch in der Gegenwart gibt es einige Fälle von Börsen-Gurus, deren aktiv gemanagte Fonds alles andere als überzeugend abgeschnitten haben. Hier bietet sich jeweils als Maßstab zur Messung des Erfolgs der Vergleich mit einer sogenannten „Benchmark“ an. Was das ist, welche Fonds enttäuschten und was für Schlussfolgerungen wir daraus ziehen können – genau darum geht es in diesem Beitrag. Ist Outperformance mit aktiv gemanagten Fonds möglich? Und falls nein, was für praktikable Alternativen gibt es zu solchen Fonds – vielleicht passiv gemanagte Fonds (ETFs)? Der Reihe nach! Schauen wir nun auf die Details:

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Die Masse aktiv gemanagter Fonds schlägt die Benchmark nicht

A propos Benchmark und aktiv gemanagte Fonds: Dazu gibt es eine höchst interessante aktuelle Untersuchung. Dieser zufolge schafften es zuletzt in Europa satte 86% der Fondsmanager (aktiv gemanagt) nicht, ihre Benchmark zu schlagen! Beunruhigend der Eindruck der ESMA, dass einige aktive Fondsmanager offenbar noch nicht einmal das Ziel haben, den Gesamtmarkt zu schlagen. Da kann man als Anleger ja direkt auf ein passives Index-Investment setzen – wozu dann aktiv gemanagte Fonds? Denn diese verlangen üblicherweise schließlich erheblich höhere Gebühren als die rein passiven Indexfonds! Es gibt Zahlen zu dieser Thematik. Demnach wurden von S&P 500 Dow Jones Indices insgesamt rund 25.000 aktiv gemanagte Fonds untersucht. Es wurde deren Performance unter die Lupe genommen, es wurden dann die Gebühren abgezogen und es wurde ein 10-Jahres-Zeitraum betrachtet. Wie hoch lag der Anteil der Fonds aus dieser Menge von insgesamt rund 25.000, die ihre Benchmark nicht erreichten oder übertroffen haben? Die Antwort ist ernüchternd: Satte 86% dieser untersuchten Fonds konnten noch nicht einmal die Performance ihrer Benchmark erreichen! Weitere interessante Details dazu:

Quelle: „86 Prozent der Fondsmanager in Europa verfehlen ihr Ziel, dieser Beitrag ist online abrufbar unter diesem Link

In diesen Segmenten waren aktiv gemanagte Fonds besonders schlecht

Sehr aufschlussreich fiel auch der Blick in einzelne Segmente aus (Quelle für alle Zahlen zu diesem Thema siehe Link im vorigen Abschnitt). Besonders schlecht waren demnach aktiv gemanagte Aktienfonds auf US-Aktien. Denn bei denen schafften es gerade einmal rund 1,1%, ihre Benchmark zu schlagen. Mit anderen Worten: Satte 98,9% der aktiv gemanagten Aktienfonds auf US-Aktien konnten NICHT ihre Benchmark schlagen! Soviel zum Thema „beachtliche Performance“ von professionellen Fondsmanagern. Ebenfalls schlecht:

Emerging Markets: Aktiv gemanagte Fonds enttäuschten!

Kaum besser sah es bei aktiv gemanagten Fonds auf Aktien der sogenannten „Emerging Markets“ (wie China, Brasilien, Russland…) aus. Da schafften es der Untersuchung zufolge rund 97% der aktiv gemanagten Fonds nicht, die Benchmark zu erreichen oder zu übertreffen. Auch bei Fonds der Anlagekategorie „weltweit“ lag die Scheitern-Quote mit 97,8% sehr hoch. Um einen Punkt klarzustellen: Diese hohen Prozentzahlen bedeuten nicht, dass die besagten Fonds Verluste brachten. Sie können durchaus ordentliche Gewinne gebracht haben. Diese Gewinne blieben nur unter dem Vergleichsmaßstab zurück. Der Anspruch eines aktiv gemanagten Aktienfonds ist es bzw. sollte es sein, den passiven Vergleichsmaßstab zu übertroffen. Doch ganz offensichtlich gelingt dies der Masse der aktiv gemanagten Aktienfonds keineswegs! Noch einige Beispiele dazu:

Aktiv gemanagte Fonds auf niederländische Aktien? Klares Ergebnis:

Besonders schlecht schnitten offensichtlich aktiv gemanagte Aktienfonds auf niederländische Aktien ab. Da wären Sie mit einem passiven Indexinvestment auf den niederländischen Leitindex definitiv besser bedient gewesen – denn der Untersuchung zufolge schafften beim Zeitraum 5 Jahre exakt 100% der untersuchten Fonds mit Fokus auf niederländische Aktien es nicht, zumindest die Performance der Benchmark zu erreichen! Ist es da wirklich „besser“, wenn für den Fall von Schweizer Aktien die Quote bei 95% liegt? Oder im Fall von dänischen Aktien, wo die Quote bei „nur“ 88% lag? Oder umgekehrt formuliert: Im Fall aktiv gemanagter Aktienfonds auf dänische Aktien schafften es immerhin 12% der untersuchten Fonds, besser als der Vergleichsindex abzuschneiden. Überzeugend gut sieht anders aus!

Auch Aktien-Gurus haben es schwer, den Gesamtmarkt zu schlagen

Und wie sieht es mit „großen Namen“ aus? Mit wirklichen oder vermeintlichen „Gurus“, die kostenpflichtig Empfehlungen geben und einen eigenen Fonds anbieten bzw. einen Fonds, den sie selber managen? Da sollte man doch denken, dass der Anspruch, den „Gesamtmarkt zu schlagen“ auch erfüllt wird, oder? So ist es leider keineswegs immer. Auch hier fällt der Blick auf genauere Details (Performance-Rückblick und Vergleich mit der Benchmark) durchaus ernüchternd aus. Konkret:

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Interessant: Der Blick auf einige „Promi-Fonds“

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab es genau zu dem Thema einen Beitrag mit dem bereits aufschlussreichen Titel „Der Absturz der Promi-Fonds“. Darin wurden die von Max Otte – als „Börsenprofessor“ weithin bekannt – aktiv gemanagten Fonds untersucht. Und auch der von „Mr. Dax“ Dirk Müller aktiv gemanagte Fonds wurde genauer unter die Lupe genommen. Und wie schnitten diese „Promi-Fonds“ ab – hätten Sie damit den Gesamtmarkt schlagen können? Die Antwort ist äußerst ernüchternd und es wäre besser gewesen, Sie hätten einfach z.B. auf den DAX gesetzt. Denn:

Bei diesen Promi Fonds war die  Performance unterdurchschnittlich

ausrufezeichenLaut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung haben beide von Max Otte aktiv gemanagten Fonds in den letzten drei Jahren „deutlich schlechter“ als der MSCI World (Aktienindex für Aktien weltweit) abgeschnitten. Dabei sind dort beachtliche Beträge investiert. Laut dem Artikel sind es im „PI Global Value“ rund 80 Mio. Euro investierte Mittel, und im „Max Otte Vermögensbildungsfonds“ sollen rund 47 Mio. Euro stecken. Pikantes Details: Die jährlichen Gebühren liegen bei diesen Fonds der FAZ zufolge bei 1,8% und 1,9%, hinzu kommen Ausgabeaufschläge. Natürlich – das würde man „gerne“ zahlen, wenn denn die Performance stimmen würde = zumindest der Wertentwicklung der Benchmark entsprechen würde, sofern diese positiv ist. Genau daran hapert es aber, denn die Performance der Benchmark wurde eben nicht erreicht, von übertreffen ganz zu schweigen.

…dennoch fallen relativ hohe Gebühren an

Die relativ hohen Gebühren wurden aber dennoch fällig. Hier sollte Max Otte allerdings zugute gehalten werden, dass er laut eigener Aussage einen langfristigen Investmentansatz verfolgt. Vielleicht sind dann drei Jahre Rückblick noch einfach zu wenig, um seine Arbeit richtig einschätzen zu können. Wer weiß, welche spätere Kursrakete sich im Depotbestand der genannten Fonds befindet. Allerdings kann die Analyse der Fakten sich naturgemäß nur auf die zurückliegenden Ergebnisse beziehen. Und diese können im Vergleich zur Performance der Benchmark nun einmal nicht überzeugen. Und wie sieht es beim von Dirk Müller aktiv gemanagten Aktienfonds aus?

Wenn die Benchmark nicht geschlagen wird

Der von Dirk Müller gemanagte Aktienfonds „Dirk Müller Premium Aktien Fonds“ mit aktuell 4% Ausgabeaufschlag soll der FAZ zufolge rund 75 Mio. Euro hauptsächlich von Privatanlegern eingesammelt werden. Die jährlichen Gebühren liegen im Bereich 1,6%. Hat es sich gelohnt, diese Gebühren zu zahlen? Wohl kaum. Denn der Fonds hat absolut gesehen Verluste gebracht, und zudem auch noch die Benchmark (auch hier der MSCI World = Index auf Aktien weltweit) nicht schlagen können. Natürlich, hier gilt es einschränkend festzuhalten, dass auch auf Sicht von 1,5 Jahren wie hier durchaus auch aussichtsreiche Positionen ins Minus laufen können. Es wäre unfair, dann direkt von schlechter Leistung des Fondsmanagers zu sprechen. Allerdings ist auch hier ein Vergleich der erzielten Performance mit der Benchmark naturgemäß nur auf Basis der tatsächlich erzielten Performance der Vergangenheit möglich. Und dieser Vergleich fällt auch im Fall dieses aktiv gemanagten Aktienfonds keineswegs überzeugend für diesen aus.

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Passiv gemanagte versus aktiv gemanagte Aktienfonds

Ausgabeaufschläge und 1,7% bis 1,9% Gebühren pro Jahr (im Fall der genannten drei „Promi-Fonds“ – das sind beachtliche Kosten in Zeiten der „Niedrigstzinsen“ bzw. sogar Negativ-Renditen im Falle zahlreicher Staatsanleihen. Das wäre gerechtfertigt, wenn die entsprechenden Fonds eine gute Performance im Sinne eines Schlagens der Benchmark bringen würden. Genau das ist aber – offensichtlich laut obigen Beispielen bzw. der genannten Studie – aber nicht der Fall. Da ist es kein Wunder, dass in den letzten Jahren clevere Anleger(innen) verstärkt den Blick auf ETFs gerichtet haben. Mehr dazu:

Die Vorteile von ETFs

ETF ist eine Abkürzung und steht für „Exchange Traded Funds“. Es handelt sich hierbei um passive Indexinvestments. So bildet zum Beispiel ein ETF auf den DAX einfach diesen Index ab. Und das ist es. Es gibt hier keineswegs das Ziel der Outperformance, sondern vielmehr soll der entsprechende Index getrackt werden. Der Vorteil daran ist, dass gar kein aktives Fondsmanagement notwendig ist – denn der entsprechende Index kann passiv abgebildet werden. Wenn der DAX um 10% steigt, dann steigt so ein ETF auch um (annähernd) 10% – und wenn der DAX um 10% fällt, dann fällt so ein DAX ETF dann eben um (ca.) 10%. Als Anleger weiß man also, was man hat. Und das zu günstigen Gebühren:

ETFs überzeugen durch niedrige Gebührenstruktur

Ausgabeaufschläge, jährliche Gebühren von 1,7%, 1,8% oder 1,9% (in manchen Fällen sogar noch mehr)? Solche Gebühren suchen Sie bei ETFs vergeblich! Denn da ist die Gebührenstruktur üblicherweise erheblich geringer. Keine Ausgabeaufschläge, dafür meist niedrige Spreads und günstige Verwaltungskosten – wer dann auch noch bei der Auswahl der Depotbank bzw. des Online-Brokers auf einen günstigen Anbieter setzt, der kann erheblich an Kosten sparen.

Aktien und passive Indexinvestments passen gut ins derzeitige Umfeld

Halten wir fest: Anleihen und Festgeld bringen im derzeitigen Niedrigstzinsumfeld kaum etwas (bzw. sogar Negativ-Renditen!). Aktiv gemanagte Aktienfonds können gut sein – wenn das Fondsmanagement überzeugt. Die Leistung des Managements kann sich daran messen lassen, ob der Vergleichsindex geschlagen wird. Genau das gelingt aber keineswegs der Masse der aktiv gemanagten Aktienfonds, sondern weniger als 50% (in manchen Teilbereichen ist dieser Anteil sehr gering). Was bleibt, wenn Sie im aktuellen Umfeld gewinnbringend für Ihr Alter sparen möchten? Einerseits die Geldanlage in Aktien durch die Auswahl von Einzeltiteln. Dann ist natürlich vernünftiges Money-Management (Stop-Loss-Limits beachten, Positionsgröße berechnen etc.) ratsam. Ansonsten gilt:

ETFs und das Währungsrisiko

anfaenger

ETFs auf Aktien-Indices sind in diesem Umfeld besonders geeignet. Denn mit einem ETF können Sie bequem gewissermaßen mit einer einzigen Transaktion ganze Märkte abdecken. Sie möchten auf US-Aktien setzen? Bitteschön – ein kostengünstiger ETF auf z.B. den S&P 500 steht bereit! Damit entwickelt sich der Kurs dieses ETFs nahezu parallel zum S&P 500. Natürlich müssen Sie in diesem Fall auf den Währungseffekt achten (Kursentwicklung Euro/Dollar). Möchten Sie wegen letzterem Punkt lieber auf einen einheimischen Index setzen? Auch kein Problem: Es gibt diverse ETFs natürlich auf den deutschen Leitindex oder auch auf den europäischen Leitindex oder auch kleinere Branchen-Indices. Die Auswahlmöglichkeiten sind groß. Und jeder Euro, den Sie bei den Gebühren und Transaktionskosten durch die Auswahl eines überzeugenden Online-Brokers sparen, ist ein Euro, der Ihre Performance und damit langfristig Ihre Vermögen erhöht!

Fazit zum langfristigen Vermögensaufbau:

Aktiv gemanagte Fonds sind in einem stark – im Marketing. Das gilt auch und besonders für von bekannten Aktien-Gurus aktiv gemanagte Aktienfonds. Doch es gilt, genau hinzuschauen. Denn es ist laut den Zahlen in diesem Beitrag ein Massenphänomen, dass aktiv gemanagte Aktienfonds ihre Benchmark nicht schlagen. Gleichzeitig verlangen sie aber erheblich mehr an Gebühren als passive Indexinvestments. Warum dann nicht gleich auf diese passiven Indexinvestments wie ETFs setzen? Für den langfristigen Vermögensaufbau sieht das nach einer sehr überlegenswerten Strategie aus. Natürlich gilt es im nächsten Schritt zu schauen, was der Basiswert für den ETF oder die ETFs sein soll. Hier bietet sich eine auf dieses Thema spezialisierte Seite wie diese an: Wähle aus dem objektiven ETFs.de Vergleich das beste Angebot. Inzwischen gibt es auch ETF Sparpläne und auch die ETF Anbieter sollten gewissenhaft verglichen werden. Es geht schließlich um Ihre langfristigen Vermögensaufbau – nutzen Sie diese dafür sehr nützlichen Tools!

Klarstellung

Betrachten Sie unsere Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Stand der Konditionen: September 2016

Bildquelle: Degiro, pixabay.com

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