Veränderungen im MDax und im SDax

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 07.09.2021


Die Siemens-Abspaltung Siemens Energy, die erst seit wenigen Monaten an der Börse ist, wird in den MDax aufgenommen. Dies ist aber nicht die einzige Veränderung im MDax und im SDax. Im DAX selbst gibt es allerdings laut einer Mitteilung des Indexanbieters Stoxx keine weiteren Veränderungen. Die Aufnahme von Siemens Energy in den MDax war erwartet worden. Ausscheiden aus dem MDax muss dafür der Leasinganbieter Grenke. DAX-Werte sind auch bei XTB handelbar.

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Sechs Neulinge im SDax

Die Änderungen in beiden Nebenwerte-Indizes werden zum 21. Dezember wirksam. Durch den Abstieg von Grenke konnte die Areal Bank ihren Platz im MDax behalten. In den SDax werden gleich sechs neue Mitglieder aufgenommen:

  • der Online-Broker Flatex
  • der Rüstungselektronikhersteller Hensoldt
  • der Online-Möbelhändler Home24
  • der Online-Möbelhändler Westwing
  • der Biodieselhersteller Verbio und
  • der Autozulieferer ElringKlinger.

Dafür müssen der Finanzdienstleister Wüstenrot & Württembergische, der Autozulieferer Leoni, der UV-Technologiespezialist Dr. Hönle, der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori, der Autowaschanlagenbauer Washtec, der IT-Dienstleister Secunet und der Glasfasernetzbetreiber Tele Columbus den SDax verlassen.

Neulinge im MDax und im SDax

Nebenwerteindizes der DAX-Familie

Im MDax sind 60 Unternehmen vertreten, die nach Marktkapitalisierung und Orderbuchumsatz hinter den 30 DAX-Werten folgen. Der MDax wurde 1996 eingeführt, allerdings geht die Indexbasis wie auch beim SDax auf den 30. Dezember 1987 zurück. Damit sollen der DAX, der MDax und der SDax einfacher zu vergleichen sein.

2003 kam es zu einer Neugestaltung der Indizes durch die Deutsche Börse. Damals wurde der MDax von 70 auf 50 Werte verkleinert, im September 2018 dann aber wieder auf 60 Werte vergrößert. Die Unternehmen, die anhand ihres Handelsvolumens und der Marktkapitalisierung auf die Werte im MDax folgen, sind Teil des SDax. Der SDax umfasst 70 Werte und wurde im Juni 1999 eingeführt.

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Siemens Energy wie erwartet im MDax

Siemens Engergy ging schon kurz nach der Abspaltung von Siemens Ende September selbst an die Börse und wird damit sehr rasch in den MDax aufgenommen. Im nächsten Jahr findet eine DAX-Erweiterung auf 40 Mitglieder statt. Für die zehn neuen Plätze gilt Siemens Energy als aussichtsreicher Kandidat. Siemens Energy hält 67 Prozent an Siemens Gamesa Renewable Energy und ist damit nach eigenen Angaben einer der internationalen Marktführer bei erneuerbaren Energien. Im letzten Geschäftsjahr machte Siemens Energy noch Verluste in Höhe von fast zwei Milliarden Euro.

Der Aktienkurs liegt derzeit elf Prozent über dem Startkurs, der bei gut 22 Euro lag. Allerdings verliefen die ersten Wochen an der Börse relativ enttäuschend, bevor dann vor wenigen Tagen ein Hoch von 25 Euro erreicht wurde. Die Marktkapitalisierung von Siemens Energy beträgt 16 Milliarden Euro. Damit war die Abspaltung von Siemens die bisher größte Abspaltung eines Unternehmensanteils in Deutschland.

Veränderungen im MDax und im SDax

Zwei Online-Möbelhändler neu im SDax

Home24 gehört wohl zu den Gewinnern der Corona-Krise und konnte im dritten Quartal 2020 ein Umsatzwachstum von 54 Prozent (etwa 118 Millionen Euro) erreichen. Für das gesamte Jahr 2020 geht Home24 von einem Umsatzwachstum zwischen 38 und 42 Prozent aus. Ein ähnliches Bild gibt auch Westwing, ebenfalls ein Online-Möbelhändler, ab. Das Umsatzwachstum bei Westwing fiel sogar noch höher aus, als bei Home24. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 66 Prozent auf 99 Millionen Euro und im gesamten Geschäftsjahr könnte der Umsatz um 55 bis 65 Prozent auf 415 bis 440 Millionen Euro wachsen.

Verbio stellt Biokraftstoffe her und hat in diesem Jahr rasch auf die Corona-Krise reagiert. Seitdem gibt es auch eine Produktionslinie für Desinfektionsmittel. Das Kerngeschäftsfeld ist aber Biodiesel, Bioethanol und Biomethan. Im Geschäftsjahr 2019 / 2020 stieg der Gewinn um fast zwölf Prozent auf 872,4 Millionen Euro.

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Autozulieferer und Online-Broker neu dabei

Der Autozulieferer ElringKlinger ist für viele Menschen wohl ein bekannter Name. Das Unternehmen ist mit seinen etwa 10.000 Mitarbeitern an 45 Standorten in aller Welt tätig und arbeitet seit kurzem mit dem Unternehmen VDL aus den Niederlanden im Rahmen einer Brennstoffzellen-Partnerschaft zusammen. Allerdings war ElringKlinger von der Corona-Krise stark betroffen und erreichte im dritten Quartal nur noch einen Umsatz von 381 Millionen Euro. Dies waren 11,7 Prozent weniger als 2019. Allerdings war der Umsatz des dritten Quartals im Vergleich zum Vorquartal bereits eine leichte Erholung.

Flatex Degiro gehört zu den bekanntesten Onlinebrokern. Im August wurde die Fusion von Flatex mit dem niederländischen Konkurrenten Degiro sowie der Umbenennung des Unternehmens in Flatex Degiro offiziell. Dies macht das Unternehmen zu einem der größten Broker in Europa. Während der Corona-Krise stiegen auch bei Flatex Degiro die Kundenzahlen. Die Marktkapitalisierung des Brokers stieg zuletzt auf 1,5 Milliarden Euro.

Auswirkungen im MDax und SDax

Rüstungselektronikhersteller sechster Neuzugang

Der sechste Neuling im SDax ist der Rüstungselektronikhersteller Hensoldt, der erst seit September an der Börse ist. In den ersten neun Monaten des Jahres erreichte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von 5,5 Prozent auf 712 Millionen Euro. Dies war eng mit einem Auftrag zur Entwicklung und Produktion eines neuen Radars für deutsche und spanische Eurofighter verbunden, der einen Wert von etwa 1,4 Milliarden Euro hat. Weitere Aufträge im Wert von fast zwei Millionen Euro, die bereits vom Bundestag genehmigt wurden, stützten die Unternehmenserfolge weiter.

Damit kommt vor allem in den SDax viel Bewegung. So viele Wechsel im Nebenwerte-Index gab es bisher selten. Auffällig ist sicher, dass die Hälfte der neuen Mitglieder ihr Geld vor allem über das Internet verdienen. Im DAX gibt es nach den Ankündigungen, die Regeln für die Aufnahme in den Leitindex zu verändern, keine Wechsel. Auch im TecDAX bleibt alles gleich. Die Deutsche Börse tauscht im Dezember in der Regel in allen Indizes Werte aus, deren Börsenwerte oder -umsätze sehr gut oder schlecht sind.

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Veränderungen noch auf Basis der alten Regeln

Die aktuellen Indexveränderungen wurden noch auf der Basis der alten Regeln entschieden. Dabei spielen vor allem die Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien sowie der durchschnittliche Börsenumsatz eine große Rolle. Anhand dieser Kriterien stand für viele Experten die Aufnahme von Siemens Energy in den MDax schon lange fest.

Im nächsten Jahr wird es aber zu noch mehr Veränderungen in der DAX-Familie kommen. Infolge des Skandals um Wirecard hat die Deutsche Börse kürzlich neue Vorgaben angekündigt, nach denen vor allem die Profitabilität eines Unternehmens im Vordergrund steht und das wichtigste Kriterium für eine Aufnahme in den DAX wird.

Der DAX wird im September 2021 nach den neuen Regeln zusammengesetzt und auf 40 Werte erweitert. Neben der Profitabilität soll auch die Transparenz in der Berichterstattung wichtiger werden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDax von 60 auf 50 Unternehmen. Die Vergrößerung des DAX wird dann die deutsche Wirtschaft noch breiter abdecken.

News im MDax und SDax

Neue Vorgaben für DAX-Aufnahme

Bald müssen Unternehmen, die in den DAX aufgenommen werden wollen, schon vor der Aufnahme ein positives Ebitda in den letzten beiden Finanzberichten aufweisen. Damit möchte die Deutsche Börse verhindern, dass Unternehmen, die nicht dauerhaft profitabel sind, in den DAX aufgenommen werden. Hier gab es zuletzt Kritik an der DAX-Aufnahme von Delivery Hero. Allerdings gilt diese Vorgabe nicht für den MDax und den SDax.

Zudem ist bald ein schnellerer Ausschluss auf dem DAX möglich. Legt ein Unternehmen seine Geschäftszahlen nicht fristgerecht vor, kann die Deutsche Börse ein Unternehmen sofort aus den vier wichtigen Indizes herausnehmen. Jedes DAX-Unternehmen muss ab März 2020 eine testierten Geschäftsbericht sowie vierteljährliche Quartalsmitteilungen vorlegen. Die aktuellen Geschäftszahlen müssen immer drei Monaten nach Ende des Geschäftsjahrs beziehungsweise 45 Tage nach Ende des Quartals vorliegen.

Kommt ein Unternehmen diesen Vorgaben nicht nach, gewährt die Deutsche Börse eine Frist von 30 Tagen. Werden die Unterlagen und Zahlen auch nach Ablauf der Frist nicht vorgelegt, muss das Unternehmen den Index verlassen. Darüber hinaus müssen alle DAX-Unternehmen ab März den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechen. Damit wird eine gute Unternehmensführung bald auch bei der Aufnahme in den DAX berücksichtigt.

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Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgesehen

Zudem wird ein Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vorgeschrieben, der die Rechnungslegung des Unternehmens überwachen soll und bei Regelverstößen auch Konsequenzen ziehen kann. Unternehmen, die schon im DAX vertreten sind, haben bis September 2022 Zeit, einen solchen Ausschuss aufzubauen. Die Deutsche Börse wird die Index-Zusammensetzung in Zukunft zweimal pro Jahr bei einer Hauptprüfung prüfen. Für März 2021 ist die nächste Prüfung geplant.

Viele DAX-Aktien sind auch Teil des Handelsangebots von XTB. Trader können insgesamt aus mehr als 2.000 Aktien von 17 internationalen Börsen wählen. Neben direkten Investments in Aktien können sich Trader auch für den CFD-Handel mit Aktien entscheiden. Dazu kommen zahlreiche weitere Basiswerte im CFD-Handel, sodass der Broker seinen Tradern ein breites Angebot machen kann.

MDax und SDax

Aktien von einigen Börsen

Von den angebotenen Börsen sind jedoch nicht alle Aktien handelbar. Trader finden daher auf der Webseite von XTB einen genaueren Überblick über das Handelsangebot. Die Aktien bei XTB stammen nicht nur aus vielen Ländern, sondern auch aus vielen Branchen. Daher ist eine breite Diversifikation möglich. Trader können zudem interessante Aktien verfolgen und Analysen durchführen. Täglich erhalten Trader per E-Mail ein Marktupdate. Dazu kommen Hilfsmittel wie ein Wirtschaftskalender.

Immer wieder nimmt XTB auch auf die Wünsche seiner Kunden hin neue Aktien ins Angebot auf. Bei einem genaueren Blick auf das Angebot hilft auch das dauerhaft nutzbare Demokonto. Das Preismodell des Brokers ist leicht verständlich. Der Broker verzichtet auf viele zusätzliche Kosten wie Übernachtfinanzierungsgebühren im Aktienhandel. Viele Aktien sind zudem kommissionsfrei handelbar.

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Kontoeröffnung ohne Mindesteinzahlung

Die Kontoeröffnung ist ohne Mindesteinzahlung möglich. XTB bietet dafür verschiedene Einzahlungswege wie Kreditkarten oder Zahlungsdienstleister an. Überweisungen sind ebenfalls möglich. Auszahlungen unter 200 Euro sind im Gegensatz zu Einzahlungen mit Gebühren verbunden.

Im CFD-Handel kommen auf Trader weitere Kosten zu. Allerdings sind die Spreads variabel und richten sich nach den aktuellen Marktbedingungen. Bei sehr volatilen Basiswerten können die Spreads stärker schwanken. Der Broker will seine Tradern immer möglichst optimale Kurse anbieten und arbeitet mit etablierten Liquiditätsanbietern zusammen. Alle Handelsangebote sind bei XTB über nur eine Plattform möglich.

MDax und SDax Veränderungen

Fazit: Viele Neulinge im SDax

Im MDax und im SDax kommt es kurz vor Weihnachten zu einigen Veränderungen. Neu im MDax ist wie erwartet Siemens Energy. In den SDax werden gleich sechs neue Mitglieder aufgenommen, darunter Flatex Degiro und Home24. Im nächsten Jahr stehen weitere Veränderungen an, wenn der DAX auf 40 Werte erweitert wird und neue Regeln zur Aufnahme gelten.

Viele DAX-Werte sind auch bei XTB handelbar. Der Broker ist jedoch sehr international aufgestellt und bietet Aktien von 17 Börsen in aller Welt an. Neben dem direkten Aktienkauf sind CFDs Alternativen. Trader können selbstständig Analysen durchführen, sich aber auch über Marktnachrichten oder Experten-Analysen umfassend informieren.

Bilderquelle:

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