Vantage Towers: bislang größter Börsengang des Jahres

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.08.2021


Der bisher größte Börsengang des Jahres in Europa steht an. Das Unternehmen Vantage Towers will damit Einnahmen von bis zu 2,8 Milliarden Euro erzielen. Diese gehen an den Mutterkonzern Vodafone, der damit weitere Investitionen in den 5G-Mobilfunkausbau finanzieren will. Internationale Aktien sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch im Angebot von XTB.

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Fast 30 Prozent Marktanteil in Deutschland

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenVantage Towers will beim Börsengang in dieser Woche bis zu 88,9 Millionen Aktien ausgeben. Das Unternehmen gehört zur Vodafone Group und ist einer der größten Betreiber von Sendemasten in Europa. In zehn europäischen Ländern betreibt das Unternehmen 82.000 Funkmasten. In Deutschland liegt der Marktanteil mit etwa 19.400 Sendeanlagen bei 29 Prozent.

Die Sendemasten werden an Telekom-Anbieter vermietet. Die Vodafone-Gruppe ist dabei der wichtigste Mieter. Neben Funktürmen und Funkmasten gehören auch Dachstandorte, Distributed Antenna Systems und Smart Cells zu den Angeboten des Unternehmens. Zudem hält Vantage Towers 33,2 Prozent am italienischen Konkurrenten INWIT.

Beim Börsengang von Vantage Towers wird der Mehrheitsanteil an dem Unternehmen weiter im Besitz der Vodafone-Gruppe bleiben. Die Aktien, die im Rahmen des Börsengangs ausgegeben werden, sollen in der unteren Hälfte der Preisspanne von 24 bis 25 Euro zugeteilt werden. Die Preisspanne reicht insgesamt von 22,50 bis 29 Euro. Die Orderbücher seien in dieser Spanne bereits gut gefüllt. Die Aktien können bis zur Wochenmitte gezeichnet werden, am Donnerstag geht die Aktien dann an die Frankfurter Börse.

Vantage Towers: bislang größter Börsengang des Jahres

Bis zu 2,8 Milliarden Euro Einnahmen möglich

Vodafone will auf diesem Weg bis zu 2,8 Milliarden Euro einnehmen. Die Zahl der verkauften Aktien richtet sich nach dem Ausgabepreis. Geplant sind zunächst Einnahmen von zwei Milliarden Euro. Ist die Nachfrage höher, kann die Emission nochmals um 500 Millionen Euro erhöht werden. Dazu kommt eine Platzierungsreserve von bis zu 300 Millionen Euro. Die Platzierungsreserve, im Englischen als Greenshoe-Option bekannt, ist eine Call-Option, bei der das Recht eingeräumt wird, eine zusätzliche, zuvor festgelegte Anzahl an Aktien zum Ausgabepreis zu erwerben.

Der bisher größte Börsengang des Jahres war der Börsengang des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 Anfang Februar. Mit dem Börsendebüt nahm das Unternehmen eine Milliarde Euro ein. Die Eigentümer verkauften dabei fast 22 Millionen Aktien und nahmen so etwa 830 Millionen Euro ein. Das Unternehmen wurde zum Börsenstart mit knapp zwölf Milliarden Euro bewertet.

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Einnahmen vollständig an Vodafone

Aktiendepot.com Icon GebührenDie Einnahmen des Vantage-Towers-Börsengang gehen komplett an Vodafone. Damit nimmt Vantage Towers selbst mit dem Börsengang kein Geld ein, muss aber auch die Kosten nicht tragen. Mit dem Verkauf von Sendemasten entlastet das Unternehmen seine Bilanzen und kann Kapital für weitere Investitionen in den 5G-Ausbau erhalten.

Funktürme und Mobilfunkstandorte sind in Zeiten niedriger Zinsen für professionelle Anleger, beispielsweise Versicherer und Finanzinvestoren, eine sichere Anlage. Sie sind an stabilen Renditen aus der Vermietung von Standorten interessiert. Sowohl Masten am Boden wie auch auf Hausdächern können an mehrere Telekommunikations-Anbieter vermietet werden. So kann das Unternehmen über Jahre hinweg durchgehend stabile Einnahmen erhalten. Die Nachfrage nach Daten und Vernetzung ist weiter groß. Dies wird auch das Wachstum von Funkmastenbetreiber ankurbeln.

Vantage Towers Börsengang

Einnahmen in Zukunft stabil

Die denkbaren stabilen Einnahmen des Unternehmens könnten die Aktie auch in den nächsten Jahren interessant machen. Vodafone zahlt für die Nutzung der Antennen Miete. Einige Standorte werden von anderen Netzbetreibern mitgenutzt. Vantage Towers hat damit im Durchschnitt 1,38 Mieter für jede Station. Auf das Unternehmen kommen jedoch auch Kosten zu, beispielsweise für die Wartung der Funkmasten. Unter dem Strich bleibt dennoch ein Gewinn. Das Unternehmen will schon in diesem Sommer 280 Millionen Euro an Dividenden an seine Aktionäre auszahlen.

Der Börsengang hat sicher auch einen gewissen Werbeeffekt für das Unternehmen. In den nächsten Jahren könnte die Anzahl der Netzbetreiber, die Funkmasten von Vantage Towers mieten, weiter steigen. Denkbar ist eine durchschnittliche Nutzerzahl von 1,5. Dies würde auch die Einnahmen weiter erhöhen.

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Netzabdeckung ausbauen

Aktiendepot.com Icon AnfängerDie Anzahl der Datenübertragung steigt, da immer mehr Menschen den Mobilfunk nutzen. Mobilfunkanbieter stehen vor der Aufgabe, Funklöcher zu schließen und Netze auszubauen. Eine große Herausforderung ist dabei der Ausbau für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Der Ausbau von Mobilfunknetzen ist sehr aufwendig und für Mobilfunkunternehmen mit hohen Kosten verbunden. Von einer kompletten Netzabdeckung sind die Mobilfunkunternehmen in Deutschland noch weit entfernt. Deutschland liegt im europaweiten Vergleich weit hinten. Um hier besser voranzukommen, arbeiten einige große Unternehmen bereits zusammen.

Vantage Towers könnte in diesem Zusammenhang bald weitere Funkmasten bauen. Dies ist jedoch ebenfalls mit Herausforderungen verbunden. Beispielsweise kritisieren überall in Deutschland Anwohner Pläne für neue Funkmasten, beispielsweise weil sie Befürchtungen haben, dass die Strahlung gefährlich sein könnte oder sich negativ auf das Landschaftsbild auswirkt.

Vantage Towers größter Börsengang des Jahres

Börsengang Grundlage für weiteres Wachstum

Eine weitere Option für Vantage Towers ist es, weitere Standorte oder Konkurrenten zu übernehmen. Für Übernahmen stehen dem Unternehmen nach eigenen Angaben bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung. Der Börsengang könnte dabei die Grundlage für weiteres Wachstum legen.

In den USA ist es schon seit einiger Zeit üblich, dass Mobilfunkanbieter Sendeplätze auf Masten von Betreiberunternehmen mieten. Die Mobilfunkanbieter selbst besitzen selbst kaum Funktürme. Auch in Europa beginnen immer mehr Telekommunikationsunternehmen damit, ihre passive Infrastruktur zu verkaufen. Auf diesem Weg können sie oft auch Schulden tilgen.

Das spanische Unternehmen Telefónica will beispielsweise 30.000 seiner Funkmasten an American Tower aus den USA verkaufen und hierüber über sieben Milliarden Euro einnehmen. Die Deutsche Telekom hat einige Standorte in ein Unternehmen mit dem Namen Deutsche Funkturm ausgelagert, die aber noch der Telekom gehört.

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Vodafone bleibt größter Anteilseigner

Vodafone bleibt mit einem Anteil von über 75 Prozent der größte Anteilseigner von Vantage Towers. Daneben wollen zwei weitere Parteien größere Aktienpakete erwerben. Der Infrastrukturinvestor Digital Colony aus den USA will Aktien für 500 Millionen Euro kaufen und der Beteiligungsfonds RRJ aus Singapur Aktien für 450 Millionen Euro. Der Börsengang von Vantage Towers wird wohl einer der größten in Deutschland seit Jahren. Der letzte vergleichbare Börsengang war die Abspaltung der Medizintechnik-Sparte Healthineers von Siemens vor vier Jahren.

Vantage Towers wird beim Börsendebüt mit 12,1 Milliarden Euro bewertet. Die Bewertung ist damit deutlich geringer als der spanische Mitbewerber Cellnex. Dieser weist eine Marktkapitalisierung von fast 21 Milliarden Euro auf, hat allerdings deutlich weniger Standorte. Die Aktie könnte für einen Preis von 24 Euro zugeteilt werden, wie es am Mittwoch kurz vor der Zeichnungsfrist hieß. Die Emission sei bei diesem Wert vielfach überzeichnet. Mit dem IPO gehen auch die Funktürme, die Vodafone in Europa hat, in die Eigenständigkeit.

Größter Börsengang des Jahres

Internationale Aktien bei XTB

Internationale Aktien aus vielen Branchen sind auch bei XTB handelbar. Trader können sich hier für zwei Wege entscheiden: den direkten Kauf von Aktien oder Aktien-CFDs. Im Handel mit echten Aktien sind Transaktionen bis zu 100.000 Euro im Monat kommissionsfrei. Aktien, ETFs und CFDs werden über nur ein Konto gehandelt. Für die Kontoeröffnung sieht XTB keine Mindesteinzahlung vor.

Aktien werden bei XTB über die xStation 5 gehandelt. Die hauseigene Plattform wird regelmäßig aktualisiert. Auf der Plattform finden Trader Aktienkurse von den angebotenen Börsen, Charts oder Tools. Dazu kommen Werkzeuge wie ein Trading-Rechner oder einen Wirtschaftskalender. Zudem werden Trader beim Handel mit Schulungsmaterialien und aktuellen Marktinformationen unterstützt.

Alle Angebote können auch über ein XTB Demokonto getestet werden. Der Kundenservice ist im Frankfurt erreichbar, wo 2008 das Deutschland-Büro von XTB eröffnet wurde. Die Standorte in mehreren Ländern haben zur Folge, dass XTB in mehreren Ländern reguliert wird. Auf dem polnischen Heimatmarkt ist der Broker auch an der Börse notiert.

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Fazit: Größter Börsengang des Jahres

Aktiendepot.com Icon FazitAn der Frankfurter Börse steht in dieser Woche der bisher größte europäische Börsengang des Jahres an. Das Vodafone-Tochterunternehmen Vantage Towers will mit dem Börsengang bis zu 2,8 Milliarden Euro einnehmen. Die Erlöse werden vollständig an Vodafone gehen. Das Unternehmen will damit den Mobilfunkausbau weiter vorantreiben.

XTB bietet zahlreiche nationale und internationale Aktien aus vielen Branchen an. Alternativ zu echten Aktien könnten Trader Aktien auch über CFDs handeln. Der Handel mit Aktien und CFDs ist über nur ein Konto möglich. Die Kontoeröffnung ist kostenlos und nicht mit einer Mindesteinzahlung verbunden.

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