Die Vallourec Aktie: Was zeichnet das Unternehmen aus?

Energien und Rohstoffe werden ein immer wichtiges Thema. Zum einen geht es um hohe Strompreise, zum anderen um Alternativen zu fossilen Energieträgern. Vallourec stellt nahtlose Stahlrohre und besondere Rohranwendungen her, die auch bei der Energiewende eine wichtige Rolle spielen. Daher könnte die Vallourec Aktie langfristig für Anleger interessant sein.

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Unternehmensprofil

Firmenlogo:
Gründung: 1391
Unternehmensname: Vallourec S.A
ISIN: FR0000120354
Symbol: VACD
Branche: Metallverarbeitung
Mitarbeiterzahl: 15.875 (2021)
Umsatz im letzten Jahr: 1,03 Milliarden Euro (2021)

Die Produkte des Unternehmens werden vor allem auf dem Energiemarkt, beispielsweise in der Öl- und Gasindustrie, eingesetzt. Andere Anwendungen kommen im Maschinenbau oder der Automobilindustrie zum Einsatz.

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Pros: Breit aufgestelltes Unternehmen mit langer Tradition

  • Das Unternehmen bietet Rohre für viele Anwendungsbereiche an.
  • Eine Besonderheit ist, dass die Vallourec-Rohre unter Extrembedingungen eingesetzt werden können.
  • 2022 begann mit Umsatzsteigerungen im ersten Quartal.

Cons: Möglicherweise noch Nachholbedarf bei erneuerbaren Energien

  • Weiterhin werden auch bei Kraftwerken für fossile Brennstoffe Rohre von Vallourec eingesetzt.
  • In Deutschland stehen zwei Werke vor dem Aus, obwohl diese hierzulande wichtige Produkte mit Blick auf die Energiewende herstellen können.

News zur Vallourec Aktie

Deutschland ist ein besonders wichtiger Standort für Vallourec. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es zwei wichtige Werke, in denen Rohre mit verschiedenen Herstellungsverfahren produziert werden.

Nahtlose, warmgewaltze Stahlrohre gehören zu den wichtigsten Produkten. Diese kommen beispielsweise

  • im Energiesektor
  • im Maschinenbau oder
  • im Stahlbau

zum Einsatz. Dazu kommen Premiumrohre für spezielle Projekte, aber auch digitale Services.

Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit seinen Kunden innovative und technologisch anspruchsvolle Lösungen. Dabei achtet das Unternehmen aber auch auf die Anforderungen der Zukunft.

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Der Energiemarkt ist gerade sehr stark im Wandel und das Marktumfeld ist sehr wettbewerbsintensiv. Daher arbeitet das Unternehmen auch daran, neue Geschäftsfelder zu erschließen und sich im digitalen Bereich besser aufzustellen.

Zwei der Werke in Deutschland steht aber womöglich vor dem Aus. Die Werke in Mülheim und Düsseldorf sollen verkauft werden. 2.400 Arbeitsplätze könnten dabei auf dem Spiel stehen.

Dazu laufen derzeit Gespräche mit Betriebsräten und Gewerkschaften. Gerüchten zufolge haben drei Finanzinvestoren Interesse an einem Kauf der beiden Werke.

Das Unternehmen spielt hierzulande mit Blick auf die Energiewende eine große Rolle. Diese könnte durch den Verkauf der Werke gebremst werden. Das Unternehmen könnte das Potenzial haben, neue innovative Produkte und Lösungen auf den Weg zu bringen.

 

Beispielsweise könnten in dem Werk in Rath Rohre entstehen, die bei der Speicherung von Wasserstoff hilfreich sind. Auch bei Offshore-Windanlagen oder anderen großen Windrädern gibt es Möglichkeiten. Dies könnte sogar im tiefen Wasser stehen.

Ein weiterer Aspekt sind Profilrohre für den Brückenbau. Daher könnte sich mit Blick auf die Herausforderungen der Zukunft für das Unternehmen einige neue Perspektiven ergeben.

Schon vor einigen Jahren engagierte sich das Unternehmen beispielsweise bei Erdwärmeprojekten. Auch die Rohre hierfür wurden in Mülheim an der Ruhr und in Düsseldorf gefertigt.

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Analyse und Prognose zur Vallourec Aktie

Das Unternehmen hat Anlagen in über 20 Ländern und die Aktie von Vallourec ist an der Euronext in Paris gelistet. Die Geschichte des Unternehmens geht schon ins 19. Jahrhundert zurück, als Mannesmann in Deutschland mit der Entwicklung von Walzen für nahtlose Rohre begann. Hersteller aus Frankreich übernahmen spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg das Herstellungsverfahren von Mannesmann.

1931 wurde eine Gesellschaft namens Vallourec gegründet, dass sich aus den ersten Silben der Städtenamen Valenciennes, Louvroil und Recquignies zusammensetzt. In diesen befanden sich die Niederlassungen der Standorte, die eine Zusammenarbeit begannen.

1957 fusionierten die Société des Tubes de Valenciennes und der Société Louvroil-Montbard-Aulnoye und das neue Unternehmen ging 1957 unter dem Namen Vallourec an die Pariser Börse.

1960 wurde dann die sogenannte VAM-Verbindung eines der wichtigsten Produkte des Unternehmens. 1967 wurde dann die gesamte Produktion des Konkurrenten Lorraine-Escaut übernommen und auch in den 1970er Jahren ging die Expansion weiter.

 

Zudem entstand ein Joint Venture mit Mannesmann. Dieses entwickelte sich zum internationalen Marktführer für nahtlose Stahlrohre.

Das Unternehmen übernahm in der Folge weitere Unternehmen, vor allem in den USA und Brasilien. 2005 übernahm Vallourec durch eine Erhöhung seiner Beteiligung die Kontrolle über V & M Tubes. Die Vallourec Aktie ist seit 2006 Teil des CAC 40 und 2013 wurde der deutsche Anteil des Unternehmens zur Vallourec Deutschland GmbH.

Das Unternehmen stellte sich im Bereich Öl und Gas stärker auf und wurde in China und im Mittleren Osten aktiver. Heute ist das Unternehmen auf sehr spezielle Anwendungen spezialisiert, die beispielsweise im Maschinen- oder Autobau eingesetzt werden.

Viele Produkte von Vallourec können unter Extrembedingungen verwendet werden, zum Beispiel bei sehr hohen Temperaturen oder in besonders tiefen Bohrschächten. Unter anderem gehören Erdölgesellschaften oder Ingenieurbüros zu den Kunden des Unternehmens.

Allerdings arbeitet Vallourec auch weiter für fossile Kraftwerke. Wer also an einer nachhaltigen Anlage interessiert ist, für den kommt die Vallourec Aktie womöglich nicht infrage.

 

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Hier kommen die Produkte von Vallourec zum Einsatz, da sie hohen Temperaturen und Druck standhalten. Autobauer beliefert das Unternehmen ebenfalls.

Dazu kommen Rohre für Architekturprojekte oder für den Stahlbau. Beispielsweise kamen die Rohre für die Stahlkonstruktion des Wembley Stadions in London von Vallourec. 2016 stammte über 64 Prozent der Einnahmen aus dem Bereich Öl und Gas.

Das Unternehmen ist bei Forschung und Entwicklung sehr aktiv. Daher arbeiten mehrere Hundert Ingenieure und Techniker für Vallourec.

Zu den mehr als 50 Produktionsstandorten in über 20 Ländern kommen sechs Forschungszentren. Vor allem in das Forschungszentrum in Riesa hat das Unternehmen 2015 viel Geld investiert. In den letzten 15 Jahren wurden zudem die Produktionsstandorte in Asien, Brasilien und im Mittleren Osten deutlich ausgebaut.

Nach ersten Schätzungen hat das Unternehmen im ersten Quartal 2022 wohl eine Umsatzsteigerung von fast 30 Prozent erreicht. Der Umsatz könnte bei rund 908 Millionen Euro liegen. Im ersten Quartal 2021 waren es 702 Millionen Euro.

2022 könnte der Gewinn pro Aktie bei 0,715 Euro liegen. 2021 waren es 0,300 Euro. Zudem könnte der Umsatz von 3,44 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 4,3 Milliarden Euro steigen. Dies könnte sich vorteilhaft auf die Vallourec Aktie Prognose auswirken.

 

Was spricht für die Vallourec Aktie?

  1. Vallourec gilt als sehr innovativ und arbeitet mit modernster Technik.
  2. Die bisherigen Geschäftszahlen für 2022 sowie die aktuellen Prognosen sind durchaus solide.
  3. Den Produkten aus dem Hause Vallourec könnte bei der Energiewende eine wichtige Rolle zukommen.

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Zusammenfassenden Einschätzung

Vallourec ist ein Unternehmen mit langer Tradition. Diese Erfahrung gepaart mit Innovation und modernster Technik kann auch bei Erneuerbaren Energien von großer Bedeutung sein. Beispielsweise entwicht das französische Unternehmen auch Rohre für Erdwärmeprojekte.

Allerdings gibt es auch einige Probleme, beispielsweise bei zwei Werken in Nordrhein-Westfalen, die verkauft werden sollen. Die ersten Geschäftszahlen für 2022 deuten aber aus finanzieller Sicht auf eine gute Entwicklung hin.

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