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US-Großbank verbietet Handel mit Bitcoin-Fonds

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An der Wall Street ist weiterhin große Zurückhaltung gegenüber Bitcoin spürbar. Dies zeigt auch die jüngste Entscheidung der US-Bank Merrill Lynch. Das Kreditinstitut wies seine Berater an, keine Investitionen in Bitcoins mehr zu tätigen. Auch Kundenanfragen zum Bitcoin-Handel sollen nicht mehr ausgeführt werden.

Inhaltsverzeichnis
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    Tochtergesellschaft der Bank of America

    Seit Januar 2009 ist Merill Lynch eine Tochtergesellschaft der Bank of America Corporation. Sie hat im Konzern die Verantwortung für wohlhabende Privatkunden, Investmentbanking und das Kapitalmarktgeschäft. Das Investmentgeschäft wird unter der Marke Bank of America Merrill Lynch durchgeführt. Die Bank hat ihren Sitz in New York. Die Europageschäfte werden von London aus gesteuert.

    Bankhaus mit 100-jähriger Geschichte

    Die Bank kann jedoch schon auf eine über 100-jährige Geschichte zurückblicken. 1914 eröffnete Charles E. Merrill an der Wall Street eine Bank. Der Name Charles E. Merrill wird in den USA auch mit der Demokratisierung der Aktienkultur verbunden. Ebenfalls im Jahr 1914 kam auch Edmund C. Lynch zum Unternehmen. Dies führte dazu, dass 1915 die Bank in Merrill Lynch & Co. umbenannt wurde. In den 1920er Jahren expandierte das Unternehmen und eröffnete unter anderem in Detroit und Chicago weitere Büros. 1971 wagte die Bank den Gang an die Börse. 2006 entschied man sich zu einer Fusion mit BlackRock im Investment-Management-Geschäft. Merrill Lynch hatte stark unter der Finanzkrise 2007 zu leiden. Damals musste auch der zuständige CEO die Bank verlassen. Im Jahr 2008 kündigte Merrill Lynch die Fusion mit der Bank of America an.

    Dienstleistungen für Privatanleger, professionelle Investoren und Unternehmen

    Merrill Lynch bietet unter anderem Dienstleistungen für Privatanleger, institutionelle Investoren und Unternehmen an. Die Bank gilt im Kapitalmarktgeschäft sowie bei Beratungen für Unternehmen, Regierungen und institutionelle und privaten Investoren als eine der führenden internationalen Investmentbanken.

    In Deutschland firmiert die Bank unter dem Namen Bank of America Merrill Lynch und hat ihren Schwerpunkt auf Global Markets und Investmentbanking gelegt. Das Unternehmen berät bei Fusionen und Übernahmen sowie bei Börsengängen und Kapitalerhöhungen. Auch Privatanleger finden bei Merrill Lynch viele Zertifikate und andere strukturierte Finanzprodukte.

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    Bedenken zur Anlagetauglichkeit der Kryptowährung

    Die Bedenken von Merrill Lynch in Bezug auf Bitcoins beziehen sich auf die Anlagetauglichkeit der Kryptowährung. Daher wurde allen Kunden und Finanzberatern, die im Namen der Bank agieren, die Investition in Bitcoins untersagt. Das Verbot gilt für alle Konten. Die rund 17.000 Berater in aller Welt dürfen zudem nicht mit dem Bitcoin-Fonds von Grayscale Investment Trust handeln.

    Der Fondsanbieter Grayscale Investment Trust legte vor einigen Wochen offenen Fonds, der ausschließlich in Bitcoins investiert, auf. Dieser wurde speziell für Investoren entwickelt, die mit einem bekannten Finanzinstrument in den Handel mit Bitcoins einsteigen wollen. Der Fonds wird unter dem Handelssymbol GBTC außerbörslich gehandelt.

    Aus einem internen Memo der Bank, dass dem „Wall Street Journal“ vorliegt, geht hervor, dass Merrill Lynch Zweifel an der Tauglichkeit und der Eignung des Bitcoin-Fonds des Grayscale Investment Trusts hegt. Dies wurde von einer Sprecherin der Bank bestätigt.

    Handel mit Bitcoin-Futures bereits im Dezember untersagt

    Merrill Lynch veröffentlichte bereits am 8. Dezember 2017, als die ersten Bitcoin-Futures in den USA auf den Markt kamen, eine Richtlinie, die den Einstieg in den Handel mit diesen verbot. Bereits bestehende Positionen dürfen nur in Brokerage-Konten, aber nicht in gebührenpflichtigen Beratungskonten gehalten werden.

    Im Dezember 2017 startete die Chicago Board Options Exchange (CBOE) und die Terminbörse CME im Dezember 2017 den Handel mit Bitcoin-Futures. Dies war ein weiterer großer Schritt für die Kryptowährung in der Finanzwelt.

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    Auch andere Großbanken skeptisch

    Die Entscheidung von Merrill Lynch zeigt einmal mehr die Skepsis und Zurückhaltung der Wall Street beim Thema Bitcoin. Beobachter werten die Entscheidung der Bank als ein weiteres Signal, dass die Befürchtungen hinsichtlich der mit Kryptowährungen verbundenen Risiken an der Wall Street zunehmen.

    Neben Merrill Lynch verbot auch die amerikanische Brokerage-Sparte der Schweizer Großbank UBS ihren Beratern den Handel mit Bitcoin-Produkten. Ähnlich reagierten Großbanken wie JP Morgan oder die Citigroup. Diese gaben bereits am 10. Dezember 2017 bekannt, dass sie ihren Kunden den Handel mit Bitcoin-Futures nicht anbieten werden.

    Aufgrund der hohen Risiken, die mit Bitcoins verbunden sind, ist die Entscheidung von Merrill Lynch sicher nachvollziehbar. Doch auch innerhalb der Bank soll es Stimmen gegeben haben, die der Ansicht waren, der Bank würden Handelschancen entgehen. Zudem gab es Beschwerden von Kunden, die gerne in Bitcoin investiert hätten.

    Kritik aus der Finanzwelt

    In den letzten Monaten häufen sich auch die Stimmen bekannter Vertreter aus der Finanzbranche, die sich kritisch über Bitcoin äußerten. Der Chef von JP Morgan, James Dimon, bezeichnete Bitcoin sogar als Betrug. Die amerikanische Investoren-Legende Warren Buffet sagte schon 2014, für ihn sei Bitcoin eine „Fata Morgana“. Da hinter Bitcoin kein tatsächlicher Wert stehe, sei die Kryptowährung seiner Ansicht nach eine Blase. Er frage sich zudem, ob Regierungen den Handel mit Bitcoins weiterhin unreguliert wachsen lassen sollten. Andere Kritiker hegen darüber hinaus Zweifel an der Langlebigkeit von Bitcoin.

    Trotz aller Kritik auf Höhenflug

    Dennoch war ein Bitcoin im Dezember 2017 fast 20.000 Dollar wert. Im Dezember 2016 lag der Wert eines Bitcoins noch bei etwa 970 Dollar. Doch auch 2017 gab es teils dramatische Kursverluste. Die Aussage James Dimons führte beispielsweise zu einem drastischen Kurssturz. Doch im vergangenen Jahr ging es für Bitcoin nach derartigen Rückschlägen immer wieder nach oben. Dennoch ist man sich weiter uneinig, ob es sich bei Bitcoin um eine Währung oder ein Spekulationsobjekt handelt.

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    Unkontrollierbare Währung

    Einige Fachleute bezeichnen Bitcoin als eine Währung, die nicht kontrollierbar sei. Vor allem Neulingen werden vor den nur schwer kalkulierbaren Risiken gewarnt. Eine Investition in Bitcoin kann möglicherweise zu einem Verlust des gesamten investierten Kapitals führen. Aller Warnungen zum Trotz wird die Kryptowährung bei Investoren jedoch immer beliebter. Viele Anleger wollen sicher an den besonders hohen Renditen, die mit Bitcoins möglich sind, teilhaben.

    Österreichs Notenbankchef fordert Mehrwertsteuer auf Bitcoins

    Neben der teils massiven Kritik an Bitcoin werden auch die Forderungen nach Regulierung immer lauter. Ewald Nowotny, der Chef der Notenbank Österreichs forderte beispielsweise, dass ebenso wie bei anderen Finanzgeschäften alle Beteiligten ihre Identität preisgeben sollten. Dies würde jedoch seiner Ansicht nach zu einem Zusammenbruch des Systems hinter Bitcoin führen. Darüber hinaus ist er der Ansicht, dass auf Bitcoins eine Mehrwertsteuer erhoben werden sollte, da es sich nicht um eine Währung, sondern ein Spekulationsobjekt handle. Nowotny bezog sich bei seinen Aussagen auf die Bemühungen gegen Geldwäsche bei anderen geldpolitischen Entscheidungen wie der Abschaffung des 500-Euro-Scheins.

    Nicht mit anderen Währungen vergleichbar

    Bitcoin ist eine von über 1.300 Kryptowährungen. Eine Kryptowährung ist in Europa jedoch aus rechtlicher Sicht nicht mit traditionellen Währungen wie dem Euro vergleichbar. Abgesehen von Japan ist Bitcoin in keinem Land der Welt als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Gesetzliche Zahlungsmittel werden zudem in der Regel von Zentralbanken und Regierungen kontrolliert und überwacht. Des Weiteren ist es im Euroraum Aufgabe der EZB und der Notenbanken der Mitgliedsstaaten, Banknoten auszugeben. Münzen werden von den Regierungen der einzelnen Länder in Umlauf gebracht. Bitcoins können dagegen streng genommen von jedem erzeugt werden. Dazu wird lediglich ein leistungsstarker Computer und eine Internetverbindung benötigt.

    Begriff der Digitalwährung zutreffend?

    Die Tatsache, dass Bitcoins nur als mathematische Formel existieren, macht allein noch nicht deutlich, ob es sich bei Bitcoins um eine Währung handelt oder nicht. Per Definition ist eine Währung ein Zahlungsmittel, eine Recheneinheit und ein Wertaufbewahrungsmittel. Als Zahlungsmittel erleichtert sie den Austausch von Waren. In ihrer Eigenschaft als Recheneinheit macht eine Währung den Wert von Waren vergleichbar. Und als Wertaufbewahrungsmittel eignet sie sich zum Sparen. Für den Chef der Bundesbank, Jens Weidmann, treffen diese Eigenschaften auf Bitcoins nicht zu, da der Bitcoin-Kurs täglich extrem schwankt. Daher hält er auch den Begriff „Digitalwährung“ für unzutreffend.

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    Zu Beginn anonymes, digitales Zahlungsmittel

    Bitcoin war ursprünglich als anonymes Zahlungsmittel im Internet gedacht. Auch wenn in den letzten Jahren immer mehr Unternehmen Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert haben, geht die Bedeutung der Kryptowährung beim Bezahlen von Waren und Dienstleistungen zurück. Dies liegt auch daran, dass ein Bezahlvorgang mit Bitcoin nicht ganz unkompliziert ist. Voraussetzung ist zunächst, dass Zahler und Zahlungsempfänger ein sogenanntes Wallet bei Bitcoin oder einem speziellen Anbieter besitzen müssen. Dies wird auch benötigt, wenn man über eine entsprechende Onlinebörse direkt Bitcoins kaufen möchte. Wer jedoch über Futures oder CFDs in den Handel mit Bitcoins einsteigt, benötigt dies nicht, da er nur auf Kursveränderungen setzt, nicht aber das Basisinstrument Bitcoin selbst erwirbt.

    Transaktionen mit Bitcoin teuer und langsam

    Darüber hinaus kann eine Transaktion mit Bitcoin vergleichsweise teuer sein. Zudem ist aufgrund der begrenzten technischen Möglichkeiten hinter Bitcoin eine Transaktion mittlerweile deutlich langsamer als bei anderen Kryptowährungen wie Etherum. Außerdem beteiligen sich wohl in letzter Zeit immer weniger private Miner, die durch Rechnerleistung an der Entstehung eines Bitcoins beteiligt sind, an der Herstellung neuer Bitcoins und der Verifizierung von Transaktionen. Auch aufgrund des Hypes rund um Bitcoin übernehmen diese Aufgabe zunehmend professionelle Miner mit sehr hoher Rechnerleistung.

    Die besonders starken Wertschwankungen belasten im Übrigen auch Kunden und Händler, die Transaktionen mit Bitcoin tätigen. Wenn sich bis zum Ende einer Transaktion der Wert eines Bitcoins deutlich verändert, kann es zu Nachüberweisungen kommen.

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    Stabilität der Finanzmärkte wohl nicht in Gefahr

    Vertreter von Notenbanken wie Fed-Chefin Janet Yellen sind der Ansicht, dass Bitcoin die Stabilität der internationalen Finanzmärkte nicht gefährdet. Dennoch sehen auch sie in Bitcoins eher ein Spekulationsobjekt als eine Währung. Andere Beobachter warnen dagegen vor einem Crash wie im Zuge der letzten Finanzkrise.

    Mit Blick auf eine baldige Regulierung von Bitcoin kündigte Bruno Le Maire, der französische Finanzminister an, mit den Mitgliedern der G20 über eine Regulierung von Bitcoins sprechen zu wollen. In China wurden bereits die als ICO bezeichneten Finanzierungsrunden für Kryptowährungen verboten und in Südkorea denkt man über eine Steuer auf Gewinne aus Bitcoins nach. Derzeit ist jedoch noch völlig unklar, wie internationale Vereinbarungen zur Regulierung von Bitcoins aussehen könnten.

    Fazit

    Kürzlich verbot die US-Bank Merrill Lynch ihren Mitarbeiten, in Bitcoins zu investieren. Auch die Beratung von Kunden zu Bitcoins wurde untersagt. Bereits im Dezember verbot man Investitionen in Futures auf Bitcoins. Dieses Beispiel zeigt erneut, wie weit die Skepsis gegenüber Bitcoins an der Wall Street verbreitet ist. Zudem fordern immer mehr Finanzexperten eine Regulierung von Bitcoins.

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