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Übernahmeangebot für Aixtron

 

Für das deutsche Maschinenbauunternehmen Aixtron liegt ein Übernahmeangebot eines chinesischen Investors vor. Das Angebot von 6 Euro je Aktie liegt deutlich über dem durchschnittlichen Aktienkurs von Aixtron der letzten Monate. Das sieht nach einem guten Angebot aus – da Aixtron zuletzt keineswegs gute Quartalszahlen geliefert hatte. Oder doch nicht, da das Management Besserung für 2016 in Aussicht gestellt hatte? Hier einige weitere Details zu dieser interessanten Thematik:

Wird Aixtron übernommen? Hier die Fakten des anstehenden Übernahmeangebots:

  • Zunächst die Fakten des Übernahmeangebots, so wie es Aixtron selbst in einer entsprechenden Pressemitteilung kommuniziert hat:
  • Das Unternehmen „Grand Chip Investment GmbH (GCI)“ plant ein öffentliches Übernahmeangebot für Aixtron. Geboten werden sollen demnach 6 Euro in Bar je Aixtron-Aktie. Dieses Angebot soll für alle sich im Umlauf befindlichen Aixtron Stammaktien gelten, inklusive der durch American Depositary Shares (ADS) repräsentierten Aktien.
  • Due GCI wiederum ist eine Tochter des chinesischen Investors „Fujian Grand Chip Investment Fund LP (FGC)“.
  • Bei einem Kaufpreis von 6 Euro je Aktie wird Aixtron insgesamt mit rund 670 Millionen Euro bewertet.
  • Das Angebot von 6 Euro je Aktie entspricht der Meldung zufolge einem Aufschlag von satten 50,7% auf den gewichteten durchschnittlichen dreimonatigen Aktienkurs, bevor die Übernahmepläne offiziell veröffentlicht wurden (was am 23. Mai 2016 der Fall war).

Quelle: Aixtron Pressemitteilung „GCI plant Übernahmeangebot für AIXTRON SE“

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Aixtron SE: Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen Übernahmepläne

Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Aixtron haben sich bereits festgelegt: Sie unterstützen diese Übernahmepläne des chinesischen Investors. Vielleicht hat dazu auch beigetragen, dass den Plänen zufolge der Rechts- und Firmensitz von Aixtron am bisherigen Firmensitz in Herzogenrath (Region Aachen) verbleiben sollen. Vielleicht haben Vorstand und Aufsichtsrat sogar aufgeatmet, als die Übernahmepläne der Chinesen bekannt wurden? Denn operativ gesehen lief es zuletzt keineswegs besonders erfreulich bei Aixtron. Konkret:

Aixtron: Die Zahlen zum ersten Quartal hatten enttäuscht

Nehmen wir die jüngsten Quartalszahlen (= Q1 2016). Da musste Aixtron einen drastischen Umsatzrückgang ausweisen. Im ersten Vierteljahr 2016 wurden Umsätze von 21,4 Mio. Euro erzielt. Das entsprach einem Rückgang von 47% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert von 40,7 Mio. Euro. Das Ebit (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) lag schon im ersten Quartal 2015 mit 8,8 Mio. Euro in den roten Zahlen. Dieses Minus vergrößerte sich im ersten Quartal 2016 noch, auf -14,7 Mio. Euro. Sinkende Umsätze, größeres Minus – das sah keineswegs gut aus. Doch es gab auch hoffnungsvolle Signale:

Aixtron: Management mit gutem Ausblick für 2016

So stieg der Auftragseingang im ersten Quartal um satte 42% (gegenüber dem Vorquartal) auf 44,4 Mio. Euro. Und die Aufträge von heute sind erfahrungsgemäß die Umsätze von morgen. Darauf setzte der Vorstand in seiner Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Prognose für 2016 wurde, ich zitiere „trotz verhaltenem Jahresbeginn“, bestätig. Umsatzrückgang um 47% und höhere Verluste – das ist in der Tat „verhalten“. Wie sieht denn die Prognose für 2016 aus? Der Vorstand geht davon aus, dass – Zitat: „sich die Ertragslage in 2016 erneut verbessern wird.“ Verbesserung der Ertragslage, also Sprung in die schwarzen Zahlen? Mitnichten: Ebitda, Ebit, Jahresergebnis und freier Cash Flow bleiben der Prognose zufolge auch 2016 negativ. Also weiter rote Zahlen. Erst 2017 soll zumindest das Ebitda (= Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) schwarz werden. Auf Basis der anderen Kennzahlen also selbst 2017 noch Verluste. Eine überzeugende und für die Aktionäre attraktive Perspektive ist das wohl kaum. Insofern wird einige Aktionäre das Übernahmeangebot vielleicht gefreut haben.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

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