Überblick über die wöchentlichen Daten mit Schwerpunkt auf die Europäische Zentralbank und Bank of China

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 02.08.2020


Nach einem Artikel von Michael Stark, Marktanalyst bei Exness

Diese Woche haben die Märkte stark begonnen. Die meisten asiatischen und europäischen Indizes verzeichneten heute Morgen Zuwächse. Der Anstieg der Covid-19-Fälle hatte keine signifikanten Auswirkungen auf die Aktienmärkte, da der Beginn der Veröffentlichung der Gewinnberichte erwartet wird.

Heute Morgen wurden wichtige Daten zu den deutschen Großhandelspreisen veröffentlicht, die eine Verbesserung der monatlichen und jährlichen Zahlen darstellen. Das deutsche Wirtschaftsministerium hat die Meinung geäußert, dass der Abwärtstrend vorbei sein sollte. Am vergangenen Freitag hat die Chinesische Volksbank (PBOC) angekündigt, ab heute Morgen Reverse Repos zu starten, die im Laufe des Monats zusätzliche 50 Milliarden Yen in die Wirtschaft bringen würden. In China werden derzeit keine weiteren Impulse erwartet.

Einige Nachrichten von Zentralbanken werden während der Woche erwartet. Ein Treffen der Bank of Canada ist für Mittwoch geplant. Die Europäische Zentralbank wird am Donnerstag ein Treffen haben. Der Dienstag ist auch von der Sitzung der Nationalbank von Polen geprägt. Preise werden voraussichtlich nicht geändert. Hauptpunkt der Treffen sollte die quantitative Lockerung und ihre künftige Entwicklung sein.

Die Wirtschaftsdaten, dessen Veröffentlichung für diese Woche geplant ist, sind das chinesische BIP-Wachstum, die Inflation in Großbritannien und den USA, ZEW-Konjunkturerwartungen, die australischen Beschäftigungsdaten sowie die Arbeitslosendaten des Vereinigten Königreichs, die als wichtigsten für die Woche angesehen werden. Die mehreren Veröffentlichungen könnten eine hohe Volatilität an den Devisenmärkten verursachen.

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Analyse von Dollar-Yen

Gewinne an den Aktienmärkten sowie das schwindende Risiko im Zusammenhang mit Covid haben zu einer Abschwächung des Yen geführt. Die US-Gewinnberichte werden voraussichtlich positiv sein, da die Unternehmen davon ausgehen, dass ihre Ergebnisse besser als die ursprüngliche Prognose sein werden. Pepsico hat für das zweite Quartal einen Umsatz von 15,95 Milliarden US-Dollar angekündigt, während ein Umsatz von 15,37 Milliarden US-Dollar prognostiziert wurde. Händler sind nicht mehr so sehr von den Unruhen in den USA beeinflusst, achten aber immer noch auf die Anzahl der Coronavirus-Fälle. Der Dollar könnte im Falle eines größeren Anstiegs in den folgenden Tagen aufgrund seiner fragilen Fundamentaldaten betroffen sein.

Das Dollar-Yen-Diagramm zeigt, dass eine anhaltende Aufwärtsbewegung über mehrere Tage nicht sehr wahrscheinlich sein kann. Ein Hindernis für anhaltende Gewinne ist im Wertebereich zwischen 100 und 200 SMA möglich, der nahe am aktuellen Preis liegt. Die Grafik scheint ein Muster vom Typ Dreifachhoch (oder drei Soldaten) zu bilden. Wenn dieses Muster abgeschlossen wird, der Preis über 107,50 Yen durchzubrechen schafft, und die Fundamentaldaten ziemlich konstant bleiben, dann könnte dies eine anhaltende Stärke bedeuten. Händler werden am meisten an der Veröffentlichung der amerikanischen Inflationsdaten am Dienstag interessiert sein. Später in der Woche werden sie auch auf die amerikanischen Einzelhandelsdaten und das Treffen der Bank of Japan achten.

Überblick über die wöchentlichen Daten mit Schwerpunkt auf die Europäische Zentralbank und Bank of China

Liste der wichtigsten Ereignisse der Woche:

Die wichtigsten Veröffentlichungen für das Symbol sind fett markiert.

  • Am Dienstag, 14. Juli, 4.30 GMT: Japanische Industrieproduktion (Mai) – Konsens -8,4%, vorher -9,8%
  • Am Dienstag, 14. Juli, 12.30 Uhr GMT: Amerikanische jährliche Kerninflation (Juni) – Konsens 1,1%, vorher 1,2%
  • Am Dienstag, 14. Juli, 12.30 GMT: Amerikanische jährliche Inflation (Juni) – Konsens 0,6%, vorher 0,1%
  • Am Mittwoch, 15. Juli, ab 3.00 Uhr GMT: Treffen der Bank of Japan
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 12.30 Uhr GMT: Amerikanische Einzelhandelsumsätze (Juni) – Konsens 5%, vorher 17,7%
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 12.30 Uhr GMT: Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (11. Juli) – Konsens 1,25 Millionen, zuvor 1,31 Millionen

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Analyse von Pfund Sterling- Australischer Dollar

GBP / AUD sinkt, teilweise weil sich die australische Wirtschaft deutlich besser erholt als die britische. Die Situation an den Rohstoffmärkten hilft auch dem australischen Dollar. Der Kupferpreis hat 2,98 USD / lb erreicht, was den höchsten Wert seit zwei Jahren darstellt. Dies kann durch die Streiken der Minenarbeiter in Chile erklärt werden. Eisenerz ist mit 106 US-Dollar / Tonne ebenfalls auf dem höchsten Stand des Jahres. Ein wichtiger grundlegender Faktor ist, dass das Produktionswachstum in China wieder aufgenommen wurde, was die Hauptexporte Australiens weiter unterstützt.

Aus Sicht der technischen Analyse sind weitere Verluste möglich. Das GBP / AUD Diagramm deutet auf  einen Dead-Cat-Bounce. Eine schnelle Ablehnung aus dem Bereich des 200 SMA ist sichtbar. Während die Märkte diese Woche auf die Veröffentlichung der Daten warten, könnte sich eine neue Bandbreite um die 100 SMA bilden.

Die Bewegung von GBP / AUD in dieser Woche wird von vielen Datenveröffentlichungen abhängig sein. Die Wahrscheinlichkeit einer starken Volatilität ist hoch. Die Veröffentlichung der britischen Arbeitslosendaten und der australischen Jobdaten am Donnerstag könnte kurzfristige Chancen in beide Richtungen bieten.

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Liste der wichtigsten Ereignisse der Woche:

Die wichtigsten Veröffentlichungen für das Symbol sind fett markiert.

  • Am Dienstag, 14. Juli, 1.30 Uhr GMT: NAB-Geschäftsvertrauen (Juni) – Konsens -15, vorher -20
  • Am Dienstag, 14. Juli, 3.00 GMT: Chinesische Jahresimporte (Juni) – Konsens -10%, vorher -16,7%
  • Am Dienstag, 14. Juli, 6.00 Uhr GMT: Britische Handelsbilanz (Mai) – Konsens – 800 Mio. GBP, zuvor 310 Mio. GBP
  • Am Mittwoch, 15. Juli, 0,30 GMT: Westpac Consumer Confidence Index (Juli) – Konsens 96, vorher 93,7
  • Am Mittwoch, 15. Juli, 0,30 GMT: Westpac Consumer Confidence Change (Juli) – Konsens 2,5%, vorher 6,3%
  • Am Mittwoch, 15. Juli, 6.00 GMT: Britische Jahresinflation (Juni) – Konsens 0,4%, vorher 0,5%
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 1.30 GMT: Australischer Beschäftigungswechsel (Juni) – Konsens 112.500, vorher -227.700
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 1.30 GMT: Australische Arbeitslosenquote (Juni) – Konsens 7,4%, vorher 7,1%
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 2.00 GMT: Jährliches BIP-Wachstum in China (2. Quartal) – Konsens 2,1%, vorher -6,8%
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 6.00 Uhr GMT: Änderung der Anzahl der Antragsteller (Juni) – Konsens 250.000, vorher 528.900
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 6.00 GMT: Britische Arbeitslosenquote (Mai) – Konsens 4,2%, vorher 3,9%
  • Am Donnerstag, 16. Juli, 23.01 GMT: Verbrauchervertrauen der britischen Gfk (Flash, Juli) – Konsens -26, vorher -30

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Analyse von Euro-kanadischer Dollar

Der EUR / CAD hat sich seit der zweiten Aprilhälfte nicht wesentlich in eine bestimmten Richtung bewegt. Der kanadische Dollar hat durch den Anstieg des Ölpreises in den letzten zwei Monaten eine starke fundamentale Unterstützung erhalten. EU und insbesondere Deutschland haben Daten für den gleichen Zeitraum veröffentlicht, die besser als erwartet waren.

Die deutsche Regierung hat am Montagmorgen angegeben, dass das Schlimmste vorbei ist. Die Nachricht hat keinen signifikanten Anstieg des Euro verursacht. Die Treffen der Zentralbanken beider Länder in dieser Woche werden für die Trader von einer größeren Bedeutung sein.

Die technische Analyse zeigt einen klaren Kanal zwischen den täglichen Fibonacci-Retracements von 23,6% und 50%. Es wurde kein ernsthafter Durchbruchversuch beobachtet. Seit April sind Bollinger-Bänder (50, 0, 2) zu sehen. Da der Preis weiterhin über den 50, 100 und 200 SMA liegt, könnte diese Woche eine geringfügige Erhöhung möglich sein. BoC und EZB gelten als starke Katalysatoren. Aus diesem Grund ist ein weiterer Ausbruch möglich.

Überblick über die wöchentlichen Daten mit Schwerpunkt auf die Europäische Zentralbank und Bank of China

Liste der wichtigsten Ereignisse der Woche:

Die wichtigsten Veröffentlichungen für das Symbol sind fett markiert.

  • Am Dienstag, 14. Juli, 6.00 GMT: Deutsche Jahresinflation (endgültig, Juni) – Konsens 0,9%, vorher 0,6%
  • Am Dienstag, 14. Juli, 9.00 Uhr GMT: ZEW-Wirtschaftsstimmung (Juli) – Konsens 60, vorher 63,4
  • Am Mittwoch, 15. Juli, ab 14.00 Uhr GMT: Treffen der Bank of Canada
  • Am Donnerstag, 16. Juli, ab 11.45 Uhr GMT: Treffen der Europäischen Zentralbank

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