Standard Lithium Aktie: Was zeichnet das Unternehmen aus?

Standard Lithium arbeitet an mehreren interessanten Projekten in Nordamerika. Die Standard Lithium Aktie könnte für viele Anleger attraktiv sein, da Lithium mittlerweile für viele elektronisch Geräte und E-Autos benötigt wird. Allerdings gibt es auch Kritik an Standard Lithium.

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Unternehmensprofil

Firmenlogo: standart lithium aktie
Gründung: 1998
Unternehmensname: Standard Lithium Ltd
ISIN: CA8536061010
Symbol: S5L
Branche: Lithiumförderung
IR-Seite: https://www.standardlithium.com/investors

Standard Lithium aus Kanada konzentriert sich auf Grundstücke in den USA, auf denen es Vorkommen an Lithium gibt. Unter anderem wird in einer Demonstrationsanlage in Arkansas an einem Solenbetrieb gearbeitet.

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Pros: Unternehmen in Nordamerika aktiv

  • Das Unternehmen arbeitet an interessanten Projekten im US-Bundesstaat Arkansas.

  • Es gibt eine Kooperation mit Lanxess.
  • Das Unternehmen könnte spätestens 2023 durch Erfolge bei seinen Projekten wachsen.

Cons: Unternehmen noch nicht profitabel

  • Bisher konnte das Unternehmen weder nennenswerte Umsätze noch Gewinne erzielen.
  • Es gibt durchaus Zweifel und Kritik an der Rentabilität und dem Erfolg des Geschäftsmodells.
  • Lithium Aktien standen zuletzt generell unter Druck.

News zur Standard Lithium Aktie

Bei geplanten Projekten prüft das Unternehmen auch die kommerzielle Profitabilität seiner Aktivitäten. Das Unternehmen arbeitet mit speziellen einer Lithiumextraktions-Technologie (LiSTR).

Standard Lithium fördert insbesondere Lithiumcarbonat. Dieses Vorprodukt spielt bei modernen Akkus für Elektroautos und andere Technologien eine große Rolle.

Kürzlich wurde bekannt, dass das Unternehmen an einer Vormachbarkeitsstudie für ein neues Projekt in Arkansas arbeitet. Schon im November 2021 wurde eine Wirtschaftlichkeitsbewertung durchgeführt, die wohl zu positiven Ergebnissen kam.

Nun sind technische Experten am Zug. Dazu wurde mit der Beratungsfirma Hunt, Guillot & Associates (HGA) ein externer Partner dazu geholt, der die Arbeit den interdisziplinären Teams planen und koordinieren soll.

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Im Rahmen der Machbarkeitsstudie werden unter anderem die Soleversorgung und die Infrastruktur zur Soleaufbereitung geprüft. Geplant ist eine Anlage zur Lithiumextraktion, die mit der LiSTR-Technologie und einem Lithiumhydroxid-Converter arbeiten soll.

Die Ergebnisse der Studie sollen im ersten Quartal 2023 vorliegen. In diesem Jahr will das Unternehmen auch erstmals höhere Umsätze generieren. Dies könnte dann auch die weitere Standard Lithium Aktie Prognose verbessern.

Gelingt das Projekt, wäre dies das erste kommerzielle Lithiumprojekt in den USA seit 60 Jahren. Dazu könnten weitere Folgeprojekte in Nordamerika kommen. Diese würden dabei helfen, die steigende Nachfrage nach Lithium in der Region zu bedienen.

Das Kölner Unternehmen Lanxess ist seit Mitte 2021 Anteilseigner bei Standard Lithium. Nach dem Unternehmen ist auch das LaxXess-Projekt, das ebenfalls im US-Bundesstaat Arkansas angesiedelt ist, benannt.

Dazu kommt ein wichtiges Projekt im Süden des Bundesstaats, wo auf einer Fläche von 60.000 Hektar in einem Sole-Gebiet Lithiumcarbonat produziert wird. Im dritte Quartal 2021 konnte dort erstmals Lithiumcarbonat in der passenden Qualität für Batterien hergestellt werden.

Analyse und Prognose zur Standard Lithium Aktie

Standard Lithium hofft, schon 2022 mit diesem Projekt die ersten Umsätze einfahren zu können. 2023 ist dann ein weiteres Wachstum geplant. Einnahmen von etwa 80 Millionen Kanadischen Dollar und eine operative Marge über 60 Prozent sind dann für 2023 denkbar.

Dies scheint eine gute Grundlage für Standard Lithium und die Standard Lithium Aktie zu sein. Auch die Folgeprojekte haben Potenzial. Allerdings hat das Unternehmen noch keinen Beweis für seine Skalierbarkeit und Profitabilität vorgelegt.

Allerdings erhebt unter anderem das Analysehaus Hindenburg Research Vorwürfe gegen Standard Lithium. Das Analysehaus ist der Auffassung, dass das Unternehmen lediglich ein Aktienförderungsprogramm aufgrund des Trends zur Elektromobilität sei.

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Standard Lithium konnte dies Vorwürfe bisher wohl nicht komplett entkräften. Daher besteht die Gefahr, dass Standard Lithium nicht mit einem soliden, zukunftsfähigen Geschäftsmodell arbeitet.

Ohnehin gerieten Lithium Aktien auch 2022 unter Druck. Die Standard Lithium Aktie verlor seit ihrem Höchstwert im November 2021 mehr als die Hälfte ihres Werts.

Im Mai 2022 ging es allerdings vor allem für die kleineren Unternehmen der Branche wieder etwas bergauf. Dies hatte aber auch damit zu tun, dass diese Unternehmen zuvor teilweise deutlich stärker verloren hatten.

Die Standard Lithium Aktie fiel von 12,50 Kanadische Dollar auf nur noch 7,5 Kanadische Dollar. Zuletzt hellte sich die Situation wieder leicht auf. Ein Wert um zehn Kanadische Dollar wäre durchaus ein Erfolg für die Standard Lithium Aktie.

Im ersten Quartal 2022 musste Standard Lithium einen Verlust pro Aktie von 0,080 Kanadischen Dollar hinnehmen, was mehr war als ein Jahr zuvor. Damals betrug der Verlust pro Aktie 0,070 Kanadische Dollar.

Für die Standard Lithium Aktie kommt es nun darauf an, den Abwärtstrend zu stoppen und sich nachhaltig wieder nach oben zu bewegen. Dabei tut sich die Aktie derzeit aber schwer.

So ging es beispielsweise nach einer Erholung im März auf 9,28 Dollar rasch wieder auf 4,73 Dollar nach unten. Dies hatte auch mit den allgemeinen Sorgen am Markt wie Inflation und steigenden Zinsen zu tun. In den USA könnte die Zinsen weiter angehoben werden, um die Inflation zu begrenzen.

Lithium Aktien sind ohnehin sehr volatil. Die Nachfrage steigt zwar, aber überall auf der Welt wird auch weiter an der Technik gearbeitet.

In Nordamerika tun sich Lithium Aktien und Unternehmen aus diesem Bereich noch eher schwer. Allerdings gehen aktuelle Studien davon aus, dass jedes Projekt wichtig ist, da sonst ein Mangel an Lithium droht.

Lithium-Ionen-Batterien sind immer mehr gefragt und bis Ende des Jahrzehnts wird die Nachfrage weiter steigen. Um die hohe Nachfrage bedienen zu können, sind wohl Investitionen im mittleren zweistelligen Milliardenbereich notwendig.

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Bis 2030 könnte die Nachfrage auf 2,4 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat steigen. Dies ist viermal so viel wie die für 2022 erwartete Produktion. Die Unternehmen aus der Branche müssen daher jedes Jahr einige Milliarden Dollar investieren, um die Nachfrage decken zu können.

Europa und die USA wollen unabhängiger von den chinesischen Lithiumherstellern werden und eigene Anlagen aufbauen. Damit könnten aber auch die Kosten weiter steigen.

2021 wurden eine halbe Million Tonnen Lithiumcarbonat bestellt. 2030 könnten es schon drei bis vier Millionen Tonnen im Jahr sein.

2020 war dabei bereits ein sehr erfolgreiches Jahr für die Unternehmen und Aktien der Branche. Das Folgejahr brachte aber einen Einbruch. Zuletzt konnten sich insbesondere Unternehmen aus Australien wieder sehr gut erholen. Europäische und nordamerikanische Unternehmen hinken noch etwas hinterher.

In Australien wird mehr Lithium hergestellt als in Nordamerika. In den nächsten Jahren könnte aber das Herkunftsland egal sein. Es wird eher darum gehen, überhaupt Lithium zu produzieren. Unternehmen wie Standard Lithium könnten daher sehr wichtig werden.

Mit Blick auf die Produktionskosten könnte es aber einen Unterschied machen, ob das Lithium aus Salzseen in Südamerika oder aus Gestein in Nordamerika kommt. Hat Standard Lithium mit seinen Projekten Erfolg, könnte das Unternehmen hier eine wichtige Rolle einnehmen, was auch die Standard Lithium Aktie stärkt.

Was spricht für die Standard Lithium Aktie?

1. Lithium wird vor allem für Elektroautos gebraucht und die Nachfrage steigt.

2. Das Unternehmen prüft stets die Wirtschaftlichkeit seiner Projekte und fertigt Machbarkeitsstudien an.

3. Die aktuellen und zukünftigen Projekte haben durchaus Potenzial.

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Zusammenfassende Einschätzung

Standard Lithium arbeitet zwar an interessanten Projekten, ist aber bisher nicht profitabel. Auch die Umsätze lassen noch zu wünschen übrig. Die Standard Lithium Aktie steht daher weiter unter Druck. Die zu erwartende hohe Nachfrage nach Lithium könnte die Situation aber in den nächsten Jahren verändern.

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