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Société Générale emittiert neue Öl-Optionsscheine

Aktie des Monats - RWE

Weiterhin sehr fleißig in Bezug auf Neu-Emissionen von strukturierten Produkten (Zertifikate, Aktien-Anleihen etc. pp.) bleibt der französische Emittent Société Générale.

So waren diesmal „normale“ Optionsscheine auf Öl an der Reihe, und auch einige „Turbos“ auf den Basiswert Erdöl. Und zwar von den Optionsscheinen gleich 113 Stück, sowohl auf Rohöl der Sorte Brent als auch auf die Sorte WTI.

Optionsscheine beinhalten das Recht (nicht die Pflicht!), einen bestimmten Basiswert zu einem vorher bestimmten Kurs zu kaufen oder zu verkaufen. Es gibt auch den Barausgleich, was z.B. bei Indizes praktikabel ist. Anders als bei Optionen können Optionsscheine auch in kleinen Losgrößen an Börsen oder im Direkthandel gehandelt werden – weswegen sie eine Wertpapierkennnummer haben.

Basiswerte der 113 neuen Scheine sind:

  1. Sowohl der „Brent-Future“
  2. Als auch der „WTI-Future“

Ersterer ist die Referenzgröße für Nordsee-Erdöl, Letzterer für Erdöl aus den USA/dem Golf von Mexiko (für die USA relevanter). „WTI“ steht dabei für „West Texas Intermediate“

Laufzeitende der Neuemissionen: Zwischen Mai 2015 und November 2018

Die Laufzeiten der Optionsscheine liegen im mittleren Bereich. Das bedeutet: Das Laufzeitende der neuen Scheine liegt zwischen Mai 2015 (Kurzläufer) und November 2018.

Das Bezugsverhältnis liegt größtenteils bei 0,10.

Dazu eine Erläuterung am „lebenden Objekt“, sprich einem konkreten Schein:

Beispiel: Öl Call mit der WKN: SG626G

  • Der Call-Optionsschein mit der WKN: SG626G hat als Basiswert den Brent-Future und als Laufzeitende den 25. April 2018.
  • Der Basispreis liegt bei 50,00 Dollar genau.
  • Das Bezugsverhältnis liegt bei 0,10.

Das bedeutet im Klartext: Für jeweils 10 Optionsscheine dieser Art kann der Besitzer bei Laufzeitende die Zahlung eines Differenzbetrages verlangen.

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Und zwar die Differenz zwischen dem dann aktuellen Ölpreis (=wahrscheinlich dann aktueller Brent-Future) und dem Basispreis verlangen.

Wenn der Ölpreis also bei Laufzeitende auf oder unter 50,00 Dollar liegen sollte, gibt es überhaupt keine Auszahlung = Totalverlust.

Wenn der Ölpreis z.B. bei 55 Dollar liegen sollte, gibt es für den Besitzer des Optionsscheins:

Differenz „aktueller Kurs minus Basispreis“ = 55 minus 50 = 5,00 Dollar.

Das wird dann durch das Bezugsverhältnis geteilt, also durch 10. Dies ergibt 0,50 Dollar.

Das wiederum wird dann in Euro umgerechnet.

Der Kurs des Scheins stand gestern bei einem Briefkurs von 2,03 Euro. Sie sehen: Hier zahlen Sie beim Kauf einen Aufpreis – was „Aufgeld“ genannt wird. Das ist meiner Ansicht nach ein Nachteil der Optionsscheine gegenüber den „Turbos“ – denn da zahlen Sie fast ausschließlich den inneren Wert des Scheins.

Optionsscheine und Turbos: Emittentenrisiko nicht vergessen!

Nicht vergessen: Bei Optionsscheinen wie Turbos bitte auch das „Emittentenrisiko“ im Auge behalten. Was damit gemeint ist: Wenn der Emittent der Scheine zahlungsunfähig wird, haben Sie als Besitzer von Scheinen dieses Emittenten das Nachsehen. Denn letztlich sind sowohl Optionsscheine als auch Turbos eines Emittenten normalerweise „Schuldverschreibungen“ dieses Emittenten. Auch eine Kapitalgarantie des Emittenten greift nur solange dieser auch zahlungsfähig bleibt.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.Aktie des Monats - RWE

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