Ryanair meldet Rekordverlust

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 27.08.2021


Im letzten Jahr waren die Verluste bei Ryanair so hoch wie noch nie. Das Unternehmen musste im Geschäftsjahr 2020/21 ein Minus nach Steuern von 815 Millionen Euro hinnehmen. Unternehmenschef Michael O‘Leary geht aber davon aus, dass der Tiefpunkt erreicht ist und zeigt sich dank des langsam anziehenden Tourismus zuversichtlich. Aktien aus der Luftfahrt- und Reisebranche finden Trader auch bei XTB.

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Deutliche Verluste

Ein Jahr zuvor erreichte Ryanair noch einen Gewinn von fast 650 Millionen Euro. Der jetzige Verlust fiel laut O‘Leary dennoch geringer aus, als prognostiziert worden war. Dennoch ist das Ergebnis ein herber Rückschlag für die Airline, die in den letzten 35 Jahren immer profitabel war. Die Fluggesellschaft geht jedoch davon aus, dass die Passagierzahlen in diesem Jahr immerhin wieder am unteren Ende der Spanne von 80 bis 120 Millionen liegen könnten. Zwischen April und Juni könnte die Passagierzahl immerhin bei fünf bis sechs Millionen liegen.

Im letzten Geschäftsjahr, das Ende März endete, flogen 27,5 Millionen Menschen mit Ryanair. Im Vergleich zum Vorjahr betrug das Minus über 80 Prozent. O‘Leary verbreitet nun aber Zuversicht. Die Kosten gingen zurück und aufgrund des Rückgangs bei den europäischen Flugkapazitäten könnte sich das Geschäft bis Ende März 2023 erholen. Im aktuellen Geschäftsjahr, dass bis Ende März 2022 geht, soll das Unternehmen wieder die Gewinnschwelle erreichen.

Ryanair meldet Rekordverlust

Aktuell wieder mehr Buchungen

Aktiendepot.com Icon UmzugDarüber hinaus sagte der Ryanair-Chef bei der Vorstellung der Bilanz, dass aktuell die Buchungen wieder zulegen würden. Er habe daher den Eindruck, dass die Erholung schon begonnen habe. Anfang April wurden nur eine halbe Million Flüge in der Woche gebucht. Nun sind es schon 1,5 Millionen Flugbuchungen in der Woche.

Da Ryanair keine Langstreckenflüge für Geschäftsreisende anbietet, könnte sich die Airline nach Auffassung von Experten recht rasch erholen. Lufthansa oder Air-France KLM könnten es schwerer haben, da bei diesen Airlines Geschäftsreisen und Langstreckenflüge eine größere Rolle spielen. Viele Beobachter gehen davon aus, dass eine große Zahl an Unternehmen während der Pandemie die Vorzüge virtueller Meetings erkannt hat und auch in Zukunft auf Geschäftsreisen ganz oder teilweise verzichten könnten.

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Konkurrenz wird weniger

Aktiendepot.com Icon KündigungDazu kommt, dass die Konkurrenz geringer wird. Lufthansa hat beispielsweise vor einiger Zeit das Ende von Germanwings und SunExpress verkündet. Viele Konkurrenten sind zudem weiter in der Krise. So fallen bei Norwegian Air Shuttle bis zu 85 Prozent aller Stellen weg und die Airline beantragte in Norwegen und Irland Gläubigerschutz, damit sich das Unternehmen sanieren kann. Wizz Air aus Ungarn muss für das Geschäftsjahr 2020/21 einen Verlust von 475 bis 495 Millionen Euro hinnehmen.

Nun hofft die ganze Branche auf rasche Impffortschritte. Ryanair-Chef O‘Leary geht von Verbesserungen ab der Jahresmitte aus. Im zweiten Geschäftshalbjahr könnte es dann zu einer Erholung kommen. Der sehr negative Ausblick von Ende April könnte demnach zu pessimistisch gewesen sein. Der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass das Fluggeschäft im Sommer in Gefahr sein und erhöhte seine prognostizierten Verluste von 39 Milliarden Dollar auf 47 bis 48 Milliarden Dollar.

Ryanair Rekordverlust

Stimmung in der Branche etwas besser

Nun verbessert sich die Stimmung aber wieder etwas. Der Tourismus läuft in einigen Regionen langsam wieder an, mehr Menschen sind geimpft und die Zahl der Corona-Neuinfektionen gehen zurück. Beispielsweise sind seit einigen Tagen wieder touristische Reisen nach Portugal möglich und immer mehr Hotels auf Mallorca öffnen ihre Pforten. Dort sind mittlerweile laut dem mallorquinischen Hotelierverband FEHM wieder 20 Prozent aller Hotels geöffnet.

Anfang Februar rechnete Ryanair bereits mit einem Verlust von fast einer Milliarde Euro. Im dritten Quartal flogen nur noch etwas acht Millionen Menschen mit Ryanair, was im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 78 Prozent war. Damals ging die irische Airline für das Geschäftsjahr 2020/21 von 26 bis 30 Millionen Passagieren aus, was weniger sind als im dritten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahrs.

Allein im dritten Quartal lag der Nettoverlust von Ryanair bei 321 Millionen Euro. Noch ein Jahr zuvor, also kurz vor Beginn der Pandemie, erzielte die Airline noch einen Gewinn von fast 88 Millionen Euro. Der Umsatz lag im dritten Quartal bei 340 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war es noch ein Gewinn von fast zwei Milliarden Euro.

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Besserung in diesem Geschäftsjahr

Aktiendepot.com Icon GebührenDennoch hofft O‘Leary, dass bis Ende des neuen Geschäftsjahrs im März 2022 wieder 70 bis 90 Prozent der Vorjahreskapazitäten erreicht werden und so die Passagierzahlen bei Billig Airlines wieder steigen. Bis Ende des Geschäftsjahres 2026 will die Airline dann jährlich 200 Millionen Fluggäste transportieren. Diese Erwartungen hängen sicher auch mit den verringerten Kapazitäten bei der Konkurrenz zusammen, von denen Ryanair profitieren will. Im Dezember hat Ryanair daher seine Bestellung für die Boeing 737 MAX von 75 auf 210 Flugzeuge erhöht. Trotzdem hat Boeing erneut Probleme.

Mitte April war die Hoffnung auf Sommerurlaub noch eher gedämpft. Die Buchungen für Sommerurlaube brachen laut dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) um über 75 Prozent ein. Im Frühjahr habe es mehr Stornierungen als Buchungen geben. Die Branche ging zu diesem Zeitpunkt erst im dritten Quartal von einer Erholung aus. Laut BTW-Präsident Michael Frenzel setzen viele Menschen wohl auf Reisen im Herbst. Die Buchungsrückgänge für den Herbst sind niedriger als für die Sommermonate. Für September liegt der Rückgang bei 36 Prozent und für Oktober nur bei 22 Prozent.

Ryanair meldet Rekordverlust

Hoffnung auf sicheres Reisen

Aktiendepot.com Icon MarktausblickDer Verband appellierte an die Politik, Modellprojekten eine Chance zu geben, um auf diesem Weg wieder Urlaub möglich zu machen. Zudem solle nicht jede Form von Urlaub oder Reisen schlechtgeredet werden. TUI-Chef Fritz Joussen hofft dagegen, dass die Impfkampagne noch vor den Sommermonaten so gut läuft, dass mehr Buchungen erfolgen. Er sah bereits vor gut vier Woche positive Signale und Entwicklungen. In vielen Ländern entspannt sich die Situationen seit einigen Wochen, was auch Reiseveranstaltern Hoffnung gibt. Bei TUI konnten schon im März wieder Mallorca-Urlaube gebucht werden und viele Kunden flogen auf die Mittelmeerinsel.

Norbert Fiebig, der Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV), sah im Osterurlaub auf Mallorca ein Zeichen dafür, dass sicheres Reisen, vor allem mit einer entsprechenden Strategie, möglich ist. Mit einer Restart-Strategie könnte das Reisen wieder sicher hochgefahren werden und die Reiseveranstalter hätten dafür sich seit längerem Konzepte.

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Zahl der Flüge in den USA steigt wieder

Aktiendepot.com Icon AnfängerIn den USA entspannt sich die Situation der Airlines derweil merklich. Am letzten Sonntag waren so viele Passagiere mit dem Flugzeug unterwegs wie seit März 2020 nicht mehr. Laut der Transportsicherheitsbehörde TSA waren 1,85 Millionen Fluggäste unterwegs. Im Vergleich zum gleichen Tag im Mai 2019 lag die Nachfrage aber weiter etwa 30 Prozent geringer. In den USA sind Inlandsflüge wesentlich üblicher als hierzulande.

In den USA haben über 45 Prozent der Bevölkerung mindestens die erste Impfdosis bekommen, über 35 Prozent sind bereits vollständig geimpft. Mittlerweile gibt es in weiten Teilen der USA Lockerungen. So wurden vor einigen Tagen vollständig geimpfte mit einer Ankündigung der Gesundheitsbehörde CDC von der Maskenpflicht entbunden. Vielerorts haben auch Restaurants zumindest die Außengastronomie wieder geöffnet und es finden erste Veranstaltungen statt.

Verlust bei Ryanair

Tourismus-Aktien bei XTB

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Der Handel mit Aktien und CFDs ist über nur ein Konto möglich. Bei der Kontoeröffnung gibt der Broker keine Mindesteinzahlung vor. Einzahlungen sind über mehrere kostenlose Einzahlungswege möglich. Private Trader nutzen bei XTB oft das Standard-Konto, dass den CFD-Handel mit Hebeln von bis zu 1:30 erlaubt.

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Aktuelle Informationen bei XTB

Auf der Plattform des Brokers finden Trader auch aktuelle Marktnachrichten und Schulungsmaterialien. Darüber hinaus führen bekannte und erfahrene Experten regelmäßig Webinare durch. Für diese können sich Trader kostenlos anmelden. Bei Fragen hilft das Team von XTB in Frankfurt am Main weiter. XTB kann mittlerweile auf über 15 Jahre Erfahrung zurückblicken und ist in Polen an der Börse notiert. Damit ist XTB einer der größten börsennotierten Broker der Welt.

Hoher Verlust bei Ryanair

Fazit: Ryanair hofft auf Besserung in der zweiten Jahreshälfte

Aktiendepot.com Icon FazitRyanair muss für das zu Ende gegangene Geschäftsjahr erstmals in seiner 35-jährigen Geschichte Verluste verbuchen. Dennoch hofft die Airline, dass sich die Situation ab der Jahresmitte verbessert. Langfristig könnte die aktuelle Situation der Luftfahrtbranche für Ryanair einen Vorteil darstellen, unter anderem, da die Airline keine Langstreckenflüge und Geschäftsreisen anbietet.

XTB bietet seinen Tradern, laut unsern XTB Depot Erfahrungen, auch Aktien rund um Reisen und Luftfahrt an. Diese könnten über die xStation 5 bis zu einer Summe von 100.000 Euro im Monat ohne Kommissionen gehandelt werden. Fragen zum Handel beantwortet das Team des Brokers im Frankfurter Büro. Darüber hinaus finden Trader viele Informationen von den Märkten und Bildungsangebote.

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