Prognosen zur Inflation: In diesem Jahr bis zu 4 Prozent

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 26.08.2021


Wenn eins in Vergessenheit geraten war während des Corona-Jahres 2020, dann die Inflation. Da sich die Werte von Juli bis Dezember sogar im negativen Bereich bewegten, mussten sich Verbraucher nicht den Kopf zerbrechen über ein Nachlassen der realen Kaufkraft. Doch seit Anfang des Jahres geht es wieder aufwärts, sowohl mit der weltweiten Konjunktur als auch mit der Inflationsrate. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt die Entwicklung des Verbraucherpreisindex um 2,5% höher, nicht wenige Experten gehen sogar davon aus, dass sich dieser Prozentsatz bis zum Jahresende noch erhöhen könnte – vielleicht sogar auf 4%. Das hat es einige Jahre nicht gegeben, die Zahlen schüren Ängste bei Anleger, doch sind die Befürchtungen berechtigt? Was hat der Inflation einen derartigen Auftrieb gegeben, und wird das Phänomen uns auch im kommenden Jahr begleiten?

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Was steckt hinter dem Begriff „Inflation“?

Die Bezeichnung Inflation ist vom lateinischen „inflare“ abgeleitet – was soviel wie „aufblähen“ bedeutet. Der in der Wirtschaft verwendete Begriff bringt damit auf den Punkt, was gemeint ist, nämlich eine Teuerung bei den Verbraucherpreisen. Dies betrifft in der Regel Dienstleistungen und Produkte des Alltags, um die Verbraucher eben keinen Bogen machen können. Zu ihnen gehören Lebensmittel, Energien, Kleidung, Transport und Kommunikation, ein signifikanter Anteil ist in Deutschland die monatliche Miete. Auch ein „Grundbedarf“ der Kultur- und Freizeitinhalte wird bei der Berechnung der Inflationsrate mit einbezogen.

Die Messung, etwa durch das Statistische Bundesamt, geschieht auf der Grundlage des sogenannten VPI, des Verbraucherpreisindex. Der Index enthält in bestimmten Anteilen Elemente aus den gerade aufgeführten Bereichen in den Mengen, die durchschnittliche Familien pro Jahr verbrauchen. Der standardisierte Wert kann auf diese Weise nachvollziehbar ermittelt und leicht mit den Resultaten vergangener Jahre verglichen werden.

Eine Inflation lässt sich immer dann konstatieren, wenn die Kosten des Warenkorbs steigen, die Löhne und Gehälter allerdings gleich bleiben. Unter dem Strich erhält der Verbraucher weniger für sein Geld, das graduell an Kaufkraft verliert. Daher wird synonym zur Inflation auch häufig von Geldentwertung gesprochen. Verallgemeinern lässt sich das jedoch nicht für jede Teuerung, denn bei manchen Produkten sind Preissteigerungen mit jedem neuen Modell mit inbegriffen – wie Fans des iPhone wissen. Das trifft allerdings in den meisten Fällen nur auf Dinge zu, die eher zum Luxussegment als zum täglichen Bedarf gehören.

Statistisches Bundesamt gibt Details zum April 2021 bekannt

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, liegt die Inflationsrate in Deutschland im April 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereits bei +2% und hat sich damit schon im vierten Monat hintereinander erhöht. Dabei stiegen nicht unbedingt die Verbraucherpreise so massiv – hier liegt die Teuerungsrate bei nur 0,7 % gegenüber dem vorherigen Monat. Der „Hauptschuldige“ diesmal sind die Energiekosten, sie stiegen innerhalb der vergangenen 12 Monate um ganze 7,9%, ein Wert, der weit über dem Durchschnitt liegt.

Zwar fielen die Strompreise geringfügig, dafür stiegen die Preise für Kraftstoffe um 23,3%, auch beim Heizöl gab es einen Preissprung von 21,1%. Würde man die Inflationsrate um diese enorme Teuerung bei den Energiekosten bereinigen, läge sie nur noch bei 1,4%, unter Verzicht auf Heizöl und Benzin sogar nur bei 1,2%.

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Inflationssprung: Warum gerade jetzt?

Aber warum erreicht die Teuerung so kurz nach der Pandemie nun wieder Werte wie zuletzt vor rund zwei Jahren? Die verschiedenen Faktoren, die zur Bewältigung der Corona-Krise zur Anwendung kamen, befeuern einerseits die Konjunktur. Andererseits werden manche Maßnahmen nun wieder zurückgenommen und neue Auflagen anderer Art kommen hinzu. Aus dem Zusammenspiel von Konjunkturpaketen in China, den USA und Europa mit der seit diesem Jahr geltenden CO2-Steuer und der Wiederanhebung der Mehrwertsteuer erklärt sich die Inflationsrate.

Die allmähliche Wiederaufnahme der Arbeit in der Produktion und der Fortgang der Impfungen sorgen für mehr Vertrauen und wirtschaftliche Sicherheit. Aufgeschobene Konsumwünsche werden nun wieder in Betracht genommen, das während der Pandemie angesparte Guthaben steht in vielen Haushalten auf Rekordniveau und wartet darauf, ausgegeben zu werden. Und wie immer in solchen Fällen führt die große Nachfrage zu einem Anstieg der Preise.

Steigen jetzt auch die Zinsen wieder?

Normalerweise läge der Gedanke nahe, dass sich mit der Zunahme der Inflationsrate jetzt auch die Zinsen zurückmelden müssten, aber diese Idee können Sparer bis auf weiteres vergessen. Eine Inflationsrate auf einem Stand von 2% ist seitens der EZB wünschenswert, ohne dass die Zentralbank deshalb ihre Nullzinspolitik aufgeben würde. Zu den guten Gründen dafür gehört unter anderem, dass die derzeitige Teuerung vermutlich nur vorübergehend ist, auch wenn sie bis zum Jahresende auf bis zu 4% steigen könnte.

Im nächsten Jahr rechnen Finanzexperten wieder mit einer deutlich niedrigeren Inflationsrate. Denn den meisten Firmen fehlt es an Liquidität, um jetzt die Vergütungen der Beschäftigten anzuheben. Das wäre jedoch erforderlich, um die Teuerung zu zementieren oder sogar eine Aufwärtsspirale in Gang zu setzen. Eine Rückkehr zum Tagesgeld ist also für private Anleger noch immer nicht in Sicht, wer sein Geld auf der Bank liegen lässt, zahlt vielfach sogar Negativzinsen, getarnt als „Verwahrentgelt“. Für den Vermögensaufbau müssen sich Verbraucher nach wie vor anderweitig umschauen. Kleinsparer haben längst den Weg zu ETF gefunden, denn die börsengehandelten Indexfonds werden von Algorithmen angepasst. Das macht sie günstig in der Verwaltung, und viele ETF sind sparplanfähig. Mit niedrigen monatlichen Raten haben ETF-Sparpläne längst das früher beliebte Sparbuch abgelöst.

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Aktien und Derivate in Zeiten von Niedrigzinsen

Wer größere Mengen an Kapital zur Verfügung hat, kann sich ein Aktienportfolio zusammenstellen, um den Nullzinsen auf der Bank zu entgehen. Hier ist allerdings zu bedenken, dass die Erstinvestition einen gewissen Umfang haben sollte, damit sich die Anlage lohnt. Und das so genutzte Geld liegt dann einige Jahre fest, um die gewünschten Renditen zu erzielen. Hinzu kommt, dass Aktionäre nur dann Gewinn machen, wenn sich auch die investierten Unternehmen gut entwickeln. Tritt das Gegenteil ein, sind Verluste durchaus möglich, wie unlängst bei Wirecard und Greensill zu sehen war. Außerdem gibt es auch aufgrund der Inflation Risiken für die Börsen im zweiten Halbjahr.

Mit Derivaten wie CFDs hingegen müssen sich Trader nicht lange festlegen, denn diese Finanzprodukte bilden einen Basiswert ab, ohne dass man diesen kaufen müsste. Differenzkontrakte gewähren die Teilhabe an der Kursentwicklung über einen Zeitraum nach eigenen Wünschen, meist nur über wenige Stunden. Die unkomplizierten CFDs werden für die Spekulation auf steigende und fallende Kurse verwendet, denn es gibt sie als Long- und Short-Versionen. Zwar wurden die Kontrakte eigentlich für den Aktienhandel entwickelt, werden heute allerdings auf so gut wie alle Assetklassen angeboten. Sogar Rohstoffe und Kryptowährungen lassen sich mit ihnen für die Kursspekulation nutzen.

Hebel beim Trading nutzen mit Anleitung durch den Broker

Da CFDs mit „Hebel“ gehandelt werden, ist es überdies möglich, schon mit geringen Mitteln das Trading aufzunehmen und dabei recht gute Renditen zu erzielen. Der Hebelfaktor ist eine Kreditlinie, die der CFD-Broker seinen Tradern gewährt. Für private Trader sind die Hebel begrenzt, betragen aber dennoch bis zu 1:30. Mit dem Anstieg des Ordervolumens steigt auch die Rendite. Trotz der recht einfachen Abläufe beim Trading ist auch diese Form der außerbörslichen Spekulation nicht frei von Risiken.

Angehende Trader sollten deshalb zunächst lernen, wie sie ihr Kapital schützen und erhalten und mit den Risiken des Handels umgehen. Erst danach folgt die Entwicklung ehrgeiziger Strategien.  Wer kein Finanzwissen mitbringt, ist gut beraten, sich für einen Forex- und CFD-Brokern zu entscheiden, der seine Kunden mit Schulungsmöglichkeiten in verschiedenen Formaten unterstützt. Bei den besten Anbietern werden Kurse, Webinare und Anschauungs-Videos bereitgestellt, ergänzt um ein kostenloses Demokonto, mit dem erste praktische Schritte möglich sind – ohne Risiko, denn in der Demo wird mit virtuellem Guthaben gehandelt. Empfehlenswert sind auch Experten-Analysen oder das sogenannte Social Trading, bei dem man bewährten Tradern folgen und ihre Strategien übernehmen kann.

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Darum XTB: Trading beim Testsieger mit zahlreichen Pluspunkten

Das CFD-Trading findet außerbörslich statt, private Trader erhalten online Zugang zu den Märkten, und zwar über dafür zugelassene Broker. Die angebotenen Produkte und Leistungen sind jedoch nicht überall gleich. Unter den besten Forex- und CFD-Brokern ist alle Jahre wieder im Brokervergleich unser Testsieger XTB.

Der internationale Broker ist, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, Tradern schon seit Jahren geläufig und an mehreren Standorten in Europa aktiv und reguliert. XTB punktet im Brokertest mit überzeugenden Ergebnissen in allen Bereichen – etwa der Absicherung der Kundengelder und der transparenten, günstigen Handelskonditionen. Das Portfolio ist ausgesprochen umfangreich, Kunden erwarten tausende von Basiswerten aus allen Anlageklassen, aber auch echte Aktien und ETF namhafter Fondsgesellschaften.

Gehandelt wird über Plattformen wie MetaTrader 4 oder die hauseigene xStation 5, also immer über eine Software mit hoher Funktionalität. Welchen Kontotyp ein Trader nutzt, richtet sich nach den eigenen Aktivitäten und Erfahrungen. Für kompetente Unterstützung sorgen nicht nur der deutsche Kundensupport, sondern auch ein umfangreiches Schulungsangebot in Gestalt der Trading-Akademie und das XTB Demokonto – kein Wunder also, dass die Fachpresse XTB immer wieder für Preise und Leistungen auszeichnet.

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