Header
Header

Preiserhöhung bei flatex – lohnt eine Investition noch?

Anleger bei flatex müssen eine weitere schlechte Nachricht verkraften. Nachdem der Broker im März Negativzinsen einführte und somit Strafzinsen in Höhe von 0,4 Prozent auf die Guthaben seiner Anleger berechnet, wurden nun Anfang November die Preise erhöht. Hinsichtlich der Ordergebühren müssen Trader nun 5,90 Euro für den XETRA-Handel bezahlen. Bisher mussten Neu- und Bestandskunden nur fünf Euro zahlen. Damit wurde die Orderprovision um 18 Prozent erhöht und liegt nun, einschließlich Börsengebühren, bei insgesamt mindestens 8,14 Euro.

Inhaltsverzeichnis

    Weiter zu DEGIRO: www.degiro.de

    Weitere Preisanstiege

    Neben den Ordergebühren wurden weitere Gebühren erhöht. Die bislang provisionsfreie Umschreibung von Namensaktien gilt nicht mehr. Beim Kauf einer Namensaktie für eine börslich ausgeführte Order fallen nun 0,60 Euro an. Hinsichtlich der Auslagen und Nebenkosten bei XETRA Gold müssen Trader nun quartalsweise rückwirkend 0,025 Prozent pro Monat zahlen.

    Darüber hinaus werden Inlands- und Auslandsorders für Börsen in Nordamerika teurer. Bisher wurde hier beim Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers ein Provisionssatz von 9,90 Euro berechnet. Nun erhebt flatex ab einem Ordervolumen von 25.000 Euro eine weitere Gebühr von 0,04 Prozent. Wer nun beispielsweise eine Order im Wert von 50.000 tätigt, zahlt statt 9,90 Euro nun 19,90 Euro.

    Weitere Änderung zu Jahresbeginn möglich

    Zudem heißt es, dass es zu Jahresbeginn nochmal zu Veränderungen kommen wird. Laut der Servicehotline des Anbieters sollen dann auch Bestandskunden für eine Order an der XETRA 5,90 Euro zuzüglich Börsengebühren zahlen. Hierzu steht jedoch eine offizielle Bestätigung von flatex noch aus.

    Depot für Aktien

    Wer über einen Onlinebroker mit Wertpapieren handeln möchte, benötigt zunächst ein Konto bzw. ein Depot beim Anbieter seiner Wahl. Auf einem Depot, das beim Handel mit Aktien, Fonds, Zertifikaten und Optionsscheinen üblich ist, werden die gekauften Wertpapiere verwaltet und aufbewahrt. Auch wenn keine Bankgeschäfte wie Überweisungen möglich sind, kann man dennoch Transaktionen vornehmen. Für Auszahlungen wird ein Referenzkonto, in der Regel das eigene Girokonto, genutzt. Sobald ein Anleger eine Aktie kauft, wird diese bis zu ihrem Verkauf auf dem Depot aufbewahrt. Auf einem Transaktionsbeleg kann der Anleger genau nachvollziehen, zu welchem Kurs und mit welchen Kosten er die Aktie gekauft hat.

    Unabhängig handeln

    Anleger, die über ein Onlinedepot handeln, sind sehr flexibel und unabhängig. Sie können selbst entscheiden, in welche Unternehmen oder Branchen sie investieren möchten. Im Vergleich zur Hausbankbank sind auch die Kosten in der Regel deutlich niedriger. Allerdings versprechen viele Banken einen persönlichen Kundenkontakt und eine ausführliche direkte Beratung. Onlinebroker bieten häufig keine Anlageberatung an. Eine gute Beratung bei der Hausbank hängt jedoch auch von den Erfahrungen und Angeboten der jeweiligen Bank ab.

    Konditionen für Kontoeröffnung auf einen Blick

    Konditionen für Kontoeröffnung auf einen Blick

    Transaktionsgebühren zahlen

    Bei jedem Kauf und Verkauf von Aktien müssen Transaktionsgebühren bezahlt werden, die von Broker zu Broker unterschiedlich sind. Daneben müssen auch Gebühren für Börsenplätze und Makler-Provisionen gezahlt werden. Häufig wird die Orderprovision je nach Ordervolumen unterschiedlich berechnet. Manche Broker bietet auch Fixpreise an. Darüber hinaus kommen bei manchen Brokern Zusatzkosten, beispielsweise für die Nutzung einzelner Funktionen auf der Handelsplattform hinzu. Auch für Limits oder das Streichen von Limits verlangen einige Anbieter Gebühren.

    Breite Produktauswahl

    Viele Onlinebroker bietet eine große Produktauswahl an. Bei vielen Anbietern reicht die Auswahl von Aktien über CFDs bis Währungen. Vorab sollte man sich das Angebot und die Konditionen des Brokers genau anschauen und verschiedene Anbieter, die in die engere Auswahl kommen, untereinander vergleichen. Viele Broker bieten auch ETFs oder Fonds an, bei denen sich die Konditionen ebenfalls unterscheiden. Aufgrund sogenannter Orderaufschläge können vor allem die besten Fonds so rasch sehr teuer werden. Darüber hinaus fordern noch immer einige Broker Gebühren für die Depotführung. Andere verzichten schon lange darauf, weil die elektronische Verwaltung der Konten viel Zeit und Kosten spart.

    Handel an internationalen Börsen und Sicherheit der Einlage

    Zudem sollten Anleger darauf achten, an welchen in- und ausländischen Börsen sie tätig werden können. Die meisten Anbieter arbeiten neben den deutschen Börsenplätzen auch mit ausländischen Börsen wie der NYSE zusammen. Zudem wird oftmals der außerbörsliche Handel angeboten. Hier entfallen Börsen- und Maklergebühren. Darüber hinaus sind die Konditionen der Broker hinsichtlich Ordertypen und Limits durchaus unterschiedlich.

    Anleger sollten auch auf die Einlagensicherung beim Broker ihrer Wahl achten. Laut einer EU-Richtlinie von 2009 müssen pro Anleger bis zu 100.000 Euro abgesichert sein. Darüber hinaus sind viele Broker in Deutschland freiwillig Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken und sichern Kundengelder auch hierüber ab. Da es sich bei Wertpapieren um Sondervermögen handelt, fallen diese im Falle eines Konkurses des Brokers nicht unter die Konkursmasse.

    Die neue Degiro App ist ab sofort verfügbar

    Die neue Degiro App ist ab sofort verfügbar

    Konto in wenigen Schritten online eröffnen

    Wer ein Konto bei einem Onlinebroker eröffnen möchte, kann dies meist in nur wenigen Minuten online. Viele Broker haben hierfür ein Formular auf ihre Webseite gestellt, wo man persönliche Angaben und Angaben zur bisherigen Handelserfahrung machen muss. Auch ein Referenzkonto gibt man hier an. Nach dem Antrag zur Kontoeröffnung identifiziert man sich per PostIdent- oder zunehmend auch per VideoIdent-Verfahren.

    Breites Angebot bei flatex

    Das Angebot von Flatex umfasst unter anderem Aktien, Fonds, Zertifikate und CFDs. Vor fast zehn Jahren führte der Broker als erster Anbieter den vollintegrierten CFD-Handel ein. CFDs, Wertpapiere und Forex sind über nur eine Plattform handelbar, damit Trader rasch auf neue Entwicklungen am Markt reagieren können. Drei Jahre später war dies auch mit dem MetaTrader  4 bei flatex möglich.

    Übersichtliche Preisgestaltung

    Flatex bietet fixe Ordergebühren an, die von der Höhe einer Order unabhängig sind. Alle Kosten werden übersichtlich angegeben. Die Preisgestaltung ist trotz der aktuellen Preiserhöhung übersichtlich. Die Depotführung ist bei flatex kostenlos. Zur Eröffnung wird keine Mindesteinlage vorgegeben. Zudem fallen für Limits keine weiteren Gebühren an. Anleger können alle Börsengebühren in den Wertpapierabrechnungen nachvollziehen.

    Weiter zu DEGIRO: www.degiro.de

    Handel an vielen Börsenplätzen und im außerbörslichen Handel

    Obwohl der Broker keine Anlage- und Vermögensberatung anbietet, ist der Kundenservice bei allen Fragen rund um den Handel ein kompetenter Ansprechpartner. Außerdem werden zahlreiche Schulungsangebote und Webinare angeboten. Anleger können an allen deutschen Börsenplätzen, elf  Auslandsbörsen und über 19 Partner im außerbörslichen Handel aktiv werden. Dazu kommen vier sogenannte Premiumpartner, die unter anderem ausgewählte Fonds anbieten.

    Seit 2009 an der Börse

    Flatex wurde 2006 gegründet und ist der Broker der FinTech Group Bank AG. 2009 ging die flatex Holding AG an die Börse und ist dort heute unter dem Namen FinTech Group AG im Open Market an der Börse Frankfurt gelistet. Die flatex GmbG verfügt über eine Lizenz der BaFin zur Erbringung von Finanzdienstleistungen.

    Fazit

    Flatex erhöhte zum 1. November seine Preise. Für eine Order an der XETRA Frankfurt berechnet der Anbieter nun 5,90 Euro (plus Börsengebühren) statt fünf Euro. Eine XETRA-Order kostet nun mindestens 8,14 Euro. Auch bei einer Gold-Order über XETRA sowie beim Kauf von Namensaktien steigen die Kosten. Wer an einer Börse in Nordamerika eine Order von mehr als 25.000 Euro platziert, zahlt von nun an Gebühren von 19,90 Euro statt 9,90 Euro. Wer sich nach einem alternativen Broker umschaut, könnte bei DEGIRO fündig werden.

    0
    0