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Venezuelas „Petro“ ist 2018 erste staatliche Kryptowährung weltweit

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In Venezuela gibt es nun mit dem Petro die erste staatliche Kryptowährung. Der Präsident des Landes, Nicolás Maduro, sagte, bereits am ersten Tag des Vorverkaufstags seinen damit Einnahmen von 700 Millionen Dollar zusammengekommen. Die Regierung des krisengeschüttelten Landes will die Kryptowährung auch nutzen, um einen Weg aus der Krise zu finden. Das südamerikanische Land will mit dem Petro zudem den Boom von Kryptowährungen für sich nutzen. Anleger bekommen nun erstmals die Gelegenheit, in eine staatliche Kryptowährung zu investieren. Präsident Maduro sagte, das Interesse sei groß. Er konnte allerdings die Einnahmen von 735 gleich am ersten Tag des ICOs nicht belegen.

Inhaltsverzeichnis
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    Verkaufsphase gestartet

    Mit einem Initial Coin Offering begann damit die erste Verkaufsphase. Das Ziel der venezolanischen Regierung ist es wohl, mit dem Petro die Wirtschaft des Landes wieder zu stärken. Bis zu 19. März will man insgesamt 100 Millionen Coins ausgeben, die später an speziellen Tauschbörsen gehandelt werden sollen.

    Jede Einheit des Petro soll mit einem Barrel der Rohöl-Reserven des Landes besichert werden. Venezuela ist das ölreichste Land der Erde. Ein Barrel Rohöl entspricht 159 Litern. Schon vor einiger Zeit sagte Maduro, dass ein Petro 60 Dollar kosten soll. Dies entspricht in etwa dem Preis für ein Barrel der US-Rohölsorte WTI. Der Petro soll damit auf einen Börsenwert von insgesamt sechs Milliarden Euro kommen und würde damit in die Top Ten der Kryptowährungen einsteigen.

    Vorgehen teilweise noch unklar

    Bislang ist jedoch unklar, zu welchem Preis der Petro am Starttag in der Tat verkauft wurde. In Venezuela ist man sich zudem uneinig über das weitere Vorgehen. Die Berater der Regierung schlugen vor, dass zunächst etwa 40 Prozent der Kryptowährung über eine Privat-Platzierung mit einem Abschlag von 60 Prozent angeboten werden sollten. Dies geht aus Unterlagen hervor, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte.

    Auch wer in den Petro investieren soll, ist noch unklar. Carlos Vargas von der für Kryptowährungen zuständigen Behörde sagte, dass sich vor allem Anleger aus Katar, der Türkei und dem Nahen Osten für die Kryptowährung interessieren würden. Allerdings könnte auch in den USA oder Europa Interesse bestehen.

    Warnung vor dem Petro aus den USA

    In den USA wurde allerdings vor der venezolanischen Kryptowährung gewarnt. Sie würde die US-Sanktionen gegen das südamerikanisch Land verletzen. Diese wurden im Sommer 2017 verhängt. Die Kryptowährung sei für Venezuela eine Art Kredit. US-Investoren ist es aufgrund der Sanktionen verboten, in staatliche Anleihen aus Venezuela oder in Anleihen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA zu investieren.

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    Venezuela seit Jahren in der Krise

    Venezuela befindet sich schon seit Jahren in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Nach dem Tod von Hugo Chávez 2013 wurde Nicolás Maduro Präsident des Landes. Seit 2016 läuft ein Absetzungsverfahren gegen ihn, dass jedoch von der Regierung immer wieder verzögert wurde. Seit langem gibt es einen Machtkampf zwischen Maduro und der Opposition im Land und immer wieder gibt es massive Proteste gegen den Präsidenten. Die Einwohner des Landes leiden unter einer enormen wirtschaftlichen Krise, die unter andrem zu Lebensmittelknappheit und Problemen in der Stromversorgung führte.

    Venezuela wird von Russland finanziell unterstützt. Im Gegenzug erhielt Russland eine Lizenz zur Ölförderung für den Staatskonzern Rosneft. Der Hintergrund dafür ist, dass Venezuelas staatlicher Ölkonzern bei Rosneft mit rund sechs Milliarden Dollar in der Kreide steht. Der Preisverfall beim Öl ist ein weiterer Grund für die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes. Der IWF schätzt, dass 2017 die venezolanische Wirtschaft um zwölf Prozent schrumpfte. Darüber hinaus beträgt die Inflation mittlerweile über 4.000 Prozent. Dies verschärft unter anderem die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln für die Einwohner weiter.

    Kritik am Petro von der Opposition

    Die Opposition in Venezuela kritisierte die Einführung der Kryptowährung, vor allem aufgrund der Bindung an den Ölpreis. Dennoch könnte der Petro ein weiterer Schritt in Richtung einer Etablierung von Kryptowährungen in der Finanzwelt sein. Des Weiteren zeigt dieses Beispiel – sollte das Projekt erfolgreich sein – , dass Kryptowährungen möglicherweise einem wirtschaftlich angeschlagenem Land helfen können. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es dank des Petros mit der Wirtschaft des südamerikanischen Landes wieder bergauf geht.

    Akzeptanz durch Venezolaner wichtig

    Das venezolanische Projekt ist das erste seiner Art. Daher besteht auch die Gefahr des Scheiterns. Hier spielt wohl auch eine wichtige Rolle, wie die Menschen im Land den Petro annehmen. Wenn sie ihn in der Tat als Zahlungsmittel nutzen, könnte er sich gut entwickeln. Aufgrund der Inflation beim Bolivar, der eigentlichen Landeswährung, könnte der Petro eine Alternative sein.

    Die Venezolaner interessieren sich durchaus für Kryptowährungen und nutzen auch bereits Bitcoins. Damit suchen sie eine Alternative zur schwächelnden Landeswährung. Auch Devisen wie der Dollar sind nur noch mühevoll auf dem Schwarzmarkt zu bekommen. Bitcoins sind in Venezuela teilweise schon im Alltag angekommen. Man kann Bolivars verkaufen und bekommt dafür über eine App Bitcoins gutgeschrieben. Damit kann man dann beispielsweise beim Arzt oder im Restaurant bezahlen. Bitcoins entwickelt sich damit schon zur Alternative zum Bolivar.

    Auf den anderen Seite vertrauen viele Venezolaner wohl ihrer Regierung nicht mehr; vor allem, wenn es um die Wirtschaft geht. Daher könnten sie dem Petro negativ gegenüber stehen. Die Menschen im Land können sich zudem wohl zum Großteil ein Investment in den Petro nicht leisten, das zudem über den Dollar erfolgen soll. Der Bolivar selbst ist aufgrund der hohen Inflation kaum noch etwas wert.

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    Zweifel am Petro

    Experten haben durchaus Zweifel am Petro. Sie sehen in der Kryptowährung einen Versuch der venezolanischen Regierung, die Sanktionen von EU und den Vereinigten Staaten zu umgehen. Diese wurden im Sommer des letzten Jahres eingeführt, als Maduro versucht hat, die Wahl zu verfassungsgebenden Versammlung zu fälschen. Damit wollte er sich seine Macht sichern. Die wirtschaftliche und politische Situation in Venezuela ist daher sehr unsicher. Dies könnte Anleger von einem Investment in den Petro abhalten.

    Zweite Ausgaberunde angestrebt

    Bislang ist die weitere Vorgehensweise rund um den Petro noch unklar. Auf einer Webseite kann man sich für den Kauf der Kryptowährung registrieren. Die Informationen dort sind zum Teil aber noch sehr unklar. Auch laut dieser Webseite soll ein Petro 60 Dollar kosten. Die geplanten 100 Millionen Petro sollen in zwei Tranchen platziert werden. Auch darüber scheint man sich innerhalb der Regierung jedoch noch unsicher zu sein.

    Dennoch spricht man in Caracas bereits von einer zweiten Ausgaberunde, die am 20. März beginnen soll. Doch bislang ist unbekannt, ob Erstzeichner von einem Rabatt profitieren können oder ob institutionelle Anleger bevorzugt werden. Auch die geplanten Tauschplattformen für den Pedro sind bislang unbekannt. Laut der Petro-Webseite soll der Handel mit der Kryptowährung im April beginnen.

    Kritik an Anbindung an den Ölpreis und staatlicher Ausgabe

    Da nicht nur Kryptowährungen, sondern auch der Ölpreis massiv schwanken können, wird sich dies auch auf den Petro auswirken. Der Kurs der Kryptowährung könnte sich daher nicht wie bei anderen Digitalwährungen nach Angebot und Nachfrage berechnen, sondern stark vom Ölpreis abhängen. Kritiker sehen im Petro daher keine Kryptowährung, sondern einen Terminkontrakt auf Öl.

    Weiter Kritik löst aus, dass der Petro von der zentralen Aufsichtsbehörde zur Überwachung und Kontrolle von Kryptowährungen in Venezuela ausgegeben wird. Daher ist die ausgebende Stelle direkt mit der Regierung verbunden. Dies steht dem Grundgedanken von Kryptowährungen, die ohne staatlichen Einfluss auskommen wollen, entgegen. Der venezolanische Präsident kündigte dennoch schon eine zweite Kryptowährung an, die möglicherweise schon der nächsten Woche an den Start gehen könne. Diese soll mit Gold abgesichert sein.

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    Kryptowährung als Ausweg aus der Krise

    Kryptowährungen könnten durchaus interessant sein für Staaten, die sich in Krisen befinden. Auch Simbabwe ist ein Beispiel hierfür. Dort liegen die Bitcoin-Preise oft viel höher als an den europäischen, asiatischen und amerikanischen Börsen. Schon vor der Entmachtung des autokratischen Präsidenten Robert Mugabe durch das Militär im vergangenen Herbst ging es dem afrikanischen Land wirtschaftlich schlecht. Das eigentliche Zahlungsmittel, der Simbabwe-Dollar wurde bereits abgeschafft. Als Ersatz dient der Dollar. Da das Land jedoch kaum Waren exportiert und man auch im Land selbst keine Dollars drucken kann, gibt es kaum Geldscheine. Auch an Automaten werden diese nicht ausgeben. Darüber hinaus gibt es auch auf den Dollar in Simbabwe eine Inflation. Immer mehr Menschen nutzen daher den Bitcoins im Alltag als Alternative zum Dollar und damit als Zahlungsmittel.

    Pläne zu Kryptowährungen in Russland und China

    Auch in anderen Ländern wird die Idee einer eigenen, staatlichen Kryptowährung diskutiert. Venezuela könnte daher ein Vorbild sein. In Russland bereitet wohl das Finanzministerium bereits ein Gesetz für einen Krypot-Rubel vor und in China gibt es ebenfalls Pläne für eine Kryptowährung. Venezuela, China und Russland haben gemeinsam, dass alle drei von eher autokratischen Regimen reagiert werden. Daher könnte sich der Ursprungsgedanke von Kryptowährungen, ohne staatlichen Einfluss zu arbeiten, ins Gegenteil wenden. Diese Staaten könnten versuchen, über die Blockchain alle Geldtransfers zu kontrollieren und zu verfolgen.

    Fazit: Erste staatliche Kryptowährung der Welt

    In Venezuela wurde kürzlich über ein ICO der Petro, die erste staatliche Kryptowährung, ins Leben gerufen. Noch ist vieles rund um die Kryptowährung unklar, sie soll jedoch 60 Dollar pro Einheit kosten und an den Preis eines Barrels Öl gekoppelt und so besichert sein. Möglicherweise kann der Petro dem wirtschaftlich angeschlagenen Land wieder auf die Beine helfen. Da die Landeswährung Bolivar kaum noch etwas wert ist, greifen viele Venezolaner schon jetzt auf Bitcoins zurück. Auch in Simbabwe, dass ebenfalls ein politisch und wirtschaftlich arg gebeuteltes Land ist, wird der Bitcoin mittlerweile häufig als Zahlungsmittel genutzt.

    Kritiker werfen der Regierung um Präsident Maduro allerdings vor, den Petro lediglich dazu zu nutzen, die aufgrund der politischen Situation im Land verhängten Sanktionen der EU und der USA zu umgehen. Auch die Bindung an den Ölpreis wird kritisch gesehen. Dennoch soll das Interesse von Anlegern vor allem aus Katar, der Türkei und dem Nahen Osten groß sein. Zudem könnte die erste staatliche Kryptowährung ein weiterer Schritt zur Etablierung von Kryptowährungen sein.

     

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