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In zehn Minuten Online Traden lernen

Ob nun Forex, Aktien oder CFDs: online Traden ist nicht schwer, wer aber erfolgreich sein will, muss ein paar Dinge beachten. Zuerst sollten sich Einsteiger aber fragen, mit welchem Ziel sie traden wollen. Soll langfristig Geld für die Zukunft angelegt werden? Sollen Gelder kurzfristig „geparkt" werden? Oder steht der Spaß am Traden im Vordergrund?

Online Traden lernen

Diese Trader hier handeln professionell mit Aktien. Aber auch Privatleute können fast wie die Profis traden. Foto: Deutsche Bank

Trading lernen in Stichpunkten

  • Zuerst über Ziele klar werden
  • Guten Broker finden
  • Fundamentaldatenanalyse
  • Technische Analyse

Welches Depot

Traden lernen – mit welchem Ziel?

Die universelle Trading-Strategie für alle Anleger gibt es nicht. Deshalb müssen Einsteiger sich zunächst fragen, mit welchem Ziel sie traden lernen wollen.

„Um Geld zu verdienen", dürfte die Antwort meist lauten. Aber geht es um möglichst hohe Gewinne oder spielt auch das Thema Sicherheit eine Rolle? Und steht alleine die Kapitalanlage im Mittelpunkt oder geht es auch um den Spaß am Handeln selbst?

Wer langfristig investieren und möglichst hohe Gewinne bei gleichzeitig nicht zu hohem Risiko investieren will, für den ist beispielsweise ein langfristiges Investment in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) oft eine gute Wahl. Bei kurzfristigeren Investments können risikoreduzierte Produkte wie Discountzertifikate oder Aktienanleihen eine  Alternative sein. Steht dagegen der Spaß am Wertpapierhandel im Vordergrund, dann ist das Daytrading womöglich der beste Weg – oder gar eine Investition in CFDs und Devisen.

Je nach Anlageart kommen auch andere Strategien zum Einsatz. Wer langfristig investiert, nutzt oft das auf fundamentalen Analysen aufbauende Value Investing. Kurzfristige Strategien beim Daytrading oder dem CFD-Handel bauen dagegen meist auf der Technischen Analyse auf.

Die richtige Strategie ist auch vom Anlageziel abhängig.

Die fundamentale Analyse

Langfristig sind nur die Aktien solcher Firmen erfolgreich, die auch unternehmerisch gut dastehen. Deshalb ist gerade bei der langfristigen Investition die Analyse der künftigen Gewinne wichtig. Dazu gehört zunächst einmal die Betrachtung der aktuellen Daten. Die sind zwar keine Garantie, dass es in Zukunft genauso gut oder schlecht bleibt, zeigen aber, wo das Unternehmen aktuell steht. Die wichtigsten Daten sind:

  • Eigenkapitalquote
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • Dividendenrendite

Die Eigenkapitalquote ist vor allem ein Indikator dafür, wie stabil das Unternehmen ist. Je höher das Eigenkapital, desto geringer die Gefahr einer Unternehmenspleite. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis zeigt dagegen, wie viel höher der Kurs als der Gewinn ist. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15 müsste das das 15-Fache des Jahresgewinns für eine Aktie bezahlt werden. Die Dividendenrendite gibt dagegen das Verhältnis des Kurses zur Dividende an.

Wer die künftigen Gewinne abschätzen will, muss sich natürlich auch mit dem Geschäftsmodell beschäftigen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Würzburger Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer lag Anfang 2015 nicht einmal halb so hoch wie das des Augsburger Roboterspezialisten KUKA. Das bedeutet aber noch nicht automatisch, dass Koenig & Bauer Aktien deshalb eine erfolgversprechendere Investition sind, denn für Roboter sind die Zukunftsaussichten besser als für Zeitungsdruckmaschinen.

Die Fundamentaldatenanalyse betrachtet volks- und betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Die technische Analyse

Auch Anhänger der Technischen Analyse werden nicht bestreiten, dass nur gesunde Unternehmen langfristig Gewinne machen können. Doch nach ihrer Meinung muss man dazu nur bedingt Unternehmensstatistiken wälzen. Vielmehr haben das schon andere Trader getan und ihr Urteil lässt sich aus den Chart ablesen. Außerdem verweisen sie darauf, dass vor allem kurzfristig auch psychologische Faktoren eine Rolle spielen, beispielsweise das Erreichen eines bestimmten Kursniveaus.

Bei der Technischen Analyse werden deshalb die Charts sowie sogenannte Technische Indikatoren analysiert (Siehe hierzu auch folgenden Link). Eine einfache Möglichkeit auf Basis der Charts eine Anlageentscheidung zu treffen bietet die Trendfolgestrategie. Dabei wird aus den Charts zunächst der aktuelle Trend herausgelesen und dann entsprechend investiert. Dahinter steht die Idee, dass Trends sich nicht sekündlich ändern. Ist bisher eine robuste Aufwärtsbewegung zu erkennen gewesen stehen die Chancen gut, dass die Entwicklung noch einige Zeit anhält.

Beliebt ist auch das Bestimmen von Widerstands- oder Unterstützungslinien. Das sind Kurse, bei denen eine Entwicklung regelmäßig abbricht. Eine Widerstandslinie bei 40,00 Euro bedeutet, dass der Kursanstieg einer Aktie regelmäßig bei diesem Wert endet. Womöglich verkauft ein Großaktionär ab diesem Kurs Aktien oder eine psychologische Grenze wurde erreicht. Für Anleger bedeutet das, dass sie rechtzeitig vorher verkaufen sollten. Wird die Barriere dagegen durchbrochen, folgt oft eine lang andauerende Aufwärtsbewegung – oder eine Abwärtsbewegung beim Durchbrechen einer Unterstützungslinie.

Die Technische Analyse leitet Anlagestrategien aus den Kursdaten ab, beispielsweise aus der Entwicklung der Charts.

Erste Schritte

Den praktischen Einsatz der Technischen oder der Fundamentaldatenanalyse übt man am besten ganz praktisch, beispielsweise mit einem Demokonto.

Aktiendepot Broker VergleichVor allem Forex-Broker bieten solche Spielgeldkonten an, allerdings auch einige Aktienbroker. Es spricht zudem nichts dagegen, auch als Aktientrader zunächst ein kostenloses Demokonto bei einem CFD- Broker zu eröffnen, denn die zugrunde liegenden Kurse und die Analysetechniken sind die gleichen.

Kostenlose Demokonten erlauben es, risikolos das Traden zu lernen. Der langfristige Erfolg lässt sich natürlich erst nach einigen Jahren beurteilen.

Fazit

Einige einfache Strategien helfen beim Traden und lassen sich schnell erlernen. Ein paar Grundbegriffe und -daten aus dem Aktienhandel sollte jeder Anleger kennen, wer aber langfristig in ETFs investiert, muss sich weniger mit Analysemethoden auseinandersetzen.


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