Nun steigt auch Nissan bei Daimler aus

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 18.05.2021


Nur wenige Wochen nach Renault steigt auch Nissan bei Daimler aus. Die Zusammenarbeit der drei Autobauer ist damit endgültig zu Ende. Allerdings hat Daimler schon lange einen neuen Partner. Mit dem Ausstieg von Nissan brachte der Autobauer etwa 16,4 Millionen Daimler-Aktie an den Markt. Nissan trennte sich damit fast von seinem ganzen Anteil von 1,54 Prozent. Viele Autoaktien sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch bei XTB handelbar.

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1,15 Milliarden Euro für Nissan

Aktiendepot.com Icon GebührenDie beteiligten Banken gaben an, dass die Aktien zu 69,85 Euro zugeteilt wurden. Dies ist ein Abschlag von 3,5 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs an der Börse in Frankfurt. Nissan kann sich so über 1,15 Milliarden Euro freuen. Etwa ebenso viel erhielt Renault für den Verkauf seiner Daimler-Aktien.

Beide Autobauer haben vor über zehn Jahren je 1,54 Prozent der Anteile von Daimler erworben. Die drei Autobauer wollten über diese Überkreuzbeteiligung ihre Partnerschaft stärken. Doch die damaligen Pläne sind größtenteils längst Geschichte. Daimler und Renault arbeiten vor allem bei Vans und Transportern zusammen. Diese Zusammenarbeit soll fortgesetzt werden.

Vor zehn Jahren war bei Daimler noch Dieter Zetsche in der Verantwortung, bei Renault und Nissan Carlos Ghosen. Zetsche ist heute Aufsichtsratsvorsitzender bei TUI, während Carlos Ghosen nach Ermittlungen gegen ihn Ende 2019 in den Libanon geflüchtet war. Die Partnerschaft zwischen den drei Autobauern hat längst ihre Bedeutung verloren. Allerdings hält Daimler noch immer je 3,1 Prozent an Renault und Nissan. Beide Aktienpakete sind aber schon lange in das Pensionsvermögen integriert. Aus diesem werden Betriebsrenten für die Mitarbeiter bezahlt. Auch Daimler hat damit wohl nur noch finanzielles Interesse an den Beteiligungen.

Enge Zusammenarbeit mit Geely

Daimler arbeitet schon länger enger mit dem chinesischen Autobauer Geely zusammen. Dem Geely-Gründer Li Shufu gehören seit 2018 zehn Prozent der Daimler-Anteile. Ende letzten Jahres haben Daimler und Geely vereinbart, zusammen Motoren zu entwickeln und zu produzieren. Die beiden Autobauer wollen dabei Verbrennermotoren, Elektromotoren und Wasserstofftriebwerke herstellen. Die Fertigung soll bei Geely in China stattfinden, während Daimler für die Entwicklung verantwortlich ist. Auch Elektroautos der Marke Smart sollen in Zukunft zusammen mit Geely gebaut werden.

Mit dieser Partnerschaft will Daimler wohl seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern, denn Geely kann in China deutlich günstiger produzieren. Dies ist ein Vorteil für Daimler, denn das Unternehmen will jedes Jahr Kosten im dreistelligen Millionenbereich einsparen. Die neuen Motoren sollen in Daimler- und in Volvo-Autos eingesetzt werden.

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Renault trennte sich im März von Daimler-Anteilen

Aktiendepot.com Icon KündigungRenault verkaufte im März seine Anteile an Daimler. Der französische Autobauer kann frisches Geld sicher gut gebrauchen, denn das Unternehmen litt stark unter der Corona-Pandemie. Der Absatz lag im letzten Jahr nur bei unter drei Millionen Autos. Dies war ein Rückgang um mehr als ein Fünftel. Auf der anderen Seite stiegen bei Renault die langfristigen Schulden auf knapp vier Milliarden Euro.

Daimler verändert sich immer mehr. Ola Källenius ist nun seit fast genau zwei Jahren Vorstandsvorsitzender von Daimler und übernahm das Amt von Dieter Zetsche. Seitdem fielen Tausende Arbeitsplätze weg und es wurden neue Modelle angekündigt. Zudem wird die Lkw-Sparte abgespalten.

Källenius hat dem Autobauer einen strikten Sparkurs verordnet, dem allein im letzten Jahr 10.000 Arbeitsplätze zum Opfer gefallen sind. Gewerkschafter gehen davon aus, dass weltweit bis zu 30.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Dies soll dazu beitragen, das Sparziel des Vorstandsvorsitzenden zu erreichen. Bis 2025 sollen die Fixkosten um 20 Prozent reduziert werden. Der harte Sparkurs ist aus Sicht von Källenius notwendig, um verkrustete Strukturen aufzubrechen. Dazu kommt der Wandel in der ganzen Autobranche. Immer mehr wandelt sich die Branche von der Verbrennertechnologie hin zur E-Mobilität, so auch bei dem chinesischen Autobauer Quingling Motors.

Hohe Nachfrage in China

Zur Hilfe kam Daimler zuletzt die unerwartet hohe Nachfrage aus China. So konnte Daimler im letzten Jahr trotz der Corona-Pandemie einen Gewinn von 3,6 Milliarden Euro erreichen. Dies waren 1,2 Milliarden (gut 50 Prozent) mehr als 2019. Damals hatte Daimler hohe Sonderbelastungen. Allerdings ging der Umsatz 2020 im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent nach unten und betrug nur 154,3 Milliarden Euro.

Laut Källenius war das letzte Jahr ein Stresstest für fast jedes Unternehmen, unabhängig von der Branche. Daimler habe aber gezeigt, dass das Unternehmen aus eigener Kraft die Transformation voranbringen kann. Der Autobauer habe seine Kosten reduziert und sie insbesondere in der zweiten Jahreshälfte profitabler geworden.

2019 waren die Belastungen durch die Dieselaffäre hoch. Die damit verbundenen Sonderkosten wurden 2019 verbucht. Källenius musste damals mehrere Gewinnwarnungen verkünden. Damals waren neben der Dieselaffäre auch Produktionsprobleme und der Handelsstreit zwischen China und den USA Themen, die Daimler belasteten.

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Neue Modelle geben Zuversicht

Aktiendepot.com Icon ZielgruppeTrotz Kritik konnte Daimler in diesem Jahr seine Dividende erhöhen. Viele Mitarbeiter sind in Kurzarbeit oder fürchten um ihren Arbeitsplatz. Die Aktionäre dagegen können sich über insgesamt 1,4 Milliarden Euro bzw. 1,35 Euro pro Aktie freuen. Die gute Entwicklung des Aktienkurses ist laut Källenius ebenfalls als Vertrauensbeweis zu bewerten. Die Aktien sind so teuer wie vor drei Jahren und haben damit die Krise im letzten Jahr gut überstanden.

Zuversicht geben die geplanten neuen Modelle von Daimler. In diesem Jahr sollen vier neue Elektro-Modelle auf den Markt kommen. Das Modell EQA wird in Rastatt hergestellt und ist seit Anfang Februar erhältlich. Mit Spannung erwartet wird der EQS, die erste vollelektrische Limousine von Mercedes. Der EQS gilt als ein Modell, dass durchaus eine ernsthafte Konkurrenz für Tesla werden könnte. Ab nächstem Jahr soll es acht vollelektrische EQ-Modelle geben.

Guter Ausblick für 2021

Der Ausblick für Daimler sieht durchaus gut aus. Beim Absatz und beim Umsatz werden ebenso wie beim operativen Ergebnis Verbesserungen erwartet. Die Pkw- und Vans-Sparte Mercedes-Benz könnte in diesem Jahr eine bereinigte Umsatzrendite von acht bis zehn Prozent erreichen. Die Sparte für Lastwagen und Busse, die zuletzt stark unter Druck stand, könnte eine operative Marge von sechs bis sieben Prozent erreichen. Dies sind ähnliche Zielsetzungen wie vor der Krise.

Zudem will sich Daimler von der Sparte für Busse und Lkws trennen. Langfristig soll es die Daimler AG in ihrer aktuellen Form nicht mehr geben, sondern in die Mercedes-Benz AG überführt werden. Die Daimler Truck AG ist allerdings nach der Abspaltung eigenständig. Mercedes will lediglich eine Minderheitsbeteiligung behalten.

Die Finanzdienstleistungen und die Mobilitätsgeschäfte wie das Carsharing werden dann nicht mehr eigenständig sein, sondern zu anderen Parts des Konzerns gehören. So würden am Ende zwei starke Unternehmen entstehen, die getrennt voneinander arbeiten. Ähnlich wie bei Siemens und seiner Abspaltung Siemens Energy könnte dann der Börsenwert steigen. Analysten freuen sich über diesen Schritt und hatten diesen sogar seit Längerem gefordert. So könnte der Wert der einzelnen Konzernteile steigen und es würden Überschneidungen und Ineffizienzen reduziert.

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Fazit: Auch Nissan trennt sich von Daimler-Aktien

Aktiendepot.com Icon FazitNach Renault trennt sich nun auch Nissan von seinen Anteilen an Daimler. Vor rund zehn Jahren hatten beiden Autobauer im Rahmen einer strategischen Partnerschaft rund 1,54 Prozent der Anteile von Daimler erworben. Nissan verkaufte nun 16,4 Millionen Daimler-Aktien. Viele der Pläne, die die Autobauer vor zehn Jahren hatten, sind ohnehin längst Geschichte.

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