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Newsrückblick 1. bis 15. November 2018

gkfx spread chashback aktionBei den Brexit-Verhandlungen wurde wohl ein Durchbruch erzielt.Beide Seite einigten sich auf einen Entwurf, der auch einen sogenannten Backstopp, also eine Notfalllösung für Nordirland, beinhaltet. Premierministerin Theresa May erhielt für den Entwurf zunächst eine Zustimmung im Parlament, doch zwischenzeitlich kam es zu Rücktritten einiger Minister. Es wird wohl noch ein weiter Weg sein, bis ein endgültiges Abkommen unterschrieben werden kann.

In der EU sorgt auch der Streit um den italienischen Haushaltfür Unruhe. Die Regierung in Rom will nicht von ihrem Entwurf abweichen. In Deutschland trat nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen Angela Merkel als CDU-Vorsitzende zurück. Nun wird auf einem Parteitag Anfang Dezember eine neue Vorsitzende oder ein neuer Vorsitzender gewählt. Aussichtsreiche Kandidaten sind die Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der ehemalige Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn.

In den USA waren in den letzten Wochen die Midterm Elections das große Thema. Die Demokraten konnten einen Sieg im Repräsentantenhaus feiern. Im Senat gewannen die Republikaner, konnten ihre Mehrheit dort jedoch nicht entscheidend ausbauen. Zudem wurden einige Gouverneure neu gewählt. Das Ergebnis könnte Präsident Trump die Arbeit erschweren, da die Demokraten mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus viele Entscheidungen blockieren können.

Inhaltsverzeichnis

    GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

    EU

    Durchbruch bei Brexit-Verhandlungen

    Die EU und Großbritannien kommen einer Lösung zum Austritt des Landes näher. Man hat sich auf ein Papier geeinigt, in dem unter anderem die Rechte der in Großbritannien lebenden EU-Bürger und finanzielle Aspekte geregelt werden. Vor allem aber fand man bei der Frage der Grenze auf der irischen Insel eine vorläufige Lösung. Dort sollen um jeden Preis eine feste Grenze mit Grenzkontrollen vermieden werden. Bis kein umfassendes Freihandelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien abgeschlossen wurde, bleibt Nordirland auch nach dem Brexit im EU-Binnenmarkt und der Zollunion.Dieses Vorgehen wird Backstop genannt. Ein Freihandelsabkommen würde Grenzkontrollen überflüssig machen. Der Rest Großbritanniens bleibt in der EU-Zollunion. Auch auf eine Übergangsfrist bis Ende 2020 konnte man sich einigen. Der nächste Schritt ist nun ein EU-Sondergipfel. Neben dem britischen Parlament, wo Premierministerin Theresa May mit Gegenwind rechnen muss, muss auch das EU-Parlament zustimmen.

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    Italien weiter auf Konfrontationskurs

    Die Regierung in Rom legte der EU-Kommission wie gefordert einen neuen Haushaltsentwurf vor, nachdem der erste Entwurf abgelehnt worden war. Darin hält die italienische Regierung allerdings an ihren Plänen für höhere Ausgaben fest und veränderte auch die Defizitprognosen nicht. Im neuen Entwurf geht man dagegen von einer sinkenden Gesamtverschuldung aus, die durch Verkäufe staatlicher Beteiligungen erreicht werden soll. Die EU könnten nun weitere Schritte gegen Italien einleiten. Die Eröffnung eines Defizitverfahrens, dass auch Sanktionen nach sich ziehen kann, wäre möglich.

    Entlastung für Unternehmen

    Finanzminister Olaf Scholz plant, vom nächsten Jahr an Unternehmen mit etwa 2,5 Milliarden Euro steuerlich zu entlasten. Dies soll über eine Forschungsförderung erreicht werden. Der Betrag verteilt sich auf vier Jahre. Den Einnahmeausfall von etwa 1,3 Milliarden Euro will Scholz über zusätzliche Steuereinnahmen ausgleichen. Die restliche Summe wird von den Ländern getragen. Scholz geht derzeit davon aus, dass ihm Mehreinnahmen durch Steuern zur Verfügung stehen. Zwischen 2018 und 2020 sollen zwei Milliarden Mehreinnahmen an Steuern auf die Verteidigung, die Entwicklungshilfe und die Forschungsförderung verteilt werden.

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    Immobilien-Boom schwächt sich langsam ab

    Laut der EZB wird sich der Immobilien-Boom in der Eurozone langsam abschwächen. Diese Entwicklung ist auch mit der allgemeinen Konjunkturabkühlung verbunden. Experten der Zentralbank veröffentlichten hierzu eine Analyse. Nach der Finanzkrise ging die Anzahl der Investitionen etwa ein Jahr später nach oben als der Preisanstieg. Anfang des Jahres lagen die Preise rund fünf Prozent über dem Niveau vor der Finanzkrise. Bei Investitionen gab es jedoch einen Rückstand von 15 Prozent. Die Bundesbank warnte in der Vergangenheit mehrfach vor Preisübertreibungen in Großstädten. Laut einer Studie der Wirtschaftsberater PwC sind mittlerweile sogar professionelle Investoren von den hohen Preisen abgeschreckt.

    Wirtschaftsweisen senken Wachstumsprognose

    Die Wirtschaftsweisen blicken derzeit weniger optimistisch auf die Konjunktur in Deutschland. Damit hängen auch die zahlreichen internationalen Themen wie der Brexit und der Handelskonflikt zwischen China und den USA zusammen, die für Unruhe sorgen. Das Bruttoinlandsprodukt soll nach Berechnungen der fünf Wirtschaftsweisen in diesem Jahr nur noch um 1,6 Prozent wachsen. Für das nächste Jahr prognostizieren sie nur noch 1,5 Prozent. Bisher gingen die Wirtschaftsweisen von einem Wachstum von 2,3 in diesem und 1,8 Prozent im nächsten Jahr aus. Die Bundesregierung geht bislang auch für dieses Jahr noch von einem Wachstum von 1,8 Prozent aus. Die Wirtschaftsweisen sind damit noch pessimistischer und sprechen auch von den großen Herausforderungen, die auf die deutsche Volkswirtschaft zukommen.

    Die Wirtschaftsexperten befürchten zudem, dass die EZB zu spät eine Zinswende einleitet. Wenn die Zentralbank zu lange an ihrem Nullzins festhalte, könnte dies Gefahren mit sich bringen. Die EZB halte trotz des klaren Anstiegs der Inflation noch immer an einer zu lockeren Geldpolitik fest. Die EZB müsse zu einer normalen Geldpolitik zurückfinden, um die Wirtschaft in der Eurozone dauerhaft zu stabilisieren. Schon seit fünf Monaten liegt die Inflation nun über dem Zielwert der EZB. In Deutschland lag die Teuerungsrate zuletzt bei 2,5 Prozent. Die Wirtschaftsweisen forderten die Bundesregierung zudem zu wachstumsfördernden Reformen auf.

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    EU-Kommission senkt Wachstumsprognose

    Die Europäische Kommission senkt ihre Wachstumsprognose für die Eurozone für das kommende Jahr. Die Gründe dafür sind die internationalen Handelskonflikte sowie das Abschwächen der Weltwirtschaft. Noch im letzten Jahr erreichte das Wachstum in der Eurozone mit 2,4 Prozent ein Zehn-Jahres-Hoch. In diesem Jahr wird ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent und im nächsten Jahr 1,9 Prozent erwartet. Frühere Prognosen rechneten mit zwei Prozent. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums könnte auch die Entscheidungen der EZB beeinflussen.

    Schwaches Klima in der Weltwirtschaft

    Das Weltwirtschaftsklima ist so schlecht wie seit 2016 nicht mehr. Das Barometer für die Stimmung in der Weltwirtschaft fiel im vierten Quartal von plus 2,9 Punkten auf minus 2,2 Punkte. Dies gab das Ifo-Institut in München bekannt. Für das Barometer werden jedes Vierteljahr 1.230 Experten aus 119 Ländern befragt. Dies ist nun bereits der dritte Rückgang in Folge. Die Befragten erwarten zudem, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich abschwächen wird.

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht davon aus, dass im nächsten Jahr nur noch mit einem Exportwachstum von 2,5 Prozent zu rechnen ist. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 5,5 Prozent. Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern verschlechtert sich das Klima. In den Industriestaaten zeigen sich zwei Seiten. In den USA werden die Aussichten besser bewertet als in der EU.

    USA

    Entspannung im Handelsstreit mit China?

    Zu Monatsbeginn schrieb der amerikanische Präsident Donald Trump auf Twitter, dass er ein gutes Gespräch mit China gehabt habe und während des G-20-Gipfels Ende November in Buenos Aires weitere Gespräche geplantseien. Die amerikanischen Aktienmärkte honorierten diese Aussage mit steigenden Kursen. Auch der chinesische Präsident Xi Jinping äußerte sich positiv. Er sagte, dass er sich eine stabile und gesunde Beziehung zu den USA auf der Basis von gegenseitigem Verständniswünscht. Wenig später sagte jedoch Larry Kudlow, der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, dass die Regierung in Washington derzeit nicht an einem Abkommen mit China arbeite. Bis zu einer Lösung im Handelsstreit könnte es damit noch ein weiter Weg sein.

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    Iran-Sanktionen treten in Kraft

    Anfang November traten die Sanktionen der US-Regierung gegen den Iranin Kraft. Der Iran soll beispielsweise keine Einnahmen aus der Ölindustrie mehr erhalten, damit diese nicht in terroristische Aktivitäten investiert werden können. Nachdem die USA im Mai das Atomabkommen mit dem Iran ihrerseits aufgekündigt hatte, kann die USA nun wieder Sanktionen in Kraft setzen, die in Folge des Abkommens ausgesetzt wurden. Die anderen beteiligten Staaten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wollen jedoch weiter am Iran-Abkommen festhalten. Auch die Internationale Atomenergiebehörde IAEA sagt, dass sich der Iran bislang an die Vereinbarungen gehalten habe. Die USA wirft dem Iran jedoch vor, unter anderem die Hisbollah und die Hutu-Rebellen im Jemen zu unterstützen und damit gegen das Abkommen zu verstoßen.

    Acht Länder sind von den Sanktionen jedoch ausgenommen und dürfen weiterhin Öl aus dem Iran erhalten, allerdings nicht die EU. Man wolle mit den Sanktionen nicht das iranische Volk, sondern lediglich die Regierung des Irans treffen. Humanitäre Hilfe ist daher nicht Teil der Sanktionen. Auch das internationale Zahlungssystem SWIFT soll zum Teil von den Sanktionen ausgenommen werden. Banken müssen jedoch darauf achten, dass sie nicht unbeabsichtigt gegen die Sanktionen verstoßen.

    Hohes Stellen- und Lohnwachstum in den USA

    In den USA wurden sehr gute Zahlen zum Arbeitsmarktveröffentlicht, die die Erwartungen klar übertroffen haben. Auch die Stundenlöhne stiegen. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum Monat zuvor um 250.000, wie das Arbeitsministerium bekannt gab. Volkswirte gingen lediglich von einem Plus von 183.000 Stellen aus. Im verarbeitenden Gewerbe wurden 32.000 neue Stellen geschaffen.

    Der durchschnittliche Stundenlohn stieg im Jahresvergleich auf 3,1 Prozent. Der monatliche Zuwachs betrug 0,2 Prozent. Dies war wohl der Grund für leichte Verluste für Futures an den amerikanischen Aktienmärkten. Ein dynamischer Anstieg der Löhne ist möglich, was die Anleiherenditen weiter steigen lassen könnte. Auf Aktien würde dies jedoch negative Auswirkungen haben.

    Die Arbeitslosenquote liegt in den USA weiter bei 3,7 Prozent. Die Rendite für zehnjährige amerikanische Staatsanleihen stieg nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen erneut leicht. Auch für Anleihen mit anderen Laufzeiten ging es leicht nach oben. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt könnten sich auch auf die Entscheidungen der Fed auswirken. Auf ihrer Sitzung im November hob sie die Zinsen nicht an. Für Dezember ist jedoch eine Zinserhöhung wahrscheinlich.

    GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

    Franken weiter hoch bewertet

    Aus Sicht der Schweizerischen Notenbank ist der Franken noch immer hoch bewertet. Laut Thomas Jordan, dem Präsidenten der SNB, ist die Inflation weiter niedrig und die Situation am Devisenmarkt fragil. Daher will die SNB an ihren Negativzinsen von minus 0,75 Prozent festhalten.  Zudem will man weiter am Devisenmarkt intervenieren

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