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US-Börsenaufseher lehnen gleich neun Bitcoin-ETFs ab

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Die US-Börsenaufsicht SEC hat kürzlich insgesamt neun Anträge auf einen Bitcoin-ETF abgelehnt. Die Börsenaufseher sahen ihre strengen Vorgaben nicht vollständig erfüllt und haben weiterhin Sicherheitsbedenken bei Bitcoin-ETFs. Allerdings wird Ende September eine weitere Entscheidung über einen Bitcoin-ETF erwartet, der durchaus Erfolgschancen haben könnte. Hierbei handelt es sich um einen Antrag von VanEck und SolidX.

Inhaltsverzeichnis
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    Bislang konnte kein Antrag überzeugen

    Anbieter von ETFs versuchen nun bereits sei einigen Jahren, die SEC von ihren Vorschlägen zu überzeugen – bislang ohne Erfolg. Mehr als ein Dutzend Anträge lehnte die SEC in den letzten Jahren ab. Die Winklevoss-Zwillinge scheiterten bereits mehrfach mit ihren Anträgen. Nun wurden neun Anträge von ProShares, GraniteShares und Direxion abgelehnt. Über die Anträge von Direxion sollte schon im Juli entschieden werden, doch diese Entscheidung wurde damals zunächst zurückgestellt.

    Alle einreichten Anträge sollten auf die Bitcoin-Futures, die seit Dezember 2017 an den beiden großen Optionsbörsen CBOE und CME gehandelt werden können, ausgerichtet sein. ProShares arbeitete für seine beiden ETF-Vorschläge mit der New York Stock Exchange zusammen. Auch GraniteShares reichte zwei Anträge ein. Direxion hatte sogar für fünf Bitcoin-ETFs, die gehebelt sein sollten, Anträge gestellt.

    ETFs auf Grundlage von Bitcoin-Futures

    Der Wert aller eingereichten ETFs sollte auf der Basis von Bitcoin-Futures berechnet werden. Die SEC bemängelte jedoch, dass beide Börsen keine ausreichenden Informationen über die Identität der Marktteilnehmer zur Verfügung gestellt hätten. Auch die Auffassung der SEC, dass die Spot- und Devisenmärkte für Kryptowährungen weiterhin unreguliert sind, steht einer Zulassung im Weg. Die SEC möchte jedoch mehr über die Marktteilnehmer erfahren, denn an den Spot- und Devisenmärkten spielt sich ihrer Auffassung nach der Großteil des Handels mit Kryptowährungen ab. Allerdings vertritt die SEC auch die Auffassung, dass ein großer Teil des Handels mit Bitcoins nicht über die beiden etablierten Optionsbörsen in den USA erfolgt, sondern über unregulierte Handelsplätze in Übersee.

     

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    Kleinanleger vor Manipulationen schützen

    Die amerikanische Börsenaufsicht sieht ihre Aufgabe darin, Betrug und Manipulation zu verhindern und will insbesondere Kleinanleger schützen. Auf der Grundlage einer ähnlichen Argumentation lehnte sie vor einigen Wochen bereits einen weiteren Antrag der Winklevoss-Zwillinge ab. Auch bei dieser Ablehnung erläuterte die Behörde erneut ihre Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsbedenken bei Kryptomärkten. Für viele Beobachter kam auch diese erneute Ablehnung der Börsenaufseher nicht überraschend, da die SEC bereits zuvor ähnlich reagiert hatte. Aus diesem Grund kam es zwar zu Kursverlusten bei den wichtigsten Kryptowährungen, die jedoch nicht allzu groß ausfielen.

    Keine Ablehnung von Bitcoin selbst

    Neu ist allerdings, dass die SEC in ihrer Begründung darauf verwies, dass die Ablehnung eines Bitcoin-ETFs keine Ablehnung gegenüber Bitcoins darstellt. Der Ablehnung eines Antrags auf einen Bitcoin-ETF liegt keine Bewertung über den Nutzen, die Innovation oder den Möglichkeiten als Investition von Bitcoins selbst oder der Blockchain zugrunde.

    Diese Formulierung kann als Signal an den Kryptomarkt verstanden werden und darauf hindeuten, dass die SEC nicht grundsätzlich einen Bitcoin-ETF ausschließt – vorausgesetzt ihre Bedingungen werden erfüllt. Hier hat die Behörde vor allem die Sicherheit aller Marktteilnehmer im Blick. Auch aus diesem Grund gehen Beobachter davon aus, dass der zurzeit noch offene Antrag von VanEck und SolidX, der auch von der CBOE unterstützt wird, durchaus eine Chance hat. Über diesen Antrag soll nach derzeitigem Stand am 30. September entschieden werden.

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    VanEck-ETF basiert direkt auf Bitcoins

    Ein großer Unterschied zu den nun abgelehnten ETFs ist, dass der ETF von VanEck und SolidX nicht auf Bitcoin-Futures, sondern auf Bitcoins selbst basiert. Zudem sollen Anleger über eine zusätzliche Versicherung geschützt werden. Der Einstandspreis wurde sehr hoch angesetzt, sodass sich dieser ETF womöglich mehr als institutionelle Investoren als an Privatanleger richtet. Auch dieser Faktor könnte für die SEC wichtig sein. Ein Knackpunkt könnte allerdings die Antwort auf die Frage sein, wie die zugrunde liegenden Bitcoins sicher aufbewahrt werden.

    Innerhalb der Krypto-Community diskutiert man derweil über Sinn und Unsinn eines Bitcoin-ETFs. Einige Nutzer sind der Ansicht, dass sich die Kryptowährung auch ohne ein solches Finanzinstrument sehr gut entwickelt und immer mehr akzeptiert wird. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass immer mehr etablierte und bekannte Unternehmen darüber nachdenken, in den Handel mit Bitcoins einzusteigen.

    ETFs für institutionelle Anleger weiterhin sinnvoll

    Vor allem für institutionelle Anbieter könnten Bitcoin-ETFs allerdings einen großen Vorteil darstellen. ETFs sind ein etabliertes und sicheres Finanzinstrument, über dass sie in einem regulierten Umfeld mit Bitcoins handeln können. Auch die Liquidität des Marktes ist gewährleistet. ETFs erfreuen sich aber auch bei Privatanlegern großer Beliebtheit. Gerade für eher konservative und vorsichtige Anleger könnten Bitcoin-ETFs eine Alternative zum klassischen Handel mit Bitcoins sein. Darüber hinaus könnte über ETFs viel Kapital, auch von institutionellen Investoren, auf den Markt kommen, was sich positiv auf die Entwicklung des Kryptomarktes auswirken könnte.

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    SEC stellt hohe Bedingungen

    Die Bedingungen, die die amerikanische Börsenaufsicht stellt, sind jedoch durchaus hoch. Sie hat nicht nur vor kurzem ihre Regeln für sogenannte „exotische ETFs“ überarbeitet, sondern bereits Anfang Januar in einem Brief an Paul Stevens vom Investment Company Institute und Timothy W. Cameron von der Securities Industry and Financial Markets Association klargestellt, welche Erwartungen sie an einen Bitcoin-ETF hat. Hier stehen vor allem fünf Aspekte im Raum: Bewertung, Liquidität, Verwahrung, Arbitrage und Manipulation.

    Tägliche Bewertung und hohe Liquidität

    Eine Anforderung an ETFs ist es, das sie an jedem Handelstag von neuem bewertet werden müssen. Daher muss jeden Tag der Nettoinventarwert neu errechnet werden. Hier stellt sich die Frage, ob dies aufgrund der hohen Volatilität von Kryptowährungen und der fehlenden Regulierung von Märkten und Börsen möglich ist. ETFs müssen darüber hinaus so liquide sein, dass jeden Tag Rückkäufe möglich sind. Anbieter, die einen Bitcoin-ETF auf den Markt bringen wollen, müssen daher darauf achten, dass genügend liquide Mittel vorhanden sind.

    Sicherheit gewährleisten

    Eine wichtige Frage könnte gerade bei ETFs, die direkt auf Bitcoins basieren sollen, die sichere Aufbewahrung der Vermögenswerte betreffen. Der Anbieter muss unter anderem sicherstellen, dass diese vor Hackerangriffen geschützt sind. Eine weitere Vorgabe an ETFs lautet, dass der Marktpreis nicht wesentlich vom Nettoinventarwert abweichen darf. Die Frage der Arbitrage muss daher von Anbietern ebenfalls beantwortet werden. Sie müssen einen passenden Marktpreis sicherstellen, auch wenn Kryptowährungen sehr volatil sind.

    Die SEC blickt wohl vor allem auf die Maßnahmen, die zum Schutz vor Manipulationen betrieben werden. Bislang sind Anleger auf etablierten und regulierten Wertpapierbörsen weitaus besser geschützt, als an vielen Handelsplattformen für Kryptowährungen. Die SEC hat große Bedenken, dass Kleinanleger bei Bitcoin-ETFs nicht ausreichend vor Manipulation und Betrug geschützt werden.

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    Überraschende neue Prüfung der Ablehnungen

    Die SEC wird die jüngsten Ablehnungen allerdings überraschenderweise erneut prüfen. Auch diese Ankündigung kann als positives Signal an die Kryptomärkte gewertet werden und könnte ein Umdenken der SEC anzeigen. Hierzu schrieb die SEC-Kommissarin Hester Pierce bei Twitter, dass die Personalbestellungen hierzu bis zum Abschluss einer weiteren Überprüfung ausgesetzt seien. Pierce hatte sich bereits nach der Ablehnung des ETFs der Winkelvoss-Zwillinge Ende Juli für die Einführung eines Bitcoin-ETFs ausgesprochen. Sie vertritt die Ansicht, dass jeder Anleger selbst entscheiden sollte, ob er in einen Bitcoin-ETF investieren will oder nicht.

    Genaue Überprüfung angekündigt

    Wie aus den Erläuterungen der SEC-Kommissarin hervorgeht, ist es nicht ungewöhnlich, dass die Behörde Entscheidungen über Anträge an ihre Mitarbeiter abgibt. Die SEC kann jedoch auch nach der Veröffentlichung einer Entscheidung diese nochmals prüfen. Pierce veröffentlichte dazu die Kopie eines Schreibens an die NYSE. Aus diesem wird deutlich, dass der SEC-Vorsitzende Jay Clayton und assoziierte Kommissare jeden Antrag detailliert prüfen werden. Man will so sicherstellen, dass die Mitarbeiter eine korrekte und gerechte Entscheidung getroffen haben. Aus der veröffentlichten Kopie geht allerdings keine Frist hervor, wann die Überprüfung abgeschlossen sein wird.

    Fazit: SEC weiterhin zurückhaltend bei Bitcoin-ETFs

    Die amerikanische Börsenaufsicht hat Ende August gleich neun Anträge auf einen Bitcoin-ETF abgelehnt. Die bekannten ETF-Anbieter ProShares und GraniteShares hatten je zwei Anträge eingereicht; Direxion insgesamt fünf. Nun steht noch die Entscheidung über den Antrag von VanEck und SolidX aus, über den wohl am 30. September entschieden werden soll. Diesem Antrag werden höhere Chancen auf eine Zulassung eingereicht, unter anderem, da er sich eher an institutionelle Anleger richtet und direkt auf Bitcoins basiert. Die gerade abgelehnten ETFs sollten auf der Basis von Bitcoin-Futures berechnet werden.

    Die SEC zeigt damit, dass sie weiterhin Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Bitcoin-ETFs hat. Sie nennt zudem die fehlende Regulierung der Kryptomärkte als Hindernis für eine Zulassung. Erst im Juli wurde ein weitere Antrag der Winklevoss-Zwillinge mit einer ähnlichen Begründung abgelehnt. Die SEC betonte nun jedoch, dass die aktuellen Ablehnungen keine Ablehnung von Bitcoins oder der Blockchain darstellen. Die SEC kündigte an, die Ablehnungen nochmals zu überprüfen.

    Es ist jedoch weiterhin nicht ausgeschlossen, dass ein ETF-Antrag die SEC überzeugen könnte, vorausgesetzt, die anspruchsvollen Vorgaben der Behörde werden erfüllt. Neben Maßnahmen zum Schutz vor Manipulationen müssen unter anderem auch die sicherer Aufbewahrung der Vermögenswerte sowie die Liquidität gewährleistet sein.

     

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