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Société Générale mit neuen Turbos auf Immobilien-Aktien

Ich hatte berichtet: Die Deutsche Annington SE – der größte Immobilienkonzern Deutschlands – will ihren Konkurrenten Gagfah übernehmen.

Fusion von Deutsche Annington und Gagfah

Der Kurs der Gagfah Aktie schoss von ca. 15,50 Euro auf rund 17,90 Euro nach oben – ein Plus von rund 15,5%.

Der Hintergrund war dieser: Das Angebot der Deutsche Annington SE bedeutete eine Prämie von rund 16% gegenüber dem letzten Gagfah-Kurs.

Solche schnellen Kurssprünge sind der Traum von Tradern – wenn Sie entsprechend positioniert sind natürlich!

Eine Möglichkeit bei deutschen Aktien sind Turbo-Zertifikate, welche den Einfluss der Volatilität fast außen vor lassen und hohe Hebel bieten (was natürlich gleichzeitig Chance und Risiko ist).

Und so funktionieren Turbo-Zertifikate:

Long- und Short-Zertifikate bilden die Entwicklung des Basiswertes nicht einfach nahezu 1:1 ab, sondern mit einem Hebel. Die Höhe des Hebels wiederum kann je nach Zertifikat variieren, ein Hebel von 1,5 findet sich genauso wie ein Hebel von 12. Im Prinzip funktioniert ein Long-Zertifikat deshalb grundsätzlich ähnlich wie ein 1:1-Zertifikat auf denselben Basiswert – mit dem Unterschied, dass die Kursentwicklung des 1:1-Zertifikats mit der Höhe des Hebels multipliziert wird.

Wenn das entsprechende 1:1-Zertifikat um 5% steigen würde, dann würde ein Long-Zertifikat mit Hebel 3 um 15% steigen. Vorsicht: Dieser Hebel wirkt natürlich in beide Richtungen! Es gibt deshalb keine optimale Höhe des Hebels – diese hängt von Ihrer Risikobereitschaft ab. Zudem ist der Hebel nicht konstant, sondern ändert sich mit der Kursveränderung des Scheins. Bei einem Long-Zertifikat gilt tendenziell: Je stärker der Kurs steigt, desto geringer wird die Hebelwirkung.

Risiko Knock-Out-Barriere

Sobald der Kurs des Basiswertes die Knock-Out-Barriere erreicht oder unterschreitet (bei einem Long-Zertifikat) bzw. erreicht oder überschreitet (bei einem Short-Zertifikat), verfällt das Zertifikat. Und zwar entweder wertlos, oder es wird ein Restwert ausbezahlt, je nach Schein. Es ist deshalb sehr wichtig, dass Sie wissen, wo diese Knock-Out-Barriere platziert ist! Ich empfehle Ihnen, grundsätzlich keine Scheine zu kaufen, bei denen der Kurs des Basiswertes weniger als 5% von der Knock-Out-Barriere entfernt ist.

Die neuen Scheine der Société Générale

Der Emittent Société Générale hat letzten Monat eine ganze Reihe von neuen „Turbos“ emittiert – insgesamt 125 Scheine. Schwerpunkt waren bisher nicht von diesem Emittenten abgedeckte Basiswerte im Bereich „Deutsche Aktien“.

So finden sich bei diesem Emittenten nun „Turbos“ auf die Deutsche Annington SE und auch auf eine andere Immobilienaktie, die Deutsche Wohnen AG.

Es gibt nun z.B. drei Long-Zertifikate auf die Deutsche Annington SE mit Hebel von 2,8 sowie 3,9 und 5,0 (Stand: 8.12.2014). Wie gesagt: Der Hebel wirkt in beide Richtungen! Bitte traden Sie diese Scheine nur, wenn Sie sich der Risiken bewusst sind, insbesondere der Möglichkeit des „Knockouts“ der Scheine.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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