Neue Regeln ETF – Die Pläne der amerikanischen Börsenaufsicht SEC!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.07.2020


Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC will neue Regelungen für ETFs einführen, die sich auch auf Bitcoin-ETFs auswirken könnten. Im Endeffekt sollen die Regeln für ETFs gelockert werden. Falls der Vorschlag genehmigt wird, könnte dies dazu führen, dass bald auch Bitcoin-ETFs erlaubt werden und so weitere Investoren in Bitcoins investieren könnten. Dies könnte positive Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt haben.

Vorsicht bei Investitionen in Kryptowährungen

Noch immer zeigen sich institutionelle Investoren ebenso wie private Anleger beim Thema Bitcoins eher vorsichtig. Sorgen bereitet ihnen neben der hohen Volatilität vor allem die fehlende Regulierung. Darüber hinaus erscheint ein Investment in Bitcoins vielen Investoren noch immer recht kompliziert. ETFs gelten dagegen als sicheres Handelsinstrument, dass einen einfachen Zugang zum Kryptomarkt erlaubt. ETFs sind bereits auf dem Finanzmarkt etabliert und unterliegen festen Regeln.

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Schritt in Richtung Bitcoin-ETFs

Bislang gibt es noch keinen ETF auf Bitcoins. Nun gibt es allerdings einen weiteren Schritt in diese Richtung. Der neue Antrag der SEC könnte in diese Richtung gehen. Die Börsenaufsichtsbehörde stimmte darüber ab, neue Regeln und Veränderungen bei ETFs einzuführen. Auf diesem Weg soll der regulatorische Rahmen modernisiert werden und ein klares, konsistentes Gerüst für existierenden ETFs aufgebaut werde. Wenn ETFs bestimmte Kriterien erfüllen, könnten sie nach dem Investment Company Act aus dem Jahr 1940 funktionieren und demnach ohne individuelle Ausnahmeregelungen auf den Markt kommen. Die neuen Regeln könnten für mehr Wettbewerb und Innovationen auf dem Markt für ETFs sorgen. Darüber hinaus würde sich die Auswahl für Investoren erhöhen.

In Bezug auf mögliche Bitcoin-ETFs spielt hier vor allem der genannte Aspekt, dass ETFs keine individuellen Ausnahmeregelungen erfüllen müssen eine Rolle. Auch die genannte breitere Auswahl für Investoren könnte ein Vorteil für Bitcoin-ETFs sein.

ETFs zum Erreichen der finanziellen Ziele

Darüber hinaus äußerte sich Jay Clayton, der Vorsitzendene der SEC zu diesem Thema. Er sagte, dass Main-Street-Investoren häufig Investments in ETFs nutzen würden, um auf diesem Weg ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Als Main Street werden in den USA umgangssprachlich individuelle Investoren bezeichnet. Der Begriff wird in Abgrenzung zur Wall Street verwendet. Der neue Vorschlag seiner Behörde sein ein weiterer Schritt, um für einen großen Teil des amerikanischen ETF-Markts, der 3,4 Milliarden Dollar wert ist, einen regulatorischen Rahmen aufzubauen. Dieser wird auch weiterhin Übersicht und Schutz wie ihn Investoren erwarten, bieten. Clayton sagte weiter, dass die Entwicklung von ETFs Investoren die Gelegenheit gegeben hätte, ihre Ziele effektiver zu erreichen. Seine Behörde sollte derartige Investitionen unterstützen und absichern, damit der Schutz der Investoren gewahrt wird.

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Börsengehandelte Basiswerte

Börsengehandelte ETFs sind ebenso wie Indexfonds Wertanlagen, die sich auf einen Basiswert, der an der Börse gehandelt wird, beziehen. Dabei kann es sich beispielsweise um den DAX oder den Dow Jones handeln. Bitcoin-ETFs wären vor allem für Privatanleger interessant. Sie sind oftmals sehr günstig und eröffnen Anlegern die Möglichkeit, in ganze Märkte zu investieren. Über Bitcoins-ETFs würde sich erstmals die Chance eröffnen, im regulierten Börsensegment in Bitcoins zu investieren.

Anträge zu Jahresbeginn abgelehnt

Zu Jahresbeginn gab es bei der SEC mehrere Anträge auf Bitcoin-ETFs, die bei der Behörde jedoch auf Bedenken stießen. Darauf hin zogen viele Antragsteller ihre Anträge wieder zurück. Mit einem Bitcoin-ETF würde die Investition in Bitcoins jedoch gerade für Privatanleger deutlich vereinfacht. Darüber hinaus könnte viel Kapital auf den Markt kommen. Darüber hinaus würden sich Regeln für Bitcoin-ETFs auf das gesamte Thema Regulierung auswirken. Ergebnisse sind jedoch frühestens in zwei Monaten zu erwarten, da der Vorschlag der SEC nun 60 Tage zur Debatte steht.

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Auswirkungen auf Bitcoin-Kurs

Möglicherweise kann sich dieser Vorschlag der SEC auf den Bitcoin-Kurs auswirken. Ob sich der Vorschlag allerdings in der Tat auch auf Bitcoin-ETFs bezieht, bleibt abzuwarten. Aus der Investmentfondsbranche gibt es seit längerem Klagen, dass das Zulassungsverfahren bei der SEC sehr umständlich und teuer ist. Wenn nun keine spezielle Erlaubnis mehr notwendig ist, würde es dies leichter machen, ETFs auf den Markt zu bringen. Zudem würden formelle Schritte für die Emission bestimmter ETFs festgelegt.

Neue Reglungen würden Großteil des Marktes abdecken

Derzeit geht man davon aus, dass die neuen Regelungen vor allem ETFs begünstige, die unter dem Namen „plain vanilla“ bekannt sind. „Plain vanilla“ bezeichnet in den USA eine Basis- oder Standardversion eines Finanzinstruments, beispielsweise bei Fonds oder Futures. Das Gegenteil sind exotische Finanzinstrumente mit alternativen Komponenten, die mehr Sicherheit benötigen. Dies würde jedoch die meisten ETFs umfassen. ETFs mit Hebelwirkung oder andere komplexere ETFs müssten allerdings auch in Zukunft genauer untersucht werden. Derartige „exotische“ ETFs, wie diese von der SEC genannt werden, würden also nicht unter die neuen Regeln fallen. Auch Blockchain-ETFs, also beispielsweise ETFs, die in Unternehmen investieren, die mit der Blockchain arbeiten, könnten von den neuen Regeln profitieren. Die SEC könnte diese als weniger riskant einstufen. Blockchain-ETFs wurden von der SEC jedoch nicht ausdrücklich genannt.

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Möglichkeiten durch Bitcoin-ETF

Bisher hat die SEC alle Anträge auf Bitcoin-ETFs mit Verweis auf die hohe Volatilität, die mangelnde Liquidität und die mangelnde Regulierung abgelehnt. Derzeit wird allerdings ein Antrag von CBOE Global, der von VanEck und SolidX unterstützt wird, geprüft. CBOE Global ist der Betreiber der Chicago Board Options Exchange.

Sollte die SEC in der Tat füher oder später einen Antrag für eine Bitcoin-ETF zulassen, könnte dies eine Initialzündung für den ganzen Kryptomarkt sein. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass eine Bitcoin-ETF-Genehmigung der SEC dafür sorgen könnte, dass der Bitcoin-Kurs bis Jahresende auf 50.000 Dollar steigen könnte.

Möglicherweise Veränderungen in Statuten der SEC

Bereits im April beschäftige man sich bei der SEC erneut mit dem Thema Bitcoin-ETFs. Damals stand zur Diskussion, ob die SEC womöglich ihre eigenen Regularien ändern könnte, um Bitcoin-ETFs zu ermöglichen. Die SEC kündigte eine weitere Analyse an. Das Ziel war es, festzustellen, ob Veränderungen an ETFs ausreichen, um Betrug zu verhindern und Anleger zu schützen.

Unter die Lupe nehmen wollte die SEC im Rahmen ihrer Analyse vor allem den Securities and Exchange Act von 1934. Möglicherweise sind bei diesem Gesetz Veränderungen notwendig, um Bitcoin-ETFs zu erlauben. Daher leitete die SEC ein Verfahren zur Änderung des Gesetzes ein. Allerdings wollte man auch prüfen, ob Veränderungen überhaupt möglich sind.

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Bitcoin-Futures einziges reguliertes Bitcoin-Handelsinstrument in den USA

So bleiben Bitcoin-Futures noch immer die einzigen genehmigen Finanzprodukte auf Bitcoins in den USA. Die Nachfrage nach Bitcoin-ETFs scheint allerdings noch immer ungebrochen. Einige Anbieter arbeiten an Konzepten, um Bitcoin-ETFs zu ermöglichen. Einige gingen beispielsweise den Umweg über Blockchain-ETFs. Beispielsweise wurden in Januar zwei Blockchain-ETFs an der Nasdaq eingeführt. In den letzten Monaten sprachen sich allerdings einige prominente Köpfe für die Einführung von Bitcoin-ETFs aus. Unter anderem wandte sich der Betreiber der CBOE in einem Brief an die SEC und auch JP Morgan riet zu Jahresbeginn dazu, Bitcoin-ETFs einzuführen.

In Europa gibt es bereits einige Fonds, die Kryptowährungen als Basiswert nutzen. Beispielsweise wurde im April in Liechtenstein ein regulierter Krypto-Fonds eingeführt. Ein schwedischer Emittent nutzt ETNs, also börsengehandelte Schuldverschreibungen, mit Bitcoins als Alternative zu ETFs. Zertifikate auf Bitcoins sind ebenfalls handelbar.

Fazit: Regeländerungen der SEC möglicherweise nächster Schritt zu Bitcoin-ETFs

Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC plant neue Regelungen für ETFs, die zu einer Lockerung der bisherigen Vorgaben führen könnten. Bisher wurden zwar Bitcoin-ETFs in der Ankündigung der SEC nicht explizit angesprochen, dennoch könnten die angestrebten Regeländerungen auch Auswirkungen auf mögliche Bitcoin-ETFs haben. Sollte die SEC einen Bitcoin-ETF erlauben, könnte dies den Bitcoin-Kurs in die Höhe treiben und eine Trendwende am Kryptomarkt einläuten.

Die SEC plant, den regulatorischen Rahmen für ETFs zu modernisieren und zu vereinheitlichen. Sobald ein ETF bestimmte Kriterien erfüllt, könnte es ohne individuelle Ausnahmeregelungen auf den Markt kommen. Die neuen Regeln würden wohl für soganannte „plain vanilla“-ETFs gelten, also Standardversionen von ETFs. Diese können nun einfacher auf den Markt kommen. Exotische ETFs würden auch weiterhin genauer geprüft. Möglicherweise stuft die SEC bald Blockchain-ETFs als weniger risikoreich ein. Die neuen Regeln würden für einen Großteil des amerikanischen ETF-Marktes gelten.

Mit Bitcoin-ETFs bekämen weitere Investoren Zugang zum Kryptomarkt. Bereits im April hatte die SEC mit dem Gedanken gespielt, ihre eigenen Regularien zu überarbeiten, um Bitcoin-ETFs zu ermöglichen.