Nachhaltige Unternehmen – Nachhaltige Unternehmen erfüllen positive soziale & ökologische Kriterien!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 14.07.2020


Die Globalisierung macht die Welt kleiner und erlaubt Anlegern die Investition in weltweit tätige Unternehmen. Gleichzeitig wirft eine Nachrichtenübermittlung in Echtzeit mehr Licht auf Produktionsprozesse, auf die Handhabung von Geschäftspraktiken und den Umgang mit Ressourcen. Nicht nur Konsumenten, sondern auch Anleger hinterfragen zunehmend die Nachhaltigkeit von Unternehmen, in die sie investieren würden. Kunden wollen wissen, woher ihr Produkt stammt und wohin ihr Geld geht. Aber was sind wirklich nachhaltige Unternehmen? Woran erkennt man, wo tatsächlich nachhaltige Prinzipien umgesetzt werden? Und wie können Anleger in nachhaltige Unternehmen investieren?

  • Nachhaltige Unternehmen erfüllen positive soziale und ökologische Kriterien
  • Bestimmte Tätigkeitsfelder werden kategorisch abgelehnt
  • Hohe Priorität liegt auf moralischen Werten
  • Die Geschäftspraktiken sind fair und transparent
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Nachhaltigkeit: Was bedeutet das für ein Unternehmen?

Nachhaltige Unternehmen werden mit vielen Bezeichnungen verbunden – grün, ökologisch, sozial, ethisch sind nur einige davon. Wichtig ist dabei, dass es sich nicht nur um ein umgehängtes Mäntelchen handelt, sondern dass das Unternehmen hohe Ansprüche an sich selbst stellt und diese in allen Bereichen umsetzt. Dabei wollen auch nachhaltige Unternehmen natürlich profitabel arbeiten und qualitativ hochwertige Produkte oder Leistungen erbringen. Diese unternehmerischen Anforderungen werden jedoch um soziale, ökologische und ethische Überlegungen ergänzt. Unter dem Strich muss ein Unternehmen, das sich selbst als nachhaltig bezeichnen will, also seine wirtschaftlichen Ziele mit der selbstauferlegten Verantwortung vereinbaren, die ein besonderes Anliegen ist.

Dabei erfüllen nachhaltige Unternehmen nicht immer alle Anforderungen, die man stellen könnte, bzw. werden nicht immer allen Ausschlusskriterien gerecht, die man anwenden sollte. Ein Konzern, der seine ausgedehnten Produktionsstätten in Schwellenländern mit modernsten Solaranlagen betreibt und eine vorbildliche Abfallentsorgung vorweisen kann, kann dabei durchaus auf Kinderarbeit zurückgreifen. Und ein Unternehmen, das sich die Weiterbildung und Förderung von Frauen und Kindern besonders angelegentlich sein lässt, engagiert sich vielleicht nicht besonders ressourcenschonend. Die Prioritäten der Unternehmen werden von Sachzwängen, aber auch von Standortbedingungen gesetzt, und Kunden oder Anleger sollten sich informieren, um mehr darüber zu erfahren, wie nachhaltig ein bestimmtes Unternehmen tatsächlich arbeitet.

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Positive und negative Kriterien zur Ermittlung von Nachhaltigkeit

Bestimmte Verhaltensweisen oder Tätigkeitsfelder sind positive Nachweise für Nachhaltigkeit, oder Ausschlusskriterien. Durch die Ausschlusskriterien lassen sich Unternehmen ausgrenzen, weil ihre Produkte oder Leistungen, aber auch das Geschäftsgebaren, bestimmten moralischen, ökologischen oder sozialen Normen nicht gerecht werden. Das tatkräftige Engagement für die Förderung nachhaltiger Produktions- und Lebensweisen gilt als Positivkriterium. Auszuschließen sind Unternehmen, die sich Alkohol, Drogen und Tabakwarenherstellung betätigen, zur Rüstungsindustrie gehören oder in irgendeiner Form von Kinderarbeit, Ausbeutung oder Prostitution profitieren.

Engagement in

  • aktive Unterstützung sozialer und Bildungsprojekte
  • Förderung nachhaltiger Energieträger
  • Innovationsförderung für mehr Nachhaltigkeit
  • tatkräftige Nachwuchsförderung
  • Verbesserung medizinischer Infrastruktur
  • Tätigkeit im Bereich der Mikrofinanzierungen

Ausschlusskriterien sind

  • Rüstungsgeschäfte
  • Glücksspiel
  • Pornografie
  • Korruption
  • Fossile Energieträger und deren Nutzung
  • Spekulation auf Nahrungsmittel
  • Produktion von Suchtmitteln (Alkohol, Drogen, Tabakwaren)
  • Tierversuche
  • Kinderarbeit
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Nachhaltige Unternehmen denken langfristig

Unternehmen, die sich selbst in die Verantwortung nehmen, unterscheiden sich nicht nur in ihren Geschäftsfeldern und in ihrem Engagement von anderen. Experten, die nachhaltig wirtschaftende Firmen genauer unter die Lupe genommen haben, kommen zu dem Schluss, dass die gesamte Planung nicht auf das Abgreifen kurzfristiger Gewinne ausgerichtet ist, sondern dass langfristig und mit Bedacht Unternehmensziele definiert werden. Diese Unterschiede erstrecken sich bis in das Unternehmensvokabular, das im Vergleich weniger reißerisch und regelrecht „entschleunigt“ wirkt. Viele nachhaltige Unternehmen fühlen sich konservativen unternehmerischen Werten verbunden. Oft handelt es sich um Familien- oder Traditionsunternehmen, bei denen diese Werte mit einer hohen Bereitschaft zur Innovation kombiniert sind. Die vorausschauende Haltung äußert sich unter anderem darin, dass wesentlich mehr Mittel für Forschung, Entwicklung und Weiterbildung abgestellt werden als in Unternehmen, denen es ausschließlich auf den Profit ankommt. Und doch sind nachhaltige Unternehmen produktiver und profitabler.

ESG und CSR – was hat das nachhaltige Unternehmen davon?

Für ein Unternehmen ist Nachhaltigkeit längst mehr als eine willkommene Bereicherung der unternehmerischen Selbstdarstellung. Tatsächlich ist Nachhaltigkeit gutes Geschäftskalkül. So hat sich in der Wirtschaft die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Kosten, die Unternehmen durch krankheitsbedingte Ausfälle oder noch schlimmer, Präsentismus, entstehen, schwindelerregend sind. Viel weniger kostet eine Investition in die Mitarbeitergesundheit und ein angenehmes Betriebsklima – gleichzeitig werbewirksam für Kunden, aber auch für die Gewinnung neuer Mitarbeiter. Und der Umgang mit knapper werdenden Ressourcen ist für alle Industrien nicht nur Gewissens- sondern auch Kostenfrage. Nicht zuletzt fragt auch der Verbraucher genauer nach – und straft verantwortungslos agierende Organisationen und Unternehmen durch Verweigerung ab. Ein gelebtes Bekenntnis zu mehr Verantwortung für Mitarbeiter, Umwelt und Ressourcen zahlt sich für Unternehmen langfristig aus.

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Nachhaltige Unternehmen: Liste der Besten

Wer für nachhaltige Unternehmen Beispiele sucht, kann unter anderem die Studien des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung heranziehen, das alljährlich die Nachhaltigkeitsberichte hunderter Unternehmen auswertet. Dabei lassen sich die „Testsieger“ ebenso ermitteln wie Unternehmen, die den eigenen Ansprüchen optimal entgegenkommen. Auch hier ist natürlich immer vorausgesetzt, dass nicht jedes nachhaltig wirtschaftende Unternehmen die komplette Liste der Positivkriterien erfüllen wird. In 2018 wurden die Engagements des Automobilzulieferers Continental, die Nachhaltigkeit beim Lebensmittelgroßhändler Transgourmet und das soziale Engagement beim Wohnungsanbieter Vivawest besonders hervorgehoben. Wer hingegen Wert auf Naturschutz und Fair Trade legt, kommt als Kunde oder als Anleger bei der Hotelkette Scandic Hotels Deutschland auf seine Kosten, die branchenführend ist für grüne Technologien und ihren Kunden den Honig eigener Bienen aufs Frühstücksbrot schmiert.

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Investment in nachhaltige Unternehmen: Ranking und Vorgehen

Die anspruchsvollste Bewertung ist die Auswahl des „Klassenbesten“ – das sogenannte Best-in-Class-Verfahren ermittelt Unternehmen, die in den ESG-Bereichen Umwelt, Soziales und Geschäftspraktiken besonders transparent und engagiert sind. Hier müssen ein schonender Umgang mit Ressourcen, Umweltschutz, aber auch Arbeitsschutz und Weiterbildung mit Best Practices im Unternehmen zusammenkommen, also der Bekämpfung von Diskriminierung oder Korruption, und weitgehender Transparenz in allen Unternehmensbelangen. Hier werden natürlich auch Firmen entlarvt, die lediglich „Greenwashing“ betreiben – sich also ein Image der Nachhaltigkeit zulegen, dass mit den Tatsachen wenig bis gar nichts zu tun hat, ein leider verbreitetes Phänomen.

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Verschiedene Möglichkeiten für die Anlage in nachhaltige Unternehmen

  • Ethikbanken
  • Impact Investing
  • Anlage in nachhaltige Unternehmen über konventionelle Banken
  • Crowdfunding

Investitionen über Ethikbanken

Wer nicht recht weiß, wie und wo er tatsächlich in nachhaltige Unternehmen oder Projekte investieren kann, sein Kapital aber unter allen Umständen nur in „saubere“ Firmen stecken möchte, ist mit einer Ethikbank gut beraten. Ethikbanken legen die sehr strengen bereits geschilderten Ausschlusskriterien an, erwarten von ihren Kooperationspartnern aber auch ein deutliches positives Engagement. Dabei stehen den Anlegern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Einerseits kann durch Wertpapiere wie Aktien direkt von der Wertentwicklung eines nachhaltig arbeitenden Unternehmens profitiert werden. Andererseits kann aber auch ein konventionelle Geldanlage mit nachhaltigen Aspekten verknüpft sein. Das ist der Fall bei den Förderkonten der Ethikbanken. Es handelt sich um Sparkonten, bei denen der Sparer einen Teil seiner Zinsen für ausgewiesene Förderprojekte stiftet, die die Bank finanziert. Und natürlich ist das Kapital der Einleger bei einer Ethikbank dann auch Gegenstand von Investitionen durch das Kreditinstitut, die wiederum auf ethischen Kriterien beruhen.

Impact Investments für mehr Nachhaltigkeit

Anleger, die auf der Suche nach einem Tätigkeitsfeld sind, in dem ihr Kapital etwas bewirken kann, sollten sich besonders auf die als „Impact Investments“ bezeichneten Schwerpunkte konzentrieren. Hier handelt es sich um Anlagen in Unternehmen der Organisationen, die ausdrücklich ökologische oder soziale Geschäftsziele verfolgen. Je nach der Art der Anlage können Investoren durchaus marktübliche Renditen erwarten, alternativ kann der Gewinn oder ein Teil davon auch gespendet werden. Bei derartigen Anlagen kann es sich um projektgebundene Investitionen handeln, etwa im Bereich der Mikrofinanzen oder des Social Entrepreneurship.

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Konventionelle Banken und Wertpapiere von nachhaltigen Unternehmen

Wer nicht unbedingt komplett „grün“ werden will, mit seiner Bank oder Direktbank zufrieden ist, sein Kapital aber lieber in nachhaltige Unternehmen investieren möchte, wird in vielen Fällen ebenfalls fündig. Allerdings sollten sich Anleger darüber im Klaren sein, dass Kreditinstitute für gewöhnlich mit „Ausschluss“ nicht vollständigen Ausschluss meinen. In der Regel ist es so, dass Banken, die angeben, die oben genannten Ausschlusskriterien anzuwenden, lediglich die Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen aus den bezeichneten Tätigkeitsfeldern drastisch reduzieren, sie aber nicht vollständig ausschließen. Dies würde der Diversifizierung ihres Portfolios und der Abwicklung der Geschäfte der Kunden untereinander schaden.

Dennoch können Anleger im Portfolio großer Banken unter den Angeboten zur Vermögensbildung und bei den verfügbaren Wertpapieren in vielen Fällen Lösungen finden, die den Anforderungen an Nachhaltigkeit entsprechen. Bei einigen Direktbanken können beispielsweise Aktien mit einer Suchfunktion nach nachhaltig agierenden Emittenten gefiltert werden. In jedem Fall ist es ratsam, Informationen zu den in Frage kommenden Unternehmen zusammenzutragen, um sicher gehen zu können, dass sie den eigenen Anforderungen entsprechen.

So können Anleger auch bei einer konventionellen Bank in Aktien oder Aktienfonds investieren, die bestimmten Industrien aus dem ökologisch nachhaltigen Bereich zuzuordnen sind oder auf nachhaltigen Rohstoffen basieren. Besonders positiv fällt ins Gewicht, wenn die Bank bei der Auswahl der verfügbaren Wertpapiere ESG-kompetente Spezialisten einsetzt.

Crowdfunding für nachhaltige Startups

Nicht nur über konventionelle Finanzierungsanbieter können Anleger nachhaltige Unternehmen finden und fördern. Eine weitere Möglichkeit, sein Kapital sozial und ökologisch engagiert wirken zu lassen, ist die Förderung von Gründern, die sich nachhaltigen Ideen verschrieben haben. Beim Crowdfunding finanziert die Gemeinschaft der Interessenten über ein Crowdfunding-Portal ein Projekt oder Startup mit ausgewiesen nachhaltigen Zielen und profitiert im Idealfall bei gelungener Umsetzung von der Ausschüttung der Profite. Hier ist natürlich eine Beschäftigung mit der Materie und eine gewisse Kenntnis der regionalen und ökonomischen Rahmenbedingungen wünschenswert, um keine blauäugige Entscheidung zu treffen.

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Anlage in nachhaltige Unternehmen – wie sicher ist die Investition?

Entsprechend den eigenen Vorlieben und Schwerpunkten lassen sich für nachhaltige Unternehmen Beispiele finden, die eine Investition wünschenswert erscheinen lassen. Bevor die Entscheidung für eine Anlage fällt, stellen sich besonders Einsteiger natürlich die Frage, ob sich die Anlage in derartige Organisationen oder Firmen überhaupt lohnt. Hier kann man guten Gewissens bestätigen, dass grün profitable sein kann. Wer also sein Geld in nachhaltige Unternehmen investiert, kann dabei durchaus gute Gewinne machen, etwa bei den erneuerbaren Energien. Goldesel sind derartige Projekte oder Firmen jedoch nicht, und natürlich kann ein als nachhaltig angepriesenes Unternehmen auch scheitern. Auch wenn es um Nachhaltigkeit geht, gilt der Grundsatz „Caveat emptor“ – der Anleger sollte sich im Vorfeld über die in Frage kommenden Firmen oder Projekte informieren, um so sein Risiko zu minimieren.

Ein Gewinn ist allerdings in den meisten Fällen inklusive – der Anleger tut etwas für Umwelt und Soziales und schafft mit seiner Investition einen Mehrwert, der über den reinen Geldwert hinausgeht.

Augen auf bei der Anbieterwahl!

Auch bei der Anlage etwa in Anteile an nachhaltigen Unternehmen sollten die Kunden dieselben Sicherheitskriterien prüfen wie bei der Auswahl einer Bank oder eines Brokers. Dazu gehören die Regulierung, idealerweise durch eine solide europäische Finanzaufsichtsbehörde, transparente Geschäftsbedingungen, unkomplizierte Kontaktmöglichkeiten und umfassende Informationen zu den angebotenen Produkten und Finanzinstrumenten. Auch die Verwahrung und Sicherung der Kundengelder sollte überprüfbar mit den europäischen MiFID Richtlinien konform gehen.

Zusammengefasst sind die wichtigsten Kriterien:

  • Seriöse Regulierung
  • Transparente Informationen zum Anbieter und zu den Geschäftsbedingungen
  • Guter Kundenservice
  • Schutz der Kundeneinlagen
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Fazit zur Investition in nachhaltige Unternehmen

Die Abkehr vom Raubbau an Mensch und Umwelt setzt sich immer mehr durch. Nicht nur Verbraucher, sondern auch Anleger wollen aktiv dazu beitragen, nachhaltige Unternehmen zu fördern, die sich für soziale, ökologische und ethische Belange einsetzen. Dazu gehört nicht nur die gezielte Förderung bestimmter Anliegen durch ein Unternehmen, sondern auch der Ausschluss moralisch zweifelhafter Geschäftsfelder, die ihre Gewinne durch Rauschmittel, Ausbeutung oder Missachtung der Menschen- und Tierrechte machen. Investitionen in Unternehmen, die die positiven und negativen Kriterien bei der Klassifizierung von Nachhaltigkeit erfüllen, lassen sich auf vielfältige Weise tätigen – vom Fördersparbuch bei einer Ethikbank über die Investition in „grüne“ Fonds bei einer konventionellen Direktbank bis hin zum Crowdfunding vielversprechender Initiativen, die als nachhaltig gelten können.

Eine gute Rendite kann auch bei nachhaltigen Anlageformen durchaus erzielt werden – hinzu kommt der langfristige Nutzen, der nicht monetär erfasst wird. Allerdings gelten auch hier dieselben Regeln wie bei allen Investitionen: der Anleger sollte sich umfassend informieren, um sicher gehen zu können, die bestmögliche Wahl bei einem seriösen Anbieter getroffen zu haben.