MSCI Emerging Markets Latin America – Zugang zu Aktienmärkten der Entwicklungsländer Lateinamerikas!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 12.06.2020


Der Aktienindex MSCI Emerging Markets Latin America bietet Zugang zu den Aktienmärkten der Schwellenländer Lateinamerikas. Der Index wurde am 31. Mai 1990 ins Leben gerufen. Er wird mindestens vierteljährlich überprüft und regelmäßig neu gewichtet. Ein ETF auf diesen Index kann ein gut diversifiziertes Portfolio ergänzen. Wo ist der beste MSCI Emerging Markets Latin America ETF zu finden? Unsere Top 4 EM Latin America ETFs stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor. Sie erfahren mehr über ihre Merkmale und Besonderheiten und für wen sie sich besonders eignen. Darüber hinaus zeigen wir auf, wie sich der Index zusammensetzt (Länder, Branchen, Top-Bestandteile).

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  • Der Aktienindex MSCI Emerging Markets Latin America bietet Anlegern Zugang zu den Aktienmärkten der Entwicklungsländer Lateinamerikas.
  • Ein MSCI EM Latin America ETF kann ein gut gestreutes Portfolio ergänzen.
  • Emerging Markets sind aufstrebende, sich entwickelnde Märkte.
  • Mit einem solchen Investment partizipieren Anleger an der Entwicklung der sechs im Index vertretenen Schwellenländer.

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Was ist unter „Emerging Markets“ zu verstehen?

Emerging Markets sind Märkte, die sich gerade stark entwickeln. Häufig sind damit Schwellenländer bzw. Zweite-Welt-Länder gemeint. Die Hauptmerkmale der Emerging Markets sind eine wachsende Industrialisierung und ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen der im Land lebenden Menschen. Die Länder sind aufgrund der zunehmenden Industrialisierung nicht mehr ausschließlich auf die Agrarwirtschaft angewiesen und können kontinuierlich wachsen. Sie werden Schwellenländer genannt, weil sie sich auf der „Schwelle“ von einem Entwicklungsland zu einem Industrieland befinden.

Schwellenländer zählen zur Gruppe der Entwicklungsländer

Schwellenländer werden der Gruppe der Entwicklungsländer zugeordnet. Mit Hilfe von Entwicklungsindikatoren kann bestimmt werden, ob ein Land ein sich entwickelnder Markt ist. Dazu zählen das Einkommen pro Kopf, der Anteil der Bevölkerung, der weder lesen noch schreiben kann, eine hohe Arbeitsproduktivität bei geringem Monatslohn, überdurchschnittliche Wachstumsraten, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fortentwicklung der Infrastruktur.

Was ist der MSCI Emerging Markets Index?

Anders als der MSCI Emerging Markets Latin America Index konzentriert sich der MSCI Emerging Markets Index nicht nur auf lateinamerikanische Länder. Er beinhaltet die wichtigsten Schwellenländer. Im Index sind mehr als 1.000 Aktienwerte von über 20 Ländern enthalten, die sich nach Ansicht von MSCI als Schwellenländer definieren lassen. Den größten Anteil nimmt im Index die Volksrepublik China ein, gefolgt von Südafrika, Südafrika und Taiwan. Herausgeber des Aktienindex ist der US-amerikanische Finanzdienstleister Morgan Stanley Capital International (MSCI). Dieser betreut zum Beispiel auch den Weltaktienindex MSCI World.

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Weitere Klassifizierung der Wachstumsmärkte

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ordnen zum Beispiel die Länder Indien, Russland, Südafrika, China, Mexiko, Brasilien und die Türkei den Emerging Markets zu. Einige Experten sprechen Schwellenländern eine große Bedeutung zu, wenn es um die Entwicklung der Weltwirtschaft geht. Innerhalb der Gruppe der Emerging Markets werden verschiedene Märkte noch weiter zusammengefasst.

  1. BRICS: Die fünf Buchstaben stehen für die Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Diese „Motoren der Wirtschaft“, wie sie häufig bezeichnet werden, haben nach Ansicht vieler Finanzexperten weltweit das größte Zukunftspotenzial.
  2. Next Eleven: Dieser Länder-Gruppe wird aufgrund von demografischen Faktoren, wie eine junge Altersstruktur und eine hohe Einwohnerzahl, ebenfalls ein besonders großes Wachstumspotenzial zugesprochen. Die Analysen des Goldman Sachs Chefvolkswirtes Jim O‘Neill, der den Begriff ins Leben gerufen hat, ordnen dieser Gruppe die Länder Ägypten, Bangladesch, Iran, Indonesien, Nigeria, Mexiko, Südkorea, Pakistan, die Türkei, Vietnam und die Philippinen zu.
  3. Newly Industrialized Countries: Die NIC oder „Tigerstaaten“, zu denen Südkorea, Indonesien, Taiwan, Singapur, Malaysia sowie die Philippinen zählen, treffen eine noch engere regionale Eingrenzung. Mit dieser weiteren Klassifizierung gibt man den südost- und ostasiatischen Ländern eine Vorbildfunktion für weitere aufstrebende Märkte.

Alle aufstrebenden Märkte, egal, welcher Gruppe sie zugeordnet werden, vereint ihr stetig zunehmendes Pro-Kopf-Einkommen, der dynamische Industrialisierungsprozess und das hohe wirtschaftliche Wachstumspotenzial.

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Der MSCI Emerging Markets Latin America Index

Der MSCI Emerging Markets Total Return Net Latin America Index ist ein Streubesitz adjustierter, marktkapitalisierungsgewichteter Index. Er bildet die Wertentwicklung der Aktienmärkte Lateinamerikas ab. Einige der vorgenannten Entwicklungsländer finden sich in diesem Index wieder.

Aufteilung nach Ländern*

  • Brasilien (62,08 %)
  • Mexiko (21,31 %)
  • Chile (7,57 %)
  • Peru (3,33 %)
  • Kolumbien (3,32 %)
  • Andere (2,4 %)

Aufteilung nach Sektoren*

  • Finanzdienstleistungen (34,71 %)
  • Basiskonsumgüter (15,26 %)
  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (13,96 %)
  • Energie (10,39 %)
  • Communication Services (6,26 %)
  • Industrieunternehmen (6,06 %)
  • Versorger (5,57 %)
  • Nicht-Basiskonsumgüter (4,71 %)
  • Immobilien (1,32 %)
  • Health Care (0,93 %)
  • Andere (0,83%)

*Quelle: MSCI (Stand: 31. Mai 2019)

Der MSCI Emerging Markets Latin America Index erfasst die Mid- und Large-Cap-Darstellung von sechs EM Ländern in Lateinamerika. Er deckt mit 118 Bestandteilen etwa 85 Prozent der streubesitzbereinigten Marktkapitalisierung in jedem Land ab.

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Top Komponenten

Zu den Top-Titeln im MSCI Emerging Markets Latin America zählen:

UnternehmenLandSektor
Itau Unibanco PNBRFinanzdienstleistungen
Vale OnBRRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Banco Bradesco PNBRFinanzdienstleistungen
Petrobras PNBREnergie
America Movil LMXCommunication Services
Petrobras ONBREnergie
Ambev ON (NEW)BRBasiskonsumgüter
B3BRFinanzdienstleistungen
Femsa Unit UBDMXBasiskonsumgüter
CredicorpPEFinanzdienstleistungen

 

Bei den im Index enthaltenen Unternehmen handelt es sich um Firmen mit mittlerer und hoher Marktkapitalisierung, gemessen am Gesamtwert der frei verfügbaren Aktien einer Firma im Vergleich zu anderen Unternehmen.

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Gewichtung und Index-Methode

Der Index MSCI Emerging Markets Latin America (USD) hat die Aufgabe, 85 Prozent der frei verfügbaren Aktien aus allen Wirtschaftszweigen lateinamerikanischer Schwellenländer abzubilden. Dabei hängt die Gewichtung eines Unternehmens im Index von der relativen Größe der Firma ab. Die Berechnung des Index erfolgt als Total Return Net Index. Das heißt, dass sämtliche Dividenden und Ausschüttungen der Firmen nach Steuern erneut in den Aktien angelegt werden.

Vierteljährliche Index-Überprüfung

Der Index wird vierteljährlich, jeweils in den Monaten Februar, Mai, August und November, überprüft. Das Ziel ist es, die Veränderungen an den zugrundeliegenden Aktienmärkten zeitnah abzubilden. Bei der Indexüberprüfung im November wird der Index neu gewichtet. Im Zuge dessen erfolgt eine Neuberechnung der Schwellenwerte.

Die MSCI GIMI Methode

Der MSCI Emerging Markets Latin America Index basiert auf der MSCI Global Investable Market Indexes (GIMI) Methode. Dabei handelt es sich um eine umfassende und aussagekräftige Methode, die regionale Vergleiche und globale Ansichten über sämtliche Marktkapitalisierungsstile, -sektoren und -größen hinweg möglich macht. Sie zielt darauf ab, über die relevanten Anlagemöglichkeiten zu berichten, mit einem starken Fokus auf die Schwerpunkte Replizierbarkeit, Investierbarkeit und Index Liquidität. Weitere Informationen über die Index-Gewichtung und die MSCI Global Investable Market Indexes Methode finden interessierte Anleger bei dem Anbieter MSCI.

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MSCI Emerging Markets ETFs: Sinnvolle Ergänzung fürs Depot

Indizes, die Unternehmen aus Industrieländern abdecken, sind für viele Anleger die erste Wahl. Für Anleger aus Deutschland ist oftmals der Deutsche Aktienindex DAX das Maß aller Dinge. Doch die zurückliegenden Entwicklungen zeigen, dass es neben den großen Indizes auch zahlreiche interessante Alternativen gibt, zum Beispiel ein Investment in Schwellenländer.

Investment in Schwellenländer

Die sogenannten Emerging Markets (Schwellenländer) wachsen schneller als viele Industrieländer und haben noch ein großes Entwicklungspotenzial. Für Anleger bedeutet dies, dass sie vom Wirtschaftswachstum und vom Wachstum der Unternehmen überproportional profitieren können. Dies ist zum Beispiel mit einem MSCI Emerging Markets ETF möglich. Der MSCI Emerging Markets Index spiegelt die Entwicklung der wichtigsten Schwellenländer wider.

Wer sich auf Lateinamerika konzentrieren möchte, kann sich für einen MSCI Emerging Markets Latin America ETF entscheiden. Auf die Top ETFs des Monats gehen wir an anderer Stelle noch näher ein. Der MSCI Emerging Markets Latin America Index spiegelt die Wertentwicklung von sechs lateinamerikanischen Ländern wider.

Wer einen regionalen Fokus bei seinem Investment setzen möchte, für den kommt möglicherweise der MSCI Emerging Markets Investable Markets (IMI) in Frage. Dieser streut in mehr als 2.000 Aktien aus Asien. Auch eine Investition in einen kleineren Index ist möglich. So enthält der Financial Times Stock Exchange Index (FTSE BRIC 50) zum Beispiel 50 Aktien von Unternehmen aus den BRICS-Ländern.

Mit einem Exchange Traded Fund (ETF), also einem börsengehandelten Indexfonds, können Anleger im besten Falle 1:1 an dem Kurs des jeweiligen Schwellenländer-Index partizipieren.

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Investition in Schwellenländer: Chancen und Risiken

Anleger, die in aufstrebende und zukunftsträchtige Märkte investieren möchten, können von schnell wachsenden Unternehmen profitieren. Dabei ist zu beachten, dass Emerging Markets aber auch stark von wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen abhängig sind. Investoren sollten berücksichtigen, dass bereits die Androhung eines Handelskrieges Auswirkungen auf das in Schwellenländer angelegte Kapital haben kann.

Beachten Sie: Jedes Land ist bestimmten internationalen und nationalen Einflussfaktoren ausgesetzt und befindet sich in einer individuellen Situation. Zum Beispiel kann sich eine politische Wahl, bei der der neu gewählte Machthaber den Investoren viel Vertrauen schenkt, positiv auf die Wirtschaftsentwicklung eines Landes und somit auf das eigene Investment auswirken.

Erfolg des Investments hängt von der Auswahl der Länder ab

Somit kann der Erfolg des Investments in Schwellenländer entscheidend von der Auswahl entsprechender Länder abhängen. Eine Investition in die BRICS-Länder bietet nach Ansicht vieler Finanzexperten zum Beispiel ein fundiertes Investment. Daneben gibt es aber noch weitere chancenreiche Länder, bei denen möglicherweise noch bessere Renditechancen bestehen. Auch hier ist wiederum zu beachten, dass mit besseren Renditemöglichkeiten auch zahlreiche Risiken verbunden sind. Vor der Geldanlage sollten Anleger deshalb sowohl das Währungsrisiko als auch das Ausfallrisiko kalkulieren.

MSCI Emerging Markets Latin America ETF kaufen

Wer MSCI EM Latin America ETFs kaufen möchte, trifft auf eine vergleichsweise große Auswahl. Weil sich die einzelnen Fonds zum Teil stark unterscheiden, ist es ratsam, die Angebote zuvor zu vergleichen. Neben der Replikationsmethode und der Ausschüttungsart spielen letztlich auch die Kosten, das Fondsdomizil, das Fondsvolumen und die bisherige Entwicklung eine Rolle.

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Unsere TOP 4 MSCI EM Latin America ETFs

Mit einem EM Latin America ETF können Sie mit nur einem Produkt Ihr Risiko breit streuen.

1. Amundi MSCI EM Latin America UCITS ETF – EUR (C)

Wenn Sie einen thesaurierenden ETF bevorzugen, können Sie Ihr Kapital zum Beispiel im Amundi MSCI EM Latin America UCITS ETF – EUR anlegen. Dabei handelt es sich um einen Teilfonds der SICAV Amundi Index Solutions (ISIN: LU1681045024, WKN: A2H58P). Dieser ETF bildet den zugrundeliegenden Index synthetisch nach. Die laufenden Kosten betragen jährlich 0,20 Prozent.

2. HSBC MSCI EM Latin America UCITS ETF USD

Der ausschüttende HSBC MSCI EM Latin America UCITS ETF USD (ISIN: IE00B4TS3815, WKN: A1H8BL) ist bezüglich TER mit 0,60 Prozent jährlich teurer als der Amundi ETF. Der Fonds versucht, das Anlageziel zu erreichen, indem er möglichst im selben Verhältnis wie im MSCI Emerging Markets Latin America in die darin vertretenen Wertpapiere investiert.

3. Lyxor MSCI EM Latin America UCITS ETF – Acc

Ein weiterer thesaurierender ETF auf den MSCI Emerging Markets Latin America Index ist der Lyxor MSCI EM Latin America UCITS ETF – Acc (ISIN: LU1900066629, WKN: LYX02D). Der ETF bildet den zugrundeliegenden Index synthetisch nach, mit laufenden Kosten von 0,65 Prozent pro Jahr.

4. Xtrackers MSCI EM Latin America Swap UCITS ETF 1C

Auch der Xtrackers MSCI EM Latin America Index Swap UCITS ETF 1C (ISIN: LU0292108619, WKN: DBX1ML) ist ein thesaurierender Fonds. Die TER beläuft sich auch hier auf 0,65 Prozent pro Jahr. Es erfolgt eine indirekte Replikation (Swap).

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Wie unterscheiden sich MSCI EM Latin America ETFs?

Wie eingangs erwähnt, partizipieren Sie als Anleger mit einem MSCI Emerging Markets Latin America ETF an der Wertentwicklung von insgesamt sechs Schwellenländern. Sie haben die Möglichkeit, einen solchen ETF Ihrem Depot beizumischen und Ihr Anlageportfolio somit noch breiter aufzustellen. Beachten Sie bei der Wahl eines ETFs auf den MSCI Emerging Markets Latin America Index, dass dieser zu Ihrer persönlichen Anlagestrategie passen sollte.

Ausschüttender oder thesaurierender EM Latin America ETF?

Bei der Auswahl eines passenden ETFs können Sie, wie bei allen ETFs, zwischen ausschüttenden und thesaurierende Fonds wählen. Welche Ausschüttungsmethode besser für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer Lebenssituation ab. Wenn Sie regelmäßige Auszahlungen für laufende Kosten benötigen, ist ein ausschüttender ETF vermutlich am besten geeignet. Wenn Sie hingegen einen langfristigen Vermögensaufbau planen, könnte ein wiederanlegender (thesaurierender) Fonds die richtige Wahl sein, um langfristig von einer Art Zinseszinseffekt zu profitieren.

Synthetisch oder physisch replizierender EM Latin America ETF?

ETFs verfolgen zwei verschiedene Replikationsmethoden. Es gibt physisch replizierende und synthetisch replizierende ETFs. Während letztere nicht die Aktien ihres zugrundeliegenden Index erwerben (indirekte Replikation), kaufen physische ETFs die Aktien des MSCI Emerging Markets Latin America Index tatsächlich. Bei den physisch replizierenden ETFs gibt es dann noch eine Steigerung, die Vollreplikation. Wenn ein Emittent wirklich alle im Index vorhandenen Wertpapiere kauft, ist von einem vollreplizierenden ETF die Rede.

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Wichtige Auswahlkriterien: Fondsvolumen und Kosten

Das Fondsvolumen ist ein Indikator für die Sicherheit Ihrer Anlage. Somit ist es bei der Auswahl eines ETFs, der zur eigenen Anlagestrategie passt, entscheidend. Ist das Fondsvolumen sehr niedrig, so kann es sein, dass der Emittent den ETF zukünftig nicht weiterführen wird. Für sehr junge Fonds gilt dies aber häufig nicht. Schlimmstenfalls kann die Aufgabe eines Fonds für Sie Verluste bedeuten. Wenn ein ETF dahingegen über ein hohes Vermögen verfügt, können die Kosten auf viele Anleger verteilt werden. Der Emittent kann die Kosten langfristig senken und die Gefahr, dass er den gewählten Fonds in Zukunft einstellen wird, ist damit geringer.

Anlagekosten des Investments

Wenn Sie sich für ein Investment in „Emerging Markets“ interessieren, sollten Sie wie bei allen Investitionen auch hier einen genauen Blick auf die Kosten werfen, die bei der Geldanlage in einen MSCI EM Latin America ETF auf Sie zukommen. Die Gebühren diverser ETFs lassen sich mit Hilfe der Gesamtkostenquote (TER, Total Expense Ratio) schnell vergleichen.

Aber Achtung: Die Gesamtkostenquote spiegelt nicht alle Kosten wider. Vielmehr gibt sie Aufschluss über die jährlich anfallenden Kosten für den ETF-Besitz. Eine weitere wichtige Kennzahl ist deshalb TCO (Total Cost of Ownership), die die tatsächlichen Gesamtkosten angibt. Neben den laufenden Kosten berücksichtigt TCO zum Beispiel auch Spreads, Steuern und Handelsgebühren. Nicht zuletzt sollten auch die eventuell anfallenden Depotgebühren sowie die Handels- und Ordergebühren verglichen werden.

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MSCI EM Latin America ETFs: Investition in sechs lateinamerikanische Schwellenländer

Die Investition in Schwellenländer-ETFs ist eine zeitsparende und kostengünstige Alternative zu Direktinvestments. Durch verschiedene Schwellenland-Indizes und Emerging Markets ETFs können Sie auch mit einem Indexfonds für Ihr Investment einen individuellen Schwerpunkt festlegen. In diesem Artikel haben wir den MSCI Emerging Markets Latin America Index näher beschrieben, der den Fokus auf sechs lateinamerikanische Schwellenländer legt. Einen großen Anteil im Index haben Unternehmen aus Brasilien und Mexiko.

Diese sogenannten „Emerging Markets“ sind Länder bzw. Märkte, die ein hohes Entwicklungspotenzial aufweisen. Die Tatsache, dass die Länder auf ihrem Weg (Schwelle) von einem Entwicklungsland zu einem Industrieland ein großes Wachstumspotenzial aufweisen, macht eine Investition in Aktiengesellschaften aus diesen Ländern für Anleger äußerst interessant. Emerging Markets galten lange Zeit für institutionelle Anleger als Geheimtipp. Mittlerweile bieten sich auch privaten Anlegern viele interessante Investmentmöglichkeiten. Eine Investition in Schwellenländer kann lohnenswert sein. Allein der MSCI Emerging Markets Index, in dem zahlreiche vielversprechende Aktien aus verschiedenen Schwellenländern gelistet sind, stieg im Jahr 2017 um zirka 50 Prozent. Der Dow Jones wuchs im selben Zeitraum um 32 Prozent.

Schwellenländer-Aktien können eine gute Ergänzung für ein ausbalanciertes Portfolio sein und dabei helfen, ein Mehr an Rendite zu erwirtschaften. Die damit verbundenen Risiken sollten Anleger aber nie aus den Augen verlieren. Es ist wichtig zu wissen, dass Schwellenländer-ETFs stark auf wirtschaftliche und politische Ereignissen reagieren. Wer einen MSCI EM Latin America ETF kaufen möchte, kann auf diverse ausschüttende und thesaurierende Fonds zurückgreifen, zum Beispiel von Amundi, Xtrackers, HSBC und Lyxor.

Bilderquelle: shutterstock.com