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Merck verdaut milliardenschwere Übernahme!

Das war ein großer Brocken: Die Merck KGaA (im weiteren einfach: Merck) befindet sich derzeit im Übernahme-Prozess des amerikanischen Life-Sciences Unternehmen Sigma Aldrich. Da bereits 78% der Sigma-Aldrich Aktionäre zugestimmt haben, sollte es von dieser Seite aus keine Probleme mehr geben.

Übernahme von Sigma-Aldrich soll bis Juli abgeschlossen sein

Mal sehen, ob auch von Seite der zuständigen Behörden keine Steine mehr in den Weg gelegt werden. Geschäftsfeld Life-Sciences? Bedeutet in diesem Zusammenhang: Sigma-Aldrich bietet Forschungsmaterialien für Labore. Hier ein wenig Hintergrund zum Unternehmen:

Unternehmen Sigma Aldrich
Sigma-Aldrich wurde 1951 von einem Österreicher in den USA gegründet und fusionierte in den 1970ern mit der Firma Sigma (deutsche Zentrale Taufkirchen). Inzwischen ist Sigma-Aldrich mit Sitz in St. Louis, Missouri/USA einer weltweit führender Hersteller und Händler von chemischen und pharmazeutischen Forschungsmaterialien geworden.

Merck hat ein Übernahmeangebot abgegeben, welches keine Fragen offen ließ: 140 US-Dollar in bar für jede Sigma-Aldrich Aktie! Insgesamt könnte die Übernahme für Merck so die Kleinigkeit von rund 13 Milliarden Euro kosten. Um den Betrag aufzubringen, muss sich Merck auch verschulden. Den Betrag hat man nicht einfach in der Portokasse. Könnten die zusätzlichen Schulden das bisher gute Rating von Merck (Investment-Grade) gefährden?

Merck: Schulden sollen schnell wieder gesenkt werden!

UBS zitiert dazu den Finanzchef von Merck mit diesen Worten: „Wir wollen die Schulden innerhalb von zwei bis drei Jahren sehr aggressiv zurückführen.“

So möchte er sicherstellen, dass das Rating im Bereich Investment-Grade gehalten werden kann. Finde ich gut, und wenn der Mann sein Wort hält, dann klingt das für mich nach einem soliden Plan. Ist ja auch naheliegend. Nach einer großen Übernahme erstmal „verdauen“, und statt weiter Expansionspläne via Übernahmen zu hegen, organisch wachsen und einen guten Teil des Cash Flows dazu nutzen, die Schulden zurückzufahren.

BlackRock Group mit knapp 3% Beteiligung an Merck

Ein Aktionär hingegen verkaufte einige Merck-Aktien: Per Stimmrechtsmitteilung Ende April wurde mitgeteilt, dass der Anteil der BlackRock Group Limited, London, unter die meldepflichtige Schwelle von 3% gefallen ist. Nun ja, auf 2,97%. Nur ein paar Aktien verkauft, um Liquidität zu erhalten? Oder der Beginn eines umfangreicheren Rückzugs von BlackRock bei Merck? Merck-Aktionäre könnten das im Auge behalten.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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