Massiver Konjunktureinbruch in Deutschland und den USA

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.09.2020


In dieser Woche wurden in Deutschland und den USA neue Zahlen zur Konjunktur veröffentlicht. Die Wirtschaft in Deutschland brach im zweiten Quartal 2020 laut dem Statistischen Bundesamt im Vergleich zum Quartal zuvor um 10,1 Prozent ein und damit so stark wie seit Beginn der Erhebung der vierteljährlichen Konjunkturdaten vor 50 Jahren nicht. In den USA ging das Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr gerechnet um 32,9 Prozent zurück, was ebenfalls ein historischer Einbruch ist.

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Exporte und Importe sinken

In Deutschland geht der Einbruch der Wirtschaft auf die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurück. Geschäfte, Hotels und Restaurants mussten schließen, Großveranstaltungen fanden nicht mehr statt und auch viele Fabriken unterbrachen ihre Produktion. In der Folge gingen Exporte ebenso wie Importe von Waren und Dienstleistungen deutlich zurück. Die privaten Ausgaben sanken ebenfalls. Darüber hinaus investierten die Unternehmen weniger in neue Maschinen oder Fahrzeuge. Lediglich der deutsche Staat erhöhte seine Konsumausgaben während der Corona-Krise.

Die aktuellen Zahlen aus der deutschen Wirtschaft fielen deutlich schwächer aus als während der Finanzkrise 2009. Damals brach die Wirtschaft in Deutschland in mehreren Quartalen lediglich im einstelligen Bereich ein. Schon im ersten Quartal des Jahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung zu Beginn der Pandemie um zwei Prozent. Nun ist die Rezession endgültig erreicht. Dies ist laut der Definition von Ökonomen der Fall, wenn das Bruttoinlandsprodukt zwei Quartale in Folge sinkt.

Exporte und Importe sinken

Prognosen für weiteren Jahresverlauf besser

Allerdings gegen Wirtschaftsexperten davon aus, dass sich die Lage im dritten Quartal wieder verbessert. So geht beispielsweise das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) von einem Plus von drei Prozent im neuen Quartal aus. Allerdings geht man auch beim DIW davon aus, dass es letztendlich zwei Jahre dauern wird, bis der Einbruch aus dem Frühjahr wieder ausgeglichen wird.

Die Bundesbank geht davon aus, dass der eigentliche Tiefpunkt der wirtschaftlichen Aktivitäten schon im April, also direkt zu Beginn des Quartals, erreicht wurde. Auch die Bundesbank erwartet eine Verbesserung im dritten und vierten Quartal. Auch das kürzlich beschlossene Konjunkturpaket könnte dazu beitragen. Im Rahmen des Konjunkturpakets für das laufende und das folgende Jahr im Wert von 130 Milliarden Euro der Bundesregierung wurde unter anderem die Mehrwertsteuer bis Ende des Jahres reduziert.

Positive Entwicklungen zeigen auch der GfK-Konsumklimaindex und der Ifo-Geschäftsklimaindex. Die GfK-Zahlen für Juli zeigen bei den Verbrauchern wieder eine positivere Stimmung. Beispielsweise könnte sie geplante Anschaffungen vorziehen und so die Konjunktur stärken. Bei Unternehmen scheint sich die Stimmung ebenfalls wieder zu verbessern, denn der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg den dritten Monat in Folge.

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Situation in den USA dramatischer

Die Situation in den USA scheint derzeit weitaus dramatischer, was auch in den hohen Neuinfektionszahlen begründet liegt. Dort starben mittlerweile rund 150.000 Menschen an Covid-19 und die Infektionszahlen liegen bei über 4,5 Millionen. Das Handelsministerium gab in dieser Woche in einer Schätzung bekannt, dass das Bruttoinlandsprodukt um 32,9 Prozent sank. Dort wird diese Zahl aber nicht wie in Europa üblich vierteljährlich berechnete, sondern auf das Jahr hochgerechnet, was einen genauen Vergleich schwierig macht. Eine Umrechnung auf die europäische Methode kommt zu dem Ergebnis, dass die US-Wirtschaft wohl ebenfalls um etwa zehn Prozent eingebrochen ist.

Höchster Einbruch seit 1947

Klar ist dennoch, dass dort die Wirtschaft durch die Coronakrise, die noch längst nicht überwunden ist, massiv eingebrochen ist. Der Einbruch der Wirtschaft ist der größte seit dem Jahr 1947. Schon im ersten Quartal 2020 brach die US-Konjunktur um fünf Prozent ein. Dass der Einbruch im zweiten Quartal nochmals deutlicher ausgefallen ist, hängt unter anderem mit den sinkenden Konsumausgaben zusammen. Diese spielen bei der US-Konjunktur traditionell eine besonders große Rolle und machen rund 70 Prozent der gesamten Konjunktur aus. Auch in den USA schlossen Restaurants, Bars, Geschäfte und kulturelle Einrichtungen. Reisen waren ebenfalls nicht mehr möglich.

Arbeitslosenzahlen steigen weiter

Arbeitslosenzahlen steigen weiter

In den USA sind infolge der Rezession mittlerweile Millionen Menschen arbeitslos. 17 Millionen Menschen erhalten zur Zeit Arbeitslosenhilfe. Allein in dieser Woche haben erneut über eine halbe Million Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. Jerome Powell, der Chef der Fed, warnte in dieser Woche vor einem historischen Konjunktureinbruch und sagte, das die wirtschaftlichen Aussichten äußerst unsicher sein. Wenn es nicht gelingt, das Coronavirus einzudämmen, sei seiner Ansicht nach eine vollständige wirtschaftliche Erholung unwahrscheinlich. Donald Trump drängt dagegen auf eine schnelle Normalisierung des wirtschaftlichen Lebens und hofft auf einen Wirtschaftsaufschwung im dritten Quartal. Dies könnte für Trump ein wichtiger Aspekt mit Blick auf die Wahl im November sein.

Konjunktur eng mit Aktienmarkt verbunden

Die Konjunktur ist auch für den Handel an den Aktienmärkten ein wichtiges Thema. Anleger sollten daher Meldungen zur Konjunktur stets verfolgen. Oft kann dies eine langfristige Orientierung geben, denn die Börsen sind eng mit der Konjunktur verbunden, auch wenn es zeitliche Verzögerungen geben kann. Theoretisch steigen in Zeiten des Aufschwungs auch die Aktienkurse. Im Falle einer Rezession fallen sie dementsprechend.

Allerdings gilt der Aktienmarkt auch als eine Art Frühindikator für die Wirtschaft. Oft fallen Aktienkurse bereits, bevor der Abschwung in der realen Wirtschaft ankommt. Die Märkte reagieren schon vorab auf Ereignisse, die wohl in den nächsten Monaten stattfinden. In der Vergangenheit kam es bereits dazu, dass konjunkturelle Entwicklungen an der Börse sechs bis zwölf Monaten zuvor vorweggenommen haben.

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Fazit: Schwache Wirtschaftszahlen aus Deutschland und den USA

In den USA wie auch in Deutschland ist die Konjunktur im zweiten Quartal massiv eingebrochen. Während in Deutschland aber bessere Aussichten für die kommenden Monate erwartet werden, ist die Situation in den USA weiter schwierig. Dort steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus weiter und noch immer sterben Tag für Tag viele Menschen an Covid-19.

Anlege sollten die konjunkturelle Entwicklung stets genau verfolgen, denn diese hat auch Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Etoro bietet daher auf seiner Webseite unter anderem Marktanalysen und aktuelle Nachrichten von den Märkten an. Trader können sich dann entscheiden, ob sie Aktien direkt handeln wollen, über CFDs oder im Social Trading.

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