Luftfahrt könnte sich dauerhaft verändern

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 27.08.2021


Auf die Lufthansa kommen eine Reihe an Veränderungen zu. Durch die aktuelle Krise könnte sich die ganze Branche dauerhaft verändern. Derzeit blickt die größte deutsche Airline eher pessimistisch in die Zukunft. Lufthansa-Chef Carsten Spohr geht derzeit davon aus, dass die Branche erst in fünf Jahren wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehrt. Zunächst verkleinert die Airline ihre Flotte und stellt sich teilweise neu auf. Aktien vieler Branchen sowie Aktien aus Deutschland sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch im Angebot von XTB.

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Lufthansa-Chef geht nicht von rascher Erholung aus

Aktiendepot.com Icon ChecklisteSpohr geht nicht davon aus, dass sich die Luftfahrtbranche rasch erholt. Bisher ist keine Entspannung zu spüren. Es gebe im Gegenteil eher weitere Reisebeschränkungen. Der Lufthansa-Chef äußerte sich im Rahmen eines Online-Gesprächs einer Studentenorganisation der London School of Economics.

Er geht davon aus, dass auch in den kommenden Wochen nur vergleichsweise wenig Passagiere mit Flugzeugen unterwegs sein werden. Auch für die Zeit ab Sommer geht Spohr nur von 40 bis 60 Prozent des Vorkrisenniveaus aus. Im Dezember lag das Passagieraufkommen nur bei zehn Prozent der Zahlen aus dem Dezember 2020.

Bei der Lufthansa zeigen sich damit immer mehr die Folgen der Situation. Auf den gesamten Luftverkehr könnten aufgrund der Corona-Pandemie einige Veränderungen zukommen, die sich nur schwer wieder ändern lassen. Das letzte Jahr war für viele Airlines laut des internationalen Luftfahrtverbands IATA eine echte Katastrophe. Der weltweite Passagierverkehr brach laut Zahlen der IATA um zwei Drittel ein, was den höchsten Rückgang in der Geschichte der Luftfahrt bedeutet.

Luftfahrt könnte sich dauerhaft verändern

Vorkrisenniveau erst wieder in fünf Jahren?

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsZum Jahreswechsel lief es bei der Lufthansa jedoch etwas besser. Die Nachfrage nach Flügen über Weihnachten und Silvester ging nach oben. Buchungen nach Teneriffa und Fuerteventura hatten sich zu dieser Zeit verdreifacht. Flugtickets nach Kapstadt oder Cancún waren noch mehr gefragt. Ob es in diesem Jahr allerdings zu einer deutlichen Erholung kommt, ist mehr als ungewiss.

Vor allem die Ausbreitung der neuen Corona-Varianten könnten eine Bedrohung für die Branche darstellen. Spohr erläuterte bei dem Gespräch mit der Studentenorganisation zudem, dass er davon ausgeht, dass es auf den wichtigen Märkten in den USA und Europa wohl fünf Jahre dauern wird, bis wieder das Passagieraufkommen aus dem Rekordjahr 2019 mit vielen touristischen Reisenden erreicht wird.

Im Bereich der Geschäftsreisen könnte das Vorkrisenniveau womöglich nie mehr erreicht werden. Viele Unternehmen haben die Vorzüge des Home Office schätzen gelernt. Dazu kommt eine verbesserte IT-Infrastruktur, die auch auf internationaler Ebene Videokonferenzen ermöglicht. Damit könnte in Zukunft auf viele Geschäftsreisen verzichtet werden. Dies könnte es für die Lufthansa notwendig machen, die Business-Klasse zu verkleinern.

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Lufthansa setzt auf touristische Reisen

Mehr touristische Passagiere will die Lufthansa in Zukunft mit seiner Touristikplattform „Ocean“ erreichen. Über diese sollen Langstreckenflüge, aber auch Mittelstreckenflüge in die Ferien angeboten werden. Die Lufthansa arbeitet weiter intensiv an diesem Angebot, dass wohl Ende 2021 an den Start gehen soll. Dann will die neugegründete Konzern-Airline unter einem eigenen Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) die Arbeit aufnehmen.

Bisher wurden touristische Flüge der Lufthansa vor allem von der Hauptairline des Unternehmens, der Lufthansa City Line und Brussels Airlines durchgeführt. Auf der Mittelstrecke flogen Eurowings und bis zur Auflösung Germanwings. Mit der Ocean-Plattform sollen nun einfachere Strukturen geschaffen werden.

Druck auf Inlandsflüge kommt aktuell auch von einer anderen Seite. Die Regierung in Frankreich will Kurzstreckenflügen aus Klimaschutzgründen verbieten. Dieses Vorgehen wird auch von einigen deutschen Politikern unterstützt. So kommen einige Punkte zusammen, die bei der Lufthansa zur Folge haben könnten, dass sie in Zukunft nicht mehr so viele Flugzeuge braucht.

 

Luftfahrt Krise

Spohr will Krise nutzen

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenSpohr will die Krise auch dazu nutzen, sein Unternehmen, dass derzeit massiv vom Bund unterstützt wird, nachhaltiger aufzubauen. Die Flotte wird von 800 auf 650 Flugzeuge verkleinert. Dennoch will das Unternehmen weiter eine der ersten fünf Airlines der Welt bleiben. Einige Flugzeugbestellungen bei Boing und Airbus sollen auf kleinere Flugzeuge umgeschrieben werden. Die Hersteller zeigen sich wohl gesprächsbereit. Zuletzt bestellte die Lufthansa viele Großraumflugzeuge der Typen Airbus A350, Boeing 797 und 777X. Letztere will Boeing ohnehin erst Ende 2023 ausliefern. In der Regel muss die Luftfahrtbranche Kapazitäten auf Jahre im Voraus planen. Lieferungen von Flugzeugen sind häufig erst nach einem längeren Zeitraum möglich.

Erleichterungen für die Luftfahrt könnte es mit Regeln wie verpflichteten Corona-Tests vor dem Flug geben. Hierzu gibt es allerdings bisher keine Vorgaben von staatlicher Seite. Die Lufthansa hatte sich jedoch bereits auf den Einsatz von Tests vorbereitet. Denkbar ist, dass früher oder später weltweit Regeln eingesetzt werden, dass Flugreisende getestet oder geimpft sein müssen.

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Konzern verschärft Sparkurs

Die Lufthansa hat zudem schon im letzten Jahr ihren Sparkurs verschärft, der auch mit einem Stellenabbau verbunden ist. Bis Ende 2020 wurde jede fünfte Stelle gestrichen. Insgesamt fielen 29.000 Stellen weg. Für dieses Jahr ist ein weiterer Stellenabbau, von dem weitere 10.000 Arbeitsplätze betroffen sind, geplant. Weiter bleiben viele Flugzeuge der Lufthansa und auch Jets anderer Airlines am Boden. Das Flugangebot hat sich in den letzten Monaten deutlich reduziert.

Unter den bis Ende 2020 gestrichenen Stellen sind über 20.000 Jobs im Ausland. Zum Jahreswechsel hat die Lufthansa damit noch rund 109.000 Mitarbeiter. Die Lufthansa verkaufte Ende 2020 zudem das Europageschäft der Catering-Tochter LSG, die 7.5000 Mitarbeiter hat. Noch Ende September arbeiteten 124.500 Menschen für die Lufthansa. Seitdem beschleunigt sich der Stellenabbau. Konzernchef Spohr sagte im November, dass fast 27.000 Vollzeitstellen im ganzen Unternehmen überflüssig seine, da die Airline aufgrund der Krise langfristig schrumpfen wird. Die Zahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zur langfristig geringeren Nachfrage zu hoch. Letztendlich sollen in absehbarer Zeit weniger als 100.000 Menschen für die Lufthansa arbeiten.

Lufthansa pessimistisch

Einsparungen bei Mitarbeitern

Aktiendepot.com Icon GebührenDas Unternehmen musste im letzten Jahr vom Bund gerettet werden, erzielte aber dennoch einen Verlust von 5,6 Milliarden Euro. Der Stellenabbau wird unter anderem über Teilzeit und freiwilliges Ausscheiden aus dem Unternehmen umgesetzt. Allerdings kommt die Lufthansa aber auch nicht um betriebsbedingte Kündigungen herum.

Die Beschäftigten müssen weitere Opfer bringen. Dazu gehören der Verzicht auf ein Teil ihres Einkommens und Sparbeiträge. Bei einer Abstimmung der Mitglieder der Gewerkschaft ver.di stimmten Anfang Dezember wohl 71 Prozent für eine Vereinbarung mit der Airline. Einen Monat zuvor hatten sich ver.di und die Lufthansa auf Personaleinsparungen für 24.000 Tarifbeschäftigte geeignet.

Die Mitarbeiter verzichten auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie bis Ende 2021 auf Lohnerhöhungen. Damit beteiligen sich die Mitarbeiter mit einem Sparbeitrag von über 200 Millionen Euro an der Bewältigung der aktuellen Situation. Die Lufthansa hatte sich im Gegenzug dazu verpflichtete, für 2021 keine weiteren Kündigungen auszusprechen. Damit können bis April 2022 keine weiteren Mitarbeiter entlassen werden.

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Konflikt mit Condor

Ein weiterer Konflikt droht mit Condor. Im Sommer kündigte die Lufthansa ein langjähriges Abkommen zu Zubringerdiensten zu Langstreckenflügen von Condor. Zuvor war es für Passagiere möglich, nahtlose Gesamtreisen mit durchgechecktem Gepäck und nur einem Ticket zu unternehmen. Dies ist für Umsteiger bei Condor-Passagieren nun wohl nicht mehr möglich. In der Folge kann Condor wohl Stecken wie von Hamburg über Frankfurt nach Jamaika nun wohl nicht mehr anbieten, da die Zubringerflüge der Lufthansa wegfallen. Zuvor könnten Passagiere die Teilstrecke der Lufthansa zu pauschalen Konditionen zubuchen. Dies könnte sich auch auf das Veranstaltergeschäft mit Pauschalreisen auswirken.

Luftfahrt könnte sich dauerhaft verändern

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Lufthansa pessimistisch

Fazit: Luftfahrt weiter in der Krise

Aktiendepot.com Icon FazitLufthansa-Chef Carsten Spohr geht davon aus, dass die Luftfahrtbranche erst in fünf Jahren wieder das Vorkrisenniveau erreicht. In der nächsten Zeit kommen viele Herausforderungen auf die Branche zu. So könnten beispielsweise die Zahl der Geschäftsreisen dauerhaft zurückgehen. Die Lufthansa muss daher ihren Sparkurs weitergehen, der auch mit einem Stellenabbau verbunden ist.

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