Lockdown und Brexit sorgen für Sorgenfalten an der Börse

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.03.2021


Ab Mittwoch gilt ein harter Lockdown. Der Einzelhandel wird mit Ausnahmen für Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs bist zum 10. Januar geschlossen und auch Schulen und Kitas sind von den neuen Beschlüssen betroffen. Allerdings soll es für die betroffenen Unternehmen weitere finanzielle Hilfen geben. Ein weiteres wichtiges Thema ist derzeit der bevorstehende Brexit. Trader können sich auch bei XTB umfassend über die Märkte informieren.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Ausnahmen für Geschäfte des täglichen Bedarfs

Aktiendepot.com Icon KündigungAb der Wochenmitte wird das Leben in Deutschland erneut stärker heruntergefahren. Einige Bundesländer beginnen schon am Montag mit verschärften Maßnahmen. Viele Geschäfte werden für die nächsten Wochen schließen. Ausnahmen soll es ab Mittwoch neben Lebensmittelgeschäften unter anderem für Drogerien, Apotheken, Kfz-Werkstätten und Banken geben. Friseure oder Kosmetikstudios müssen ihre Salons dagegen schließen. Dazu kommen weitere Vorschriften wie ein Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr. Darüber hinaus darf in diesem Jahr kein Feuerwerk für Silvester verkauft werden. Einige Bundesländer wie Bayern gehen sogar weiter und verhängen Ausgangssperren.

Die aktuellen Maßnahmen sollen zunächst bis zum 10. Januar gelten. Allerdings forderte die Opposition erneut eine längerfristige Planung. Auch Virologen wie Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg sind der Ansicht, dass ein Lockdown keine nachhaltige Strategie sei und die Politik die Weihnachtsferien dazu nutzen muss, eine langfristige Strategie zu erarbeiten.

Lockdown und Brexit

Weitere Finanzhilfen der Regierung

Finanzminister Olaf Scholz kündigte an, dass es weitere Finanzhilfen für Unternehmen, die von den Schließungen betroffen sind, geben wird. Er versprach Überbrückungshilfen bis maximal 500.000 Euro im Monat. Bisher galt bei der sogenannten Überbrückungshilfe III eine Höchstgrenze von 200.000 Euro. Insgesamt rechnet der Finanzminister mit Kosten von rund elf Milliarden Euro pro Monat.

Mit diesen Maßnahmen hofft die Bundesregierung, trotz des Lockdowns eine Rezession zu vermeiden. Allerdings sind aus dem Einzelhandel Forderungen nach weiteren Hilfen zu hören. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte im „Deutschlandfunk“, er hoffe, dass es gelinge, einen vollständigen wirtschaftlichen Stillstand zu verhindern.

Damit die wirtschaftliche Substanz in Deutschland bewahrt werden kann, seinen Finanzhilfen notwendig. Allerdings wird es laut Altmaier auch notwendig sein, den Lockdown nicht immer wieder zu verlängern. Schon jetzt geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) davon aus, dass der angekündigte Lockdown das Bruttoinlandsprodukt um 3,5 Milliarden Euro schrumpfen lassen wird. Auch der Arbeitsmarkt wird die Folgen spüren. So könnte insbesondere Minijobs, beispielsweise bei kurzfristigen, saisonalen Beschäftigungen, betroffen sein und die Zahl der Kurzarbeiter könnte wieder steigen.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Auswirkungen wohl im neuen Jahr zu spüren

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsLars Feld, der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, schätzt, dass der neuerliche Lockdown in diesem Jahr keine größeren Auswirkungen mehr auf die Wirtschaftsleistung haben werde, aber im nächsten Jahr ein geringeres Wachstum zu erwarten ist. Während politische Verantwortliche wie Helge Braun, der Chef des Kanzleramts, vor einem Ansturm auf die Geschäfte vor Beginn des Lockdowns warnen, geht der Handelsverband HDE nicht davon aus. Lediglich bei Weihnachtsgeschenken könnte das Kundenaufkommen am Montag und Dienstag höher sein, viele Verbraucher hätten sich aber wohl schon auf einen Lockdown vorbereitet.

Allerdings reichen dem HDE die aktuellen finanziellen Hilfen der Bundesregierung nicht aus. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth forderte in der ARD, dass der Einzelhandel mit der Gastronomie gleichgestellt wird. Ab Januar sollte die Bundesregierung dann einen Fixkostenzuschuss für laufende Ausgaben wie Mieten oder Personalkosten zahlen, was das Kurzarbeitergeld nicht abdeckt.

Auswirkungen des Lockdown und Brexit

Sorgenfalten an der Börse

Die Bundesregierung wies Kritik des Einzelhandels an den Finanzhilfen jedoch zurück. Laut einem Sprecher des Finanzministeriums seien die Hilfen seit Beginn der Krise großzügig und umfassend gewesen. Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III bis Ende Juni gebe vielen Unternehmen eine klare Perspektive, um Arbeitsplätze zu sichern und den Betrieb weiterzuführen. Der HDE befürchtet jedoch weiterhin eine Pleitewelle in den Innenstädten.

Am Aktienmarkt war am Wochenende die Befürchtung zu spüren, dass es mit einer erhofften Rally vor Weihnachten nichts wird. Der Lockdown senkte die Stimmung an den Börsen. Darüber hinaus sehen auch viele Anleger, dass sich trotz der Hoffnung auf eine baldige Impfung die Corona-Situation in vielen Länder zuspitzt.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Sorge vor Stärke des Euros

Aktiendepot.com Icon GebührenEin weiterer Faktor, der Kursgewinne verhindern könnte, ist die weiter andauernde Stärke des Euro. Die Währung liegt derzeit bei über 1,21 Dollar und damit auf einem ähnlichen Wert wie von zweieinhalb Jahren. Dies reduziert die Wettbewerbsfähigkeit von Waren aus Europa auf dem Weltmarkt. Der DAX scheint sich derzeit eher nach unten zu bewegen.

Die EZB zeigt sich unterdessen offen für weitere Konjunkturhilfen für die Eurozone. Laut Fabio Panetta, Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank, gelte dies auch für den Fall, dass ein weiterer unerwünschter Kursanstieg des Euros zulasten der Wirtschaft geht. Die EZB sei bereit, ihre Instrumente anzupassen, falls Gefahren für den Ausblick, insbesondere Risiken durch Wechselkursdynamiken, entstehen würden. Erst in der letzten Wochen hatte die EZB ein weiteres Hilfspaket auf den Weg gebracht. Unter anderem wurden die Anleihenkäufe im PEPP-Programm ausgeweitet.

Lockdown News und Brexit

Brexit weiter Thema

Ein weiteres Thema, das in den letzten Tagen wieder für Gesprächsstoff sorgte, ist mal wieder der Brexit. Eigentlich lief am Wochenende eine Verhandlungsfrist ab, die aber in der Hoffnung, doch noch eine Einigung zu erreichen, nochmals verlängert wurde. Umstritten sind weiterhin Themen wie fairer Wettbewerb und Fischerei. Damit gibt es noch die Chance auf eine Einigung in letzter Minute, aber die Chancen dafür schwinden.

Der britische Premierminister Boris Johnson hält ein Scheitern der Gespräche ebenfalls für die wahrscheinlichste Möglichkeit. Zudem sind in Großbritannien viele skeptisch, ob eine Weiterführung der Gespräche sinnvoll ist. So warnte beispielsweise der Brexit-Befürworter Sir John Redwood, dass ein Vertrag mit der EU das Land weiter an die EU binde. Ein solcher Vertrag sei nicht das Weihnachtsgeschenk, das Großbritannien benötige.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Doch noch Chance auf Einigung?

Aktiendepot.com Icon UmzugAllerdings sind viele auch erleichtert, dass es noch eine Chance auf einen Deal gibt. So zeigte sich beispielsweise EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen etwas positiver als noch nach dem Abendessen mit Boris Johnson in der letzten Woche. Damit ist laut Beobachtern in Brüssel eine Annäherung zwischen beiden Seiten denkbar.

Johnson sagte allerdings, dass von der Leyen und er an einigen entscheidenden Punkten sehr weit auseinander seien. Allerdings will auch er weiter Gespräche führen und die Verhandlungen nicht verlassen. Dennoch stellt sich Johnson bereits darauf ein, dass ab Januar die Bedingungen der WTO für die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien gelten. Zuvor hatte Johnson noch die Position der EU „inakzeptabel“ genannt.

Lockdown und Brexit

Irland verlangt mehr Anstrengungen

Irland verlangt dagegen mehr Anstrengungen und fordert einen Deal. Der irische Premierminister Micheál Martin ist der Auffassung, dass ein Nichtzustandekommen eines Deals ein Versagen der Staatskunst sei. Weiter geht es insbesondere um die Wettbewerbsbedingung. Großbritannien will nicht dauerhaft an die Standards der EU gebunden sein. Auch die Gefahr, dass die EU Produkte aus Großbritannien in Zukunft mit Zöllen belegen kann – gewissermaßen als Strafe dafür, dass Großbritannien die EU-Standards nicht übernimmt – soft für Unmut bei der britischen Regierungspartei.

Anders als die Tories sieht die Labour-Partei die Gefahr, dass die Regierung einen No-Deal hinnehmen würde, um eine Vereinbarung zu verhindern, die mit Zöllen für einzelne Waren verbunden sein könnte. Für Ed Miliband, den ehemaligen Parteichef der Labour-Partei und Schatten-Wirtschaftsminister, erscheint dieses Vorgehen unlogisch.

Die Labour-Partei will aber auch nicht versprechen, dass sie eine Vereinbarung auf jeden Fall unterstützten wird. Sobald es einen Vertrag gibt, will man diesen zunächst einmal lesen. Allerdings könnte dieser mehrere hundert Seiten lang sein und die Übergangsfrist endet am 31. September. Daher könnten die Abgeordneten über die Weihnachtsfeiertage zusammenkommen, um über einen möglichen Vertrag abzustimmen.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Hoffnung auf Hilfspaket in den USA

Aktiendepot.com Icon MarktausblickIn den USA gibt es darüber hinaus weiter Gespräche über ein Corona-Hilfspaket der Regierung. Dies könnte die Stimmung bei den Anlegern verbessern. Denkbar ist auch, dass die Fed weitere Hilfen ankündigt, um die Konjunktur zu beleben. Bei der US-Notenbank steht in dieser Woche eine Sitzung zu Zinsen und der Geldpolitik an. Die Ausweitung der Bilanzsumme der Notenbanken war zuletzt eine wichtige Unterstützung für steigende Aktienkurse.

In den USA werden Mitte der Wochen Zahlen zu Einzelhandelsumsätzen erwartet. Dort gilt der private Konsum als die wichtigste Stütze für die Wirtschaft. Außerdem wird die Fed in Philadelphia am Donnerstag ihr Konjunkturbarometer veröffentlichen. Einen Tag später folgen dann die US-Frühindikatoren.

Ebenfalls am Freitag wird der Ifo-Index veröffentlicht, der Auskunft über die Stimmung in der deutschen Wirtschaft gibt. Außerdem wird in dieser Woche der europäische Einkaufsmanager-Index veröffentlicht. Die Zahlen könnten mehr Auskunft darüber geben, wie sich die Corona-Situation und die damit verbundenen Einschränkungen auf die Konjunktur auswirken.

Lockdown und Brexit News

Aktuelle Informationen auch bei XTB

XTB ist ein Broker, der sich bemüht, seine Trader mit aktuellen Informationen auf dem Laufenden zu halten, was nicht nur in derart unsicheren und unruhigen Zeiten für den Handel an der Börse unerlässlich ist. So bietet der Broker unter anderem eine Marktanalyse an, über die Trader interessante Aktien verfolgen können. Dazu kommen weiter Tools und auch Werkzeuge wie Wirtschaftskalender, um die Märkte zu verfolgen und zu analysieren.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Aktuelle Analysen und Updates

Aktiendepot.com Icon UmzugDazu kommen aktuelle Informationen von den Märkten sowie Analysen. Neben täglichen Marktupdates, die Trader per E-Mail erhalten, können sie bei vielen Aktien auch auf Expertenanalysen der Fachleute von TipRanks zugreifen. Dazu kommen Studien oder Informationen zu Volatilitäten.

Die Angebote von XTB richten sich insbesondere an Einsteiger. Neulinge erhalten von XTB eine gute Basis für den Einstieg in den Handel. Das Gebührenmodell ist leicht zu verstehen und Trader können sich schon mit geringem Einsatz am Aktienhandel beteiligen. Die Kontoeröffnung ist ohne Mindesteinlage möglich. Gelder einzahlen könnten Trader unter anderem per Kreditkarte und über Zahlungsdienstleister.

Lockdown und Brexit

Angebot wird immer wieder ausgeweitet

Alle Angebote lassen sich auch über ein Demokonto testen. Hier lernen Trader die Handelsplattform kennen, über die neben Aktien auch CFDs gehandelt werden können. Im Aktienhandel stehen über 2.000 Aktien von einigen Börsen für den Handel zur Verfügung, darunter auch viele DAX-Werte.

Immer wieder erweitert der Broker sein Angebot und reagiert dabei auch auf aktuelle Entwicklungen und Wünsche seiner Kunden. Eine Übersicht über alle angebotenen Aktien ist auf der Webseite von XTB zu finden. Weitere Aktien sind über CFDs handelbar, wo Trader auch Hebel einsetzen und Short-Positionen eingehen können. Die Spreads sind hier variabel und können sich daher je nach Marktsituation verändern.

Jetzt zum Testsieger XTB!CFD Service - 77% verlieren Geld

Fazit: Lockdown und Brexit drücken auf die Stimmung

Aktiendepot.com Icon FazitDie beiden wichtigsten Themen für Anleger sind zu Wochenbeginn wohl der angekündigte Lockdown sowie der Brexit mit seinen Folgen. Ab Mittwoch wird unter anderem der Einzelhandel geschlossen. Um eine Rezession zu vermeiden, hat die Bundesregierung weitere finanzielle Hilfen angekündigt. In Brüssel gehen unterdessen trotz dem Fristende Gespräche über ein Abkommen mit Großbritannien weiter.

Broker wie XTB unterstützen Trader nicht nur in diesen unruhigen Zeiten mit zahlreichen Informationen von den Märkten. Bei XTB können Trader unter anderem aktuelle Marktnachrichten, Expertenanalysen und moderne Tools nutzen. Darüber hinaus stehen neben dem direkten Aktienkauf auch Handelsmöglichkeiten über CFDs zur Verfügung.

Bilderquelle:

  • shutterstock.com