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K+S Übernahme abgesagt: Und was ist mit Potash?

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Letzten Montag sagte das kanadische Unternehmen Potash Corp. seine Übernahmepläne für K+S ab – und der Kurs der K+S-Aktie sackte in den Keller. Das Unternehmen verlor rund ein Viertel seiner Marktkapitalisierung an diesem einen Tag. Und das bei einem DAX-Titel! Zum Thema K+S ist von den Finanzmedien nun schon einiges geschrieben worden. Doch was ist eigentlich mit der Aktie der Potash Corp? Ich habe mir die angeschaut und interessanterweise ist deren Kurs nach der Absage der Übernahmepläne nicht gefallen, sondern gestiegen. Hier der Blick auf die Details:

Ich finde es nicht verkehrt, sich auch einmal in die Lage von Potash Corp. zu versetzen. Der CEO des Unternehmens, Jochen Tilk (Deutscher) macht auf mich einen soliden Eindruck. Das Unternehmen hat seine Kali-Minen in Kanada – und genau dort plant nun K+S eine eigene Mine (die „Legacy Mine“, die 2016 die Produktion aufnehmen soll). Es wird dort derzeit massiv investiert von K+S, damit es mit dem Produktionsstart im kommenden Jahr auch klappt. Kein Wunder, dass sich Potash Corp. da dachte, diesen potenziell lästigen Konkurrenten vor der eigenen Haustür übernehmen wir dann am besten. Man bot 41 Euro pro K+S Aktie – was zum Zeitpunkt des Angebots einer Prämie von rund 59% auf den durchschnittlichen Kurs der K+S Aktie in den 12 Monaten davor entsprach.

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Gescheiterte Übernahme: Die Sicht von Potash Corp.

Die Übernahme hätte den Marktanteil von Potash Corp. auf rund 30% erhöht. Es hätte eine Konkurrenz-Mine „vor der Haustür“ verhindert, und es hätte Verkaufsmöglichkeiten außerhalb Kanadas eröffnet (nämlich in Europa). Aus strategischer Sicht also für Potash Corp. durchaus eine gute Sache. Nur wie so vieles im Leben ist es natürlich auch eine Frage des Preises. Und diese gebotenen 41 Euro pro K+S Aktie sahen offensichtlich viele Anteilseigner von Potash Corp. als „zu viel“ an. Denn das hätte bedeutet, dass Potash Corp. im Falle einer erfolgreichen Übernahme rund 7,9 Mrd. Euro hätte auf den Tisch legen müssen. Und das in einem Umfeld, in dem derzeit die Nachfrage von Seiten wichtiger Kunden schwächelt und die Kalipreise vielleicht fallen könnten…

Insofern waren ganz offensichtlich viele Marktteilnehmer froh, dass Potash die Übernahmepläne absagte und damit 7,9 Mrd. Euro „gespart hat“. Und wer weiß, ob die 7,9 Mrd. Euro gereicht hätten, angesichts des Widerstands des K+S Managements gegen die Übernahme hätte das Angebot vielleicht noch erhöht werden müssen. Und so ein „Bieter-Wettkampf“ schreckt naturgemäß die Aktionäre des Unternehmens ab, welches der Käufer ist.

Für die Aktionäre des Unternehmens, welches übernommen werden soll, kann das hingegen natürlich durchaus lukrativ sein. Besonders dann, wenn sich zwei potenzielle Käufer gegenseitig hochtreiben mit ihren Geboten…

Kurzfristig vielleicht also besser für Potash Corp., dass die Übernahmepläne gestrichen worden sind. (Wer weiß schon übrigens, ob diese Pläne nicht im nächsten Jahr wieder aufgenommen werden, oder zu einem anderen Zeitpunkt, der aus Sicht von Potash Corp. passend erscheint?) Mittel- bis langfristig hingegen hätte es aus Sicht von Potash durchaus sinnvoll sein können, die Übernahme durchzuziehen. Doch so etwas weiß man natürlich erst nachträglich – Entscheidungen müssen aber vorwärts getroffen werden.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

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