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G20-Finanzminister sprechen über Kryptowährungen

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Die Finanzminister der G20 sprachen bei ihrem Treffen in Buenos Aires am Wochenende auch über Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie. Laut ihrer Abschlusserklärung sehen sie darin auch Vorteile für die internationalen Finanzmärkte. Dies zeigt, dass die Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer und Vertreter von Zentralbanken diesen der Blockchain positiv gegenüber stehen. Allerdings betonten sie auch, dass Krypto-Assets bislang zentrale Eigenschaften einer Währung fehlen.

Inhaltsverzeichnis
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    Vorteile für Finanzsystem und Wirtschaft

    Im Abschlusskommuniqué ihres Treffens widmeten sie sich in einem Absatz dem Thema Kryptowährungen und der Blockchain. Technologische Innovationen bringen demnach aus der Sicht der teilnehmenden Finanzminister große Vorteile für das Finanzsystem und die Wirtschaft im weiteren Sinne. Hier bezogen sie vor allem die Technologien, auf denen Kryptowährungen beruhen, mit ein.

    Allerdings heißt es in der Abschlusserklärung des Treffens auch, dass weiterhin Fragen rund um Kryptowährung offen seien. Diese beziehen sich auf den Verbraucher- und Anlegerschutz, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Dies zeigt, dass die Finanzminister bei Kryptowährungen noch immer Vorsicht walten lassen.

    Kryptowährung ohne Eigenschaften von Staatswährungen

    Darüber hinaus fehlen nach Einschätzung der internationalen Finanzminister Kryptowährungen noch immer Eigenschaften von Staatswährungen. Sie wollen aufmerksam bleiben, auch wenn Kryptowährungen derzeit kein globales Risiko für die Finanzstabilität darstellen, da ihre Marktkapitalisierung noch immer vergleichsweise gering ist. Die G20-Finanzminister kündigten an, auch in Zukunft mit dem Financial Stability Board (FSB) zusammen zu arbeiten. So will man die langfristigen Auswirkungen von Kryptowährungen auf die Weltwirtschaft weiter analysieren und die Weiterentwicklung digitaler Währungen im Blick behalten.

    Gefahren für das internationale Finanzsystem auswerten

    Das Financial Stability Board wurde 2009 auf dem G20-Gipfel in London ins Leben gerufen. Die internationale Organisation trat damals die Nachfolge des Financial Stability Forums an. Das FSB ist bei der  Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel ansässig und soll das internationale Finanzsystem überwachen. Neben Einrichtungen aus den Staaten der G20 sind auch einige internationale Institutionen wie die Weltbank oder die EZB Mitglied im FSB. Derzeit ist Mark Carney, der Gouverneur der Bank of England, der Vorsitzende der FSB. Die Organisation hat die Aufgabe, Gefahren für das internationale Finanzsystem im Blick zu haben und gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen aufzubauen. Regelmäßig werden Studien und Berichte veröffentlicht. Zudem berät die FSB andere Institutionen. Auch Kryptowährungen gehören seit einiger Zeit zu den Themen, mit dem sich das FSB beschäftigt.

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    Bericht der FSB bei G20-Treffen

    Auf dem Treffen der G20-Finanzminister stellte das FSB den Bericht „Crypto-Assets – Report to the G20 on work by FSB and standard-setting bodies“ vor. Darin listetet man Aktivitäten des FSB und anderer Regulierungseinrichtungen zu Kryptowährungen auf. Die Ergebnisse des Berichts waren wohl auch Teil der Abschlusserklärung. Dies zeigt beispielsweise die Aussage, dass Kryptowährungen zur Zeit keine Gefahr für die internationale Finanzstabilität darstellen. Diese Ansicht vertreten das FSB und ihre Mitglieder bereits seit einiger Zeit. Mark Carney äußerte diese Ansicht im März. Darauf hin wurde spekuliert, ob das Thema auf dem G20-Finanzministertreffen in Buenos Aires überhaupt besprochen wird.

    Auch Arbeitsgruppe gegen Geldwäsche involviert

    Die Financial Action Task Force (on Money Laundering) aus Paris wurde ebenfalls um einen Bericht gebeten. Die FATF ist eine Arbeitsgruppe, die Maßnahmen gegen Geldwäsche erarbeitet und bei der OECD ansässig ist. Ihre Einführung wurde 1989 auf dem G7-Gipfel in Paris beschlossen. Die FATF analysiert Methoden der Geldwäsche und soll dabei helfen, Vermögenswerte aus illegaler Herkunft zu erkennen. Kürzlich kam die FATF in Bezug mit Kryptowährungen ins Gespräch, als bekannt wurde, dass man über dieses Thema mit Südkorea Gespräche führen will.

    Auch die FATF gibt anderen Einrichtungen und Staaten Empfehlungen. Seit 2001 gehört auch das Thema Terrorfinanzierung zu ihren Aufgaben. Oftmals setzten Staaten die Empfehlungen der FATF in nationale Gesetze um. Insgesamt sind 35 Staaten und zwei internationale Einrichtungen (die Europäische Kommission und dem Golf-Kooperationsrat) Mitglieder der FATF.

    Kryptowährungen womöglich auch bei G20-Treffen im November Thema

    Auch der Handelsstreit mit den USA war ein großes Thema auf dem G-20-Finanzminister-Treffen in der argentinischen Hauptstadt. Das Treffen hatte jedoch die eigentliche Aufgabe, den Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20 Ende November an gleicher Stelle vorzubereiten. Auch dort könnten Kryptowährungen zur Sprache kommen.

    Zuletzt trafen sich die Finanzminister aus aller Welt im März. Damals sprach man ebenfalls über Kryptowährungen. Einer der Kernaussagen im März war, dass einheitliche internationale Regulierungen für Kryptowährungen erst dann möglich sind, wenn man weitere fundierte Informationen erhalten habe.

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    Aussagen der G20-Finanzminister nicht überraschend

    Die aktuelle Aussagen der G20-Finanzminister waren nicht überraschend. Zudem wurden die Aussagen in der Abschlusserklärung eher allgemein formuliert. So sprach man beispielsweise nur im Allgemeinen über die Vorteile von Kryptowährungen und der Blockchain, ging aber auf diese nicht genauer ein.

    Im Vorfeld wurde spekuliert, ob man bei diesem Treffen bereits den Grundstein für einheitliche Regulierungen legen könnte oder sich gar auf konkrete Regelungen festlegen würde. Da dies nicht der Fall war, wird es wohl auch in nächster Zukunft nicht zu einer einheitlichen, internationalen Regulierung kommen. Die Finanzminister wollen wohl ebenso wie die Vertreter von Zentralbanken abwarten, wie sich der Kryptomarkt in der nächsten Zeit entwickeln. Außerdem besteht wohl aus Sicht der beteiligten Finanzminister kein dringlicher Handlungsbedarf, da derzeit keine Gefahren für die internationale Wirtschaft zu sehen sind.

    Staaten arbeiten an eigenen Regulierungen

    Aktuell gehen viele Länder rund um den Globus ihren eigenen Weg bei der Regulierung von Kryptowährung. Die G20-Mitglieder Japan und Südkorea haben beispielsweise in den letzten Monaten einige neue Regelungen aufgestellt. Südkorea rief auch die G20-Mitglieder zu einer engeren Zusammenarbeit auf. In Europa gelten Malta und die Schweiz, die beide nicht in der G20 vertreten sind, als Vorreiter bei kryptofreundlichen Regulierungsansätzen.

    Konkurrenz bekommt die Schweiz allerdings zunehmend vom kleinen Nachbarland Liechtenstein. Das Fürstentum, das weder Teil der EU noch der G20 ist, geht beim Thema Regulierung von Kryptowährungen derzeit mit großen Schritten voran. Schon vor einiger Zeit hatte man das Ziel ausgerufen, Vorreiter für Kryptowährungen zu werden. Dabei bekommt man auch Unterstützung von der Fürstenfamilie. Vor allem Prinz Michael von und zu Liechtenstein setzt sich für Kryptowährungen ein.

    Liberale Regulierung in Aussicht gestellt

    Schon im März hatte Adrian Hasler, der Premierminister des kleinen Landes, eine aus seiner Sicht progressive Regulierung versprochen. Man will Blockchain-Unternehmen noch stärker unterstützen. Obwohl es bisher erst fünf ICOs in Liechtenstein gab, hofft man, Rahmenbedingungen zu schaffen, um weitere Blockchain-Unternehmen ins Land zu locken.

    Nun wurde ein neues Blockchain-Gesetz angekündigt, dass über die Regelungen anderer Staaten hinaus geht. Damit will man Rechtssicherheit für Techniken wie die Distributed-Ledger-Technologie oder die Blockchain schaffen. Auf der einen Seite sollen Risiken in Verbindung mit Kryptowährungen abgebaut werden, auf der anderen Seite will man Unternehmen aber keine zu starken Beschränkungen auferlegen. Die Liechtensteinische Regierung will so zuverlässige Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft im Land sowie digitale Vermögenswerte aufbauen.

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    Vermögenswerte aller Art an Kryptobörsen listen

    Der sogenannte „Blockchain Act“ soll es zudem erlauben, Vermögenswerte aller Art, darunter auch Immobilien und Werkpapiere, zu tokenisieren. Durch eine Umwandlung in Tokens werden diese digitalisiert und können somit an einer Kryptobörse notiert werden. Dies soll den Austausch und die Speicherung von Eigentum erleichtern. Außerdem könne man so den tatsächlichen Wert einer Immobilie freisetzen.

    Auch Know-Your-Custumer-Regelungen und Anti-Geldwäsche-Richtlinien werden in das neue Gesetz einbezogen. Dazu kommt eine weitere Regulierung des traditionellen Finanzmarkts. Das Gesetz soll im Herbst erlassen werden und Anfang 2019 in Kraft treten. Des Weiteren ist in Liechtenstein derzeit eine eigene Kryptobörse im Gespräch.

    Fazit: Keine Regulierung von Kryptowährungen nach G20-Finanzministertreffen in Sicht

    Wie bereits auf dem letzten Treffen im März kam auch auf dem jüngsten Treffen der Finanzminister der G20 das Thema Kryptowährungen zur Sprache. In der Abschlusserklärung war diesem Thema ein Absatz vorbehalten. Darin brachten die Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer zum Ausdruck, dass sie in Kryptowährungen und der Blockchain eine Innovation sehen, die Vorteile für den Finanzmarkt mit sich bringen könnte. Kryptowährung weisen jedoch aus Sicht der Finanzminister der teilnehmenden Vertreter von Notenbanken nicht die wichtigsten Merkmale von Währungen auf.

    Darüber hinaus sehen sie weiterhin offene Fragen bei Themen wie dem Anlegerschutz, der Terrorfinanzierung oder Geldwäsche. Sie wollen die weitere Entwicklung des Kryptomarkts beobachten und sehen derzeit keine Notwendigkeit für Regulierungen, da von Kryptowährungen aktuell keine Gefahren für die Finanzmarktstabilität ausgehen. Das Financial Stability Boards (FSB) wurde ebenso wie die für Maßnahmen gegen Geldwäsche zuständige Financial Action Task Force (FATF) damit beauftragt, weitere Berichte anzufertigen.

    Die G20-Finanzminister wollen also die weiteren Entwicklungen rund um Kryptowährungen und die Blockchain im Auge behalten. Da das Treffen der Finanzminister vor allem der Vorbereitung des G20-Gipfels der Staats- und Regierungschefs Ende November in Buenos Aires galt, könnte es sein, dass das Thema Kryptowährungen auch dort zur Sprache kommen wird.

     

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