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Kryptohandel bei 6 deutschen Banken – wer arbeitet bereits mit virtueller Währung?

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Die Banken in Deutschland sind beim Thema Kryptowährungen noch immer sehr vorsichtig. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums arbeiten dennoch bereits mindestens sechs deutsche Banken mit Bitcoins und / oder anderen Kryptowährungen. Dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine kleine Anfrage des Linken-Abgeordneten Thomas Lutze im Bundestag hervor. Außerdem wurde in diesem Zusammenhang bekannt, dass man derzeit prüft, ob die europäische Geldwäschenichtlire überarbeitet werden muss.

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Namen der Banken nicht bekannt

Die Angaben des Bundesfinanzministeriums basieren auf Informationen der BaFin zu den von ihr überwachten Finanzinstituten. Die Namen der Banken, die mit Kryptowährungen handeln, wurden allerdings nicht genannt. Außerdem gab das Finanzministerium bekannt, dass es bisher zu keinem Verfahren der Finanzaufsicht zu Verstößen gegen die Sorgfalts- und Meldepflichten hinsichtlich Geldwäsche im Zusammenhang mit Kryptowährungen kam. Des Weiteren machte das Ministerium deutlich, dass im Prinzip jede Bank, die über eine Lizenz für den Eigenhandel verfügt, einen Automaten aufstellen darf, mit dem Bitcoins in Euro und umgekehrt umgetauscht werden können. Allerdings machte bisher noch keine Bank von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Mehrere Verdachtsfälle

In den letzten Monaten gab es allerdings einige Verdachtsfälle im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Seit Mitte 2017 registrierte man fast 50 solcher Verdachtsfälle. Zudem gingen bei der neuen Financial Intelligence Unit (FIU) der Generalzolldirektion zwischen im zweiten Halbjahr 2017 nochmals 195 Meldungen ein; von Januar bis April 2018 280.

Trotz dieser Verdachtsfälle sieht die Bundesregierung zurzeit keine Risiken für die Finanzmarktstabilität. Der Grund dafür ist, dass die Marktkapitalisierung und die Verbindungen zum traditionellen Finanzbereich bisher recht gering sind. Dennoch steht eine Überprüfung der europäischen Geldwäscherichtlinie an. Noch immer sind viele Fragen rund um Kryptowährungen unbeantwortet. Daher wendet sich das Finanzministerium auch gegen den Vorschlag der schwedischen Zentralbank, in naher Zukunft digitales Zentralbankgeld auszugeben.

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Große Banken in den USA öffnen sich

In den USA zeigen sich einige Banken in den letzten Wochen etwas offener beim Thema Kryptowährungen. Kürzlich gab beispielsweise Goldman Sachs bekannt, das man bald den Handel mit Bitcoin-Futures anbieten will. Auch der direkte Kauf und Verkauf von Bitcoins soll bald eingeführt werden. Auch Morgan Stanley beschäftigt sich immer intensiver mit dem Thema Kryptowährungen. In Europa zeigen sich die Banken bisher eher vorsichtig, wenn es um Kryptowährungen geht.

Gesundheitsminister Spahn zur Blockchain

Auch im Gesundheitsministerium ist die Blockchain wohl ein Thema. Damit sind Kryptowährungen und die Technik, auf der sie basieren, in Deutschland nun auch in der Politik angekommen. Gesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich kürzlich zu der Frage, ob die Blockchain auch im Gesundheitswesen einsetzbar ist. Auf der Startup-Messe Cube Tech Fair in Berlin zeigte er sich jedoch zurückhaltend, sprach sich aber für die weitere Digitalisierung in der Branche aus. Neue Technologien wie die Blockchain müsse man jedoch zunächst komplett verstehen, bevor sie in der Praxis eingesetzt werden kann.

Einige Startups machen jedoch schon jetzt vor, wie man die Blockchain anwenden kann. Im Gesundheitswesen geht es vor allem darum, die Möglichkeiten der Digitalisierung zu Steigerung der Effektivität rund um Diagnosen, Daten von Patienten oder Rezepten zu nutzen. Dieser Prozess geht derzeit noch sehr langsam voran. Hier könnten die Blockchain und Smart Contracts ihren Beitrag leisten.

Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt nur langsam voran

Jens Spahn ist wohl mit dem Thema Kryptowährungen bereits vertraut. In der vergangenen Legislaturperiode war er als Staatssekretär im Finanzministerium beschäftigt. Er ist dennoch der Ansicht, dass ein Einsatz neuer Technologien wie der Blockchain im Gesundheitsbereich nur unter Vorbehalt erfolgen könnte. Unter anderem müsse man sich die Frage stellen, welche Verbesserungsmöglichkeiten damit umgesetzt werden könnten.

Die Digitalisierung kommt gerade im Gesundheitsbereich nur schleppend voran, obwohl man schon 2015 mit dem E-Health-Gesetz hier die Digitalisierung vorantreiben wollte. Vor allem Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes stellen hier wohl eine Hürde dar. Unternehmen wünschen sich hier mehr Engagement der Politik, um ihre Projekte in die Tat umsetzten zu können.

Blockchain in Estland etabliert

In Estland wird bereits das Gesundheitswesen über die Blockchain gesichert. 95 Prozent aller Gesundheitsdaten sowie fast alle Verschreibungen von Medikamenten werden hier dezentral über eine Blockchain gesichert. Experten sind sich einig, dass es gerade im Gesundheitsbereich viele Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain gibt. Diese reichen von der Logistik in Krankenhäusern bis zur Vermeidung von gefälschten Medikamenten.

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Interesse an Kryptowährungen hält an

Trotz der mit Kryptowährungen verbundenen Risiken und Unwägbarkeiten können sich immer mehr Deutsche eine Anlage in Kryptowährungen vorstellen. Kürzlich veröffentlichte die Postbank ihre „Digitalstudie 2018“. Daraus geht hervor, dass jeder dritte Deutsche über eine Anlage in Kryptowährungen nachdenkt. Für diese Studie befragte die Postbank im Zeitraum von Februar bis März 2018 3.100 Menschen in Deutschland.

Die Studie zeigt, dass 29 Prozent der Deutschen in Kryptowährungen eine interessante Geldanlage sehen. Die Attraktivität von Kryptowährungen scheint also trotz des Kursrückgangs zu Jahresbeginn ungebrochen zu sein. Dabei überrascht es kaum, dass vor allem die Möglichkeit hoher Renditen für die Deutschen besonders attraktiv ist.

Neugier und Renditechancen

Vor allem Männer fühlen sich von den hohen Renditechancen angezogen. Dieser Aspekt ist 56 Prozent der Männer wichtig. Bei den Frauen waren es nur 36 Prozent. Ein zweiter wichtiger Grund für eine Anlage in Kryptowährungen ist die Unabhängigkeit vom etablierten, regulierten Finanzsystem. Dieser Aspekt ist für 61 Prozent der Frauen und 51 Prozent der Männer sehr wichtig.

Die Anonymität von Kryptowährungen ist ein weiterer Aspekt, den die Deutschen für wichtig erachten. Für sie ist es ein großes Plus, dass weder Bankmitarbeiter noch Broker Einblick in das persönliche Wallet bekommen kann. Darüber hinaus trägt wohl auch die Volatilität von Kryptowährungen zur Attraktivität bei. Dieser führt wohl zu Nervenkitzel, Neugier und eine Art „Goldgräber-Gefühl“.

Kryptowährungen attraktiv für junge Menschen

Die Digitalstudie der Postbank zeigt zudem, dass Kryptowährungen besonders für die Generation Y interessant sind. Als Generation Y oder Millenials werden je nach Definition alle Menschen bezeichnet, die im Zeitraum zwischen 1980 und dem Jahr 2000 geboren wurden. 46 Prozent der 18- bis 34-Jährigen gaben an, dass sie sich für Kryptowährungen interessieren.

Bitcoin und Co. scheinen daher vor allem auf junge Menschen einen bestimmten Reiz auszuüben. Laut der Studie besitzen schon sechs Prozent der „Digital Natives“, die mit dem Internet aufgewachsen sind, Kryptowährungen. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie der Durchschnitt. Weitere 14 Prozent aus dieser Altersgruppe erwerben womöglich im nächsten Jahr Kryptowährungen.

Wissen zu Kryptowährungen

Des Weiteren gaben 20 Prozent der Befragten an, dass sie sich nach eigenen Angaben gut oder sehr gut mit Kryptowährungen auskennen. In der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen lag dieser Zahl noch etwas höher. Allerdings bezweifeln die Autoren der Studie hier die Richtigkeit der Selbsteinschätzung. Beispielsweise war einem Teil der Befragten nicht klar, dass man seine Gewinne aus dem Krypto-Handel in voller Höhe versteuern muss, wenn man die einjährige Haltefrist missachtet hat. Vielen Befragten war auch die Gefahr eines Totalverlustes aufgrund der sehr risikoreichen Geldanlage nicht vollkommen bewusst.

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Kryptowährungen trotz Risiken beliebt

Der Chief Digital Officer der Postbank, Dr. Thomas Mangel, war vom großen Interesse an Kryptowährungen durchaus überrascht. Kryptowährungen scheinen trotz der hohen Risiken und Kursverluste zu Jahresbeginn auf viele Menschen noch immer einen großen Reiz auszuüben. Mangel sieht allerdings eine Gefahr darin, dass Menschen nur einem Hype folgen könnten und so hohe Verlusten erleiden. Er rät vor allem jüngeren Menschen dazu, auch etablierten Angebote von Banken im Blick zu behalten. Außerdem rät er Menschen, denen bereits Wertpapiere zu risikoreich erscheinen, von einem Investment in Kryptowährungen ab.

Besonders jüngere Menschen neigen dazu, ein zu hohes Risiko einzugehen. Wer beispielsweise für die Rente vorsorgen möchte, ist dagegen oftmals vorsichtiger bei seinen Anlagen. Dr. Thomas Mangel empfiehlt daher, nur so viel Geld zu investieren, wie man im schlimmsten Fall auch verlieren kann. Anleger sollten sich immer wieder bewusst machen, dass beim Handel mit Kryptowährungen ein Totalverlust möglich ist.

Bekanntheitsgrad steigt

Schon im Februar gab es eine viel beachtete Studie zum Thema Bitcoins, die vom Digitalverband Bitkom durchgeführt wurde. Bitkom befragte rund 1.000 Deutsche ab 14 Jahren. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass erstmals mehr als die Hälfte der Deutschen (64 Prozent) Bitcoins kennen. 2016 war es nur die Hälfte und 2013 gar nur 14 Prozent. Allerdings gaben in dieser Befragung 72 Prozent der Teilnehmer an, dass sie Bitcoins nicht nutzen möchten.

Dennoch kann sich laut Bitkom jeder fünfte Deutsche vorstellen, Bitcoins zu kaufen und zu benutzen. Allerdings hatten dies bislang nur vier Prozent der Befragten auch getan. Laut Bitkom sind wichtige Gründe für das Interesse an der Kryptowährung Neugier und Unzufriedenheit mit der aktuellen Geldpolitik.

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Fazit: Banken weiterhin vorsichtig gegenüber Kryptowährungen

Das Bundesfinanzministerium gab in der Antwort auf eine kleine Anfrage im Bundestag bekannt, dass derzeit sechs deutsche Banken mit Kryptowährungen arbeiten. Die Namen der Banken wurden nicht bekannt gegeben. Derzeit diskutiert man zudem, ob Kryptowährungen eine Änderung bei der europäischen Geldwäscherichtlinie notwendig machen. Obwohl die Behörden seit Mitte 2017 zahlreiche Verdachtsfälle registrierten, gab es laut der Bundesfinanzaufsicht in Deutschland bisher kein Verfahren aufgrund von Verstößen gegen die Geldwäscherichtlinien in Verbindung mit Kryptowährungen.

In Amerika öffnen sich große Banken wie Goldman Sachs langsam gegenüber Kryptowährung. In Europa scheint noch immer Vorsicht vorzuherrschen. Dagegen können sich viel Bundesbürger eine Geldanlage in Kryptowährungen vorstellen. Aus einer Studie der Postbank geht hervor, dass sich jeder Dritte eine Geldanlage in Kryptowährungen vorstellen kann.

Damit ist trotz der Kurseinbrüche zu Jahresbeginn das Interesse an Kryptowährungen weiter hoch. Hohe Renditechancen, die Unabhängigkeit von traditionellen Finanzsystem und ihrer Anonymität machen Kryptowährungen besonders attraktiv. Auch emotionale Gründe wie ein gewisser Nervenkitzel spielen durchaus eine Rolle.

Schon im Februar ging aus einer Studie des Digitalverbands Bitkom hervor, dass 64 Prozent der Deutschen Bitcoins mittlerweile kennen. Dies ist doppelt so viel wie noch 2016. Vor allem bei jungen Menschen scheinen Kryptowährungen beliebt zu sein.

 

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