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Krypto-Werbeverbot bei Twitter tritt 2018 in Kraft

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Ab heute soll laut der Nachrichtenagentur Reuters schrittweise die Werbung für Kryptowährungen und damit verbundene Angebote, vor allem ICOs, bei Twitter heruntergefahren werden. Bei Facebook ist ein derartiges Verbot schon seit Januar in Kraft, Google hat ein Verbot für Juni angekündigt. Das Werbeverbot bei Twitter wurde bereits vor einigen Tage angekündigt und nun wohl in die Tat umgesetzt. Bereits die Ankündigung des Verbots von Twitter führte wohl dazu, dass einige Investoren ihre Bitcoins verkaufen. Gleichzeitig blieben die Käufe gleich oder ebenfalls. In der Folge gab es ein Überangebot am Markt und der Kurs sank. Der Kurs von Bitcoin sank erneut unter die 8.000-Dollar-Marke.

Inhaltsverzeichnis
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    Sicherheit der Twitter-Nutzer gewährleisten

    Ein Sprecher von Twitter sagte im US-TV-Sender CNBC, dass sich das Unternehmen dazu verpflichtet fühle, die Sicherheit der Community zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde eine neue Werberichtlinie eingeführt, die unter anderem Werbung für ICOs und Token-Verkäufe umfasst und international gelten soll. Neben ICOs und Token-Verkäufen werden wohl auch Kryptobörsen und Wallet-Anbieter von dem Verbot bei Twitter betroffen sein. In den nächsten vier Wochen soll das Verbot bei allen Werbetreibenden durchgesetzt werden.

    Verbote auch bei Facebook und Google

    Bei Facebook finden Nutzer bereits seit Januar keine Werbung für Kryptowährungen, ICOs und Token-Verkäufe mehr. Google arbeitet ebenfalls an einem Verbot, dass jedoch erst mit Vorlaufzeit im Juni in die Tat umgesetzt werden soll. Dann sollen auf der Suchmaschine keine Werbung für unregulierte Kryptowährungen, ICOs und andere damit verbundenen Produkte mehr erscheinen. Dieses Verbot soll auch für riskante Finanzprodukte gelten und könnte damit einen großen Einfluss auf die gesamte Branche haben. Es wird zudem befürchtet, dass auch neutrale Inhalte über Kryptowährungen und seriöse Produkte aus der Branche unter das Verbot fallen werden.

    Unternehmen fürchten um eigenen Ruf

    Die drei Unternehmen befürchten wohl auch, dass aufgrund krimineller Absichten oder durch mögliche Verluste von Anlegern auch ihr Ruf leiden könnte oder sie möglicherweise für Verluste oder Betrugsfälle verantwortlich gemacht werden könnten. Als im letzten Jahr die Kurse von Bitcoin & Co. enorm nach oben gingen, wurde auch auf internationalen Online-Plattformen dafür geworben. Bei Twitter war vor allem Werbung für ICOs sehr beliebt und auch Prominente wie Paris Hilton machten in Tweets Werbung für Produkte aus der Krypto-Szene.

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    In den Augen von Twitter seien Inhalte zu ICOs und Token Sales oftmals mit Täuschung und Betrug verbunden. Dies betreffe organische und bezahlte Inhalte. Daher werde man nun mehrere Signale einführen, um diese Inhalte bzw. Accounts, die diese veröffentlichen davon abzuhalten, andere Nutzer zu täuschen. Allerdings wird es wohl auch Ausnahmen geben, beispielsweise für Werbeanzeigen von börsennotierten Unternehmen. Auch für japanische Handelsplattformen, die dort von der Finanzaufsichtsbehörde reguliert werden, könnte es Ausnahmen geben.

    Markting-Möglichkeit fällt weg

    Nicht nur die sinkenden Kurse der wichtigsten Kryptowährungen können ein Zeichen dafür sein, dass die Werbeverbote großen Einfluss haben werden, auch für Startups, die mit der Blockchain arbeiten, fällt nun wohl eine interessante Marketing-Möglichkeit weg. Allerdings werden mit den Werbeverboten in der Tat wohl auch Anzeigen für unseriöse Angebote rund um Kryptowährungen von den Plattformen verschwinden.

    Twitter und andere Plattformen wurden mit dem Hype rund um Kryptowährungen vor eine große Herausforderung gestellt. Immer mehr ICOs und andere Angebote kamen in den letzten Monaten auf den Markt. Für die Plattformen ist es wohl unmöglich, bei jedem Angebot herauszufinden, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt oder nicht. Dennoch hat Twitter in den letzten Wochen wohl auch selbst Einnahmen durch Werbung für ICOs erzielt. Ähnliches gilt sicher auch für Google.

    Geplantes Verbot bei Google

    Google will ab Juni entsprechende Werbeanzeigen löschen. Dort kam wohl auch hinzu, dass in den letzten Wochen in der Tat einige Werbeanzeigen in der Suchmaschine angezeigt wurden, die für Kritik gesorgt hatten. Werbung löschen ist für Google nicht ungewöhnlich. Zeitgleich mit dem Verbot für Krypto-Werbung veröffentlichte man auch Zahlen zu sogenannten „Bad Ads“. Laut dem „Bad Ads“-Report 2017 löschte Google im letzten Jahr über 3,2 Milliarden fragwürdiger Werbeanzeigen. Dies war im Vergleich zu 2016 ein Anstieg von 1,7 Milliarden. Dazu gehörten beispielsweise Anzeigen, über die Nutzer auf Webseiten mit Malware gelockt wurden. Auch mehrere Tausend Kunden-Konten wurden gesperrt. Google nahm allein im letzten Jahr mehr als 95 Milliarden Dollar mit Werbeanzeigen ein. Das Verbot von Krypto-Werbung wird daher wohl nicht zu einem deutlichen Umsatzverlust führen.

    ICOs lukrativ für Startups

    Startups konnten über ICOs teilweise mehrere Milliarden Dollar einnehmen. Doch Finanzaufsichtsbehörden und Verbraucherschützer rund um den Globus waren vor diesen Geschäften, da sie riskant und bislang noch gänzlich unreguliert sind. In der Tat kam es zu einigen Betrugsfällen. In China und Südkorea wurden bereits 2017 diese Form des Crowdfundings mit Kryptowährungen, dass vor allem bei Stratups beliebt ist, verboten. Auch in den USA stehen ICOs im Fokus der Behörden.

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    Daher stehen vor allem ICOs und Token Sales im Fokus der Internetkonzerne. Bei beiden Finanzierungsformen wollen Unternehmen über eine Art Crowdfunding, bei dem selbst erschaffene oder bereits bestehende Kryptowährungen ausgeben werden, Kapital von Investoren erhalten. Gerade Startups nutzen diesen Weg auch, um die oft sehr strengen Vorgaben von Banken und Gesetzgeber zu umgehen.

    In Deutschland nicht grundsätzlich verboten

    In Deutschland äußerte sich die BaFin erstmals im November 2017 zu diesem Thema. Auch diese Behörde warnt vor den Gefahren bei ICOs, dennoch sind Initial Coin Offerings und Token-Verkäufe in Deutschland nicht grundsätzlich verboten. Auch die BaFin rät allerdings dazu, nur dann in ICOs oder Token Sales zu investieren, wenn man als Anleger diese Finanzierungsform umfassend verstanden hat und die Risiken kennt.

    Allein bis Herbst 2017 nahm man in aller Welt wohl mehr als drei Milliarden Dollar über ICOs ein – trotz der Verbote in den für Kryptowährungen sehr wichtigen Ländern China und Südkorea. Dennoch war in Deutschland die rechtliche Lage lange unklar. Kryptowährungen wurden von der BaFin schon länger als Finanzinstrument eingestuft. Damit gelten hierfür zahlreiche Gesetze, beispielsweise das Kreditwesengesetz.

    ICOs keine Wertpapiere

    Aus Sicht der BaFin handelt es sich bei ICOs jedoch nicht um Wertpapiere. Daher können einige Regelungen zu Wertpapieren hier nicht angewendet werden. Bislang sind bei ICOs viele rechtliche Fragen offen, auch welche Gesetze genau angewendet werden. Erst im November 2017 stellte die BaFin klar, dass es auch rechtlich einwandfreie ICOs in Deutschland geben kann. Wichtig ist für die BaFin vor allem Transparenz. Wer ein ICO durchführen möchte, muss seine Investoren ausreichend informieren.

    Welche Gesetze in Deutschland für ICOs gelten, hängt vor allem von der genauen Gestaltung ab. Davon hängt auch ab, ob der Anbieter beispielsweise eine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz benötigt. Wer sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben hält, riskiert in Deutschland Bußgelder oder Schadensersatzforderungen.

    ICOs nur teilweise reguliert

    In vielen Ländern sind ICOs bisher teilweise reguliert bzw. es werden bereits bestehende Gesetze aus anderen Bereichen auf ICOs und Token Sales angewendet. Die US-Börsenaufsicht SEC versuchte beispielsweise vor kurzem durch Vorladungen an zahlreiche Unternehmen, die mit ICOs arbeiten, mehr über deren Vorgehensweise zu erfahren. Möglicherweise könnte eine sinnvolle und umsichtige Regulierung, die Innovationen nicht hemmt, auch dazu führen, dass das Vertrauen in diese Finanzierungsform wieder aufgebaut wird. Gerade für junge Unternehmen könnten ICOs auch in Zukunft eine interessante Möglichkeit sein, um Kapital für ihre Unternehmensidee zu bekommen.

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    In der Tat gab es einige Betrugsfälle und -versuche im Zusammenhang mit ICOs. Beispielsweise gab es bei einigen ICOs kein Unternehmen, dass die Finanzierung durchführte. Davor warnt auch Vitalik Buterin, der Begründer der bei ICOs besonders beliebten Kryptowährung Ethereum. Viele ICOs basieren auf der Blockchain von Ethereum. Vitalik Buterin hält die Idee hinter ICOs durchaus für sinnvoll, sieht aber ebenfalls, dass einige Menschen damit andere getäuscht haben.

    Eingenommenes Geld nicht auf einen Schlag auszahlen

    Buterin nennt als eines der Probleme in diesem Zusammenhang, dass alle eingesammelten Gelder auf einmal ausgeschüttet werden. Sobald der Token-Verkauf abgeschlossen wird, erhält das ausgebende Unternehmen das gesamte Geld. Dies erscheint Betrügern sicher ebenfalls lukrativ. Buterin schlägt daher sogenannte DAICOs (Decentralized autonomous Inital Coin Offerings) vor. Diese könnten die Sicherheit der Anleger erhöhen und garantieren, dass das Unternehmen in der Tat auch mit dem eingenommenen Geld arbeitet. Das Risiko eines Totalverlustes könnte so gesenkt werden. Nach Abschluss des Token-Verkaufs geht zunächst nur ein Teil des eingenommenen Geldes an das Unternehmen. Weitere Tranchen werden erst später ausgeschüttet, wenn das Unternehmen vorab definierte Meilensteine erreicht hat. Auf diesem Weg könnten Betrugsfälle reduziert werden und ebenfalls das Vertrauen von Anlegern und anderen Beteiligten zurückkehren.

    Fazit: Verbot von Werbung von Kryptowährungen bei Twitter soll schrittweise umgesetzt werden

    Wie bereits vor einigen Tagen angekündigt, will nun auch Twitter Werbung für Produkte rund um Dienstleistungen mit Kryptowährungen verbieten. Besonders im Fokus stehen dabei ICOs und Token Sales, bei denen es in der Vergangenheit einige Betrugsfälle gab. Aber auch Handelsplattformen und Anbieter von Wallets sollen betroffen sein. Das Verbot soll in den nächsten 30 Tagen weltweit schrittweise umgesetzt werden. Ausnahmen soll es für börsennotierte Unternehmen und regulierte japanische Handelsplattformen geben.

    Bei Facebook ist Werbung für Kryptowährungen und damit verbundene Produkte seit Januar verboten. Bei Google soll das angekündigte Verbot ab Juni umgesetzt werden. Hier sollen auch andere riskante Finanzinstrumente betroffen sein. Womöglich fallen auch seriöse Angebote und neutrale Information zu Kryptowährungen unter das Verbot.

    Die Internetunternehmen fürchten womöglich auch um ihren eigenen Ruf und sind in Sorge, von Anlegern für Verluste verantwortlich gemacht zu werden. Auf der anderen Seite stellen die vielen neuen Angebote die Unternehmen auch vor die Herausforderung, dass es für sie fast unmöglich ist, seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Dennoch sind ICOs weiterhin interessant für junge Unternehmen. In Deutschland hat die BaFin im November klargestellt, dass es durchaus möglich ist, legale ICOs durchzuführen.

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