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Kanadas Finanzbranche will Blockchain nutzen

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In der kanadischen Finanzbranche will man bald mit der Blockchain arbeiten. Das Projekt Jasper geht dort nun in die dritte und letzte Phase. Mit Jasper III soll der Finanzmarkt durch die Distributed-Ledger-Technologie modernisiert und enger miteinander verbunden werden. Für das Projekt ist ein Finanzkonsortium um die kanadische Zentralbank verantwortlich. Die Verantwortlichen sind bislang mit der Umsetzung sehr zufrieden. Allerdings kann Jasper bislang nicht dazu beitragen, dass Kosten gesenkt werden können.

Inhaltsverzeichnis
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    Ziel eines neuen Transaktionssystems für die Finanzbranche

    Schon seit einiger Zeit arbeiten die Bank of Canada und das mit ihr verbundene Finanzkonsortium am Projekt Kasper. Das Ergebnis soll ein umfassendes Transaktionssystem für die ganze Finanzbranche sein. Finanztransaktionen und letztendlich der gesamte Handel inklusive des Wertpapierhandels sollen in Zukunft effizienter werden.

    Damit ist Jasper eine Konkurrenz für den SWIFT-Standard. Dieser wird im Interbankenmarkt seit Jahrzehnten in aller Welt für fast alle Arten von Transaktionen verwendet. Allerdings offenbart das SWIFT-Transaktionssystem im Vergleich zu moderneren Technologien immer mehr Schwächen. So können beispielsweise einige Tage vergehen, bis das überwiesene Geld in der Tat auf dem Konto des Empfängers verbucht wird.

    Mit bisherigen Ergebnissen zufrieden

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll Jasper laut den derzeitigen Ergebnissen  der kanadischen Zentralbank, der TMX Group, Payments Canada und der Beratungsgesellschaft Accenture dazu in der Lage sein, Geld von Zentralbanken oder Wertpapiere fast in Echtzeit zu transferieren. Dafür werden das Geld oder die Wertpapiere in Tokens umgewandelt und im Anschluss über die Distributed-Ledger-Technologie von R3 in sehr kurzer Zeit transferiert. Banken müssen bei diesem Prozess nicht mehr aktiv eingreifen.

    Technik des R3-Konsortiums

    Das R3-Kosortium repräsentiert mittlerweile mehr als 200 Partner von Finanzdienstleistern wie Technologieunternehmen, Zentralbanken und Regulatoren. Gemeinsam arbeitet man an Lösungen über die Distributed-Ledger-Technologie für die Finanzbranche und zunehmend auch für andere Branchen. Seit einiger Zeit besteht auch eine Kooperation zwischen R3 und Microsoft und Amazon.

    Im September 2015 kamen die ersten neun Unternehmen zum Konsortium. Dies waren unter anderem Goldman Sachs, JP Morgen und Credit Suisse. Bald kamen weitere international bekannte Unternehmen aus der Finanzbranche dazu. Goldman Sachs und Morgan Stanley verließen das Konsortium gemeinsam mit der Santander Bank im November 2016.

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    Distributed-Ledger-Technologie etablieren

    Das R3-Konsortium will die Distributed-Ledger-Technologie in verschieden Branchen etablieren. 2014 gründete David E. Rutter das Unternehmen, dass seinen Hauptsitz in New York hat. Kern des Unternehmens ist die Open Source Distributed-Ledger-Plattform Corda, über die komplexe Transaktionen abgewickelt werden können. Auch für Versicherungen, Unternehmen im Gesundheitswesen, Energieunternehmen und Regierungen kann diese Technik interessant sein. Die Distributed-Ledger-Technologie von R3 wurde stark von der Blockchain beeinflusst, ist aber keine Blockchain im eigentlichen Sinne.

    Letzte Phase des Projekts

    Jasper III tritt nun in die dritte und damit letzte Phase des Proof of Concept ein. Das Projekt begann im März 2016. Das Ziel ist es, Transaktionen in Kanada effizienter und günstiger zu gestalten. Langfristig soll dies auch für internationale Transaktionen gelten, was bislang aber noch mit hohen Hürden verbunden ist. Der CEO von Payments Canada sagte, dass Jasper es ermöglicht, Zahlungen auf eine völlig neue Art zu transferieren. Das Geld soll in Echtzeit vom Käufer an den Verkäufer übermittelt werden.

    Die bisherigen Projektergebnisse waren durchaus positiv. Die beteiligten Unternehmen konnten eine deutliche Effizienzsteigerung erkennen. Allerdings konnte man bisher nicht signifikant Kosten sparen. Wie Scott Hendry von der Bank of Canada  vor kurzem bei einer Konferenz in Toronto sagte, seien die Einsparpotenziale begrenzt. Man ist sich derzeit trotz der langen Arbeit an Jasper noch im Unklaren, ob langfristig deutliche Kostenreduzierungen möglich sind.

    Kosteneinsparungen aufgrund technischer Ausführung nicht in Sicht

    Der Hintergrund ist die technische Ausführung. Die Variante der Blockchain des Konsortiums ist streng überwacht und nicht transparent. Nur die beiden Parteien, die direkt an einer Transaktion beteiligtet sind, können diese einsehen. Banken können sich nur diesen Weg vorstellen, da sie ansonsten überflüssig würden. Bis also die Distributed-Ledger-Technologie ohne Vermittler möglich ist, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Bis dahin kann man die Technik jedoch dazu nutzen, die Effizienz von Transaktionen zu erhöhen. Kosteneinsparungen sind bis dahin wohl nicht in Sicht.

    Distributed-Ledger-Technologie mehr als eine Blockchain

    Die Distributed-Ledger-Technologie und die Blockchain sind sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Die Distributed-Ledger-Technologie geht allerdings über eine Blockchain hinaus. Ein Distributed Ledger ist eine an mehreren Standorten gespeicherte Datenbank und damit ebenso wie die Blockchain dezentral organisiert. Diese dezentrale Organisation ist bei traditionellen Datenbanken, wie sie heute überall auf der Welt verwendet werden, nicht der Fall. Das digitale System erfasst Transaktionen von Assets. Alle Informationen rund um die Transaktion werden gleichzeitig an mehreren Standorten gespeichert. Über Knoten, an denen Informationen verarbeitet werden, entsteht ein Konsens zwischen allen Teilnehmern.

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    Blockchain eine Variante der Distributed-Ledger-Technologie

    Eine Blockchain ist nur eine mögliche Variante der Distributed-Ledger-Technologie. Ein Distributed Ledger muss nicht unbedingt als Kette aufgebaut sein und auch der beispielsweise von Bitcoin bekannte Proof-of-Work-Algorithmus ist kein Muss. Bald könnte die Distributed-Ledger-Technologie bei vielen Aufgaben in der Finanzbranche und anderen Branchen eingesetzt werden. Ein Vermittler oder eine zentrale Stelle wird nicht mehr benötigt. Auf diesem Weg könnten Transaktionen wesentlich schneller ausgeführt werden. Das komplexe System kann möglicherweise auch Manipulationen und Hackerangriffe verhindern.

    In Kanada auch online mit Bitcoins zahlen möglich

    In Kanada hat das Unternehmen Coincard zudem vor einige Zeit die Möglichkeit eröffnet, bei Onlineshops mit Bitcoins zu zahlen. Dazu implementierte das Unternehmen ein Lightning-Netzwerk, über das Kunden bei Amazon oder anderen Onlineshops zahlen können. Die Gebühren dafür sind sehr gering. Das Angebot kann mit einem Mindesteinkaufswert von 25 Dollar genutzt werden.

    Die Zahlung erfolgt über einen QR-Code. Coincard fungiert als eine Art Zwischenhändler. Letztendlich werden für diesen Zahlungsweg sogenannte Payment-Channels eröffnet. Die Zahlung selbst erfolgt jedoch über die Blockchain von Bitcoins, allerdings auf direkten Kanälen zwischen Sender und Empfänger. Dies soll die Blockchain deutlich entlasten.

    Blockchain auch in Irland Thema

    In Irland spricht man gerade über die Blockchain. Eine Studie der University of Ireland in Galway und der Blockchain Association of Ireland (BAI) kam zu dem Ergebnis, dass die irische Regierung mehr für die Förderung der Blockchain tun sollte. Aus Sicht der Autoren würden bisher zu wenig Unternehmen im Land die Blockchain nutzen.

    Laut der Studie „Die Einführung der Blockchain in Irland: Untersuchung des Einflusses organisatorischer Faktoren“ würden bisher 40 Prozent der irischen Unternehmen mit der Blockchain arbeiten. Die Akzeptanz der Blockchain ist aus Sicht der Autoren noch zu gering. Daher rufen sie die irische Regierung dazu auf, mehr für die Förderung der Blockchain zu unternehmen.

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    Voraussetzungen zur Einführung der Blockchain

    Damit Unternehmen die Blockchain einführen, müssen sie laut der Studie Unterstützung durch das Top-Management erhalten. Zudem muss die organisatorische Bereitschaft vorhanden sein. Gesetzliche Unsicherheiten und fehlendes Fachwissen sind zwei der Gründe, die für Unternehmen gegen die Einführung der Blockchain sprechen. Außerdem geht aus der Studie hervor, dass ICOs und Kryptowährungen eher negativ bewertet werden. Dieser Aspekt kann auch die Einführung der Blockchain komplizierter machen.

    Blockchain weiter fördern

    Dr. Trevor Clohessy von der Universität in Galway fordert daher von der irischen Regierung, dass sie das Wissen über die Blockchain fördert. Dies sei notwendig, um die Einführung der Blockchain bei irischen Unternehmen voranzutreiben. Er schlägt dazu eine nationale Initiative vor. Die Blockchain könnte aus seiner Sicht auch für andere Verwendungszwecke interessant sein. Beispielsweise könnte sie in Wahlgeräten und Wahlurnen eingebaut werden, um so Wahlbetrug zu vermeiden. Auch bei den aktuellen Herausforderungen hinsichtlich einer neuen EU-Außengrenze in Irland nach dem Austritt Großbritanniens könnte die Blockchain hilfreich sein.

    An der Universität in Galway arbeitet man bereits an der Förderung der Blockchain. Die J. E. Cairnes School of Business and Economics der Universität bietet Studenten der Masterstudiengänge  Business Analytics und Information Systems Management Programms ein Modul über die Blockchain an.

    Fazit: Blockchain kommt im kanadischen Finanzsektor an

    In Kanada soll die Blockchain bald in der Finanzbranche genutzt werden. Im März 2016 startete das Jasper-Projekt, dass nun in die dritte und letzte Phase geht. Mit Jasper soll der Finanzmarkt mit Hilfe der Distributed-Ledger-Technologie moderner und effizienter gestaltet werden. Überweisungen könnten in wenigen Sekunden auf dem Konto des Empfängers eingehen. Bislang führt dies jedoch noch nicht zu Kosteneinsparungen. Am Jasper-Projekt arbeitete ein Finanzkonsortium um die kanadische Zentralbank.

    Die beteiligten Unternehmen sind mit der bisherigen Umsetzung zufrieden. Japser könnte dem bisherigen SWIFT-Standard, bei dem Transaktionen zum Teil noch immer mehrere Tage dauern, Konkurrenz machen. Das R3-Konsortium arbeitet mit einer Variante der Blockchain, die sehr streng überwacht und nicht transparent ist. Damit sind Banken als Vermittler weiterhin notwendig. Mittlerweile haben sich im R3-Konsortium über 200 Unternehmen aus aller Welt zusammengetan.

    Die Distributed-Ledger-Technologie ist nicht mit der Blockchain zu verwechseln. Sie muss beispielsweise nicht in Blöcken verwendet werden. Streng genommen ist die Blockchain eine Variante der Distributed-Ledger-Technologie. Mit der Blockchain beschäftigt man sich gerade auch in Irland. Dort kam eine Studie der Universität Galway zu dem Ergebnis, dass sich die Regierung stärker für die Förderung der Blockchain einsetzen sollte. Aus Sicht der Autoren arbeiten noch zu wenig Unternehmen im Land mit der Technologie.

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