ETF des Monats: iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE)

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 18.03.2020


Der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) ist einer der vier großen ETFs auf den Dow Jones auf dem deutschen Markt. Es handelt sich um einen physisch replizierenden, ausschüttenden ETF, der versucht, den Dow Jones Industrial Average möglichst genau abzubilden.

Anleger profitieren von einem vergleichsweise hohen Fondsvolumen und enger Nähe an der Wertentwicklung, bezahlen dafür jedoch auch mit 0,51 % TER vergleichsweise hohe Gebühren. Wir fassen alle wichtigen Details für Sie zusammen und geben Ihnen Tipps, unter welchen Umständen der ETF in Ihr Portfolio gehören könnte.

  • Dow Jones besteht aus den 30 größten und bekanntesten US-Unternehmen
  • Physisch vollständig replizierender ETF
  • Viertel- bis jährliche Ausschüttung
  • TER von 0,51 %
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Der Dow Jones Industrial Average als zugrundeliegender Index

Der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF nutzt natürlich den bekannten Dow Jones als Index, den es möglichst genau abzubilden gilt. Der Index wurde 1884 erstmalig durch Charles Dow errechnet, der davon ausging, dass sich die Konjunktur der USA anhand der Aktienkurse der wichtigsten Unternehmen ablesen lässt. Mithilfe seines Partners Edward Jones weitete er die Anzahl der enthaltenen Werte auf 30 aus.

Der Dow Jones wird als reiner Kursindex berechnet, es sind also keine Dividenden oder andere Sonderzahlungen enthalten. Auch heute noch entscheidet das Wall Street Journal darüber, welche Werte in den Index einfließen. Es gibt also keine quantitativen Kriterien, nach denen der Index zusammengestellt wird. Änderungen finden nur selten statt und sind in der Regel eine Folge von Zusammenschlüssen, Übernahmen oder Insolvenzen. So überrascht es auch nicht, dass Apple erst zwei Jahre nach dem Erreichen des Status als größtes US-Unternehmen in den Index aufgenommen wurde und Alphabet bis heute nicht vertreten ist.

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Dem Dow Jones Industrial Average wird oft eine vergleichsweise schwache Aussagekraft unterstellt. Dies ändert jedoch nichts daran, dass er wie kein anderer Index auf andere Aktienmärkte wirkt. Ein Kurseinbruch wird international wahrgenommen und führt in der Regel zu Kursverlusten in anderen Märkten. Damit ist der Dow Jones Industrial Average ein wichtiger Faktor für weltweite Aktienmärkte.

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Welche Strategie verfolgt der ETF von iShares?

Der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) bildet den Dow Jones physisch ab. Die Vermögensverwalter erwerben also tatsächlich Aktien in einer Gewichtung, die den Index widerspiegelt und ermöglichen es Anlegern so, auch anteilig am Index zu profitieren. Anleger können also auch problemlos von Dividenden profitieren, da sie indirekt Anteile an den Aktien halten.

Der Anlageschwerpunkt liegt bei Aktien und darunter bei den Large Caps, also sehr großen Unternehmen. Der Index deckt viele unterschiedliche Branchen ab, jedoch nicht Transport und Versorgung. Die Schwerpunktregion ist natürlich die USA. Anleger, die in den iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) investieren, setzten also auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung der USA.

Es handelt sich um einen ausschüttenden ETF, wobei Erträge mindestens einmal jährlich, maximal einmal im Quartal an die Anleger ausgeschüttet werden. Das Fondsdomizil ist Deutschland, die Fondswährung allerdings US-Dollar. Das Währungsrisiko ist nicht gesichert. Anleger profitieren ausschließlich von Kursteigerungen, es handelt sich also um ein Long-Only Strategie-Risiko.
Der Fonds hat eine Mindestaktienquote von 90 % des Fondsvolumen. Natürlich kann dies zu vergleichsweise großen Wertschwankungen führen, sodass Anleger einen mittel- bis langfristigen Anlagezeitraum nutzen sollten, um das Verlustrisiko zu verkleinern. Zugleich führt dies zu 30 % Teilfreistellung, was allerdings aufgrund des Fondsdomizil in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle spielt.

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Über IShares

iShares wurde ursprünglich im Jahr 2000 durch Barclays gegründet und gilt als einer der ersten Spezialisten für ETFs. Innerhalb weniger Jahre stieg es auch deswegen zu einem der wichtigsten ETF-Anbieter überhaupt auf. Im Jahr 2009 wurde iShares zusammen mit der Vermögensverwaltung Barclays Global Investors durch die US-Amerikanische Fondsgesellschaft BlackRock übernommen. Seitdem wurde das Angebot noch weiter ausgebaut. Dementsprechend liefern sich aktuell die drei folgenden Fonds-Anbieter einen harten Wettkampf auf dem internationalen Markt:

  • iShares (37 %)
  • Vanguard (18 %)
  • SPDR (14 %)

iShares hat also bereits jetzt die Nase deutlich vorne und mehr als doppelt so viel Marktanteil wie der zweite Vanguard. Auch in Deutschland verweist iShares db X-Trackers auf die Plätze.
Die Größe führt allerdings auch dazu, dass der Vermögensverwalter BlackRock inzwischen von vielen Seiten kritisiert wird. Bei nahezu jedem DAX-Teilnehmer ist BlackRock inzwischen der größte Einzelaktionär. Er nutzt die Anteile, die er für seine Kunden verwaltet, durchaus auch, um Einfluss auf Versammlungen zu nehmen. Zudem kann BlackRock vergleichsweise unreguliert vorgehen und gilt dementsprechend auch als Schattenbank. Als solche ist BlackRock aufgrund der Größe inzwischen auch ein wesentliches Systemrisiko. Auch wenn sich das Unternehmen gerne als Spezialist für die Einschätzung und Abwendung von Risiken präsentiert, ist diese Entwicklung sicherlich nicht völlig unbedenklich. Wer in iShares ETFs investiert, sollte sich also darüber im Klaren sein, dass er zur Vergrößerung dieser Risiken beiträgt.

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Die wichtigsten Kennzahlen und Daten des iShares-ETF

Für den iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) veranschlagt die Fondsgesellschaft eine TER in Höhe von 0,51 % jährlich. Der ETF gehört somit zu den eher teureren Angeboten im Rahmen des passiven Investment in den Dow Jones. Dafür überzeugt der Tracking Error mit 3,86 Prozent in den vergangenen zwölf Monate. Hinsichtlich der Genauigkeit überflügelt der ETF auch Anbieter mit synthetischer Replikation, was natürlich nicht selbstverständlich ist, bei der vergleichsweise geringen Teilnehmerzahl jedoch leichter ist als beispielsweise bei einem ETF auf den S&P 500.

Weitere wichtige Daten weisen durchaus darauf hin, dass der ETF ein sinnvolles Investment darstellen kann:

  • Standardabweichung 3 J: 11,92 %
  • Information Ratio: 0,02
  • Sharpe Ratio: 0,30
  • Wertentwicklung seit Auflage: 7,57 % jährlich

Der ETF existiert dabei seit September 2001 und ist somit einer der älteren ETFs. Hinsichtlich des Alters müssen sich Anleger also nicht sorgen. Und auch das Fondsvolumen stimmt: Aktuell sind rund 370 Millionen US-Dollar in den ETF investiert, sodass die Größe für einen ETG auf den Dow Jones sehr gut ist. Viele Berater empfehlen allerdings, vor allem ETFs zu nutzen, die mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar verwalten können. Wer sich für ein Investment in den Dow Jones interessiert, muss allerdings Abstriche machen, da kein in Deutschland erhältlicher ETF dieses Kriterium erfüllt.

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Für wen empfiehlt sich der ETF?

Der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) ist sparplanfähig und zudem VL-fähig und -zulagenberechtigt. Damit ist der ETF grundsätzlich gut geeignet, um langfristigen Vermögensaufbau zu betreiben. Nutzer können den Fonds allerdings auch dann nutzen, wenn sie regelmäßige Zinserträge nutzen möchten. Es handelt sich um einen ausschüttenden ETF. Die Ausschüttungsrendite innerhalb der letzten 12 Monate liegt im Februar 2019 allerdings nur bei 0,68 %. Damit erweist sich der ETF nicht gerade als Dividendenkönig, eignet sich jedoch natürlich dennoch, um zusätzlich regelmäßige Erträge zu generieren.

Natürlich sind die Wertschwankungen beim Dow Jones nicht zu vernachlässigen. Im letzten Jahr bewegte sich die Volatilität auf einem Niveau von 16,77 %. Das Marktumfeld zeigt sich derzeit zudem durchaus mit einigen Risiken. Deswegen sollten Anleger grundsätzlich einen möglichst langen Investitionszeitraum anstreben, um Verluste zu vermeiden. Wie bei allen Aktienfonds gilt jedoch natürlich auch hier, dass der Anleger Verluste des eingesetzten Kapitals tragen können muss, damit sich der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) für ein Investment empfiehlt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die sonstige Diversifizierung im Portfolio. Ein zu großer Fokus auf den US-Markt entsteht schnell, wenn Anleger ausschließlich auf den Dow Jones als Index-Fonds setzen. Eine sehr breite Diversifizierung ist mit diesem ETF nicht unbedingt möglich. Gerade traditionell denkende Anleger nutzen den Dow Jones allerdings als gezielte Schwerpunktsetzung in einem ansonsten bereits gut diversifizierten Portfolio.

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Welche anderen ETFs hat iShares im Angebot, um Geld in US-Aktien anzulegen?

iShares hat noch einige andere ETFs, die sich für ein Investment in den US.-Aktienmarkt eignet. Zuerst wäre hierbei natürlich der zweite ETF auf den Dow Jones Industrial Average genannt, der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (Acc). Es handelt sich um einen thesaurierenden ETG mit Fondsdomizil in Irland. Davon abgesehen ähneln sich die ETFs jedoch stark, zumal sich beide vollständig physisch replizierend sind.

Nutzer, die ihr Investment breiter streuen möchten, haben dazu ebenfalls verschiedene weitere Möglichkeiten:

  • iShares Core S&P 500 (Acc)
  • iShares NASDAQ 100
  • iShares S&P 500 EUR Hedged
  • iShares S&P 500 (Dist)

vor allem für den S&P 500 bietet die Fondsgesellschaft diverse Varianten. Dies liegt auch daran, dass der Index bei den meisten Privatanlegern beliebter ist, da die Streuung auf 500 Unternehmen erfolgt und nicht nur auf 30 wie beim Dow Jones.

Für alle, die die starke Dividendentradition in den USA ausnutzen möchten, hat iShares mit dem iShares MSCI USA Dividend IQ UCITS ETF und dem iShares Dow Jones U.S. Select Dividend zwei weitere ETFs auf Indizes im Programm, die genau dies erfüllen wollen. Es handelt sich bei den Teilnehmern dann allerdings nicht nur um Large Caps, sondern es finden sich auch kleinere Unternehmen im Index.

Fazit: iShares ETF – Für viele Anleger erste Wahl

Der iShares Dow Jones Industrial Average UCITS ETF (DE) bietet Anlegern die Möglichkeit, von der Wertentwicklung des Dow Jones zu profitieren. Der ETF bildet den Index physisch ab, erwirbt also tatsächlich die entsprechenden Wertpapiere und kann ausschließlich von Wertsteigerungen und Dividenden profitieren. Es handelt sich zudem um einen ausschüttenden ETF.
iShares ETFs erfreuen sich unter den Anlegern weltweit großer Beliebtheit, was auch dazu führt, dass die ETFs des Anbieters in der Regel ein vergleichsweise hohes Fondvolumen aufweisen. Der ETF zählt mit einer vergleichsweise hohen TER eher zu den teureren Angeboten, dafür ist allerdings der Tracking Error vergleichsweise klein.
Der Dow Jones Industrial Average ist zwar einer der bekanntesten und wichtigsten Indizes auf der Welt, ETFs auf ihn sind jedoch vergleichsweise unbeliebt. Dies liegt auch darin begründet, dass der US-Markt von anderen Indizes noch besser und vor allem breiter diversifiziert abgebildet werden kann, während der Dow Jones Industrial Average nur 30 Teilnehmer hat, die nach subjektiven Kriterien durch das Wall Street Journal ausgesucht werden.