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Interessante Neuerscheinung: „Value Investing Handbuch“

Ich habe gerade ein neues Finanzbuch durchgearbeitet, welches für die „Value Investoren“ unter Ihnen durchaus interessant sein kann. Um dieses Buch geht es:

John Mihaljevic: Das Value Investing Handbuch. Mit bewährten Methoden die besten Investments finden

Der Autor John Mihaljevic war Assistent beim Nobelpreisträger James Tobin („Tobin-Steuer“) und arbeitet für „manualofideas.com“, eine monatliche Publikation für Value Investoren. Für sein Buch hat er laut eigener Aussage rund 100 Fondsmanager interviewt.

Das Buch ist eine Sympathieerklärung an Value Investoren wie Warren Buffett und Charlie Munger. Und es ist mehr als das: Denn John Mihaljevic erläutert darin verschiedene Ansätze des „Value Investing“.

Zielgruppe ist meiner Ansicht nach ein semiprofessionelles Publikum:

  • Für völlige Anfänger(innen) dürfte es etwas zu kompliziert sein, denn Begriffe wie „Cash Flow“, Abschreibungen, Buchwert etc. werden vorausgesetzt.
  • Für richtige Profis wiederum dürften die meisten genannten Methoden bekannt sein bzw. zum täglichen Geschäft gehören.

Allen diejenigen mit Interesse am „Value Investment“ außerhalb der beiden genannten Gruppen kann ich das Buch durchaus nahelegen!

Value Investing Handbuch

Quelle: Finanzbuchverlag

Ein Beispiel für einen im Buch „Das Value Investing Handbuch“ vorgestellten Value-Ansatz ist der des „Deep Value“.

Dieser Ansatz geht auf Benjamin Graham zurück, welcher sozusagen der Vater des Value Investierens ist. „Willkommen am Grabbeltisch der Geldanlage!“, so heißt es im ersten Satz des entsprechenden Kapitels.

Denn es geht bei diesem Ansatz darum, Schnäppchen zu machen. Es geht bei dem Ansatz NICHT um die Ertragskraft eines Unternehmens.

Es geht darum, dass die Assets = Vermögenswerte des Unternehmens im Kurs nur unzureichend dargestellt werden.

Der „Net-Net-Filter" nach Art von Benjamin Graham

Solche Aktien lassen sich herausfiltern mit dem sogenannten „Net-Net-Filter“ von Benjamin Graham.

Dieser Filter besagt: Wenn der Aktienkurs (plus anteilige Schulden) unter dem Nettoumlaufvermögen pro Aktie liegt, dann ist die Aktie interessant!

Denn das Nettoumlaufvermögen ist das Vermögen, welches – in der Theorie! – in etwa zum Marktwert verkauft werden kann.

Damit wird deutlich, dass die „Net-Net“-Strategie auch bei Liquidationen funktioniert. Manchmal sogar gerade dann: Denn das ist eine schnelle Möglichkeit, den „inneren Wert“ zu heben.

Modifizierter Filter – in der Praxis sinnvoller?

Es gibt modifizierte Filter – welche z.B. die strikte Trennung zwischen Nettoumlaufvermögen und Anlagevermögen aufheben.

Im Buch wird das Beispiel genannt, dass ein Bürogebäude in Manhattan (Anlagevermögen) durchaus schneller und leichter ohne Abschlag verkauft werden kann als der Lagerbestand eines zahlungsunfähigen Einzelhändlers (Umlaufvermögen).

So geht es weiter, mit den diversen anderen Ansätzen des „Value Investing“. Was ich an John Mihaljevic schätze: Er ist selber bekanntlich Value Investor, geht aber mit den diversen Ansätzen durchaus kritisch ins Gericht. Kein blinder Enthusiasmus, sondern ruhiges Abwägen und klar Darstellung.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diesen Investmentstil zu befolgen. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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