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ING DiBa weiter auf Erfolgskurs!

Diesen Monat (= Februar 2017) veröffentlichte die ING DiBa ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016. Und in diesem Monat gibt es für Neukunden der ING DiBa auch eine interessante Aktion – Neukunden können eine Gutschrift in Höhe von 75 Euro erhalten. Dazu müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Dies sind Gründe, sich in diesem Beitrag näher mit dem Angebot der ING DiBa zu beschäftigen. Ich beginne mit dem 75-Euro-Angebot, da dies für diejenigen interessant sein könnte, die ein neues Depot eröffnen möchte. Danach nehme ich die Geschäftszahlen der ING DiBa für das Geschäftsjahr 2016 näher unter die Lupe – es kann nicht schaden, bei einer Bank, bei der man potenziell ein Depot haben möchte, genauer hinzuschauen. Mit diesen Themen beschäftigt sich damit dieser Beitrag.

Die Details der aktuellen Aktion der ING DiBa

Das kann sich doch sehen lassen: Wer bis zum 28.2.2017 ein Direkt-Depot bei der ING DiBa eröffnet, dem schenkt die Direktbank 75 Euro. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ich berufe mich hier auf die Angaben, die ING DiBa selbst dazu gegeben hat. Und dies sind die Voraussetzungen:

WEITER ZUR ING-DiBa: www.ing-diba.de

INB DiBa weiter auf Erfolgskurs

Die Homepage der ING DiBa

Voraussetzungen zum Erhalt der Prämie von 75 Euro

  • Das Angebot gilt nur für Neukunden – konkret darf ein solcher Kunde innerhalb der letzten 12 Monate kein Direkt-Depot bei der ING DiBa gehabt haben.
  • Auch ein interner Übergang innerhalb der ING DiBa hin zu einem Direktdepot qualifiziert demnach nicht zum Erhalt der Prämie von 75 Euro.
  • Das Direkt-Depot bei der ING DiBa muss bis zum 28.02.2017 eröffnet sein.
  • Innerhalb von 6 Wochen nach der Eröffnung muss das Depotvolumen mindestens 5.000 Euro erreicht haben. Es reicht also nicht, einfach ein Depot zu eröffnen und gerade mal einen geringen Betrag auf das Verrechnungskonto zu überweisen, nur um die Prämie von 75 Euro zu erhalten. Unter diesem Aspekt ist das aus Sicht des Anbieters durchaus nachvollziehbar.

Ist die ING DiBa eine geeignete Depotbank?

Die ING DiBa – Firmenslogan: „Die Bank und Du“ – wirbt mit der Aussage, dass sie ihren Kunden das Banking so leicht wie möglich machen möchte. Dazu gehört ausdrücklich auch das Traden mit Wertpapieren. „SO macht Handeln richtig Spaß“ ist ein weiterer Slogan der ING DiBa. Doch Werbesprüche sind das Eine – wie sehen die harten Fakten aus? Dazu nennt die ING DiBa diese Eckdaten:

Depot: Das bietet die ING DiBa

  • Die Depotführung ist bei der ING DiBa kostenfrei
  • Die Depotübertragung hin von einem anderen Anbieter zur ING DiBa soll einfach und kostenlos sein. Hierbei kann es wichtig sein, mögliche Verlust-Verrechnungs-Töpfe mitzunehmen, um spätere Gewinne steuerlich mit diesen verrechnen zu können.
  • Bei der ING DiBa selbst gibt es eine tägliche Verrechnung von Verlusten und Gewinnen (was wohl Standard ist), und die Verlust-Verrechnungs-Töpfe können bequem online eingesehen werden (was nicht selbstverständlich ist).
  • Das Gebührenmodell ist laut dem Anbieter transparent – und es kann demnach ab 9,90 Euro gehandelt werden. Da gibt es allerdings auch günstigere Anbieter. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass die ING DiBa es ermöglicht, diverse Fonds und ETFs gebührenfrei zu kaufen („kaufen“ heißt aber nicht, dass auch das „verkaufen“ kostenfrei sein muss, genau hinschauen!).
  • Zudem verweist die ING DiBa darauf, dass bei ihr diverse Serviceleistungen kostenfrei sind, dazu gehört zum Beispiel eine Erträgnisaufstellung. Es gilt, auch hier zu vergleichen bei diesen Nebenkosten von Tradern.

Und dann gibt es bei bestimmten Optionsscheinen und KO-Zertifikaten auch die Möglichkeit, kostenfrei zu traden. Hier gilt es aber genau hinzuschauen, denn die Details sind entscheidend. Doch für sogenannte „heavy trader“ mit vielen Transaktionen kann dieses genaue Hinschauen besonders interessant sein, denn je größer die Zahl der Transaktionen, desto größer auch absolut gesehen die mögliche Ersparnis. Nun zu den Möglichkeiten, bestimmte Trades kostenlos durchführen zu können. Dies bezieht sich übrigens auch wenn ich es nicht jedes Mal explizit dazu schreibe auf Orders, die im Direkthandel durchgeführt werden. Dieser ist in der Regel von 8 bis 22 Uhr an Börsentagen möglich, es gilt hier aber im Einzelfall zu prüfen, ob das auch beim jeweiligen Basiswert zutrifft. Nun zu den Möglichkeiten, bestimmte Orders ohne Orderprovision handeln zu können:

WEITER ZUR ING-DiBa: www.ing-diba.de

ETFs/Fonds: Möglichkeiten, kostenlos zu kaufen

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Bei ETFs und Fonds hat die ING DiBa eine Liste, und wenn sich ein ETF oder Fonds auf dieser Liste befindet, dann fällt bei einem Kauf keine Orderprovision an. Dies gilt für Käufe ab 500 Euro Kurswert, und es gilt nicht für Verkäufe (sprich: bei diesen fällt eine Orderprovision an). Und es gilt auch nicht für Sparpläne, denn diese sind davon ausgeschlossen. Und es gilt nur im Direkthandel.

Ich weise darauf hin, dass sich die Angaben in diesem Beitrag auf den Stand zum Zeitpunkt des Verfassens des Beitrags im Februar 2017 beziehen und auf die Angaben von ING DiBa selbst. Wenn Sie ein solches Angebot nutzen möchten, sollten Sie am besten vorher selbst auf der Seite der ING DiBa überprüfen, ob besagtes Angebot noch aktuell ist. Denn es ist natürlich möglich, dass die ING DiBa ihre Angebote auch einmal ändert oder auslaufen lässt etc. pp.

Knock-Out-Zertifikate: Möglichkeiten, kostenlos zu kaufen

Bei Knock-Out-Zertifikaten (kurz: KO-Zertifikaten) gibt es die Möglichkeit, ohne Orderprovision zu kaufen. Der Verkauf hingegen ist kostenpflichtig. Dies gilt aber auch nur für KO-Zertifikate des Emittenten ING Markets. Und es gilt nur für Käufe, bei denen das Ordervolumen die Marke von 1.000 Euro Kurswert überschreitet. Und es gilt – wie in der Einleitung genannt – nur im Direkthandel. WEITER ZUR ING-DiBa: www.ing-diba.de

Optionsscheine: Möglichkeiten, kostenlos zu kaufen

Auch bei Optionsscheinen gibt es die Möglichkeit, ohne Orderprovision zu kaufen. Und hier sind auch die Verkäufe ohne Provision möglich – aber nur dann, wenn es sich um Optionsscheine des Emittenten UniCredit handelt. Und diese Aktion ist auch zeitlich begrenzt: Die ING DiBa nennt als Ende des Aktionszeitraums den 30. Juni 2017. Und auch hier ist die Aktion auf den Direkthandel beschränkt, also wer einen Börsenplatz auswählt muss die Orderprovision zahlen.

Aktien-Anleihen: So kann ohne Orderprovision gehandelt werden

Bei Aktien-Anleihen wiederum gibt es eine zeitlich begrenzte Aktion der ING DiBa (Ende der Aktion: 30. Juni 2017), bei der für Käufe und Verkäufe die Orderprovision im Direkthandel wegfällt. Auch hier gilt dies nur für die Papiere eines bestimmten Emittenten, und im Fall der Aktien-Anleihen ist dieser Emittent die DZ Bank. Auch hier muss das Ordervolumen die Marke von 1.000 Euro Kurswert überschreiten.

Faktor-Zertifikate, ETCs und ETNs traden

Wie Sie wissen, gibt es inzwischen eine ganze Reihe weiterer Kategorien, konkret Faktor-Zertifiakte, ETCs und ETNs (= Exchange Traded Notes). Bei dieser Produktkategorie wiederum gibt es offensichtlich eine Kooperation mit der Commerzbank, denn Papiere dieses Anbieters können ohne Provision getradet werden. Bei ING DiBa gibt es dazu eine Liste, und die Aktion ist bis zum 30. Juni 2017 befristet. Auch hier gilt: Um von der Vergünstigung betroffen zu sein, muss die Transaktion den Kurswert von 1.000 Euro überschreiten, und es muss sich um eine Transaktion im Direkthandel handeln.

Discount-Zertifikate: Möglichkeiten, kostenlos zu kaufen

Was noch? Genau, Discount-Zertifikate oder kurz „Discounter“! Bei Discount-Zertifikaten gibt es die Möglichkeit, ohne Orderprovision zu kaufen (nicht verkaufen!). Dies gilt aber auch nur für Discount-Zertifikate eines bestimmten Emittenten, und zwar in diesem Fall für „Discounter“ des Emittenten UniCredit. Auch dazu findet sich bei ING DiBa eine Liste. Auch diese Aktion ist bis zum 30. Juni 2017 befristet, und der Kauf muss im Direkthandel erfolgen, um die Vergünstigung zu erhalten. Auch hier muss das Volumen der Transaktion die Marke von 1.000 Euro übersteigen.

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Bonus-Zertifikate: Möglichkeiten, kostenlos zu kaufen

Bei Bonus-Zertifikaten wiederum gibt es eine aktuelle Aktion (Ende der Aktion: 30. Juni 2017) von ING DiBa für die Bonus-Zertifikate des Emittenten Vontobel. Diese können demnach wiederum ausschließlich im Direkthandel dann ohne Orderprovision gehandelt werden, wenn das Ordervolumen im Aktionszeitraum den Mindestbetrag von 1.000 Euro übersteigt.

Zu diesen Aktionen teilt der Anbieter selber auf seiner Internetseite mit: „Die ING-DiBa behält sich vor, Aktionen jederzeit zu beenden, inhaltlich zu verändern oder angekündigte Aktionen zu verschieben. Für die Aktionsdurchführung erhält die ING-DiBa Kompensationen für entgangene Ordergebühren.“

ING DiBa mit Rekordergebnis in 2016

Wie zu Beginn angekündigt nun noch der Blick auf einige Details der Geschäftszahlen der ING Diba. Die ING DiBa hat für das abgelaufene Geschäftsjahr (= 2016) Rekordzahlen gemeldet. Das ist auch vielleicht für Kunden der Direktbank nicht uninteressant. Und die ING DiBa teilt mit, dass im Jahr 2016 bei ihr insgesamt 370.000 neue Girokonten eröffnet worden sind. Das kann sich doch sehen lassen! Blieb denn unter dem Strich für die Direktbank auch etwas hängen?

ING DiBa: 2016 bisher höchster Gewinn vor Steuern der Unternehmensgeschichte

GebuehrenIn der Tat: Die ING DiBa verweist darauf, dass sie in 2016 mit 1,234 Mrd. Euro den höchsten Gewinn vor Steuern „in der Unternehmensgeschichte“ erzielen konnte. Um das einzuordnen: Der Vergleichswert für das Jahr 2015 liegt laut Unternehmensangaben bei 1,115 Mrd. Euro. Es gab demnach nicht nur zahlreiche neue Privatkunden, sondern auch im Unternehmenskundengeschäft boomte es offensichtlich. Jedenfalls verweist die ING DiBa auf ein um 67% (!) gestiegenes Kreditvolumen im Bereich Wholesale Banking, was Unternehmenskunden betrifft. Das Kreditvolumen in diesem Bereich lag in absoluter Höhe bei 25,9 Mrd. Euro – und im Vorjahr waren es 15,5 Mrd. Euro gewesen.

ING DiBa: Das sagt der Vorstandsvorsitzende zu den Zahlen 2016

Zu Recht konnte Roland Boekhout – der Vorstandsvorsitzende der ING-DiBa – als Stellungnahme zu den Geschäftszahlen 2016 äußern:

„Die ING-DiBa ist mittlerweile eine erfolgreiche Universalbank, ohne Investmentbanking. Dank der Kombination aus Privat- und Unternehmenskundengeschäft konnten wir erneut unseren Gewinn insgesamt steigern.“

Quelle: Pressemitteilung „ING-DiBa erzielt erneut Rekordergebnis

ING DiBa: Wachstum, und das profitabel!

Und der Vorstandsvorsitzende der ING DiBa kann auch durchaus stolz sein auf das Erreichte. Profitabel arbeiten und dennoch deutlich wachsen, sowohl bei der Kundenzahl als auch beim Gewinn, Gratulation. Laut eigenen Angaben ist die ING DiBa inzwischen die drittgrößte Bank in Deutschland nach Kundenzahl. Inzwischen sollen es insgesamt rund 8,8 Mio. Kunden sein, die die ING DiBa hat. Alleine 2016 sollen netto gut 250.000 Privatkunden hinzugewonnen worden sein. Das insgesamt verwaltete Geschäftsvolumen ist demnach von 241 Mrd. Euro im Jahr 2015 auf 269 Mrd. Euro in 2016 gestiegen. Die Quelle für diese Zahlen ist die oben genannte Pressemitteilung der ING DiBa.

Das ING DiBa Depot im Test von aktiendepot.com

Übrigens: Das ING DiBa Depot hat im Test von aktiendepot.com eine Top-Bewertung erhalten, nämlich 9 von 10 möglichen Punkten. Der Review ist für Interessenten äußerst lesenswert, da neben den Vorteilen auch Nachteile thematisiert werden sowie Erfahrungen mit diesem Anbieter. Unter folgendem Link erfahren Sie mehr:

ING-DiBa Depot im Test 2018: Diese 5 Vorteile führten zu einer Top-Bewertung mit 9/10 Punkten

Fazit zum Angebot der ING DiBa (2/2017):

checklisteDie ING DiBa bietet ein ausgewogenes Angebot für Trader. So sind die Gebühren im Branchenvergleich zwar nicht die niedrigsten (Mindestprovision 9,90 Euro), doch das Gebührenmodell ist transparent und bei diversen Produktkategorien gibt es die Möglichkeit, bei Kauf und/oder Verkauf gebührenfrei zu traden. Zudem werden Servicedienstleistungen angeboten, die im Branchenvergleich auch durchaus einmal Gebühren kosten. Hierzu gehören zum Beispiel das Ändern bzw. Streichen einer Order oder eine Erträgnisaufstellung. Auch ist es komfortabel, dass bei der ING Diba die Verlust-Verrechnungs-Töpfe online eingesehen werden können und dass zahlreiche Basiswerte getradet werden können – dazu gehören aber keine CFDs und Futures. Insgesamt ein überzeugendes Angebot der ING DiBa für Privatanleger(innen).

WEITER ZUR ING-DiBa: www.ing-diba.de

Klarstellung

Betrachten Sie unsere Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben. Stand der Konditionen: Februar 2017

Bildquelle: pixabay.com

Michael Vaupel

Michael Vaupel

Chefredakteur bei www.ethische-rendite.de
Michael Vaupel ist diplomierter Volkswirt, Historiker (M.A.) und Vollblut-Börsianer. Er verfügt über Erfahrung als Leitender Redakteur und Analyst diverser Börsenbriefe (Emerging Markets, Nebenwerte, Derivate, Rohstoffe) und legt Wert auf ethisch korrektes Investieren.
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