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IEA: Ölpreis bis 2020 unter 100 Dollar – Die Risiken eines niedrigen Ölpreises!

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Die Internationale Energieagentur (kurz „IEA“ = Abkürzung für den englischen Namen „International Energy Agency“) hat in einer aktuellen Stellungnahme vor den Risiken eines niedrigen Ölpreises gewarnt. Niedriger Ölpreis – das ist doch eigentlich erfreulich, oder nicht? Was soll ein „Risiko“ daran sein? Hier der Blick auf die Details.

Zunächst einmal: An den Finanzmärkten kann eine Agentur wie die IEA im Grunde immer warnen. Wenn der Ölpreis über 100 Dollar/Barrel steigt, kann vor den „Risiken eines gestiegenen Ölpreises“ gewarnt werden. Nun wird eben auch vor Risiken gewarnt, weil der Ölpreis eben unter 50 Dollar/Barrel notiert. Risiken gibt es an den Finanzmärkten im Grunde immer.

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Analogie zur Wahrnehmung der Inflation

Erinnert mich an das Thema Inflation. Früher wurde Inflation als „Risiko“ bezeichnet. Preissteigerungen seien von Übel. Ich bin übrigens immer noch der Ansicht, dass Inflation eher Risiko als Chance ist. Doch heutzutage sehen das „Mainstream“-Ökonomen ganz anders. Angefangen bei Fed und EZB: Da heißt es nun, es sei ein Ziel, dass die Inflation gesteigert wird. Wenn die Preissteigerung bei z.B. unter 1% pro Jahr liegt, wird das nicht etwa gefeiert, sondern als „Problem“ bezeichnet, gegen das man vorgehen müsse (mit einer ultralaxen Geldpolitik). Verrückte Welt, wenn Sie mich fragen. Aber zumindest unterhaltsam ist es ja. Doch zurück zum Thema – die IEA und der Ölpreis. Wieso sieht die IEA Risiken, wenn der Ölpreis relativ niedrig notiert?

Das Risiko, welches die IEA sieht: Ein Ölpreis von 50 Dollar/Barrel reicht nicht aus, um Investitionen zur Erschließung von z.B. neuen Tiefsee-Ölvorkommen in Angriff zu nehmen. Auch die Ölschiefer-Vorkommen und die Ölsandvorkommen in Kanada können bei diesem Preis zumindest teilweise nicht profitabel erschlossen werden. Im Umkehrschluss bedeutet das: Es wird wenig in die Erschließung neuer Vorkommen gesteckt. Doch alte Vorkommen sind irgendwann aufgebraucht. Nach der Logik wird es dann irgendwann eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage geben – der Art, dass die Nachfrage das Angebot übertrifft.

Das mag so sein – ist meiner Ansicht nach aber eines der grundlegenden Prinzipien unserer Marktwirtschaft. Auch „Schweinezyklus“ genannt. Wenn die Preise niedrig sind, wird wenig in neues Angebot investiert. Dadurch ist dann das Angebot irgendwann zu niedrig, um die Nachfrage zu befriedigen – und dann steigt der Preis eben. Und dann führt der gestiegene Preis dann doch zu einer Erhöhung der Investitionen, das Angebot steigt wieder. Völlig normale Entwicklung, die wir immer wieder sehen. Entsprechend folgerichtig prognostiziert die IEA auch durchaus einen Anstieg des Ölpreises – und zwar nennt sie in ihrem Hauptszenario einen Ölpreis von 80 Dollar/Barrel im Jahr 2020.

Mein Fazit: Wenn hier viel Wind um diese IEA Warnung gemacht wird, möchte ich anmerken, dass diese Warnung sich auf eine völlig normale wirtschaftliche Entwicklung bezieht. Was ich persönlich bedenklich finde, ist die Tatsache, dass der Anteil des Nahen Osten an der Ölversorgung der Welt zuletzt von rund 50% auf fast zwei Drittel gestiegen ist. Damit begeben sich die großen Volkswirtschaften der Welt in verstärkte Abhängigkeit von Staaten wie Saudi Arabien, was auch eine gewisse Erpressbarkeit beinhaltet.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

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