Henkel mit gemischten Zahlen – Alles zu den Kaufempfehlungen und dem Kurziel!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 09.03.2020


Am 3. März hatte die Henkel-Aktie ein neues Allzeithoch erreicht. Es ging auf rund 107,40 Euro nach oben. Am nächsten Tag dann ein deutlicher Rückschlag – im Tagestief lag der Kurs bei rund 101,70 Euro (beide Angaben jeweils Xetra).

Was war passiert? Der Konzern hatte sein Jahresergebnis 2014 veröffentlicht. Und das enttäuschte offensichtlich einige Marktteilnehmer, welche daraufhin die Aktie verkauften. Hier der Blick auf die Details:

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Zahlen aus dem Jahresabschluss Henkel 2014:

  • Henkel erzielte im letzten Jahr Umsätze von 16,428 Mrd. Euro. Das bedeutete ein Plus von 0,4% gegenüber dem Wert von 2013 (16,355 Mrd. Euro).
  • Das Ebit ging 2014 um 1,8% zurück, auf 2,244 Mrd. Euro. Entsprechend sank auch die Umsatzrendite (Ebit), und zwar um 0,3 Prozentpunkte auf 13,7%.
  • Bereinigt um einmalige Erträge und Aufwendungen sowie Restrukturierungsaufwendungen stieg das Ebit, um 2,9% auf 2,588 Mrd. Euro.

Quelle: Geschäftsbericht Henkel 2014

Das sah nicht überragend aus – ein mehr oder weniger stagnierender Umsatz, operativ konnte sich der Gewinn knapp behaupten (ein Plus gab es „dank“ der Herausrechnung einmaliger Faktoren).

Andererseits: Auch wenn die Rendite auf das eingesetzte Kapital von 20,5% auf 19,0% sank – das sind immer noch traumhafte Renditen für das Eigenkapital!

Das Ergebnis je Vorzugsaktie kletterte auch etwas, von 3,67 auf 3,76 Euro.

Und das Management schlägt einen Anstieg der Dividende (Vorzugsaktien) vor, nach 1,22 Euro im Vorjahr sollen in diesem Jahr 1,31 Euro ausgeschüttet werden. Das würde einem Anstieg der Ausschüttung um 7,5% entsprechen.

Goldman Sachs: Henkel-Aktie verkaufen!

Diese „gemischten Zahlen“ führten auch zu einem „gemischten Eindruck“ bei den Analysten. Negativ wurden die Zahlen öffentlich von Goldman Sachs bewertet. Demzufolge wird bei Henkel andauernder Preisdruck gesehen, was die Rendite auf das eingesetzte Kapital weiter senken würde. Entsprechend die Einschätzung von Goldman Sachs: „Verkaufen“!

Jefferies: Henkel-Aktie kaufen!

Anders hingegen Société Générale und Jefferies. Potenzial in Schwellenländern und eine Erhöhung der Ausschüttungsquote würden ein „Kaufen“ rechtfertigen. Jefferies erhöht entsprechend konsequent sein Kursziel von 90 auf 118 Euro. Das Papier sei „unterbewertet“, hieß es bei Jefferies.

Kursziele für Henkel bis zu 130 Euro

Noch optimistischer zeigt sich Société Générale in Bezug auf die Henkel-Aktie. Das französische Bankhaus nennt als Kursziel 130 Euro und verweist auf eine Beschleunigung des Umsatzwachstums bei Henkel.

Klar ist da nur, dass es keine klare Meinung von Seiten der Analysten der großen Bankhäuser gibt. Aber angesichts der „gemischten“ Zahlen von Henkel ist das eigentlich auch nicht verwunderlich: Für jede Meinung war etwas dabei – sowohl Kauf- als auch Verkaufsempfehlungen konnten sich auf jeweils einen Aspekt des Zahlenwerkes beziehen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.