HelloFresh mit guten Gewinn- und Umsatzzahlen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 20.08.2021


HelloFresh bestätigt seine Prognose nach einem Gewinn- und Umsatzsprung. Allerdings konnte die Aktie des Kochboxanbieters nicht davon profitieren. Dennoch konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn im dritten Quartal mehr als verdreifachen. Der Umsatz wurde laut den endgültigen Zahlen mehr als verdoppeln. Viele Aktien, die sich in der Corona-Krise gut entwickelt haben, sind auch bei XTB im Angebot.

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Mitte der anvisierten Spannen erreicht

Im Vergleich mit den vorläufigen Zahlen erreichte das Unternehmen etwa die Mitte der anvisierten Spannen. Im Oktober wurde aufgrund der vorläufigen Zahlen zum vierten Mal die Prognose für den Umsatz und den operativen Gewinn erhöht. Nun zeigen die endgültigen Zahlen, dass der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 114,7 Millionen Euro gestiegen ist. Im Oktober wurde eine Spanne von 112 bis 117 Millionen Euro bekannt gegeben. Der nun veröffentlichte Gewinn liegt damit etwa in der Mitte und ist deutlich höher als der Vorjahreswert von 15,5 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg damit von 3,5 auf 11,8 Prozent.

Der Gewinn nach Steuern lag bei 74,4 Millionen Euro und damit mehr als dreimal so hoch wie im letzten Jahr, als der Gewinn nach Steuern nur 22,8 Millionen Euro betrug. Der Umsatz stieg um etwa 120 Prozent auf 970,2 Millionen Euro und liegt damit ebenfalls in der Mitte der anpeilten Spanne von 968 bis 971 Millionen Euro. Zudem verdoppelte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreswert von 441 Millionen Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg aufgrund geringerer Marketingausgaben von 15 Millionen auf knapp 115 Millionen Euro.

HelloFresh mit guten Gewinn- und Umsatzzahlen

Unternehmen profitiert von Corona-Pandemie

Aktiendepot.com Icon KündigungHelloFresh profitiert weiter von der Corona-Pandemie, da die Nachfrage nach geliefertem Essen und den Kochboxen des Unternehmens enorm gestiegen sind. Im Oktober wurde aufgrund der guten Situation die Jahresprognose zum vierten Mal in diesem Jahr erhöht. Der Umsatz soll 2020 währungsbereinigt um 95 bis 105 Prozent ansteigen. Dies würde nominal ein Plus von 91 bis 101 Prozent bedeuten. Im letzten Jahr stieg der Umsatz um 37,4 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll in diesem Jahr zwischen 11,25 und 12,75 Prozent liegen, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Wert von 2,6 Prozent im letzten Jahr wäre.

Allerdings drehte die HelloFresh-Aktie nach einem Hoch wieder rasch ins Minus. Am Dienstag wurde der Handelstag mit einem Minus von 1,18 Prozent beendet, was auf Gewinnmitnahmen der Anleger hindeutet. Am Tag zuvor stieg die Aktie um rund drei Prozent auf zwischenzeitlich 49,20 Euro. Noch vor zwei Wochen wurde ein Rekordhoch von 56,40 Euro erzielt. Eine Unterstützungslinie liegt derzeit bei 46 Euro.

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Trend könnte weitergehen

HelloFresh profitiert weiter von verstärkten Kontaktbeschränkungen und Lockdowns. Diese Entwicklung wird sich wohl im vierten Quartal fortsetzen. Analysten blicken jedoch derzeit skeptisch auf das kommende Jahr. Der Mitgründer und Vorstandschef des Unternehmens, Dominik Richter, sagte kürzlich, dass sich der Trend, Mahlzeiten zu Hause zu essen, verstärkt habe und sich Verbraucher weiter auf den Online-Handel verlassen würden.

Der Trend, zu Hause zu Essen, wird auch aufgrund der Tatsache, dass weiter viele Menschen im Homeoffice arbeiten, verstärkt. Das Management von HelloFresh geht davon aus, dass dieser Trend langfristig bestehen bleibt. Dies ist sicher wenig überraschend, das das Geschäftsmodell von HelloFresh hierauf aufbaut und das Unternehmen weiter wachsen möchte.

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Neue Kunden an sich binden

Aktiendepot.com Icon SteuerDas Unternehmen hat durch die aktuelle Situation in ganz Europa die Möglichkeit, zahlreich neue Kunden zu gewinnen und diese auch langfristig an sich zu binden. Das Konzept des Unternehmens sieht vor, dass abgemessene Zutaten mit passendem Rezept in einer Kiste direkt bis zur Haustür geliefert werden. Dies ist insbesondere in Zeiten von Homeoffice und geschlossenen Restaurants sicher ein Vorteil. Nicht nur das Kochen, sondern auch das Einkaufen in Pandemie-Zeiten wird so erleichtert.

Dieser Trend wird nach den in der letzten Woche verkünden neuen Lockdown-Maßnahmen wohl auch im vierten Quartal 2020 anhalten. Doch die weitere Entwicklung ist nur schwer vorherzusehen. Womöglich freuen sich die Verbraucher, nach Ende der Pandemie wieder mehr ins Restaurant zu gehen und auch selbst einzukaufen.

Daher sind die erfolgreichen Quartalszahlen wohl nur eine Momentaufnahme. Unwahrscheinlich ist, dass die Schnelligkeit des Wachstums anhält. Allerdings gibt es beispielsweise in den USA für HelloFresh noch zahlreiche Möglichkeiten und auch eine Expansion in weitere Länder ist im Gespräch. Aktuell bietet HelloFresh seine Kochboxen in 14 Ländern an. Zwischen Juli und September bestellten fünf Millionen Kunden fast 20 Millionen Mal bei HelloFresh.

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Unternehmen 2011 gegründet

HelloFresh wurde 2011 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Die Kochboxen mit Zutaten und Rezepten sind heute über ein Abonnement erhältlich. An der Gründung war auch Rocket Internet beteiligt. 2012 beteiligte sich zudem die Vorwerk-Gruppe an HelloFresh. Weitere Finanzierungen folgten. Nachdem Vorwerk 2018 seine Anteile verkauft hatte, wurde Rocket Internet Hauptaktionär, verkaufte seine Anteile allerdings 2019.

Nach einer Kapitalerhöhung 2015 wurde der Wert des Unternehmens auf 2,6 Milliarden Euro geschätzt. Schon damals wollte das Unternehmen an die Börse gehen, was jedoch zunächst verschoben wurde. Im November 2017 gelang jedoch der Sprung an die Börse und die Aktie wird an der Frankfurter Börse im Prime Standard gehandelt und ist Teil des MDAX. Damals lag der Ausgabepreis für eine Aktie bei 10,25 Euro und das Unternehmen wurde mit 1,7 Milliarden Euro bewertet.

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Größter Kochboxanbieter in Deutschland

Aktiendepot.com Icon KündigungSchon 2015 belieferte das Unternehmen mehrere Millionen Mahlzeiten in sieben Ländern. Damals waren 800 Mitarbeiter für HelloFresh tätig. Im zweiten Quartal 2019 erwirtschaftete das Unternehmen zum ersten Mal einen bereinigten Vorsteuer-Gewinn von 18,3 Millionen Euro und auch das Folgequartal war erfolgreich.

Nach eigenen Angaben ist HelloFresh in Deutschland und auch weltweit der größte Lieferdienst für Lebensmittel mit Rezepten. Die Rezepte werden vom Unternehmen selbst entwickelt und die Lebensmittel dafür zusammengestellt. Bestellen Kunden eine Kochbox im Abonnement, erhalten sie einmal in der Woche eine Lieferung.

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Interessante Aktien bei XTB

Zahlreiche interessante Aktien sind auch Teil des Angebots von XTB. Neben deutschen Aktien können Trader zahlreiche internationale Aktien von internationalen Börsen handeln. Alternativ zu den rund 2.000 Aktien, die Trader direkt kaufen und verkaufen können, können Trader auch über CFDs Aktien handeln. Dort können auch Hebel eingesetzt werden. Die Spreads sind dabei variabel und können sich daher je nach Marktsituation ändern.

Letztendlich ermöglicht das breite Angebot eine ausgewogene Diversifikation des Portfolios. Alle angebotenen Aktien sind auf der Webseite des Brokers zu finden. Regelmäßig kommen auch neue Aktien zum Angebot von XTB hinzu, oft auch auf Kundenwunsch. Immer wieder reagiert der Broker dabei auch auf aktuelle Entwicklungen. Beispielsweise wurden in den letzten Monaten einige Aktien ins Angebot aufgenommen, die von Unternehmen stammen, die von der Corona-Krise profitieren.

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Viele Marktinformationen bei XTB

Neben aktuellen Informationen von den Märkten bietet der Broker auch Analysen an, die insbesondere bei US-Aktien viele Hinweise bereithalten. Auch zur Volatilität an den Märkten werden Trader regelmäßig informiert. Im Übrigen arbeitet der Broker mit einem einfachen Preismodell, bei dem unter anderen bei vielen Aktien Provisionen entfallen. Alle Angebote des Brokers können auch über ein Demokonto getestet werden.

HelloFresh mit guten Zahlen

Fazit: HelloFresh weiter mit guten Geschäftszahlen

Aktiendepot.com Icon FazitHelloFresh bestätigt nun auch offiziell gute Zahlen für das dritte Quartal. Gewinn und Umsatz steigen. Damit wird immer deutlicher, dass das Unternehmen zu den Gewinnern der Krise gehört. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bereits mehrfach nach oben korrigiert. Die Aktie konnten von den guten Nachrichten jedoch nicht dauerhaft profitieren.

Einige Aktien von Unternehmen, die gut durch die Krise kamen, sind auch im Angebot von XTB. Der Broker reagiert immer wieder auf Kundenwünsche und auf Marktveränderungen. Neben Aktien von internationalen Börsen können Trader alternativ auch Aktien-CFDs handeln. Alle Angebote können Trader über ein Demokonto testen.

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