Grüne Investments – Rendite UND ruhiges Gewissen nicht ausgeschlossen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 24.09.2019


Grünes Investment werden auf Basis ökologischer, ethischer, sozialer sowie moralischer Grundsätze getätigt. Landläufig sind sie auch als nachhaltige Geldanlagen bekannt. Immer mehr Anleger wollen weder die Ausbeutung von Arbeitskräften noch Kinderarbeit unterstützen und interessieren sich daher für alternative Investmentmöglichkeiten. Dabei geht es nicht nur um Geldanlagen rund um den Klima- und Umweltschutz, sondern auch um viel mehr. Welche Möglichkeiten Anleger für grüne Investments haben und ob es sogar eine gesetzliche Forderung dafür gibt, erfahren Sie hier.

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Was ist grünes Investment?

Grüne Investments geben Anlegern die Möglichkeit, ihr Kapital nach persönlichen Wertmaßstäben anzulegen. Dabei wird nicht in Länder oder Unternehmen investiert, welche beispielsweise ihre Geschäfte mit Kinderarbeit, dem Waffenhandel, Kriegen oder der Ausbeutung von Natur und Umwelt betreiben. In den letzten Jahren wollten immer mehr Anleger nachhaltig investieren und mehr Verantwortung für die Entwicklung in der Gesellschaft und der Unternehmenskultur übernehmen. Ein weiterer Vorteil für nachhaltige Investments: Die Erträge der Grünen Investments liegen längst nicht mehr unter denen der konventionellen Geldanlagen. Auf diese Weise erzielen die Trader eine doppelte Rendite – sie erzielen Erträge und gehen dennoch verantwortungsvoll mit ihrem Kapital um.

Was umfasst ein grünes Investment?

Nachhaltig investieren bedeutet nicht nur, sein Kapital in Unternehmen aus den Sektoren Klimaschutz oder Umweltschutz zu investieren. Nein, häufig geht es dabei auch um ethische oder soziale Anlagen, wie Mikrofinanzierungsprojekte. Zu den bekanntesten Finanzinstrumenten für grünes Investment gehören jedoch beispielsweise Fonds für erneuerbare Energien, wie:

  • Wasser Fonds
  • Solar Fonds
  • Wind Fonds

Hinzu kommen Anlagemöglichkeiten in Ökofonds oder Umweltfonds. Investoren können sich auch an nachhaltigen Projekten (beispielsweise Solaranlagen oder Immobilien) beteiligen und damit Renditen erzielen. Wer nachhaltig investieren möchte, findet mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten und viele Anbieter. Erfahrungsgemäß lässt sich nahezu jedes Investment auch als adäquates nachhaltiges Investment nach-/abbilden.

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Nachhaltiges Investment in Deutschland

Deutschland ist bei grünen Investments noch immer etwas abgeschlagen. Andere Länder, wie beispielsweise die Schweiz oder USA sowie Norwegen haben bereits seit Längerem zahlreiche Möglichkeiten, um Geld nachhaltig zu investieren. Eine Untersuchung von Forum Nachhaltige Geldanlagen ergab, dass 2015 137,2 Milliarden Euro nachhaltig investiert wurden. Schauen wir auf den Gesamtmarkt, macht das einen Anteil von ca. zwei Prozent. Was überrascht: Das grüne Investment wird zu 85 Prozent von institutionellen Anlegern durchgeführt. Lediglich 15 Prozent der privaten Investoren haben bislang nachhaltig investiert. Das Potenzial in diesem Bereich ist also riesig.

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Vorzüge vom nachhaltigen Investment

Wer grüne Investments bevorzugt, unterstützt damit nicht nur die Umwelt. Natürlich werden vor allem Projekte und Vorhaben favorisiert, bei denen das Klima, Flora sowie Fauna geschützt oder gefördert werden. Es gibt aber auch zahlreiche Unternehmen, die zukunftsweisende Technologie herstellen, um künftig unser Leben lebenswerter zu machen oder die Lebensqualität zu erhalten. Dazu gehören beispielsweise Hersteller von nachhaltigen Lebensmitteln oder Produzenten von benötigten Teilen für Solarmodule.

Warum investieren so wenige private Anleger nachhaltig?

Ein einfacher Grund, warum zu wenige Privatanleger und Investments und ergreifend die fehlende Informationspolitik. Oftmals werden nachhaltige Investments in einem Atemzug mit erneuerbaren Energie-Projekten genannt, was jedoch nur die halbe Wahrheit ist. Stattdessen bieten grüne Investments viel mehr Möglichkeiten, als mancher vielleicht denken mag. Investoren können nicht nur in Wertpapiere, sondern auch ETFs oder Fonds investieren und dabei das Risiko streuen.

Wann handelt es sich wirklich um ein grünes Investment?

Nachhaltig investieren kommt immer mehr in Mode. Spöttisch wird grünes Investment auch als Rendite für das ruhige Gewissen betitelt. Das ist jedoch bei Weitem nicht der Fall, denn mittlerweile können auch grüne Investments mit den Renditeerwartungen konventioneller Anlagemöglichkeiten mithalten. Warum also nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und in ökologische, soziale oder ethisch vertretbare Geldanlagen investieren? Doch woran erkenne ich eigentlich ein Projekt, welches sich zu Recht als grünes Investment bezeichnen darf?

Siegel für grünes Investment

Es gibt einige Geldanlagen, die Siegel für nachhaltige Investments tragen. Vergeben wird es beispielsweise durch das Forum nachhaltige Geldanlage oder SRI (das französische Pendant). Jedoch ist zu erkennen, dass oftmals unterschiedliche Kriterien für die Vergabe der Siegel angelegt werden. Es gibt beispielsweise Fonds, die sich als grüne Investments rühmen und nicht im Unternehmen der Waffenindustrie oder mit einem hohen CO2-Ausstoß investieren. Andere Unternehmungen setzen besonders hohe ethische Kriterien an und achten beispielsweise darauf, dass Gelder nicht in Unternehmen ohne Tierschutz oder in Länder mit niedrigen Sozialstandards investiert werden.

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Philosophische Frage nach nachhaltigem Investieren

Meist entscheiden die Investoren selbst darüber, ob sie ein Projekt/von als grünes Investment wahrnehmen oder nicht. Hier kann die philosophische Fragestellung angesetzt werden. Kann ich es beispielsweise mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn Unternehmen niedrig Lohnarbeit fördern oder vor allem Entwicklungsländern produzieren? Jeder versteht unter Nachhaltigkeit etwas anderes und definiert den Begriff mehr oder weniger engmaschig. Das Siegel kann zwar ein Indiz für grüne Investments sein, es ist jedoch nicht allein ausschlaggebend.

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Nachhaltig investieren – die Möglichkeiten

Anleger, die nachhaltig investieren möchte, finden dafür zahlreiche Möglichkeiten. Dazu gehören vor allem Zinspapiere (Genussscheine, Anleihen oder Nachrangdarlehen). Aufgrund der Niedrigzinsphase sind sie von den Anlegern besonders stark gefragt.

Fonds für grünes Investment

Es gibt zahlreiche Fonds, die sich mit nachhaltigen Investments befassen. Vor mehr als zehn Jahren imitiert die europäische Investitionsbank den ersten Climate Awareness Bond. Seither ist viel passiert. Investiert wird in zahlreiche förderfähige Projekte, wie beispielsweise den Bau von Solaranlagen oder der Verbesserung von Energieübertragungsnetzen. Auch Projekte für den Hochwasserschutz oder Sanitärsysteme können gefördert werden. Der LO Funds – Global Climate Bond Fund investiert beispielsweise weltweit in Klima-Anleihen oder Green Bonds.

WWF kontrolliert Fonds für grünes Investment

Die unabhängige Naturschutzorganisation WWF kontrolliert enger Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Sozialresearch der Zürcher Kantionalbank zwei Fonds, die ebenfalls auf grüne Investments setzen:

  • Green Invest Balanced
  • Green Invest Equity

Beide Fonds werden durch Schweizer Fondsgesellschaft Swissca angeboten und in Deutschland durch die Sparkassen, Landesbanken sowie die DGZ DekaBank vertrieben. Der Swissca Portfolio Fund Green Invest Balanced Fonds besteht aus einem Aktienanteil von 50 Prozent und ist ein gemischter Fonds. Als Referenzwährung gelten Schweizer Franken. In einen reinen Aktienfonds können die Trader beim Swissca Portfolio Fund Green Invest Equity investieren. Die Referenzwährung ist hier jedoch Euro.

Um die Glaubwürdigkeit beider Fondsangebote zu stärken, hat sich der Anbieter dazu entschlossen, die Zusammenarbeit mit der Naturschutzorganisation und der Züricher Kantionalbank zu suchen und die Kontrolle durch den Umweltbeirat zu implementieren.

Ab 3,75 Prozent grüne Investments

Zu einem Ausgabeaufschlag von 3,75 Prozent gibt es das Investment beim Swissca Portfolio Fund Green Investment Equity Fonds. Die Verwaltungsgebühr beträgt jährlich 1,75 Prozent. Wer in den gemischten Fonds Swissca Portfolio Fund Green Investment Balanced Fonds investieren möchte, hat eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,2 Prozent. Der Ausgabeaufschlag ist ebenfalls gering und liegt bei 3,00 Prozent. Möglich ist auch ein monatliches Investment über Sparpläne. Ab 50 Euro können Anleger grüne Investments tätigen.

„Grüne“ Sachwerte und Unternehmensbeteiligungen

Nachhaltige Investments sind auch bei Unternehmensbeteiligungen möglich. Durch sie haben Anleger die Chance, konkret an der Umsetzung von Umweltprojekten mitzuwirken. Dabei stehen meist längerfristige Sachwertbeteiligungen von sogenannten grünen Unternehmen im Fokus. Das können neben Windparks auch Solarparks sein. Durch die mittelbare Beteiligung werden die Investoren Teilhaber und verfügen über die grünen Sachwerte.

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Festzinsanlagen für grüne Sachwerte

Es gibt zahlreiche Portfolios, die sich mit grünen Sachwerten beschäftigen. Dazu gehört beispielsweise das Ökorenta Erneuerbare Energien IX – Energieportfolio. Die enthaltenen Sachwertanlagen sind breit diversifiziert und beziehen sich auf Energieprojekte in ganz Deutschland. Anleger, die mittelbar in Solar- oder Windenergie investieren möchten, können beispielsweise mit der Vermögensanlage RE12 EnergieZins 2022 von einem bereits etablierten Markt partizipieren. Der Festzins p. a. beträgt beispielsweise 5,00 Prozent und die Laufzeit 4,5 Jahre.

Grüne Investments auf Wertpapiere und Anleihen – Auswahl häufig nicht ganz einfach

Eine weitere Möglichkeit, um nachhaltig zu investieren, ist der Kauf von Wertpapieren oder Anleihen. Auch dafür gibt es an den Handelsplätzen mittlerweile viele Möglichkeiten. Zu den nachhaltigen Geldanlagen in diesem Bereich gehören vor allem die Branchen, die sich mit der Verbesserung der Ökologie befassen. Das könne beispielsweise Unternehmensbeteiligungen an Firmen sein, die für die Solarstromgewinnung produzieren oder zu besonders ethisch vertretbaren Konditionen arbeiten/handeln. Es gibt jedoch keine einheitliche und eindeutige Definition, was nachhaltige Geldanlagen eigentlich sind. Deshalb liegt es vielmehr in der Verantwortung der Anleger, die nachhaltigen Investments auf Wertpapiere oder Anleihen selbst zu klassifizieren.

ESG-Kriterien helfen bei der Auswahl grüner Investments weiter

Da Anleger häufig schwer selbst einschätzen können, ob ein Unternehmen wirklich nachhaltig arbeitet, gibt es verschiedene Kriterien, die dabei unterstützen können. Analysten und Forschungsinstitute befassen sich beispielsweise mit Brunch und Unternehmen, die nach ökologischen und gesellschaftspolitischen Kriterien arbeiten und beurteilen sie entsprechen. Dabei handelt es sich um die ESG-Kriterien (environment, social und governance). Manchmal ist es jedoch für die Verbraucher auch nicht ganz nachvollziehbar, warum der Filter für die vermeintlichen nachhaltigen Investments angewandt wurde und warum auch nicht. Das macht die Auswahl der Wertpapiere und Anleihen um ein Vielfaches schwieriger.

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ETFs als ethische Möglichkeit für Investments

Privatanleger können ebenso wie ambitionierte Trader von der steigenden Nachfrage der nachhaltigen Investments partizipieren. ETFs (Aktien-Indexfonds) bilden eine Möglichkeit, um in diesem Bereich zu investieren. Dabei handelt es sich um nachhaltig ausgerichtete Aktienindices, mit denen längerfristig Vermögen aufgebaut wird. Abgebildet wird dafür ein breiter Marktindex, um mit einer größtmöglichen Diversifikation zu arbeiten und längerfristig Gewinne zu erzielen.

Die richtige Auswahl der ETFs ist entscheidend

Bei der Auswahl der ETFs für grüne Investments ist zu beachten, dass die Performance stimmt. Zwar gibt es mittlerweile zahlreiche ETFs, die eine nachhaltige Ausrichtung versprechen, aber nicht immer ist dies erfahrungsgemäß der Fall. Vor allem, wenn die ETFs weniger breit aufgestellt sind, kann es schnell aufgrund der Marktentwicklung zur Stagnation der Gewinne kommen. Trader sollten daher auf Indizes achten, die alt genug gestreut sind, beispielsweise über:

  • Branchen
  • Währungen
  • Länder

Zwei der bekanntesten Anbieter sind MSCI und Dow Jones. Schauen wir uns an, welche Vorzüge die beiden ETFs für die Anleger haben.

MSCI World Socially Responsible Index (SRI)

Hier sind ca. 400 Unternehmen aus den weltweiten Industrieländern vertreten. Sie sind nach dem höchsten ESG-Ranking ausgewählt. Die Zusammenstellung und Auswertung der öffentlich verfügbaren Informationen (beispielsweise Medienbericht oder Geschäftsberichte) wird durch die Analysten genau studiert und der Index entsprechend zusammengestellt. Dadurch haben die Unternehmen, die im SRI vertreten sind, nicht nur ein gutes Ergebnis im ESG-Rating, sondern sind auch an der Börse bekannt. Umstritten Branchen, wie beispielsweise Glücksspiel, Waffen, Alkohol, Tabak oder Atomkraft sowie Gentechnik werden nicht in dem Index berücksichtigt.

Bestandteil des SRI

Wie die Erfahrungen zeigen, hat der Index einen Anteil von ca. 56 Prozent US-amerikanischer Wertpapiere. Zu den zehn wichtigsten Wertpapieren gehören neben Microsoft, Intel oder Cisco, Procter & Gamble auch:

  • Nvidia
  • Roche
  • Walt Disney
  • Total
  • Mc Donald´s
  • SAP

Zum Vergleich schauen wir uns den klassischen Index MSCI World an und stellen fest, dass hierin Apple vertreten ist. Das Unternehmen findet sich jedoch nicht in den nachhaltigen Index, da es aufgrund seiner Produktionsmethoden durchaus umstritten ist. Gleiches gilt auch für Amazon oder beispielsweise Facebook.

Der Cost-Average-Effekt mit einem niedrigen Einstieg

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Dow Jones Sustainability Index World Enlarged

In diesem Index werden ca. 600 nachhaltige weltweite Unternehmen (auch aus Schwellenländern) gebündelt. Ausgewählt werden sie nach einem umfassenden Fragebogen, der über 100 Seiten lang ist und zahlreiche Kriterien enthält. Analysten werden die Angaben aus dem Fragebogen aus und gewichten die Aussagen nach eigenen Kriterien. Daraus ergibt sich der sogenannte Nachhaltigkeitsscore. Schauen wir uns die Anteilsklassen an, bei denen die umstrittenen Branchen, wie beispielsweise Alkohol oder Tabak ausgeschlossen sind. Bestandteil des DJSI World Enlarged sind beispielsweise Microsoft, Bank of America, Intel, Unitedhealthgroup, Wieser oder Nestlé. Auch Samsung, Cisco, Novartis oder Toyota gehören dazu.

Tipp: Anleger, die einen Index mit weniger amerikanischen Wertpapieren bevorzugen, sollten den ETF von iShares (Dow Jones Sustainability Index World Enlarged) nutzen. Wie die Erfahrungen zeigen, gibt es bei der Betrachtung im 5-Jahres-Zeitraum von 2013-2017 tendenziell sehr starke Schwankungen.

Grünes Investment: Stuttgarter Börse bietet Öko-Vorreiter

Bisweilen gibt es noch keine gesetzlichen Standards, ab wann ein Projekt oder eine Anlagemöglichkeit als grünes Investment einzustufen ist. Allerdings soll sich dies in Zukunft ändern, wenn es nach den Plänen der EU-Kommission geht. Künftig sollen konkrete Kriterien dafür erarbeitet werden, um Projekte einfacher als nachhaltige Investments einstufen zu können und Anleger damit eine gewisse Orientierungsmöglichkeit zu bieten. Die Stuttgarter Börse bietet einen Natur-Aktien-Index, der seit Kurzem gehandelt werden kann. Darin gelistet sind 30 Unternehmen aus aller Welt, die als Vorreiter für ökologische Handelsaktivitäten gelten. Darunter zählen:

  • Tesla
  • ein brasilianischer Hersteller für Naturkosmetik
  • Eine japanische Bahngesellschaft

Alternativ dazu gibt es auch den amerikanischen Dow Jones Sustainability Index, der die besten zehn Prozent der weltweit größten 2.500 Konzerne führt. Sie agieren nach ökologischen, sozialen sowie ökonomischen Faktoren und gelten daher im weitesten Sinne auch als grünes Investment unter den Anlegern.

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Studien zeigen: grünes Investment kann belohnt werden

Noch immer ist das Angebot der grünen Investments im Vergleich zu anderen Geldanlagen deutlich geringer. Doch Studien zeigen, dass die Renditen sich sehen lassen können. Eine frühere Meta-Studie des Finanzwissenschaftlers Christian Klein (Uni Kassel) zeigt, dass die nachhaltigen Fonds beim Rendite-Risiko-Verhältnis oft deutlich besser abschneiden als konventionelle Fonds.

EU-Kommission fokussiert Förderung nachhaltiger Investments

Künftig sollen private Anleger noch mehr in nachhaltige Investments investieren. Geht es nach dem Willen der EU-Kommission, will sie Anlageberater und Fondsmanager künftig verpflichten, den Kunden künftig mehr Informationen zu den Klimaauswirkungen der einzelnen Investitionen zu erteilen. Dafür soll eine neue Klassifizierung geschaffen werden.

Grüne Investments: künftig strengere Vorgaben für Anlageberater?

In Brüssel arbeitet man an einer Gesetzesvorlage, um künftig die nachhaltigen Investments stärker in den Fokus der Anleger zurück. Anlageberater und Fondsmanager sollen ihren Kunden genau erklären, welche klimatischen Auswirkungen ihr Investment hat. Dabei soll es nach verschiedenen Kriterien gehen. Interessant könnte dann sein, ob und wie viel natürliche Ressourcen (beispielsweise Wasser) bei der Realisierung eines Projektes oder bei der Produktion innerhalb eines Unternehmens genutzt werden. Ein weiterer Punkt könnte auch sein, inwieweit die unternehmerischen Aktivitäten zu einer positiven Klimaentwicklung beitragen. Die-Kommission geht davon aus, dass der Klimawandel nicht nur sichtbare negative Umweltfolgen, sondern auch negative Folgen hat. Vor allem spürbar ist dies bei der Versicherungsbranche, denn sie musste in den letzten Jahren über 110 Milliarden Euro aufgrund von Schäden durch Umweltkatastrophen, Überflutung oder Dürre zahlen. Wer beispielsweise Wertpapiere eines Versicherungsunternehmens besaß, musste in den letzten Jahren weniger positive Quartalszahlen oder Jahresberichte verkraften. Deshalb sich gibt EU-Finanzkommissar Valdis Dombrovskis kämpferisch und stellt das ambitionierte Ziel vor: „Wir sollten unser Geld in Projekte stecken, die mit unseren CO2-Zielen und dem Kampf gegen den Klimawandel vereinbar sind“.

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Fazit: Nachhaltige Investments auf dem Vormarsch

Immer mehr private Anleger möchten nachhaltig investieren. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Trader in riskante Unternehmensbeteiligungen investieren, sondern grünes Investment bietet viel mehr Möglichkeiten. Vielmehr stehen die Unternehmen im Fokus und wie sie mit der Umwelt oder im Sozialbereich agieren. Die nachhaltigen Geldanlagen gibt es beispielsweise auf Aktien, Fonds oder ETFs. Auch die EU-Kommission befasst sich mit den nachhaltigen Investments und möchte diese künftig stärker fördern. Bislang erhalten die Anleger grüne Investments vor allem bei ihren Banken (als Fonds) oder bei Brokern (Wertpapierhandel). Wer das grüne Investment bis zum Maximum ausleben möchte, sollte auch auf Nachhaltigkeitsbanken, wie beispielsweise Umweltbank, GLS oder Tridios achten. In Deutschland ist das grüne Investment längst nicht so verbreitet, wie beispielsweise in der Schweiz oder in den nordischen Ländern. Dennoch hat sich in den letzten Jahren viel getan und Anleger haben immer mehr Möglichkeiten, nachhaltig in Sachwerte oder verschiedene Finanzprodukte zu investieren.