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Großbritannien stimmt für den Brexit!

Großbritannien stimmt für den Brexit!

Das kam überraschend: Bei der „Brexit“-Abstimmung haben 51,9% der britischen Wahlberechtigten, die ihre Stimme abgegeben haben, für den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union gestimmt. Da die jüngsten Umfragen bzw. Einschätzungen von Wettbüros ganz im Gegenteil dazu keine Mehrheit für einen „Brexit“ gesehen hatten, reagierten die Marktteilnehmer(innen) heute im frühen Handel überrascht. Und Überraschung bedeutet an den Finanzmärkten üblicherweise – starke Kursschwankungen! So kam es dann auch. Konkret:

DAX verliert zwischenzeitlich rund 10%

Natürlich – sowohl britisches Pfund als auch die Kurse britischer Aktien gerieten nach Bekanntgabe des Ergebnisses kräftig unter Druck. Der DAX verlor zu Handelsbeginn rund 10% (!) – und das ist der höchste Tagesverlust seit der Finanzkrise 2008. Wenn meine Daten stimmen, dann war das Minus zu Handelsbeginn von 10,1% das größte Minus seit dem 24. Oktober 2008.

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Britisches Pfund verliert deutlich

Auch die europäische Gemeinschaftswährung Euro gab kräftig ab, im frühen Handel lag das Minus bei rund 4%, bis zum Nachmittag konnte es aber auf weniger als 2,5% Minus eingegrenzt werden. Stärker unter Druck geriet – wenig überraschend angesichts des Brexit-Votums – das britische Pfund. Hier hieß es z.B. gegenüber dem Dollar rund 6% Minus im frühen Nachmittagshandel am Freitag. Aber auch da lag das Minus im frühen Freitagshandel noch deutlich darüber. Konkret: Das britische Pfund war gegenüber dem Dollar innerhalb weniger Stunden von 1,50 (Pfund pro Dollar = USD/GBP) auf rund 1,35 gefallen. Das war der tiefste Stand des britischen Pfundes gegenüber dem Dollar seit 30 Jahren. Danach erholte sich die britische Währung etwas. Ist das mehr als eine Momentaufnahme? Derzeit offen! Hingegen war diese Anlageklasse gefragt:

Bundesanleihen als „sichere Häfen“ gefragt

Unsicherheit, Bedürfnis nach Sicherheit? In solchen Zeiten bzw. dann, wenn die Anleger(innen) mehrheitlich darauf fixiert sind, sind tendenziell „sichere Häfen“ gefragt. Und zu denen gehören neben Gold auch traditionell Bundesanleihen. Und da wiederum sind international die 10jährigen Bundesanleihen im Fokus. Bekanntlich liegt deren Rendite aber bereits im negativen Bereich. Von attraktiver Anlageform lässt sich also wohl kaum sprechen. Dennoch: Am heutigen Freitag waren die 10jährigen Bundesanleihen trotz Negativ-Rendite stark gefragt. „Flucht in Sicherheit“ sozusagen, oder in zumindest vermeintliche Sicherheit. Die zusätzliche Nachfrage trieb die Kurse der 10jährigen Bundesanleihen nach oben. Die Folge: Die Negativ-Rendite hat sich noch vergrößert. Laut der Börse Stuttgart erreichte diese den neuen Rekordwert von -0,152%. Wenn Sie demnach 10jährige Bundesanleihen kaufen, bedeutet das pro Jahr durchschnittlich 0,152% Verlust. Gebühren und Inflation etc. natürlich nicht berücksichtigt. Verrückte Welt? Jedenfalls war diese Anlageform heute sehr gefragt!

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Gold profitiert ebenfalls

Bleibt noch das Gold. Dieses gilt traditionell ebenfalls als „sicherer Hafen“. Insofern überrascht es nicht, dass die Notierung des gelben Edelmetalls nach dem „Brexit“-Votum deutlich angezogen hat. Der Preis je Feinunze Gold stand am Freitag im frühen Nachmittagshandel rund 60 Dollar oder gut 5% höher. Damit markierte der Goldpreis auch ein frisches 12-Monats-Hoch. Kein Wunder, dass dies auch Goldminenaktien wie Barrick Gold beflügelte, die ebenfalls kräftig zulegen konnten. Beim Gold kommt nun der bullishe Faktor hinzu, dass ein charttechnischer Widerstand bei knapp 1.300 Dollar je Feinunze überschritten worden ist. Das könnte weitere prozyklische Käufe anlocken – sofern es nicht am kommenden Montag eine Korrektur unter diese Marke geben wird.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

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