Girokonto wechseln: was Sie dabei beachten sollten

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 30.05.2020


Das Girokonto ist aus dem Alltag nicht wegzudenken – für Lohn und Gehalt, wiederkehrende Zahlungen an Versorger, aber auch für komfortables bargeldloses Bezahlen bietet das Girokonto eine Komplettlösung mit vielen Facetten. Nur: mitunter kann das eigene Girokonto den Inhaber teuer zu stehen kommen. Viele Bundesbürger wissen das durchaus und sind sich der Tatsache bewusst, dass es günstige, sogar kostenfreie Girokonten mit großem Leistungsumfang gibt. Dennoch dauert es in vielen Fällen sehr lange, bis Kunden ihr Girokonto wechseln. Zu groß ist die Befürchtung, mit dem damit verbundenen „Papierkram“ überfordert zu werden. Dabei ist diese Annahme unbegründet, denn der Kontowechsel kostet nichts und Banken bieten eine „Umzugshilfe“ an. Mehr dazu in diesem Artikel.

  • Mit dem Kontowechsel können Kunden oft bedeutende Beträge sparen
  • Der Kontowechsel selbst kostet nichts
  • Banken unterstützen den Umzug zum neuen Girokonto
  • In manchen Fällen gibts beim Kontowechsel gleich attraktive Prämien

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Girokonto wechseln und sparen

Angesichts der Werbung, mit der die zahlreichen deutschen Kreditinstitute um Neu-, aber auch um Bestandskunden wetteifern, sind sich die meisten Verbraucher durchaus darüber im Klaren, dass die Leistungen, für die sie bislang Gebühren zahlen, mit einem anderen Girokonto umsonst zu haben wären. Das es sich lohnt, das Girokonto zu wechseln, ist also bekannt. Kunden würden es eigentlich ja auch gern tun, aber…

Längst nicht alle Kontoinhaber setzen den guten Vorsatz, ihre Bank zu wechseln, in die Tat um. Vor allem, wenn zahlreiche Zahlungen über das eigene Girokonto laufen, wird der Aufwand überschätzt, der mit der Umstellung verbunden ist. Natürlich müssen Daueraufträge und Lastschriften geändert werden, müssen Zahlungspartner benachrichtigt werden, nichts darf man vergessen, um Mahnungen oder Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Das ist wahr, was viele Kunden jedoch nicht wissen: die bisherige Bank und der neue Anbieter können hier nicht nur helfen, sie sind sogar dazu verpflichtet!

Deshalb sollten Inhaber von Girokonten gelegentlich Kassensturz machen und die anfallenden Kosten prüfen. Günstigere Konditionen sind nämlich der Hauptgrund für einen Anbieterwechsel. Die Stiftung Warentest empfiehlt: kostet das eigene Girokonto mehr als 60 Euro jährlich, sollten der Einsicht Taten folgen. In diesem Fall heißt das: das Girokonto wechseln.

Girokonto wechseln was beachten

Bekannte und versteckte Kosten: gute Gründe, die Bank zu wechseln

Wer die Angebote für Girokonten im Internet nur kurz überfliegt, merkt schnell, dass in der Tat kostenfreie Girokonten angeboten werden, bei denen der Kunde sehr viel Geld sparen kann. Einige wenige Anbieter verzichten auf die Forderung eines Mindestgehaltseingangs, berechnen auch keine versteckten Kosten, und sogar Girocard und Visakarte gibt es zum Nulltarif.

Bei der Mehrheit der Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken fallen jedoch Gebühren an. Prinzipiell ist dagegen nichts einzuwenden, vor allem bei Filialbanken, die ja Kosten für Personal und Räumlichkeiten decken müssen. Direktbanken bieten günstigere Kontomodelle an, weil sie geringere Auslagen haben. Doch auch bei diesen Konten muss man unter Umständen mit Kosten rechnen. Daher sollten Kunden, die ihr Girokonto wechseln wollen, nicht nur den alten, sondern auch den neuen Anbieter auf Herz und Nieren prüfen.

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Welche Gebühren können anfallen?

Die Gebühren, die eine Bank berechnet, sind von Fall zu Fall verschieden. Prüft man den Kontoauszug oder die Anzeige der monatlichen Posten im Online-Banking, lassen sich die Kosten ausmachen, die hier auflaufen können. Berechnet werden beispielsweise

  • Kontoführung
  • beleghaft ausgeführte Transaktionen
  • Kreditkarten, Karten für Partner, mitunter die Girocard
  • Dispozinsen
  • Bargeld-Abhebungen und Einzahlungen am Automaten
  • Sonderleistungen wie telefonische Aufträge

Die Palette der Gebührenstrukturen reicht von völlig kostenfreien Konten bis zu Angeboten, bei denen wirklich jeder Service abgerechnet wird. Mitunter ist eine bestimmte Anzahl von Transaktionen oder Bargeldabhebungen kostenfrei, wird diese überschritten, fallen Gebühren an. Auch die Zusendung von Kontoauszügen auf dem Postweg oder telefonisch in Auftrag gegebene Transaktionen bzw. Änderungen etwa von Daueraufträgen werden berechnet.

Wichtig auch: selbst wenn man bereits weiß, dass die Kontoführung, die Karten oder andere Leistungen nicht kostenfrei sind, lohnt es sich, gelegentlich zu prüfen, ob die anfallenden Gebühren nicht zwischenzeitlich erhöht wurden!

Ein Wechsel des Girokontos lohnt sich auch, wenn das bisherige Konto nur bei bestimmten monatlichen Geldeingängen kostenfrei ist und diese nicht mehr gewährleistet sind. Hier können schnell beträchtliche Kosten zusammenkommen.

Girokonto wechseln Prämie

Girokonto wechseln: was beachten?

Verbraucher, die feststellen müssen, dass ihr bisheriges Girokonto zu kostspielig (geworden) ist, sollten nicht das nächste beste Angebot wählen, sondern einen Anbietervergleich durchführen. Das schafft einen Überblick, und zwar auch in Hinblick auf die eigenen Ansprüche an das neue Girokonto. Das eine objektiv beste Girokonto gibt es nämlich nicht, daher lohnt es sich, die Angebote der einzelnen Banken miteinander zu vergleichen.

Zuvor sollten sich wechselwillige Nutzer auch überlegen, was sie von der neuen Bank erwarten, denn es gibt inzwischen bei nicht wenigen Kreditinstituten Konten, die sich an ganz bestimmte Zielgruppen wenden und diesen sehr entgegenkommen – etwa mit Konten für Freiberufler, Konten für Studenten und Azubis, oder Basiskonten für Personen ohne Einkommen.

Egal, welcher Kontotyp in die engere Wahl kommt, geprüft wird im Anbietervergleich immer folgendes:

  • Kontoführungsgebühren
  • laufende Kosten
  • enthaltene Karten
  • mögliche Prämien oder Startguthaben
  • Boni, Freundschaftswerbungen und weitere Aktionen

Wer den Anbietervergleich nutzt, stellt fest: ein Girokonto lässt sich gratis einrichten und fähren. Auch Kredit-, zumindest aber Debitkarten sind vielfach enthalten, und zwar ebenfalls kostenlos. Nicht alle, aber doch einige Anbieter können mit sehr günstigen Dispozinsen punkten und zumindest zeitweise profitiert man beim Kontowechsel auch von attraktiven Startguthaben. Mit einem Vergleich fällt die Auswahl des bestmöglichen – und kostengünstigsten – Girokontos verhältnismäßig leicht. Danach schlägt die Stunde für den eigentlichen Kontowechsel. Hier raten Experten, zunächst das neue Girokonto zu eröffnen und wenn möglich, beide Konten noch eine Weile parallel beizubehalten. So ist gewährleistet, dass die Übertragung aller Vorgänge auch wirklich umgesetzt wurde.

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Das neue Girokonto eröffnen

Kunden, die ihr neues Girokonto in einer Filialbank eröffnen möchten, können dies mithilfe des Bankberaters tun. Wird eine Direktbank gewählt, zögern vor allem Nutzer, die zum ersten Mal ein derartiges Angebot nutzen wollen – allerdings unbegründet, denn die Kontoeröffnung lässt sich online sehr schnell und komfortabel ausführen. Der Prozess ähnelt sich bei der Mehrzahl der Anbieter. In der Regel kann man die Kontoeröffnung direkt über eine Schaltfläche auf der Website der Bank starten. Werden verschiedene Konten angeboten, befindet sich der „Start“-Button auf der Seite mit Informationen zum jeweiligen Angebot. Klickt man die Schaltfläche an, gelangt man zu einem Online-Formular. Hier müssen die Angaben zur Person, zum Wohnsitz und auch zu Telefonnummer und E-Mail-Adresse eingetragen werden. Mitunter wird auch nach der Tätigkeit und dem monatlichen Einkommen gefragt.

Ist das Formular ausgefüllt, wird es abgeschickt. In der Regel erhält der Neukunde nun eine E-Mail an die zuvor angegebene Adresse, die einen Bestätigungslink erhält. Mit einem Klick darauf wird nochmals bestätigt, dass man das Konto einzurichten wünscht. Im Anschluss ist die sogenannte Legitimierung notwendig: der Kunde muss sich mit gültigen Dokumenten ausweisen und eventuell einen Wohnsitznachweis vorlegen, etwa eine Versorgerrechnung. Die Legitimierung kann am Schalter einer Filiale der Deutschen Post vorgenommen werden, wobei ein Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden muss. Schneller geht es online per VideoIdent. Hierzu wird eine Webcam und eine gute Internetverbindung benötigt, für das Smartphone bieten manche Banken eigene VideoIdent-Apps an. In einem kurzen Videochat mit einem Mitarbeiter werden die Daten zur Person nochmals abgeglichen, außerdem muss der Kunde seinen Ausweis vor die Webcam halten und hin und her bewegen. Das war es dann auch schon. Die zum Girokonto gehörenden Karten und deren PIN werden auf dem Postweg versandt und treffen innerhalb von 7 – 10 Tagen ein.

Girokonto wechseln Checkliste

Girokonto wechseln: so funktioniert der Kontowechsel

Nun kann das neue Konto genutzt und somit auch der Kontowechsel angegangen werden. Hier gibt es nun verschiedene Möglichkeiten:

  1. Das offizielle Formular des Gesetzgebers nutzen,
  2. Alles selbst übertragen, oder
  3. Den Kontowechselservice der neuen Bank nutzen.

Was das dreiseitige Formular angeht, das der Gesetzgeber bereitstellt, so wird hier vielfach vom Gebrauch abgeraten – gut gemeint, aber offensichtlich zu umfangreich und zu verwirrend.

Wer sich dazu entscheidet, den Übertrag selbst vorzunehmen, der muss nun alle Daueraufträge bei der alten Bank stornieren und bei der neuen Bank einrichten. Bei Lastschriften müssen die berechtigten Zahlungsempfänger informiert werden, damit die Buchungen demnächst vom neuen Konto abgehen. Wichtig für die Anhänger des Do-It-Yourself: nichts vergessen! Deshalb sollte man das bisherige Konto zwei bis drei Monate lang weiterlaufen lassen, mit einem geringen Guthaben. Denn nicht alle Zahlungen fallen monatlich an. So lässt sich feststellen, ob ein Zahlungspartner vergessen wurde, und Ausfälle oder Mahnungen aufgrund mangelnder Kontodeckung werden ebenfalls vermieden.

Die bequemste Lösung ist der Kontowechselservice der Bank. Im Online-Banking finden Bankkunden meist einen eigenen Menüpunkt „Kontowechselservice“. Hier müssen die Zugangsdaten des bisherigen Kontos eingegeben werden. Die neue Bank fragt dann die Transaktionen auf dem früheren Girokonto ab und gibt dem Kunden im besten Fall anschließend einen Überblick über die Zahlungspartner.

Bei einem guten Kontowechselservice unterscheidet die resultierende Liste direkt zwischen Zahlungspartnern, die die Bank selbst informieren kann, eventuell sogar online und automatisch, und solchen, bei denen der Kunde selbst tätigt werden sollte. Falls eine Ergänzung oder Kontrolle der Daten notwendig ist, gibt es auch dazu die Gelegenheit. Beim Kontowechselservice werden außerdem die bestehenden Daueraufträge angezeigt, die nun auf das neue Girokonto verlegt werden können. Insgesamt steht ein Zeitraum von 12 Tagen für den Umzug zur Verfügung – währenddessen sollten beide Banken gemeinsam die Formalitäten erledigen.

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Klappt der Kontowechsel eigentlich immer reibungslos?

In der Theorie ist es mit dem digitalen Umzugsservice der Banken leicht das Girokonto wechseln. In der Praxis geht der Umzug allerdings dann doch nicht immer ohne Komplikationen ab. Dafür gibt es zwei Gründe: entweder die digitalen Angebote der jeweilige(n) Bank(en) sind nicht ausgereift bzw. teilweise mangelhaft, oder eine der beiden Banken lässt die Schnittstelle mit der HBCI-Technik nicht zu, kurz für Homebanking Computer Interface. Die Technologie stellt die Brücke zwischen den beiden Kreditinstituten her – indem man den Login der alten Bank beim neuen Anbieter eingibt, kann über HBCI ein Abgleich der Daten und später der Umzug stattfinden. Nicht alle Banken erlauben diesen Zugriff. Und bei einigen funktioniert HBCI wunderbar, allerdings nur für neue Kunden, die zu dem jeweiligen Anbieter wechseln. Wer hingegen weg möchte, stößt auf Schwierigkeiten. Bei der Entscheidung für eine Bank kann eine Bewertung des Kontowechselservice deshalb durchaus hilfreich sein, denn dann weiß der Kunde, mit welchen Hindernissen möglicherweise zu rechnen ist.

  • Fehlende oder mangelnde HBCI-Kompatibilität
  • Unvollständige Angaben beim Übertrag von Buchungen
  • Automatische Übertragung von Daueraufträgen ist unmöglich
  • eCommerce-Plattformen müssen selbsttätig bearbeitet werden
  • Eingescannte Unterschriften werden nicht allgemein akzeptiert

Schwierigkeiten können auch dann auftauchen, wenn in der digital erstellten Buchungsliste Adressen von Zahlungspartnern fehlen. Um sicherzugehen, dass alle Angaben stimmen, kann man schon vor dem Kontowechsel eine Liste der Zahlungspartner mit korrekten Adressen bereithalten. Auch Kundennummern oder Vertragsnummern werden möglicherweise benötigt.

Daueraufträge können in einigen Fällen nicht automatisch übertragen werden. Daher sollte das neue Konto und dessen Daten später auf Vollständigkeit überprüft werden.

Online-Zahlungspartner wie eBay oder Amazon und elektronische Wallets erfordern ebenfalls Eigeninitiative: hier muss der Nutzer bei seinen Profilangaben die Bankverbindung selbst ändern, der digitale Kontowechselservice der Banken weist bestenfalls darauf hin, dass der Kunde hier tätig werden muss.

Auch die eingescannte Unterschrift eines Kontoinhabers, die während des Kontowechsels in den automatisch erstellten Informationsschreiben eingesetzt wird, wird nicht von allen Zahlungspartnern in dieser Form akzeptiert. Gegebenenfalls muss die Änderung der Bankverbindung dann nochmals und mit einer handschriftlichen Unterschrift angegeben werden.

Girokonto wechsel beantragen

Gebühren für den Kontowechsel

In der Regel berechnen Banken für den Kontowechsel keine Gebühren. Sie sind dazu allerdings berechtigt – sofern dies mit dem Kunden ausdrücklich vereinbart ist. Davon bleibt allerdings das Recht des Kontoinhabers auf den Zugang zu sämtlichen Daten, die sich auf Lastschriftmandate und Daueraufträge beziehen, unberührt. Auch die Schließung des bisherigen Girokontos muss kostenfrei erfolgen.

Gebühren können jedoch anfallen, wenn beim Kontowechsel ein Zahlungspartner nicht berücksichtigt wurde. In diesem Fall ist möglicherweise die Deckung des früheren Kontos nicht mehr ausreichend, es kommt zu Rücklastschriften oder einer Kontoüberziehung, was für den Kunden natürlich mit Kosten einhergeht. Daher die Empfehlung, beide Konten eine Weile parallel beizubehalten.

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Girokonto wechseln: wer ist zuständig, wenn etwas nicht klappt?

Entscheidet sich der Kontoinhaber, den Kontowechselservice der neuen Bank zu nutzen, überträgt er damit auch einen großen Teil der Verantwortung. Lediglich dort, wo der digitale Umzugsdienst noch Korrekturen oder Ergänzungen anfordert, ist der Kunde in der Pflicht. Darüber hinaus haften für Schäden durch Versäumnisse oder Unvollständigkeit die beiden Banken gemeinsam. Im Klartext: läuft der digitale Kontowechsel nicht innerhalb der vorgegebenen Frist und ohne Fehler ab, so dass dem Kunden Schäden wie Verzugszinsten oder Lastschriftrückgabekosten entstehen, können diese Kosten sogar eingeklagt werden.

Girokonto selbst übertragen: an alle Daueraufträge denken!

Wer sein Girokonto zu einer anderen Bank verlegt, möchte möglicherweise die regelmäßigen Zahlungen durch Daueraufträge selbst auf das neue Konto übertragen. In diesem Fall müssen auch Zahlungspartner angeschrieben und benachrichtigt werden. Gleiches gilt auch, wenn man sein Konto bei einer Filialbank führt und in eine andere Stadt umzieht. Hier muss die Adressänderung ebenfalls mitgeteilt werden.

Benachrichtigt werden sollten bei einem Adress- oder Girokonto-Wechsel auf jeden Fall die folgenden Personen, Institutionen und Unternehmen:

  • Arbeitgeber
  • Vermieter
  • Krankenversicherung
  • Rentenversicherung
  • Andere Versicherer
  • Telefon- und Internet-Anbieter
  • Energie-Versorger
  • Behörden wie das Finanzamt

Girokonto wechsel Erfahrungen

Lastschriftmandate selbst ändern

Während Daueraufträge im eigenen Online-Banking recht unkompliziert auf die neue Bankverbindung übertragen werden können, sieht es mit Lastschriften anders aus. Wer seinem Krankenversicherer oder Telefon-Anbieter eine Einzugsermächtigung erteilt hat, muss nun die betreffenden Zahlungspartner persönlich informieren – dies am besten schriftlich. Meist erhält der Kunde dann ein entsprechendes Formular, auf dem die Änderung unter Angabe der neuen Bankverbindung angefordert wird. Besonders bei Lastschriften gilt: das alte Konto erst dann leeren und schließen, wenn man sicher ist, alle Zahlungspartner berücksichtigt zu haben!

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Das alte Girokonto auflösen

Sind dann manuell oder mithilfe des digitalen Kontowechselservice wirklich alle Transaktionen übertragen, wird das bisherige Girokonto nicht mehr benötigt und kann geschlossen werden. Die Schließung wird bei der alten Bank direkt beantragt. Alternativ kann man mit einem dafür gedachten Formular diese Aufgabe auch der neuen Bank übergeben. Damit das frühere Girokonto geschlossen werden kann, müssen in einem letzten Schritt mögliche Kosten beglichen werden – dazu gehört u. a. ein negativer Saldo durch einen Dispokredit. Ist dies nicht der Fall, wird das verbleibende Guthaben auf das neue Konto transferiert, der Kontowechsel ist erledigt und nur das neue Girokonto wird noch genutzt.

Girokonto wechsel Test

Girokonto wechseln: Checkliste im Überblick

Mit der praktischen Checkliste wird garantiert nichts vergessen – so klappt der Kontowechsel!

  • Schritt 1: Kosten des bestehenden Girokontos prüfen
  • Schritt 2: Anbieter-Vergleich nutzen, um andere Konten zu finden
  • Schritt 3: Eigene Anforderungen klären
  • Schritt 4: Den eigenen Bedarf mit den in Frage kommenden Anbietern abgleichen
  • Schritt 5: Neues Girokonto eröffnen
  • Schritt 6: Den digitalen Kontowechsel-Service nutzen
  • Schritt 7: Zahlungspartner kontrollieren und Angaben ggf. korrigieren und ergänzen
  • Schritt 8: Altes Konto eine Weile mit geringem Guthaben beibehalten und den Ablauf prüfen
  • Schritt 9: Eventuell vergessene Zahlungspartner benachrichtigen
  • Schritt 10: Früheres Girokonto kündigen

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Girokonto wechseln: Prämie oder Startguthaben mitnehmen

Das Girokonto wechseln ist also einfacher als man denkt. Und es spart Geld. Noch besser ist, dass der Kontowechsel oft eine Gelegenheit ist, Prämien oder Startguthaben zu erhalten. Die „Begrüßungsgelder“ werden von Banken gern zur Neukundengewinnung genutzt und können recht hoch ausfallen. Bis zu 100 Euro können Kunden, die ihr Girokonto wechseln, auf diese Weise erhalten. Vor allem Direktbanken loben gern Startguthaben aus, aber man findet derartige Angebote durchaus auch bei Filialbanken, zumindest im Rahmen zeitlich befristeter Aktionen.

Derartige Prämien sind wirklich Geldgeschenke und werden mitunter auch als Kontowechselprämie bezeichnet. In den meisten Fällen sind sie jedoch an einige Bedingungen geknüpft, die sich je nach Anbieter unterscheiden. Damit der Neukunde den angegebenen Betrag in voller Höhe erhält, müssen meist die folgenden Anforderungen erfüllt werden:

  • Vollständige Kontoeröffnung und Legitimierung
  • Mindestgeldeingang und/oder aktive Nutzung des Kontos für mindestens drei Monate
  • Mindestanzahl an Transaktionen
  • Nutzung als Gehaltskonto und nachweisliche Schließung des früheren Gehaltskontos

Girokonto Wechsel Bonus

Welche Prämien gibt es beim Kontowechsel?

  • Startguthaben: Dies ist ein Geldgeschenk der Bank, das manchmal sofort nach der Einrichtung des neuen Girokontos überwiesen wird. Die Höhe des Startguthabens hängt von der Bank ab. Üblich sind derzeit ca. 25 Euro, innerhalb von Aktionszeiträumen kann der Betrag jedoch höher ausfallen!
  • Aktivprämie: Hier gibt es Geld für die tatsächliche Nutzung des Kontos. Definiert wird diese entweder durch Mindestgeldeingänge über einen bestimmten Zeitraum, meist drei Monate, oder eine festgelegte monatliche Anzahl von Buchungen über einen Mindestbetrag. Wer sein neues Girokonto also als Lohn- oder Gehaltskonto nutzt, erfüllt meist die Bedingungen für die Aktivprämie.
  • Mindestgeldeingang: Eine Form der Aktivprämie, die gezahlt wird, wenn drei Monate in Folge eine größere Summe auf dem Konto eingeht. Dies können Beträge zwischen 500 und 1000 Euro sein. Auch hiermit will die Bank sicher gehen, dass der Neukunde sein Girokonto nach dem Wechsel als Gehaltskonto nutzt.
  • Kontowechselprämie: Diese Prämie erhalten Kunden, die den Kontowechsel nachweisen können, am besten, indem sie den „Umzugsservice“ der neuen Bank nutzen und dabei das alte Girokonto schließen. Danach gibt es dann Geld!
    Attraktive Prämien können also den Aufwand versüßen, wenn man sein Girokonto wechseln will. Sie sollten jedoch nicht das ausschlaggebende Kriterium sein. Hier sind die laufenden Kosten wichtiger, denn was nützt die Prämie, wenn das neue Konto unter dem Strich so teuer kommt wie das alte?

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Fazit: Girokonto wechseln – leichter, als Sie denken!

Ein Girokonto benötigt man für die kleinen und großen Transaktionen des täglichen Lebens. Dass in manchen Fällen die Leistungen der Bank kostenpflichtig sind, sei unbenommen und wird von der Mehrheit der Nutzer sogar akzeptiert. Dennoch sollte das eigene Girokonto gelegentlich auf die anfallenden Kosten geprüft werden. Im Laufe der Zeit können früher kostenlose Leistungen auf einmal gebührenpflichtig werden, bestehende Gebühren werden erhöht, und so kommen über das Jahr beträchtliche Summen zusammen. Hier können Bankkunden, die ihr Girokonto wechseln, echtes Geld sparen, denn es gibt nicht nur kostengünstige, sondern sogar gänzlich kostenfreie Girokonten mit großem Leistungsumfang, günstigen Dispozinsen und sogar Karten inklusive.

Ein Anbietervergleich gibt Auskunft darüber, welche Banken die besten Konditionen anbieten und welche Services bei dem jeweiligen Anbieter inklusive sind. Passt das angebotene Girokonto zu den eigenen Vorstellungen, kann der Kontowechsel durch die digitale Kontowechselhilfe der neuen Bank vorgenommen werden. Das klappt meist gut, der Kunde sollte dennoch die Augen offen halten und sein altes Konto noch zwei bis drei Monate weiter führen, um Ausfälle, Kosten und Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Spätestens nach Ablauf dieser Frist kann das frühere Konto guten Gewissens geschlossen werden – der Kontowechsel ist abgeschlossen!

Grafikquellen:

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