Girokonto trotz Schufa – Das Girokonto ohne Schufa Abfrage und die Alternativen!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 30.05.2020


Ein Girokonto trotz Schufa zu erhalten und dafür so wenig Geld wie möglich zu zahlen, ist gar nicht leicht. Viele Verbraucherschützer bemängeln die Kosten für sogenannte Basiskonten, die oftmals deutlich teurer sind als Konten für Kunden mit guter Bonität.

Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen und welche Angebote Sie auch bei schlechter Schufa nutzen können. Zudem informieren wir Sie über die Unterschiede der Angebote und welche Nachteile ein Basiskonto für Sie haben kann.

  • Girokonto ohne Schufa-Abfrage in Deutschland nicht unüblich
  • Konten im Ausland sind keine Alternative
  • Jeder kann ein Basiskonto nutzen
  • Teilweise sehr verschiedene Gebühren

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Girokonto ohne Schufa in Deutschland unmöglich

Ein Girokonto Schufa-unabhängig in Deutschland zu beantragen, ist nicht möglich. Alle Geldinstitute haben sich dazu verpflichtet, Daten über ihre Kunden an die Schufa weiterzugeben und dort Auskünfte einzuholen. Dafür müssen Kunden üblicherweise vor der Eröffnung eines Girokontos zustimmen, dass ein Datenaustausch mit der Schufa stattfindet.

Die Schufa ermittelt nämlich ihre Daten nur teilweise selbst. Stattdessen liefern Vertragspartner die Daten über die Kunden an die Auskunftei. Dies ermöglicht ihnen auch, Schufa-Auskünfte über Neukunden oder Bestandskunden einzuholen. Zu den Vertragspartnern zählen üblicherweise:

  • Banken und Geldinstitute
  • Versandhäuser
  • Telekommunikationsdienstleister
  • Energieversorger
  • Versicherer

Sie alle liefern Daten an die Schufa und fragen sie vor einem Vertragsabschluss ab, wenn der Kunde der Anfrage zustimmt. Außerdem sammelt die Schufa auch Daten aus amtlichen Bekanntmachungen und öffentlichen Verzeichnissen. Sollte ein Kunde also eine Privatinsolvenz durchlaufen oder andere finanzielle Schwierigkeiten haben, ist dies über ihn auch in der Schufa gespeichert.

Die Banken fragen deswegen die Schufa vor jedem Kontoabschluss ab. Die Informationen, die sie da erhalten, hilft ihnen dabei einzuschätzen, ob es sich bei dem Neukunden für sie um ein finanzielles Risiko handelt oder nicht. Sie können so auf einer soliden Grundlage an Daten einschätzen, ob der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen ist und so auch eine Kreditlinie bewilligen oder eben nicht.

Girokonto trotz negativer Schufa

Warum vergeben Banken ungern Konten ohne Schufa-Auskunft?

Die Zusammenarbeit mit der Schufa hilft ihnen dabei, das Risiko eines jeden potenziellen Neukunden einzuschätzen. Zwar gibt es durchaus auch noch andere Auskunfteien, die Schufa gilt jedoch als der Standard. Viele Banken berechnen das Risiko für Kunden auf dieser Grundlage und können nicht ohne Probleme auf einen anderen Anbieter umsteigen.

Die Schufa-Auskunft ist für Banken auch deswegen so wichtig, weil alle Banken Vertragspartner sind. Das bedeutet, dass hier alle wichtigen Daten über Konten und Kreditkarten gesammelt werden und sich die Schufa in der Vergangenheit als vergleichsweise zuverlässig erwiesen hat.

Zugleich lässt sich mit der Schufa-Auskunft natürlich auch nachvollziehen, wie gut die Bonität auch in Geschäftsfeldern ist, in denen Geldinstitute nicht unmittelbar aktiv sind. Kunden, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, können für die Bank ein reelles Risiko darstellen.

Alle Vertragspartner können säumige Kunden an die Schufa melden und tragen so dazu bei, dass die Zahlungsmoral des Kunden dokumentiert wird. Für die Banken hat dies natürlich den großen Vorteil, dass sie das Risiko noch deutlich besser abschätzen können, das bei einem bestimmten Kunden besteht. Hat er in der Vergangenheit eine schlechte Zahlungsmoral bewiesen, ist dies auch in der näheren Zukunft wahrscheinlich. Die meisten negativen Einträge verfallen jedoch nach einigen Jahren automatisch. Menschen haben also auch die Möglichkeit, sich zu rehabilitieren. Stellt ein Kunde durch sein Verhalten kein Risiko mehr dar, wird ihm also auch keines zugeschrieben.

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Girokonten im Ausland keine Alternative

Viele Betroffene, die wegen negativer Schufa-Auskünfte kein Girokonto beantragen können, suchen nach Alternativen. Girokonten im Ausland sind dies jedoch nicht. Grundsätzlich gilt nämlich, dass Konten auch im Ausland nur dann eröffnet werden können, wenn der Kunde einen Wohnsitz dort vorweisen kann. Das bedeutet zugleich, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit ein unseriöses Angebot ist, wenn ein Anbieter Konten im Ausland vermittelt. Dies gilt zumindest im Rahmen der EU.

Hinzu kommen zudem diverse Gebührenfallen. Wer nur ein Konto im Ausland besitzt, muss damit rechnen, hohe Gebühren für Bargeldverfügungen in Deutschland zahlen zu müssen. Auf diese Weise wird das Konto schnell deutlich teurer. Einzahlungen sind zudem in vielen Fällen gar nicht möglich.

Demgegenüber sind Überweisungen hingegen kein großes Problem mehr. Der SEPA-Raum hat sich darauf geeinigt, dass sie keine zusätzlichen Gebühren entrichten müssen. Außerdem ist die Dauer der Überweisung selbst außerhalb Europas auf wenige Tage festgelegt, sodass dies keine wesentliche Einschränkung darstellen sollte.

Allerdings kann es bei der Verwendung eines Kontos aus dem Ausland auch sonst zu Problemen kommen. So kann es sein, dass es als Zahlungsmethode nicht in Frage kommt und für den Lastschrifteinzug nicht genutzt werden kann. Außerdem wirkt ein Auslandskonto auf Geschäftspartner oder Arbeitgeber natürlich nicht unbedingt seriös. Der Kunde ist hierbei also im Zweifel häufiger mit Problemen konfrontiert als bei der Nutzung eines Pfändungsschutzkontos oder eines Basiskontos. Eine Alternative stellt ein Auslandskonto somit nicht dar.

Girokonto eröffnen trotz Schufa

Girokonto trotz Schufa gesetzliche Vorschrift

Wer ein Girokonto trotz negativer Schufa benötigt, muss dementsprechend auch nicht fürchten, dass er nun vollkommen von der Gesellschaft ausgeschlossen wird. Im Gegenteil wissen EU und Bundesregierung um die Wichtigkeit eines Girokontos, das alle wichtigen Funktionen aufweist. Dementsprechend sind alle Geldinstitute verpflichtet, auch Kunden ein Girokonto anzubieten, die keine gute Bonität vorweisen können. Dies ist seit der Einführung des Zahlungskontengesetz 2016 der Fall.

Allerdings ist dies nicht gleichbedeutend damit, dass sie diesen Kunden auch die Angebote machen müssen, die sie Kunden mit besserer Bonität geben müssen. Stattdessen bieten die meisten Banken ein sogenanntes Basiskonto oder Jedermann-Konto an. Es wird auch ohne Bonitätsvoraussetzungen vergeben, allerdings sind die Kosten hierfür häufig deutlich höher als bei anderen Konten. Zudem können Nutzer natürlich nicht davon ausgehen, dass sie einen Überziehungskredit erhalten oder Zugriff auf eine Kreditkarte mit Kreditrahmen haben.

Dennoch ist es ihnen mit diesen Konten möglich, die Mindestfunktionen im Zahlungsverkehr in Anspruch zu nehmen. Sie können also:

  • Geld einzahlen und auszahlen
  • Lastschriften und Daueraufträge einrichten
  • Geld überweisen
  • Bargeldlos mit EC-Karte bezahlen.

Auf diese Weise ist es allen Kunden unabhängig ihres finanziellen Status möglich, als vollwertiger Geschäftspartner wahrgenommen zu werden. Natürlich ist ein Konto auch für das Mieten einer Wohnung oder den Bezug von Sozialleistungen wichtig. Basiskonten sind zudem besonders geschützt und können nicht wie übliche Konten gekündigt werden.

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Kosten für ein Girokonto bei Schufa-Einträgen

Ein kostenloses Girokonto trotz Schufa ist leider noch deutlich seltener als ein Konto ohne negative Schufa-Merkmale. Wenn Kunden mit negativen Schufa-Einträgen viel Glück haben, können sie dennoch eines der Angebote nutzen, die für alle Kunden angeboten werden. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht der Fall und sie werden auf sogenannte Jedermann-Konten oder Basiskonten verwiesen.

Eines der Probleme bei solchen Konten girokonto ohnist, dass die Gebühren hierfür in manchen Fällen recht hoch sind. Viele Banken erheben für Jedermann-Konten deutlich höhere Gebühren als für andere Kontomodelle. Dies betrifft nicht nur die Grundgebühr, sondern darüber hinaus auch viele andere Dienstleistungen, die mit dem Konto in Verbindung stehen, wie beleghafte Überweisungen, Bereitstellung der Girocard und Buchungen. Auf diese Weise kommen bei durchschnittlicher Nutzung sogar bis zu 200 Euro jährlich zusammen.

Es gibt jedoch auch einige Geldinstitute, in denen das Konto tastsächlich kostenfrei angeboten wird. Teilweise hatten bis zu 30 Banken ein kostenfreies Basiskonto im Angebot. Manche machen sogar keinen Unterschied zwischen solventen Kunden und solchen mit negativen Bonitätsmerkmalen. Sie können dann jedes Kontomodell nutzen, erhalten jedoch keinen Überziehungskredit.

Wer ein Basiskonto beantragen will, sollte deswegen die Kosten der Banken durchaus vergleichen. Der durchschnittliche Monatspreis beträgt derzeit knapp unter fünf Euro. Mehr sollten auch Kunden mit Schufa-Eintrag also nicht für ihr Konto ausgeben. Kunden sollten zudem nach Möglichkeit Selbstbedienungs-Automaten nutzen und auf beleghafte Überweisungen verzichten. Diese kosten oftmals zwischen 1,50 Euro und 2 Euro und verursachen so oftmals noch mehr Gebühren als die Grundkosten.

Kostenloses Girokonto trotz Schufa

Gebühren für Basiskonten vieler Banken in der Kritik

Wer ein Girokonto trotz Schufa nutzen möchte, muss oftmals deutlich höhere Gebühren bezahlen als Kunden mit vermeintlich besserer Bonität. Verbraucherverbände kritisieren dieses Vorgehen als geplante Abschreckung der Kunde.

Die Kosten für ein Basiskonto sollen jedoch dem durchschnittlichen Nutzerverhalten angemessen entsprechen, hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) mit einem am 27.02.2019 veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 19 U 104/18). Der Verbraucherzentrale Bundesverband Berlin hatte gegen die zu hohen Gebühren geklagt. Das OKG Frankfurt entschied, dass die Höhe des Entgelts das durchschnittliche Nutzungsverhalten der Kunden eines Basiskontos widerspiegeln muss. Dabei dürfen Kosten für die aufwändigere Legitimationsprüfung und anschließende Überwachung der Konten nicht auf die Inhaber von Basiskonten abgewälzt werden. Die Kosten sein zu hoch und somit unwirksam. Die Angemessenheit wird allerdings bereits im entsprechenden Gesetz gefordert, sodass es sich um den Urteil nicht um eine große Überraschung handelt.

Konkret handelte es sich um das Basiskonto der Deutsche Bank. Es kostete zu diesem Zeitpunkt 8,99 Euro. Für jede beleghafte Überweisung von 1,50 Euro hinzu. Da viele der Nutzer von Basiskonten keinen Zugang zum Online-Banking haben, nimmt die beleghafte Überweisung immer noch einen sehr hohen Stellenwert ein. Wie hoch die Kosten tatsächlich sein dürfen, ist jedoch offiziell nicht festgelegt. Auch das OLG hat dazu keine konkreten Angaben. Es betone jedoch noch einmal, dass Nutzer von Basiskonten besonders schutzwürdig sind und dementsprechend nicht mit zu hohen Gebühren belastet werden dürfen.

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Basiskonto beantragen: So funktioniert es!

In vielen Fällen ist es sinnvoll, bei der Bank erst einmal zu versuchen, eines der Konten mit den üblichen Gebührenmodellen zu beantragen, wenn diese nicht deutlich teurer sind als ein Basiskonto. Die Kosten für das Basiskonto finden sich in den AGB des jeweiligen Geldinstituts. Der Vorteil eines normalen Kontos ist natürlich auch, dass es bei einer verbesserten Bonität deutlich leichter ist, doch einen Kreditrahmen in Anspruch zu nehmen und der Kunde als üblicher Kunde geführt wird. Auf diese Weise muss er in der späteren Geschäftsbeziehung keine Angst haben, stigmatisiert zu werden oder vom Kundenservice als Kunde zweiter Klasse behandelt zu werden, weil die Bank eigentlich keine Jedermann-Konten anbieten möchte.

Bei vielen Banken ist ein Girokonto eröffnen trotz Schufa durchaus möglich, solange kein Kreditrahmen vereinbart wird. Wenn die Bank den Kontoantrag aufgrund der Bonität ablehnt, unterbreitet sie häufig das Basiskonto als Angebot. Ist dies nicht der Fall, funktioniert der Antrag folgendermaßen:

  • Schriftlicher Antrag (Vordruck erhalten Interessenten von der Bank)
  • Identifikation durch Personalausweis, Pass, amtlicher Ankunftsnachweis oder Duldungsbescheid
  • Die Bank bestätigt den Eingang des Antrags und richtet das Konto ein. Maximal bleiben ihr dafür 10 Tag Zeit

Auch eine Ablehnung muss das Geldinstitut innerhalb von 10 Ein Basiskonto darf von der Bank nur in sehr wenigen Ausnahmen abgelehnt werden. Ein möglicher Grund wäre die Existenz eines anderen Kontos, das der Kunde stattdessen weiter nutzen kann.

Kostenloses Girokonto eröffnen trotz Schufa

Alternativen: Schufa verbessern

Wer ein Girokonto trotz negativer Schufa nutzen möchte und einen Kreditrahmen nutzen will, sollte daran arbeiten, dass seine Schufa wieder positivere Daten über ihn hat. Dies lässt sich mit verschiedenen Mitteln erreichen.

Wichtig ist es, erst einmal einen Überblick über die Daten zu erhalten, die die Schufa über einen sammelt. Dafür können alle Deutschen die Daten, die über sie gesammelt werden, einmal jährlich kostenfrei (!) beantragen. Die Schufa versteckt diese Möglichkeit auf ihrer Webseite etwas, sie ist jedoch dazu verpflichtet, diese anzubieten. Auf keinen Fall sollten Nutzer ein Abo abschließen – das ist absolut nicht notwendig.

In einem nächsten Schritt gilt es, mögliche negative Einträge zu prüfen und alle Daten auf Aktualität zu untersuchen. Die Schufa hat durchaus den Ruf, nicht alle Daten aktuell zu halten und häufiger Fehleinträge aufzuweisen. Sollte dies der Fall sein, genügt ein Brief an die Schufa, mit der Bitte darum, den falschen oder veralteten Eintrag zu löschen. Die Schufa ist dazu verpflichtet, dem nachzugehen.
Deutlich komplizierter ist die Lage hingegen, wenn negative Einträge bestehen, die zurecht getätigt wurden und auch noch nicht verjährt sind. Wichtig ist, dass alle Forderungen bezahlt werden. Erst ab diesem Zeitpunkt beginnt die Verjährungsfrist. Bestehende Zahlungsverpflichtungen abzutragen, ist also der erste und wichtigste Schritt. Danach können die Gläubiger kontaktiert und darum gebeten werden, einer Löschung des Schufa-Eintrages zuzustimmen. Ist dies der Fall, können die entsprechenden Einträge vorzeitig entfernt werden und die Schufa wird deutlich verbessert.

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Girokonto ohne Schufa mit Kreditkarte nutzen?

Wer ein Girokonto ohne Schufa sucht, möchte möglicherweise auch eine Kreditkarte beantragen. Auch hier stehen Nutzer mit schlechter Bonität vor dem großen Problem, dass ihnen üblicherweise kein Kreditrahmen ermöglich wird. Auch in diesem Fall versuchen Banken natürlich ihr Risiko zu minimieren. Bei einer schlechten Zahlungsmoral ist es für sie wahrscheinlich, dass der betroffene Kunde auch die Kreditkartenrechnung nicht zahlt.

Auf der anderen Seite soll diese Einschränkungen jedoch auch den Kunden selbst schützen. Wer bereits in der Vergangenheit Rechnungen nicht zahlen konnte, hat damit möglicherweise auch in der Zukunft Probleme. Zudem droht den Kunden die Überschuldung, wenn sie zusätzlich zu bereits bestehenden Krediten noch weitere nutzen können. Die Zinsbelastung wird dann möglicherweise so hoch, dass Betroffene immer tiefer in die Verschuldung geraten.

Im Rahmen eines Basiskontos ist eine Kreditkarte nicht üblich. Manche Banken bieten jedoch die Möglichkeit, eine Prepaid-Kreditkarte zu nutzen. Sie muss also zuvor mit Guthaben aufgeladen werden und kann nicht über diesen Betrag hinaus genutzt werden. Das ermöglicht Nutzern fast die gesamte finanzielle Freiheit, die er von der Kreditkarte gewohnt ist, allerdings ohne die Möglichkeit, sich zu entschuldigen. Er muss jedoch natürlich im Blick behalten, wie groß das Guthaben noch ist, um Probleme bei Zahlungen zu vermeiden. Für Online-Zahlungen eignet sich diese Kartenvariante jedoch besonders.

Girokonto eröffnen trotz negativer Schufa

Bestes Girokonto ohne Bonitätsauskunft

Auf ein Girokonto ohne Bonitätsauskunft sollten Interessenten grundsätzlich verzichten. Es handelt sich dabei nicht um seriöse Angebote, sodass Nutzer davon Abstand nehmen sollten. Wer einen schlechten Schufa-Score hat und deswegen kein herkömmliches Konto beantragen kann, sollte natürlich dennoch seine Möglichkeiten kennen und die Gebühren bei verschiedenen Basis-Konten vergleichen.
Wichtig ist dies auch deswegen, weil die Kosten teilweise sehr unterschiedlich sind. Zudem können Interessenten hier auch nicht davon ausgehen, dass der Grundsatz, dass Direktbanken günstiger sind, auch hier gilt. Einige Direktbanken bieten ein Basiskonto kostenlos an, andere lassen es sich mit einem dreistelligen Betrag im Jahr vergüten. Ein Basiskonto sollte jedoch so günstig wie möglich sein, damit das oftmals geringe Guthaben nicht zu sehr unter den Kosten leidet.

Dabei sollten Nutzer auch beachten, dass viele Geldinstitute auch Gebühren für Buchungen erheben. Sind diese beleghaft, wie beim klassischen Überweisungsträger, steigen die Kosten noch einmal deutlich. Manche Banken verlangen zudem auch eine Zusatzgebühr für das Ausstellen einer Girocard.

Manchen Betroffenen fällt es deutlich leichter, ein Basiskonto bei einer Direktbank zu beantragen und dies nicht in dem Geldinstitut vor Ort zu tun, wo möglicherweise Bekannte arbeiten.

Wichtig kann zudem auch die Verfügbarkeit von Filialen, Geldautomaten und Selbstbedienungs-Terminals vor Ort sein. Wer erst ein Ticket für den ÖPNV lösen muss, um auf sein Bankkonto zugreifen zu können, verteuert seine Bankgeschäfte indirekt deutlich. Die Verfügbarkeit vor Ort sollte dementsprechend gut sein.

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Welche Funktionen bietet ein Basiskonto?

Ein Basiskonto soll natürlich für alle Nutzer ermöglichen, ein Girokonto so zu nutzen, wie es in unserer Gesellschaft üblich und notwendig ist. Dementsprechend bietet es grundsätzlich alle Funktionen, die auch in einem herkömmlichen Konto vorhanden sind.

Kunden können also Geld überweisen und so Rechnungen bezahlen. Sie können einen Dauerauftrag für die Miete oder andere regelmäßige Ausgaben einrichten oder ihren Stromversorger das Lastschriftverfahren ermöglichen. An diesen alltäglichen Aufgaben erkennen auch Menschen, die bislang noch nicht darüber nachdenken mussten, wie wichtig es ist, ein Konto zu besitzen.

Außerdem ist es natürlich auch bei Basiskonten möglich, Geld einzuzahlen oder es auszahlen zu lassen. Die Gebühren orientieren sich hierbei an den üblichen Kosten für die Dienstleistung, was dazu führt, dass es deutlich günstiger ist, sich Geld überweisen zu lassen. Auch dieses ist mit dem Basiskonto natürlich möglich. Außenstehende erkennen zudem nicht, ob es sich um ein Basiskonto oder ein herkömmliches Konto handelt.

Nutzer eines Basiskontos erhalten zudem eine Geldkarte. Mit ihr können sie bargeldlos bezahlen, was vor allem bei ungeplanten Ausgaben oder größeren Anschaffungen ein großer Vorteil ist. Natürlich können Kunden auch den Kundenservice ohne Einschränkungen nutzen.

Es gibt allerdings auch einige Begrenzungen bei einem Basiskonto. So ist es grundsätzlich nicht möglich, das Konto über das Guthaben hinaus zu belasten. Ein Dispositionskredit wird nicht eingeräumt und auch geduldete Überziehungen sind nicht möglich. Wenn eine Kreditkarte mitangeboten wird, handelt es sich um eine Prepaid-Kreditkarte.

Girokonto trotz negativer Schufa

An wen richtet sich das Basiskonto?

Erst seit 2016 ist es wieder gesetzlich vorgeschrieben, dass Banken jedem Interessenten ein Girokonto anbieten müssen, auch wenn seine Bonität schlecht ist. Davor gab es bereits zwischen 1909 und 1995 das Recht für jedermann, ein Konto zu eröffnen. Es galt für die Postbank und endete mit der Privatisierung. Seitdem galt ein Girokonto für jedermann als freiwillige Selbstverpflichtung der Kreditinstitute. Diese Selbstverpflichtung sollte die Notwendigkeit eines Gesetztes abschwächen und tatsächlich wurde ein geplantes Gesetz deswegen nicht erlassen.

Durch die EU musste Deutschland allerdings dennoch entsprechende Gesetze schaffen. Sei Juni 2016 gilt § 31 des Zahlungskontengesetztes (ZKG), der die Zahlungskontenrichtlinien der EU umsetzt. Seitdem müssen Banken in Deutschland jedem Verbraucher ein Konto anbieten, wenn er sich rechtmäßig innerhalb der EU aufhält. Ein Wohnsitz in Deutschland ist hingegen nicht erforderlich.

Von dieser Regelung profitieren also nicht zuletzt Personen ohne festen Wohnsitz, wie Obdachlose. Auch Arbeitslose und hoch verschuldete Menschen können so dennoch ein Konto erhalten, obwohl sich viele Geldinstitute solvente Kunden wünschen. Nicht zuletzt haben so auch Geflüchtete und Asylsuchende die Möglichkeit, ein Konto zu nutzen und somit am Leben in Deutschland teilzuhaben. Verschuldete können zudem davon profitieren, dass ein Basiskonto zugleich auch als Pfändungsschutzkonto geführt werden kann.

Die Bank kann den Antrag auf ein Basiskonto ablehnen, wenn:

  • Der Kunde bereits ein anderes Zahlungskonto hat und nutzen kann
  • Der Kunde innerhalb der letzten drei Jahre für eine vorsätzliche Straftat gegen die Bank, ihre Mitarbeiter oder einen Kunden verurteilt wurde.
  • Die Bank gegen Geldwäschegesetze verstoßen würde.
  • Bereits ein Konto bei der Bank wegen Zahlungsverzuges oder Verstößen gekündigt wurde.

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Fazit: Girokonto trotz Schufa-Einträgen möglich

Jede Bank prüft die Bonität ihrer neue Kunden bei einem Kontoantrag. In vielen Fällen ist es möglich, ein Girokonto zu den üblichen Konditionen zu erhalten, auch wenn die eigene Bonität nicht einwandfrei ist. Viele Anbieter verzichten dann jedoch darauf, einen Überziehungsrahmen einzurichten und ermöglichen auch keine Kreditkarte mit Kreditrahmen. Oftmals ist es jedoch möglich, eine Prepaid-Kreditkarte zu nutzen.

Problematisch kann es hingegen sein, wenn die Daten der Schufa darauf hinweisen, dass ein Nutzer hoch verschuldet ist oder er überhaupt keinen Wohnsitz in Deutschland hat. Banken dürfen Interessenten jedoch seit 2016 nicht mehr verwehren, ein Konto bei ihnen zu eröffnen. Stattdessen müssen sie ihnen ein sogenanntes Basiskonto anbieten, dass früher auch als Jedermanns-Konto bekannt war.
Ein Problem bei diesen Konten ist jedoch, dass die Banken dafür oftmals recht hohe Gebühren verlangen, die teilweise sogar die Kosten der üblichen Konten übersteigen. Auch wenn dies teilweise nicht rechtens ist, sollten Interessenten die Kontogebühren vergleichen und so verhindern, dass sie das Konto viel Geld kostet.

 

Grafik Quellen:

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