Girokonto ohne Schufa Erfahrungen – Das Girokonto trotz negativer Bonitätsprüfung!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.05.2020


Ein Girokonto zu führen ist für die Teilhabe am Berufsleben in Deutschland inzwischen unabdingbar. Nicht nur gehen Lohn- und Gehaltszahlungen auf dem Konto ein, auch regelmäßige Zahlungen an Versorger und vergleichbare Vorgänge können mit dem Girokonto komfortabel und in der Regel ohne Aufwand an Zeit und Geld erledigt werden.

Dennoch haben in der Bundesrepublik eine geschätzte halbe Million Menschen keine Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen, weil bei der Abfrage der Bonität durch die Bank eine negative Auskunft seitens der Schufa AG erteilt wird. Ein Girokonto ohne Schufa zu eröffnen lehnen viele Banken ab. Alternativen sind nicht immer seriös oder gehen mit teuren Gebühren einher. Wie kann man dennoch ein am besten kostenloses Girokonto ohne Schufa Prüfung eröffnen?

  • Das Girokonto ist für viele Belange im Alltag notwendig
  • Bei der Kontoeröffnung wird die Bonität abgefragt
  • Banken können ein Girokonto mit Kreditrahmen verweigern
  • Alternativen für ein Girokonto ohne Schufa sind vorhanden

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Warum das Girokonto so dringend nötig ist

Seit den sechziger Jahren hat sich das Girokonto flächendeckend durchgesetzt in Deutschland. Die früher übliche Barauszahlung von Löhnen wurde durch den viel komfortableren bargeldlosen Zahlungsverkehr abgelöst. Im Laufe der Zeit wurde das Kontokorrentkonto durch zusätzliche Funktionalitäten erweitert und ist heute für den Inhaber das beste Mittel, alle Transaktionen im Alltag vorzunehmen.

Die N26 bietet ein einfaches, sicheres & kostenloses Girokonto

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Neben dem Erhalt von Zahlungen gehören dazu auch Überweisungen, außerdem die Automatisierung von wiederkehrenden Vorgängen durch Daueraufträge und Lastschriften. Letzteres wird genutzt, um Miete, Beiträge für die Krankenversicherung und andere Aufwendungen zu bezahlen. Außerdem muss der Kontoinhaber kein Bargeld daheim aufbewahren, denn mit der zum Konto gehörenden Girocard kann bargeldlos bezahlt werden. Die beliebte Karte, früher als EC-Karte bekannt, erlaubt auch das Abheben und Einzahlen von Bargeld am Geldautomaten sowie das Ausdrucken von Kontoauszügen.

  • Zahlungen empfangen und vornehmen
  • Bargeldlos zahlen
  • Geldautomaten nutzen
  • Über einen Kreditrahmen verfügen

Wichtig für viele Nutzer ist auch der Kreditrahmen, der zum Girokonto gehört – der Dispositionskredit oder „Dispo“ erlaubt das Überziehen des Kontos. Das Kreditlimit wird von den meisten Banken nach der Bonität des Kunden bemessen. Auch andere Finanzierungslösungen sind an die Einrichtung eines Girokontos gebunden, ebenso wie die Nutzung von Tagesgeld- oder Festgeldkonten bzw. eines Aktiendepots. Ein Leben ohne Girokonto ist schwierig und stellt die Betroffenen oft vor Probleme. Aber wie bekommt man ein Girokonto auch ohne Schufa?

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Was ist die Schufa?

Anders als manche Verbraucher denken, handelt es sich bei der Schufa Holding AG um ein privates Unternehmen und nicht um eine Behörde. Die Wirtschaftsauskunftei hieß früher SCHUFA e. V. Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, es handelt sich um eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Wiesbaden. Die Geschäftstätigkeit der Schufa besteht in der Versorgung von Vertragspartnern mit Angaben zur Kreditwürdigkeit von Dritten. Das Unternehmen verfügt über eine enorme Datenbank zu mehr als 67 Millionen Personen und 6 Millionen Unternehmen.

Angesichts dieses Informationsbestands ist es nicht verwunderlich, dass die Schufa alljährlich eine Flut von Anfragen beantwortet. Banken wenden sich an die Wiesbadener AG, wenn im Zuge der Kontoeröffnung oder bei der Vergabe von Kreditkarten die Bonität von Neukunden überprüft wird. Auch bei Anträgen auf Finanzierungslösungen wird die Datenbank der Schufa konsultiert.

Die N26 bieten individuelle Kontomodelle an

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Wie negative Schufa-Auskünfte zustande kommen

Mit einem Eintrag in die Datenbank der Schufa ist zu rechnen, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen wird. Wer Rechnungen nicht bezahlt bzw. Kredite nicht bedient, wird im Zuge des oft folgenden Mahnverfahrens und Vollstreckungsbescheids einen negativen Vermerk bei der Schufa erhalten. Dies gilt auch für Personen, die Privatinsolvenz anmelden oder einen Offenbarungseid leisten.

Umgekehrt sollten Verbraucher allerdings nicht davon ausgehen, dass mit der Tilgung ihrer Verbindlichkeiten automatisch auch der negative Schufa-Eintrag gelöscht wird. Im Gegenteil, in vielen Fällen ist es ratsam, selbst nachzufragen, wie die eigene Bonität nach der Verbesserung der persönlichen Finanzlage eingestuft wird. Privatpersonen können einmal jährlich kostenfrei den eigenen Status bei der Schufa abfragen. Sofern erforderlich, kann dann eine Korrektur der Bonitätseinschätzung beantragt werden.

Girokonto ohne Schufa: nicht nur für Schuldner!

Ein Girokonto ohne Schufa ist aber nicht nur sinnvoll für Schuldner. Es gibt weitere Personengruppen, die kein „normales“ Girokonto erhalten. Das liegt daran, dass mit dem Girokonto der Kreditrahmen, oft auch eine Kreditkarte verbunden ist. Nicht bei allen Kunden wollen Banken das Risiko eingehen, dass der Nutzer sein Konto überzieht und die Schulden nicht zurückzahlen kann.

Zu den Personengruppen, die nicht ohne weiteres ein Girokonto erhalten, gehören Arbeitslose, bei manchen Banken auch Freiberufler, darüber hinaus Hausfrauen und Rentner. Kinder und Jugendliche erhalten ebenfalls kein gängiges Girokonto einschließlich Dispo und Karten.

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Wer bietet Girokonten ohne Schufa an?

Hier ist die Frage, worum es dem Antragsteller geht. Deutsche Kreditinstitute sind nämlich seit 2016 gesetzlich verpflichtet, Antragstellern ein Girokonto einzurichten. Dies ist allerdings nur auf Guthabenbasis möglich. Dementsprechend heißen derartige Konten dann auch Basiskonten oder Guthabenkonten.

Die Funktionalität entspricht in weiten Teilen der des normalen Girokontos. Der Kontoinhaber kann also Zahlungen empfangen, selbst Überweisungen vornehmen, Bargeld abheben und mit der Karte zahlen.

  • Bargeldlos zahlen und Bargeld abheben mit PIN
  • Transaktionen vornehmen
  • Zugang zum Online- und mobilen Banking
  • Filialservice, falls vorhanden

Kredit gibt es hingegen beim Guthabenkonto nicht. Das heißt, dass weder ein Kreditrahmen für den Dispo eingeräumt noch eine Kreditkarte ausgegeben wird. Ausgegeben werden kann nur, was tatsächlich auf dem Konto verfügbar ist Statt dessen erhält der Kunde eine Girocard oder Debitkarte, die auf jeden Fall Guthaben voraussetzt, soll sie zum Einsatz kommen. Damit hat der Kontoinhaber aber immerhin die Möglichkeit, beispielsweise online einzukaufen. Auch auf Startguthaben oder Boni müssen Antragsteller verzichten, die ein Guthabenkonto eröffnen wollen – nicht verwunderlich, denn bei diesem Kontomodell macht die Bank keinen Profit.

Die Kreditkarten der N26 Bank

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Girokonto ohne Schufa – mit Dispo?

Ein Girokonto, das trotz einer negativen Bonitätsprüfung einen Kreditrahmen und eine Kreditkarte beinhaltet? In der Bundesrepublik selten, Anbieter aus anderen EU-Staaten hingegen werben für derartige schufafreie Konten. Nicht in jedem Fall handelt es sich hier um unseriöse Banken. Was Antragsteller jedoch zuvor wissen sollten: Die Kontoführungsgebühren sind in der Regel höher als bei normalen Girokonten. Räumt der Anbieter einen Dispokredit ein, geht dies meist mit empfindlich hohen Überziehungszinsen einher. Auch Auszahlungen können kostenpflichtig sein.

Der Grund: wer ohnehin einen negativen Schufa-Score hat, ist für die Bank als potenzieller Kreditnehmer oder Investor uninteressant – das unterscheidet solche Personen von der typischen Zielgruppe, die die meisten Banken mit einem Girokonto zum Nulltarif an sich ziehen wollen, um ihnen später auch andere Finanzdienstleistungen anzubieten und so ihren Profit zu machen.

Banken ohne Schufa: Wo soll der Schwerpunkt liegen?

Guthabenkonten werden von Banken, aber auch von Sparkassen oder Genossenschaftsbanken angeboten. Auch hier hat der Kunde die Wahl zwischen Filialbanken und Direktbanken. Die Möglichkeit, eine Kundenberatung in der Bank in Anspruch zu nehmen, ist für viele Antragsteller sicherlich von Vorteil. Andererseits verteuert dies die Kosten des Kontos. Direktbanken erlauben die Abwicklung aller Transaktionen und Kommunikationen online und sparen auf diese Weise die Ausgaben für Personal und Filialen. Diese Ersparnis erlaubt es ihnen, den Kunden bessere Konditionen einzuräumen als bei Filialbanken üblich.

Eine weitere Frage ist natürlich, ob das Girokonto ohne Schufa bestimmte Leistungen wie den Dispokredit unbedingt enthalten muss. Ohnehin ist die Auswahl mit derartigen Anforderungen begrenzt und die Gebühren für das Konto fallen besonders hoch aus, ohne dass der Kreditrahmen allzu großzügig wäre.

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Was kostet ein schufafreies Konto?

Deutsche Kunden haben nunmehr das gesetzlich verbriefte Recht, auch bei schlechter Bonität ein Girokonto zu eröffnen. In der Praxis sieht die Situation allerdings etwas anders aus. Banken weisen oft die Antragsteller ab – trotz der ihnen auferlegten Verpflichtung. Kunden können in solchen Fällen auf ihr Recht pochen und unter Umständen eine Schiedsstelle nutzen. Mitunter hilft nur, es bei einem anderen Anbieter zu versuchen. Bei Filialbanken verläuft der Wunsch nach einem Guthabenkonto in vielen Fällen im Sand, während die großen Direktbanken unter ihren Leistungen auch Guthabenkonten führen.

Die Gebühren für schufafreie Konten fallen jedoch höher aus als gewohnt, und ein Anbietervergleich kann wesentlich dazu beitragen, monatlich echtes Geld zu sparen. Dies betrifft nicht nur einmalig anfallende Vorgänge, auch regelmäßige Transaktionen können mit Gebühren verbunden sein, die bei einem regulären Girokonto so nicht anfallen. Dazu gehörenden

  • Gebühren für die Kontoeinrichtung und Kontoführung
  • Kosten für die Girocard
  • Transaktionskosten, vor allem für beleghafte Konto-Aktivitäten
  • Service-Gebühren etwa für telefonische Kundenberatung
Die N26 bietet sicheres Online Banking

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Gebühren vorher klären!

Die besprochenen Kosten können sich beträchtlich aufsummieren. Deshalb sollten Antragsteller die Konditionen des Guthabenkonts sorgfältig prüfen. Mitunter werden Kontomodelle als gebührenfrei beworben, in der Realität bezieht sich dies jedoch nur auf die Kontoführungsgebühr. Weitere Kostenfaktoren sind davon unbeeinflusst.

Tatsächlich fallen dann Gebühren für einzelne Services an, die lediglich die vermeintlich entfallene Grundgebühr umlegen. Dies kann der Fall sein, wenn hohe Auszahlungsgebühren berechnet werden, aber auch auf dem Umweg über den Kundendienst. Manche Anbieter stellen für schufafreie Girokonten nur Hotlines mit speziellen, für den Kunden teuren Rufnummern zur Verfügung, anstatt einer deutschen Festnetznummer. Ideal ist, wenn auch mit einem Guthabenkonto die Bank unter Umständen per Live-Chat und E-Mail erreicht werden kann, so dass auf den Kunden keine Telefonkosten zukommen.

Versteckte Kosten auch bei Karten beachten!

Zu den möglichen Einnahmequellen der Banken gehören auch Bargeldabhebungen am Automaten. Zwar wird mitunter darauf verwiesen, dass die Gebühren seitens externer Kooperationspartner berechnet werden, aber immer wieder stellt sich heraus, dass die kontoführende Bank selbst hinter diesen Kosten steckt.

Mit der Girocard kann man zwar kostenfrei Bargeld abheben, wer darüber hinaus aber auch eine Debitkarte oder Prepaid-Kreditkarte nutzt, wird meist schon mit den monatlichen Kosten für die Karte zur Kasse gebeten. Teuer wird auch die Übermittlung von Kontoauszügen auf dem Postweg – hier sollten Kunden von Anfang an auf der Zustellung per E-Mail bestehen. Die meisten derartigen Kosten sind im Kleingedruckten verborgen, es ist daher empfehlenswert, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des in Frage kommenden Finanzdienstleisters gründlich zu lesen.

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Digitales Banking auch ohne Schufa

Wer ein Guthabenkonto eröffnet oder ein Girokonto ohne Schufa bei einem europäischen Kreditinstitut nutzt, kann im Rahmen der Leistung immerhin vom Online-Banking profitieren. Dies ist vor allem für Menschen mit eingeschränkten Einkünften wichtig, die so keine weiten Wege oder möglicherweise Fahrtkosten auf sich nehmen müssen. Auch das Guthabenkonto lässt sich am PC verwalten, die Zugangsdaten werden nach der Eröffnung per Post zugestellt.

Dank moderner Verschlüsselungstechnologien muss dabei niemand um die Sicherheit seines Geldes fürchten, vorausgesetzt, die Login-Daten werden sicher verwahrt. Auch mobile Apps für Smartphone oder Tablet stehen Kunden mit dem Basiskonto ebenso zur Verfügung wie den Nutzern konventioneller Girokonten. Das erleichtert besonders Menschen in schwierigen Lebenssituationen den Alltag und eine mögliche Rückkehr aus der Verschuldung und ins Berufsleben.

Die N26 unterstützt auch Google Pay

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Welche Bank für ein Girokonto ohne Schufa?

Guthaben- oder Basiskonten sind nur ein Bruchteil der vielfältigen Finanzprodukte, die bei deutschen Banken angeboten werden. Mit besonderen Konditionen und speziellen Produkten werben Banken um Neukunden und versuchen, sich gegenseitig Bestandskunden abspenstig zu machen. Für den Verbraucher lohnt sich der scharfe Wettbewerb, denn auch Girokonten ohne Schufa sind zu recht guten Konditionen zu haben. Das liegt daran, dass dieses Kontomodell ja eben nicht explizit auf Schuldner ausgerichtet ist. Im Gegenteil, viele Freiberufler, Hausfrauen und Rentner nutzen es ebenfalls.

Ein Anbietervergleich kann helfen, Kosten und Leistungen in Relation zu setzen und so zu ermitteln, welches Angebot für die eigene Situation besonders geeignet ist. Vor allem dem Verhältnis von Budget und Gebühren sollte dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden, die Möglichkeit eines Kreditrahmens sollte gegenüber den laufenden Kosten zunächst von zweitrangiger Wichtigkeit sein. Basiskonten ohne Kontoführungsgebühr, Kosten für Ein- und Auszahlungen und die Nutzung der Girocard lassen sich dabei durchaus ermitteln.

Girokonto ohne Schufa Prüfung: Der Antrag

Bei den meisten Banken kann, wie gesagt, ein Girokonto ohne Schufa eingerichtet werden. Wird nicht ausdrücklich ein Basiskonto angeboten, kann der Kunde der Bank mitteilen, dass er weder einen Dispokredit noch eine Kreditkarte nutzen will. In vielen Fällen prüft die Bank die Anfrage und leitet dann die Kontoeröffnung ein.

Bei zahlreichen Direktbanken kann ein Guthabenkonto online eröffnet werden, ebenso wie ein herkömmliches Girokonto. Auf die Konditionen und Kosten wird dabei hingewiesen. Das Motiv vor allem erfolgreicher, serviceorientierter Banken: man hofft, den Kunden nach der Verbesserung seiner Situation als Bestandskunden in ein konventionelles Girokonto und weitere Finanzprodukte überführen zu können. Die Kontoeröffnung online ist bei vielen Anbieter verhältnismäßig einfach und läuft ganz ähnlich ab wie beim „normalen“ Girokonto mit Dispo und Kreditkarte – ungefähr so:

1. Zunächst das Formular

Die Kontoeinrichtung kann bei Direktbanken online durchgeführt werden. Zunächst wird der Kunde gebeten, ein Formular auszufüllen. Erforderlich sind die persönlichen Daten, die Adresse und Kontaktmöglichkeiten, aber auch Angaben zu Beruf und Einkommen. Hat man das Formular vollständig ausgefüllt, wird der Inhalt zu Prüf- und Korrekturzwecken nochmals angezeigt. Stellt sich heraus, dass alles korrekt ist, kann das Formular abgeschickt werden. Der nächste Schritt ist dann, dass der zukünftige Kontoinhaber eine E-Mail erhält, die ihn über die Legitimierung informiert.

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2. Legitimierung: online oder bei der Post

Die Mail bestätigt nicht nur die Einrichtung des Kontos, sondern enthält weitere Informationen zur sogenannten Legitimierung. Dies bedeutet nichts anderes, als das der Kunde sich nun ausweisen muss. Erforderlich sind ein gültiges Ausweisdokument und in vielen Fällen ein Adressnachweis, etwa durch eine Versorgerrechnung. Entweder nimmt man die Legitimierung in einer Filiale der Deutschen Post vor und zeigt dem Mitarbeiter am Schalter den Ausweis, oder man erledigt das Ganze komfortabel durch VideoIdent daheim.

Für das VideoIdent-Verfahren benötigt der Kunde lediglich eine stabile Internetverbindung sowie eine Webcam. Der Link zum Videochat wird von der Bank bereitgestellt. Klickt man ihn an, wird die Verbindung hergestellt. Vis-a-vis mit einem Service-Mitarbeiter werden nun das Ausweisdokument und die persönlichen Daten im Gespräch vor der Webcam abgeglichen, dabei muss der Ausweis immer wieder vor die Kamera gehalten und in bestimmter Weise bewegt werden, um die Echtheit zu dokumentieren.

3. Der Login kommt per Post

Innerhalb von circa zwei Wochen werden die Zugangsdaten und möglicherweise die Girocard per Post zugestellt. Mitunter fragt die Bank nach weiteren Dokumenten, die dann nachgereicht werden können, beispielsweise eine Meldebestätigung.

4. Abgelehnt – und jetzt?

Sollte die Bank den Antrag ablehnen, muss sie dies innerhalb von zehn Tagen tun – und ihre Entscheidung begründen. Man merke – Kreditinstitute dürfen durchaus die Einrichtung eines Basiskontos verweigern. Das ist der Fall, wenn sich herausstellt, dass der Antragsteller ein vollwertiges Girokonto bei dieser oder einer anderen Bank führt, aber auch, wenn er früher schon Zahlungsverpflichtungen gegen die Bank nicht nachgekommen bzw. sich sogar strafbar gemacht hat. In diesem Fall sollte der Antragsteller die Bank kontaktieren und sich nach den Gründen erkundigen.

Unter Umständen liegen Missverständnisse oder sogar Verwechslungen vor, mitunter lässt sich das Problem im Gespräch klären. Andernfalls und sofern die Ablehnung unberechtigt erscheint, kann der enttäuschte Kunde immer noch ein Verwaltungsverfahren bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht fordern, die den Antrag prüft und gegebenenfalls auch dafür sorgt, dass ihm stattgegeben wird.

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Auf jeden Fall den eigenen Schufa-Score verbessern!

Ein Girokonto ohne Schufa eignet sich für einen vergleichsweise großen Personenkreis – nämlich all jene, die über kein oder kein gesichertes Einkommen verfügen. Sogar Geflüchtete und Obdachlose können ein Guthabenkonto eröffnen.

Wem die Nutzung eines vollwertigen Girokontos verwehrt ist, weil seine Bewertung durch die Schufa zu schlecht ausfällt, der sollte an dieser Einstufung arbeiten – ansonsten rückt ein Konto mit Dispokredit und Kreditkarte in weite Ferne. Außerdem hat eine gute Bonität auch in anderen Lebensbereichen ihre Bedeutung. Vermieter beispielsweise fragen auch oft bei der Schufa an, bevor eine Wohnung zugesichert wird.

Wer seinen Schufascore effektiv verbessern will, kann dies folgendermaßen tun:

  • Schulden und Verbindlichkeiten vollständig und so schnell wie möglich tilgen
  • Raten- und andere Kredite abtragen
  • Echte Kreditkarten kündigen
  • Dispokredit kündigen
  • Nicht zu viele Bankkonten unterhalten
  • Häufige Umzüge vermeiden

Wenn alle Maßnahmen ergriffen sind, kann einmal jährlich kostenfrei der eigene Schufascore abgefragt werden.

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Das Guthabenkonto regelmäßig füttern

Wer ein Guthabenkonto einrichten kann, verfügt damit über ein Girokonto ohne oder trotz schlechter Schufa. Damit das komfortable Konto, die Girocard und das Onlinebanking weiterhin problemlos genutzt werden können, sollte der Kontoinhaber sicherstellen, dass immer genug Guthaben vorhanden ist, um Lastschriften oder Daueraufträge zu bedienen. Ist dies nicht der Fall, muss die kontoführende Bank die Ausführung ablehnen. Passiert dies mehrmals, kann die Bank das Guthabenkonto kündigen!

Ein Girokonto ohne Schufa – und pfändungssicher

Ein Basiskonto ist trotz seiner eingeschränkten Funktionalität nicht automatisch pfändungssicher. Daher sollten Kontoinhaber, die den Pfändungsschutz benötigen, dies der Bank mitteilen, denn das Guthabenkonto kann in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umgewandelt werden. Andernfalls haben nämlich potenzielle Gläubiger Zugang zu den Geldern auf diesem Konto. Ein P-Konto hingegen sieht festgelegte Freibeträge vor, die nicht gepfändet werden dürfen. Dank eines solchen Pfändungssicheren Kontos können Nutzer nicht nur über einen Teil ihrer Einnahmen verfügen, sondern auch Transaktionen mithilfe des Kontos ausführen.

Der Inhaber des Guthabenskontos muss lediglich einen Antrag auf die Umwandlung des Kontos stellen – einen Anspruch auf ein solches P-Konto hat er ohnehin. Allerdings darf nur ein P-Konto pro Person als Einzelkonto geführt werden. Ist das Konto umgewandelt – was bei laufenden Pfändungen innerhalb von vier Tagen geschieht – schützt das pfändungssichere Konto automatisch den monatlichen Freibetrag, der sich auf 1.133,80 Euro beläuft. Erhöht wird der Freibetrag, sofern der Kontoinhaber anderen Personen Unterhalt gewährt.

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Fazit: Das Guthabenkonto als Girokonto ohne Schufa

Noch vor wenigen Jahren konnten Personen ohne Einkommen, Wohnsitz oder mit schlechter Bonität kaum ein Girokonto eröffnen und waren damit von der Teilhabe am öffentlichen Leben stark ausgegrenzt. Dank der neuen gesetzlichen Vorgaben, die seit 2016 in Kraft sind, hat sich diese Situation grundlegend verändert. Das sogenannte Basiskonto oder Guthabenkonto steht nun jedermann zu und können bei einer Bank sogar eingefordert werden. Nicht alle derartigen Konten weisen jedoch günstige Konditionen auf. Wer ein Girokonto ohne Schufa, bzw. ohne Kreditrahmen und Karten, einrichten möchte, sollte daher in jedem Fall einen Anbietervergleich hinzuziehen.

So lassen sich Banken, die eine vermeintlich nicht vorhandene Verwaltungsgebühr über hohe Servicekosten wieder hereinholen, ausfiltern. Bei einigen Direktbanken werden bereits jetzt Basiskonten angeboten, bei denen weder die Kontoführung noch Auszahlungen oder die Girocard dem Kunden berechnet werden. Das Kalkül dahinter: der zufriedene Kunde soll später, wenn sich sein Schufa-Score gebessert hat, Bestandskunde bleiben – dann aber mit einem vollumfänglich ausgestatteten Girokonto dank bester Bonität. Banken, die diese Idee in ihren Kontomodellen umsetzen, dürften damit Recht behalten.

Wer darauf angewiesen ist, seinen Grundfreibetrag pfändungssicher entgegennehmen zu können, kann das Basiskonto auf Antrag in ein pfändungssicheres sogenanntes P-Konto umwandeln und auf diese Weise trotz Insolvenz die Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs genießen.