Geldtransfer ins Ausland – Mit diesen Kosten müssen Sie auf jeden Fall rechnen?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 25.06.2020


Ein Geldtransfer ins Ausland war bis vor einigen Jahren noch eine echte Ausnahmesituation. Sei es privat oder geschäftlich, nur selten kam die Notwendigkeit auf, Gelder in Länder außerhalb der europäischen Union zu transferieren. Mit der Globalisierung, weltweiter Migration und dem internationalen Tourismus wird ein Geldtransfer ins Ausland heute zunehmend zur Normalität. Ob es um die Bestellung und Zahlung von Waren oder eine Zahlung für einen lieben Menschen am anderen Ende der Welt geht, die Frage nach der Zahlungsmethode, der Dauer des Geldtransfers und nicht zuletzt nach den Kosten stellt sich in jedem Fall, denn Geld kann zwar rasch um den Globus geschickt werden, ein günstiger Geldtransfer ins Ausland ist jedoch nicht immer möglich. Welche Optionen haben Kunden? Wir erklären die Möglichkeiten!

  • Welche Voraussetzungen sind erforderlich?
  • Mit welchen Kosten muss man rechnen?
  • Wie lange dauert der Geldtransfer ins Ausland?
  • In welche Länder kann man überweisen?

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Ein Geldtransfer ins Ausland kann teuer werden

Ein wirklich günstiger Geldtransfer ins Ausland ist eigentlich nur innerhalb der EU beziehungsweise im europäischen Wirtschaftsraum möglich. Denn seit der Einführung der Single Euro Payment Area, kurz SEPA, in 2014 können Inhaber eines Girokontos in einem der teilnehmenden Länder einem Bankkunden in einem anderen teilnehmenden Land Geld überweisen, bei Euro-Überweisungen, ohne dass dafür zusätzliche Gebühren anfallen. Innerhalb der Euro-Zone können Geldtransfers also zu den gleichen Konditionen wie im Inland vorgenommen werden. Die erforderlichen Angaben sind nur wenige:

  • die internationale Kontonummer oder IBAN
  • der BIC, kurz für Bank Identification Code, oder SWIFT

In Auftrag gegeben werden können SEPA-Überweisungen über den persönlichen Online-Banking-Bereich oder am Schalter einer Filialbank, meist wird die Überweisung innerhalb eines Werktages ausgeführt.

Geldtransfer ins Ausland

Kosten werden jedoch auch hier fällig, wenn die Auslandsüberweisung in ein SEPA-Land geht, das (noch) nicht den Euro eingeführt hat. Das sind nicht eben wenige – zu den EU Staaten ohne Euro gehören Dänemark und Schweden, Polen und Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, die Tschechische Republik und (vorläufig noch) Großbritannien. Weitere Länder, die keine EU-Mitglieder sind, gehören nichtsdestoweniger zur SEPA-Zone, nämlich Island und Norwegen, Liechtenstein, die Schweiz und Monaco. Eine SEPA-Überweisung in diese Länder ist genauso komfortabel möglich wie innerhalb der Eurozone, im Einzelfall werden jedoch Gebühren für die Währungsumrechnung fällig. Diese können sich abhängig von den Geschäftsbedingungen der Bank unterscheiden. Bei einer Überweisung ins Ausland, die mit Gebühren einhergeht, wird überdies unterschieden zwischen der vollständigen Belastung des Auftraggebers und einer Aufteilung der Kosten zwischen Sender und Empfänger. Vor dem ersten Geldtransfer ins Ausland sollten Bankkunden daher auch im Fall einer SEPA-Überweisung die Gebühren der eigenen Bank prüfen. Noch kostspieliger wird es, wenn ein Geldtransfer ins Ausland außerhalb der EU erforderlich ist.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Geldtransfer ins Ausland über das eigene Bankkonto

Jahrzehntelang dominierten bei internationalen Geldtransfers die Banken den Markt – allerdings zu sehr hohen Überweisungsgebühren für Auslandsüberweisungen. Hinzu kamen und kommen die Kosten für den Wechselkurs bei Fremdwährungen, der zu einem für den Kunden ungünstigen Zeitpunkt berechnet werden kann, und die zum Teil sehr langen Ausführungsfristen. Denn bei einem Geldtransfer ins Ausland können eine oder mehrere Banken zwischengeschaltet werden. All das treibt die Kosten und die Bearbeitungszeit in die Höhe. Zwar sollten die anfallenden Gebühren von der Bank deutlich benannt werden – oft finden sie sich jedoch im „Kleingedruckten“, so dass Kunden, die sich nicht vorab informieren, mitunter feststellen müssen, dass ihre Bank bis zu 10 % des überwiesenen Betrags für die genannten Kosten einbehalten hat oder einen Teil davon dem Empfänger anlastet. Hier kommen nämlich zwei verschiedene Optionen zur Anwendung – entweder OUR oder SHARE. Bei OUR trägt der Auftraggeber des Geldtransfers alle Kosten – auch die der Empfängerbank. Bei SHARE werden die Kosten aufgeteilt, der Sender übernimmt nur die Gebühren, die seine Bank erhebt, der Empfänger trägt die Kosten des eigenen Kreditinstitutes. Bei einem Geldtransfer ins Ausland ist SHARE die Norm – zusätzlich sollten Sender vor dem Auftrag klären, welche Bank den Währungsumtausch vornimmt. Denn auch hier können sich die Kosten unterscheiden.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Internationaler Geldtransfer mit klassischen Anbietern

Alternativ geht es auch ohne Bankkonto und mit Bargeld. Dafür sorgen Anbieter wie Western Union, Azimo, Moneygram und andere, die über ein Filialnetz verfügen. Allerdings ist die Dichte der Infrastruktur von Anbieter zu Anbieter verschieden, die Ausführungsdauer ebenfalls, und die Kosten unterscheiden sich auch abhängig von den Standorten von Sender und Empfänger. Ein Vorteil der Bargeld-Boten: sie sind die einzige Option für Menschen, die entweder selbst kein Girokonto unterhalten oder einen Geldtransfer ins Ausland an Personen vornehmen, die die Dienste einer Bank nicht nutzen oder nutzen können. Ein Geldtransfer ins Ausland mit derartigen Unternehmen bietet sowohl für den Sender als auch für den Empfänger ein hohes Maß an Sicherheit, überdies werden keine Kosten auf den Empfänger abgewälzt. Der Sender kann daher von vornherein genau in Erfahrung bringen, wie viel Geld beim Empfänger ankommt.

  • Geldtransfer-Anbieter erlauben die Überweisung von Bargeld
  • Treuhänderisches Konzept
  • Schnelle Ausführung
  • Dichtes Netz von Filialen weltweit

Geldtransfer ins Ausland Anbieter

Etablierte Transferanbieter sind teilweise schon seit langem im Geschäft – so bietet Western Union seine Dienste seit mehr als 150 Jahren an, Moneygram gibt es seit 1940. Die großen Anbieter sind vertrauenswürdig, das müssen sie auch sein, denn sie arbeiten treuhänderisch. Nur so ist es möglich, dass Kunden ohne Bankkonto Bargeld anweisen können. Da die Marktführer weltweit mit einem dichten Filialnetz vertreten sind (Western Union mit fast einer halben Million Filialen), sind sie im wahrsten Sinn des Wortes nah am Kunden und die Ausführungsgeschwindigkeit beträgt oft nur wenige Minuten. Praktisch, sicher, schnell – allerdings auch nicht eben billig. Die Gebühren für Geldtransfers ins Ausland mit Western Union und ähnlichen Anbietern können daher bis zu 15 % des angewiesenen Betrages ausmachen!

Digitale Zahlungsdienstleister ermöglichen den Geldtransfer ins Ausland

Während der vergangenen zwanzig Jahre haben Moneygram und Western Union Konkurrenz bekommen von Neuankömmlingen im Markt. Die zunehmende Digitalisierung erlaubt elektronischen Zahlungsdienstleistern ein breites Spektrum von Angeboten, bei denen konventionelle Banking-Lösungen mit ePayment interagieren. Seit über zwanzig Jahren gibt es nunmehr Paypal, einen Online-Zahlungsdienst, der ursprünglich die Nutzung von eCommerce-Angeboten erleichtern sollte. Ähnlich funktionieren eWallets wie Neteller, CurrencyFair oder Skrill. Sie alle kommen ohne Filialen aus, der Geldtransfer ins Ausland wird komfortabel am heimischen PC oder über das Smartphone abgewickelt. Allerdings benötigen Nutzer ein Bankkonto, denn: irgendwoher muss das Geld für den Transfer ja kommen. Und der Empfänger muss den Betrag meist auf ein eigenes Konto auszahlen lassen können, um auf das Geld zuzugreifen. In Einzelfällen sind Handyaufladungen möglich, aber nicht immer zweckmäßig.

Da die elektronischen Zahlungsdienstleister keine standortbedingten Kosten für Räumlichkeiten und Personal tragen müssen, sind sie in vielen Fällen deutlich günstiger als die großen Bargeld-Versender. Dennoch gibt es auch hier beträchtliche Unterschiede bei den Gebühren – denn die sofortige Wertstellung für den Empfänger lassen sich die besonders schnellen Anbieter eben auch „vergolden“. Und natürlich muss der Empfänger Zugang zum Internet haben, um den angewiesenen Betrag entgegennehmen zu können.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Welches Verfahren ist sinnvoll?

Die verfügbaren Anbieter sind mittlerweile sehr zahlreich, neben den bekannten Geldtransferunternehmen und eWallets, die Nutzern in westlichen Industriestaaten geläufig sind, gibt es dutzende „nationaler“ Angebot, die speziell auf die Bedürfnisse von Kunden in Schwellenländern zugeschnitten sind. Diese kommen zwar für den durchschnittlichen europäischen Kunden eher nicht in Frage, die Auswahl ist aber auch ohne spezifisch chinesische oder indische Lösungen immer noch so groß, dass die Entscheidung für einen Anbieter auf den ersten Blick nicht leicht fällt. Damit tatsächlich ein günstiger Geldtransfer ins Ausland getätigt wird, sollten Kunden in jedem Fall einen Vergleich nutzen. Das Internet bietet verschiedene Vergleichsportale, die die technischen Möglichkeiten, die Standorte von Sender und Empfänger und nicht zuletzt die erforderliche Geschwindigkeit des Transfers berücksichtigen und in Sekundenschnelle eine Liste der günstigsten Anbieter erstellen. Die Auswahl des Zahlungsweges hängt ab vom

  • Aufenthaltsort des Empfängers
  • dem Vorhandensein eines Bankkontos bei Sender und/oder Empfänger
  • weiteren Bedingungen wie Internetzugang oder der Nähe einer Filiale für den Bargeldempfang
  • der Häufigkeit der vorgenommenen Zahlungen

Geldtransfer ins Ausland Erfahrungen

Das beste Angebot unter den eWallets kommt niemandem zugute, der nicht einmal ein Smartphone besitzt oder womöglich sogar nur wenig oder gar nicht lesen und schreiben kann. Und die schnelle Bargeldanweisung über Western Union und Moneygram oder Azimo kann nur entgegennehmen, wer in der Nähe eine Filiale des Anbieters hat!

Eltern, die dem studierenden Kind gelegentlich Geld in die USA anweisen möchten, sind anders aufgestellt als Migranten, die vielleicht dringend und häufiger, dafür aber kleine Beträge an die Lieben daheim versenden wollen.

Die wichtigsten Fragen bei der Anbieterwahl

Welche Länder deckt der Service ab?

Die eierlegende Wollmilchsau in Gestalt eines Geldtransferanbieters gibt es nicht. Das heißt, ein Unternehmen, das wirklich global präsent ist und seinen Kunden alle verfügbaren Zahlungs- und Empfangsoptionen bietet, suchen Nutzer vergeblich. Es gibt jedoch Anbieter, die in mehr als 200 Ländern vertreten sind und ein Netz von hunderttausenden Filialen vorweisen können. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn der Empfänger der Zahlung nicht in einem Land mit sehr guter finanzieller Infrastruktur und/oder Zustellmöglichkeiten lebt. Wichtig auch: Ist der Anbieter nicht nur im Zielgebiet präsent, sondern für den Empfänger erreichbar? Kunden können über die Website der in Frage kommenden Dienste die Liste der verfügbaren Länder einsehen. Bequemer geht es mit einem Anbietervergleich, bei dem die wichtigsten Informationen nur in eine Suchmaske eingegeben werden müssen.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Wie soll der Geldtransfer erfolgen?

Wer über ein Bankkonto oder eine Kreditkarte verfügt, hat es leichter beim Geldtransfer ins Ausland – denn Transferdienstleister sind zwar keine Banken, in den meisten Fällen ist ein Konto aber Voraussetzung oder macht den Service erheblich billiger! Hier sind verschiedene Kombinationen verfügbar. Manche Unternehmen setzen lediglich seitens des Senders ein Bankkonto voraus, andere bei Sender und Empfänger. Bargeldtransfers sind nur bei wenigen Anbietern möglich und mit hohen Kosten verbunden.

Sie sind jedoch unerlässlich, wenn der Geldtransfer entweder an Personen ganz ohne Bankkonto gehen soll oder aber an Reisende, die nur für begrenzte Zeit im Zielgebiet sind, kein Bankkonto haben, aber dennoch dringend auf den Geldtransfer angewiesen sind.

Geldtransfer ins Ausland

Wann wird das Geld benötigt?

Ganz wichtig bei der Kalkulation der Kosten ist die Geschwindigkeit der Wertstellung. Denn: wer es nicht eilig hat, kann in Ruhe auswählen und sich unter Umständen für eine weniger teure, dafür aber langsame Variante entscheiden. Muss der Geldtransfer ins Ausland jedoch rasch ankommen, etwa in einer Notsituation, im Krankheitsfall oder ähnlichen Krisen

Sollen regelmäßige Zahlungen vorgenommen werden?

Nicht nur Privatpersonen nehmen Geldtransfers ins Ausland vor, auch Unternehmer nutzen dieses Verfahren, um Zulieferer und Vertragspartner außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums zu bedienen. Sofern es bei einer einmaligen Transaktion bleibt, ist die Nutzung von Bargeldtransfers oder PayPal & Co. durchaus in Ordnung. Wenn aber regelmäßig Geld fließen soll, sei es an Kinder oder Freunde, sei es an Geschäftspartner, ist es sehr viel günstiger, vor Ort ein Konto bei einer Bank zu eröffnen. Dies ist langfristig billiger und erlaubt die Nutzung verschiedener Zahlungsdienstleister, die für diesen Fall bessere Konditionen anbieten als es bei einem Bartransfer der Fall wäre.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Filiale oder Internet?

Die technischen Möglichkeiten und Voraussetzungen beider Parteien sind eine wichtige Frage bei der Auswahl des geeigneten Transfer-Anbieters. Wer internetaffin ist und mit einem ebenfalls technisch versierten Empfänger kommuniziert, wird schnell eine für beide Seiten akzeptable Lösung finden, die günstig und schnell abgewickelt ist. Ist man jedoch auf einen Filialservice angewiesen, aus welchen Gründen auch immer, schränkt dies die Auswahl der Transferdienstleister stark ein.

Geldtransfer ins Ausland Bewertung

Welche Angaben macht der Sender, welche der Empfänger?

Wichtig ist, sich abzustimmen, welche Angaben der Sender und Empfänger bei einem Geldtransfer ins Ausland machen, und welche Dokumente vorgelegt werden müssen. Gibt der Sender den Namen des Empfängers oder das Geburtsdatum nicht so an, wie es in dessen Pass oder Ausweis geschrieben ist, führt dies zu Problemen oder Verzögerungen bei der Zustellung. Hier zahlt es sich im wahrsten Sinne des Wortes aus, korrekte Angaben zu machen. Bei Anbietern mit dichten Filialnetzen muss der Empfänger überdies wissen, an welche Filiale er sich wendet, sofern er in einer belebten Großstadt wohnt.

Limits und Einschränkungen beim Geldtransfer ins Ausland

Ein weiterer Punkt, der bei der Versendung von Geld ins Ausland beachtet werden sollte, sind die maximal möglichen Beträge, die versendet werden können. Hier gibt es deutliche Einschränkungen und auch Meldepflichten – Maßnahmen, die die internationale Geldwäsche und die grenzüberschreitende Finanzierung von Terrorismus eindämmen sollen.

In der Bundesrepublik können Geldtransfers per Banküberweisung problemlos auch über größere Summen vorgenommen werden, bei Beträgen ab 12.500 Euro aufwärts gilt jedoch eine Meldepflicht gemäß den Meldevorschriften im Außenwirtschaftsverkehr. Hierzu wird ein separates Formular verwendet, mit dem der Bundesbank die Überweisung bekannt gegeben wird, seit 2013 online. Bei größeren Geldtransfers weist die eigene Bank auf die Meldepflicht hin – die im Übrigen lediglich der Statistik dient. Steuerlich hat sie keinerlei Auswirkungen!

Kosten können übrigens sogar bei den sonst kostenfreien SEPA-Überweisungen anfallen, wenn 50.000 Euro oder mehr auf die Reise gehen. Dies ist nämlich die Obergrenze für kostenlose Transaktionen.

Wer einen Transferdienstleister nutzt, sieht sich jedoch wesentlich niedrigeren Limits gegenüber, die meist zwischen 1.000 und 3.000 Euro oder den Gegenwert in anderen Währungen betragen.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Die wichtigsten Anbieter im Überblick

Nachdem nun die wesentlichen Kriterien für die Ausführung eines günstigen Geldtransfers ins Ausland erläutert sind, sollen die wichtigsten Anbieter vorgestellt werden. Hier wird unterschieden zwischen Unternehmen mit Filialen und Online-Transferservices. Eines haben alle gemeinsam: sie bieten neben der Internetpräsenz praktische Apps für mobile Endgeräte an, die die Anmeldung und Kontoeinrichtung, aber auch den Geldtransfer ins Ausland komfortabel am Smartphone oder Tablet ermöglichen.

Geldtransfer ins Ausland Test

Transferdienstleister mit Filialen

  • Azimo
    Das 2011 gegründete Unternehmen hat inzwischen ca. 270.000 Vertriebspartner und deckt so mehr als 50 Länder ab. Der Sender benötigt ein Bankkonto, der Empfänger erhält den angewiesenen Betrag aufs eigene Konto oder alternativ eine Barauszahlung, und zwar innerhalb von 24 Stunden. Die Preise können als günstig bezeichnet werden, liegen für Barauszahlungen jedoch höher als bei reinen Überweisungen. Azimo wird in zahlreichen Test als sehr gut bewertet.
  • Moneygram
    Seit 1940 können Nutzer über Moneygram Bares versenden, das Geld kommt binnen 24 Stunden an. Da das Unternehmen über ein dichtes Netz von 350.000 Filialen in über 200 Ländern verfügt, ist Moneygram der größte Konkurrent von Western Union, obwohl die Tarife bei Moneygram teils als teuer gelten. Ein Bankkonto ist nicht notwendig, kann aber genutzt werden. Kunden, die sich registrieren, profitieren von günstigeren Konditionen.
  • Western Union
    WU ist der Dinosaurier unter den Transferdienstleistern und kann auf mehr als 160 Jahre des Bestehens zurückblicken. Zeit genug, sich über den Globus auszubreiten – und so verfügt Western Union über das insgesamt größte Netz von Vertriebspartnern, fast eine halbe Million Filialen weltweit in über 200 Ländern. Traditionell schnell ist Western Union beim Bargeldtransfer, die Beträge sind innerhalb von Minuten beim Empfänger. Das kostet ein bisschen mehr als bei der Konkurrenz! Fakultativ können Kunden ein Bankkonto nutzen und sich registrieren.
  • World Remit
    Noch recht neu in der Szene ist World Remit. Seit 2010 ermöglicht der Anbieter Bargeldtransfers, Anmeldungen sind nicht notwendig, der Sender zumindest muss jedoch ein Bankkonto vorweisen können. Die angewiesenen Beträge sind innerhalb von 1 – 3 Arbeitstagen beim Empfänger, das dauert länger als bei den anderen Großen der Branche, ist dafür aber auch günstiger. Und mit Filialen in 110 Ländern ist World Remit international gut aufgestellt.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Online-Anbieter

Eins haben die meisten digitalen Transferanbieter gemeinsam: ein Bankkonto ist notwendig, und zwar in der Regel für Sender und Empfänger. Und bei vielen gibt es Einschränkungen in der weltweiten Verfügbarkeit. Filialdienstleistungen werden nicht angeboten. Nur wenige große Anbieter sind international vergleichbar gut vertreten wie die Filial-Dienstleister.

  • Currency Fair
    Currency Fair bietet seine Dienste seit 2009 an und gilt als seriöser, wenn auch langsamer Service. Bankkonten für Sender und Empfänger sind notwendig, die Preise gelten als günstig, dafür dauert es bis zu vier Werktage, bis der Geldtransfer am Ziel ist.
  • Neteller
    Der Zahlungsdienstleister ermöglicht den Geldtransfer von Konto zu Konto – und sogar an Empfänger, die nicht bei Neteller registriert sind. In diesem Fall erhält der Empfänger eine Nachricht und kann innerhalb weniger Minuten ein Neteller-Konto anlegen, um sich den angewiesenen Betrag auszahlen zu lassen. Aber auch ein Geldtransfer auf ein Bankkonto im Ausland ist möglich, wenngleich die Bearbeitungsfrist hier durchschnittlich 1 – 2 Werktage beträgt. Der Dienst gilt als schnell, sicher und kostengünstig. Die Einrichtung eines Kontos ist unkompliziert, neben der Verknüpfung mit dem eigenen Girokonto können als Referenz auch Visa, Mastercard und andere Kanäle genutzt werden.
  • PayPal
    PayPal wurde 1998 ins Leben gerufen, um Zahlungen auf der Auktionsplattform eBay zu vereinfachen. In 2015 wurde PayPal abgekoppelt und ist nunmehr ein eigenständiges Unternehmen. Die frühere eBay Tochter hat inzwischen Millionen von Nutzern weltweit. Der Dienst bietet den Kunden ein virtuelles Konto an, das jedoch gedeckt wird durch ein echtes Referenzkonto oder auch eine Kreditkarte. Bei Zahlungen oder Geldtransfers über PayPal werden die Beträge also vom Girokonto oder Kreditkartenkonto des Senders abgebucht. Für die Einrichtung eines Nutzerkontos sind Namen und E-Mail-Adresse sowie die Bankverbindung erforderlich, die auch verifiziert werden müssen. Kontonummern gibt es bei PayPal nicht, statt dessen identifiziert sich der Kunde durch die Email-Adresse, die bei der Einrichtung des Kontos angegeben wurde.

Geldtransfer ins Ausland

Anschließend kann der Dienst dort zum Einsatz kommen, wo PayPal als Zahlungsmethode akzeptiert wird. Alternativ kann einem anderen PayPal-Nutzer Geld überwiesen werden. Der Vorteil bei PayPal: das Geld ist innerhalb von Minuten da. Und die Preise sind fest – liegen jedoch über dem Durchschnitt. 18 Euro kostet eine Überweisung für Nutzer mit Bankkonto, 37,35 Euro kostet eine Transaktion auf der Basis der Kreditkarte.

  • Skrill
    Ähnlich wie PayPal funktioniert Skrill – das elektronische Wallet wird mit einem Bankkonto oder einer Debit- bzw. Kreditkarte verknüpft, zur Identifizierung dient auch hier die E-Mail des Nutzers. Zu den Vorteilen gehört die schnelle Zustellung der Beträge, außerdem ist Skrill in zahlreichen Ländern verfügbar. Die Kosten sind jedoch recht hoch, denn der Dienstleister berechnet 1,45 % des angewiesenen Betrags.
  • TransferGo
    Der noch recht junge Zahlungsdienstleister TransferGo stellt innerhalb von 24 Stunden dem Empfänger den angewiesenen Betrag zu. Das ist schnell, dafür sind die Kosten für einen Transfer nicht besonders günstig. Außerdem ist TransferGo nicht überall verfügbar.
  • TransferWise
    Günstiger ist der Geldtransfer ins Ausland bei TransferWise – dafür dauert es hier aber auch bis zu vier Arbeitstage, bis das Geld am Ziel ist. Wer keine Eile hat, ist mit diesem Anbieter vermutlich recht gut bedient.

Sendvalu: Gutes tun mit dem Geldtransfer ins Ausland!

Ein ausgefallenes Geschäftsmodell findet sich bei Sendvalu. Das Unternehmen ist seit 70 Jahren am Markt und in ca. 70 Ländern mit 68.000 Filialen repräsentiert. Bei Sendvalu ist eine Anmeldung notwendig und der Sender benötigt ein Bankkonto. Die Berechnung der Kosten erfolgt erst, wenn sich der Kunde angemeldet hat. Das Besondere bei Sendvalu: pro Transaktion spendet der Anbieter 10 Cent für wohltätige Zwecke. Da es sich nicht um ein kleines Unternehmen handelt, kommt hier schon einiges zusammen.

Jetzt zum Testsieger CurrencyFair!

Fazit: Geldtransfer ins Ausland – Kosten sparen durch den Vergleich

In einer zunehmend vernetzten Welt nimmt auch die Notwendigkeit zu, einen Geldtransfer ins Ausland vorzunehmen. Das kann aus persönlichen Gründen, für grenzüberschreitende Einkäufe, geschäftliche Aktivitäten, für die Unterstützung von Kindern und Verwandten oder aus humanitären Gründen geschehen. So unterschiedlich wie die Kunden und ihre Anforderungen sind auch die Anbieter von Geldtransfers. Einen Dienst, der sämtliche Vorzüge für alle Nutzer in sich vereint, wird man schwerlich finden. So lässt sich resümieren, dass ein Transfer, der bar, schnell, sicher ausgeführt werden soll, womöglich noch in eine entlegene Region, nicht kostengünstig zu haben ist. Wer bereit ist, bei der Ausführungsgeschwindigkeit Abstriche zu machen oder lediglich in Länder zu überweisen, die gut „erreichbar“ sind, kann von guten Konditionen profitieren.

Gleiches gilt, wenn kein Bargeld überwiesen werden soll, denn mit Online-Anbietern lässt sich die Kombination von schnell und günstig oft doch umsetzen, wenn auch nicht für alle Services und in allen Ländern. Innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums fährt man generell am besten mit einer SEPA-Überweisung, die bis zu einer Höhe von 50.000 Euro kostenfrei ist und erst ab 12.500 Euro meldepflichtig. Außerhalb des EWR müssen andere Lösungen her, und Gebühren fallen an.

Da die möglichen Kosten selten fix sind wie bei PayPal, sondern eher einen Prozentsatz des angewiesenen Betrages ausmachen, ist es ratsam, sich einen Überblick über die Kosten und Konditionen zu verschaffen, bevor der Geldtransfer in die Wege geleitet wird. Bei maximal 15 % des Betrages kann sonst eine dicke Scheibe des transferierten Geldes abgezogen werden.

Wer sich für einen Transfer von Bargeld entscheidet, wo also gegebenenfalls weder Sender noch Empfänger ein Bankkonto vorweisen (müssen), sollte überdies die Konditionen für den Erhalt des angewiesenen Geldes genau erfragen. Welche Dokumente muss der Empfänger vorliegen, und wann kann er mit dem Eintreffen des Geldes rechnen? Genaue Informationen sorgen hier dafür, dass Unsicherheiten und Verzögerungen vermieden werden. Bei Bargeldanweisungen sollte der Sender alle relevanten Unterlagen und Quittungen aufbewahren, zumindest, bis das Geld sicher in den Händen des Empfängers ist.

Ein Geldtransfer ins Ausland ist über die beschriebenen Kanäle und unter Beachtung der genannten Besonderheiten fast überall hin möglich. Zu den aufgeführten Anbietern werden zweifellos weitere kommen, denn nicht nur Reisende und Geschäftsleute nutzen internationale Geldtransfers. Menschen mit Migrationshintergrund setzen alljährlich Milliardenbeträge in sogenannten Remittenten um, indem sie Gelder in ihre Heimatländer überweisen – ein signifikanter Faktor innerhalb der globalen Geldwirtschaft und ein Stützpfeiler zahlreicher Volkswirtschaften.

Bilderquelle:

  • www.shutterstock.com
  • www.paypal.com