Flughäfen in der Krise

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.03.2021


Viele Flughäfen sind infolge der Corona-Pandemie in der Krise, doch nur die größeren Airports sollen staatliche Hilfen bekommen. Der Bund plant derzeit weitere finanzielle Hilfen, die allerdings nur an größere Flughäfen und regionale Airports mit höheren Passagierzahlen vergeben werden soll. Laut Verkehrsminister Andreas Scheuer erhalten die 15 wichtigsten Flughäfen in Deutschland über 600 Millionen Euro. Aktien vieler Branchen sind, laut unserer XTB Depot Erfahrungen auch bei dem Broker handelbar.

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Einmalige Zuschüsse für viele Airports

Aktiendepot.com Icon GebührenFlughäfen wie die Flughäfen in Bremen, Dresden, Hamburg oder Nürnberg sollen ebenso wie die Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf einmalige Zuschüsse erhalten. Letztendlich sollen darüber die Kosten erstattet werden, die bei den Flughäfen zu Beginn der Pandemie entstanden, um weiter offenzubleiben. Das Paket soll hierfür Zuschüsse in Höhe von 200 Millionen Euro beinhalten. Der Bund ist an diesen Flughäfen nicht beteiligt.

Weitere 400 Millionen Euro erhalten die Flughäfen Berlin-Brandenburg, Köln/Bonn und München. An diesen ist der Bund beteiligt. Die Deutsche Flugsicherung GmbH, die dem Bund gehört, erhält für 2021 eine Eigenkapitalunterstützung in Höhe von 300 Millionen Euro. Die Deutsche Flugsicherung GmbH ist Teil der Luftverkehrsverwaltung des Bundes und befindet sich über das Verkehrsministerium im Besitz des Bundes. Zudem wird sie vom Bundesamt für Flugsicherung beaufsichtigt.

Alle Bundesländer müssen sich in gleicher Höhe an den Hilfen für die Flughäfen beteiligen. Diese dürfen zudem für 2020 keine Dividenden auszahlen und auch auf Boni auf Geschäftsführer und Vorstände verzichten. Davon wäre beispielsweise die Fraport AG betroffen, die den Flughafen in Frankfurt betreibt.

Flughäfen in der Krise

Keine Hilfe für kleinere Flughäfen

Kleinere Flughäfen bekommen allerdings keine direkten finanziellen Hilfen vom Bund. Ihnen werden lediglich Gebühren für Flugsicherungsdienstleistungen erlassen, die sie nicht in jedem Fall an Airlines weitergeben können. Diese Unterstützung ist im Haushalt des Bundes für 2021 mit 20 Millionen Euro veranschlagt.

Die kleineren Regionalflughäfen galten schon vor der Pandemie als wenig wirtschaftlich. Daher fallen die Hilfen nun auch vergleichsweise gering aus. Ein Beispiel ist der Flughafen Kassel-Calden. Hier wurden von Januar bis Oktober 2020 nur 27.000 Passagiere befördert. Ursprünglich ging man für 2020 von 650.000 Passagieren aus. 2019 starteten und landeten 120.000 Menschen in Kassel-Calden. Noch 2018 zahlte jeder Steuerzahler 130 Euro pro Passagier. Im letzten Jahr waren es schon 650 Euro pro Steuerzahler. Insgesamt wurden 18 Millionen Euro von staatlicher Seite für den Flughafen ausgegeben. Der Flughafen befindet sich bereits seit einiger Zeit in einer Krise.

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Geografische Nähe ein Problem

Aktiendepot.com Icon VerbrauchertippsEin Grund für die fehlende Profitabilität vieler Regionalflughäfen ist auch ihre geografische Nähe. Noch nicht einmal eine Stunde von Kassel-Calden entfernt befindet sich der Flughafen Paderborn, der im letzten Jahre ebenfalls weniger als 100.000 Passagiere beförderte. Durch die Corona-Krise verteuerte sich der Betrieb vieler Regionalflughäfen nochmals. Schon lange überleben viele Regionalflughäfen nur durch Zuschüsse, die von Steuergeldern finanziert werden.

Die Kosten für Personal, Feuerwehr und Flugsicherung sind hoch, viele kleinere Flughäfen können auf der anderen Seite aber nur vergleichsweise geringe Einnahmen über den Flugbetrieb vorweisen. Laut dem Bund der Steuerzahler wurden alleine im Jahr 2018 100 Millionen Euro an Steuergeldern für die Regionalflughäfen ausgegeben. Oft sind Kommunen und Bundesländer an den kleineren Flughäfen beteiligt.

Flughäfen Krise

Schon vor der Krise in Schwierigkeiten

Flughäfen, die schon vor der Krise nur über Steuergelder am Leben erhalten wurden, sind nun durch die Krise besonders stark betroffen. Neben Kassel-Calden ist auch in Erfurt und Paderborn die Situation angespannt. Beide Flughäfen bemühen sich jedoch, ihre Kosten zu senken. Jeder Steuerzahler gab im letzten Jahr für die 27.000 Passagiere in Erfurt 145 Euro aus. Für den Flughafen in Paderborn und dessen 91.800 Passagiere gab jeder Steuerzahler im letzten Jahr 50 Euro aus.

Flughäfen können laut Eric Heymann, Analyst bei der Deutschen Bank, nur mit zwei bis drei Millionen Passagieren im Jahr wirtschaftlich betrieben werden. Diese Zahl erreichen die Flughäfen aber auch ohne Corona nicht. Daher wird schon lange eine Reform des Regionalflughafennetzes gefordert, beispielsweise durch den Bund der Steuerzahler.

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Reform schon lange gefordert

Aktiendepot.com Icon ErfahrungenDieser fordert, dass der Bund ein Standortkonzept entwickelt, dass weniger Regionalflughäfen, dafür aber wirtschaftlicherer Flughäfen vorsieht. Dies sieht Verkehrsminister Andreas Scheuer jedoch anders. Seiner Ansicht nach haben auch Flughäfen, die Verluste einfahren, eine strukturpolitische Bedeutung. Daher verständigte sich Scheuer mit Finanzminister Olaf Scholz auf ein Hilfspaket für die Branche.

Im Herbst war laut Medienberichten ein Hilfspaket im Wert von einer Milliarde Euro im Gespräch. Der Bund sollte davon 50 Prozent übernehmen, die andere Hälfte Länder und Kommunen, die oft für die Regionalflughäfen zuständig sind. Die Summe umfasst jedoch auch bereits angekündigte Hilfspakete. Schon vor einigen Monaten kam unter anderem von der Opposition Kritik an den Plänen von Scheuer und Scholz. Laut dem Bund der Steuerzahler sei dies ein unverantwortlicher Umgang mit Steuergeld.

Flughäfen News

Deutlich weniger Passagiere 2020

Wie angespannt die Situation an den deutschen Flughäfen ist, zeigt auch ein Blick nach Frankfurt, den größten deutschen Flughafen. Dort sind aufgrund der Corona-Pandemie die Passagierzahlen im letzten Jahr massiv eingebrochen. Letztendlich war ein Viertel weniger Passagiere unterwegs. Am Flughafen in Frankfurt wurden so wenige Passagiere gezählt wie seit 1984 nicht mehr. Allerdings gibt es auch Hoffnung, dass sich mit flächendeckenden Impfungen die Situation entspannt.

Am Frankfurter Flughafen betrug die Anzahl an Passagieren im letzten Jahr rund 18,8 Millionen, was 73,4 Prozent weniger waren als im Jahr zuvor. 2019 war allerdings auch ein Rekordjahr für den Frankfurter Flughafen. Gleich zu Beginn der Pandemie brachen die Passagierzahlen in Frankfurt dramatisch ein.

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Deutlich weniger Starts und Landungen

Aktiendepot.com Icon AnfängerInsgesamt waren zudem deutlich weniger Flugzeuge unterwegs. Am Frankfurter Flughafen gab es nur rund 212.200 Starts und Landungen, was mehr als 58 Prozent weniger war als im Jahr zuvor. Die Fraport AG konnte nur beim Cargo-Geschäft etwas zuversichtlichere Zahlen verkünden. So nahm beispielsweise das Aufkommen an Fracht und Luftpost im Dezember um fast neun Prozent zu. Über 182.500 Tonnen Fracht wurden per Flugzeug transportiert.

Allerdings ist auch bei Fracht und Luftpost im gesamten Jahr das Aufkommen um 8,3 Prozent gesunken. Nur noch etwa zwei Millionen Tonnen wurden per Flugzeug transportiert. Vor allem während des ersten Lockdowns im Frühjahr war der Luftverkehr aber besonders wichtig, um die Versorgung der Menschen in Deutschland mit wichtigen Gütern, insbesondere im Bereich der Medizin, zu gewährleisten.

Hilfen für Flughäfen

Besserung in zweiter Jahreshälfte denkbar

Der Chef der Fraport AG hofft, dass sich in der zweiten Jahreshälfte 2021 der Passagierverkehr wieder erholt. Das Unternehmen schätzt, dass das Fahrgastaufkommen in diesem Jahr dennoch nur bei 35 bis 45 Prozent des Werts von 2019 liegen wird. Bei der Fraport AG hofft man, dass im Frühjahr die Corona-Maßnahmen und damit auch die Restriktionen für Reisen nach und nach gelockert werden.

Von April bis Juni 2020 betrug das wöchentliche Minus teilweise 98 Prozent. Damit fanden kaum noch Starts und Landungen am wichtigsten deutschen Flughafen statt. Im Sommer gab es dann eine leichte Erholung. Als aber die Infektionszahlen wieder anstiegen, kam es auch zu weiteren Reisebeschränkungen. Daher folgte ab September ein neuer Einbruch. Im Dezember flogen lediglich 892.000 Passagiere in Frankfurt. Dies waren 81,7 Prozent weniger als im Dezember 2019.

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Wichtige Aktien bei XTB handeln

Aktiendepot.com Icon KündigungAktien von wichtigen Unternehmen aus Deutschland können auch bei XTB gehandelt werden. Der Broker hat unter anderem Aktien der Frankfurter Börse im Angebot. Da jedoch über 2.000 Aktien von 16 Börsen in aller Welt handelbar sind, ist eine breite internationale Diversifikation möglich. Der direkte Handel mit Aktien erfolgt über die xStation 5. Die Plattform bietet auch Tools, Charts und Indikatoren.

Bis zu einer monatlichen Handelssumme von 100.000 Euro fallen beim Aktienhandel über XTB keine Kommissionen an. Dies gilt auch für den Handel mit ETFs. Bei höheren Handelssummen im Monat sind 0,2 Prozent Kommission zu zahlen. Im CFD-Handel, wo Trader ebenfalls Aktien als Basiswert auswählen können, sind dagegen Kommissionen vorgesehen.

Hilfen für Flughäfen

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Der Broker informiert seine Trader zudem sehr umfassten über die Entwicklungen an den Märkten. Unter anderem stehen Marktanalysen und -kommentare zur Verfügung. Ein Wirtschaftskalender informiert über wichtige Termine, die oft zu Volatilität führen können. Zudem finden regelmäßig Webinare zu Themen rund ums Trading und die Märkte statt. Das hier erworbene Wissen kann über Leitfäden, Tutorials oder eBooks vertieft werden. Zudem bietet die Trading Academy Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.

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Fazit: Viele Flughäfen in Schwierigkeiten

Aktiendepot.com Icon FazitDer Bund hat ein weiteres Hilfspaket auf den Weg gebracht – diesmal für Flughäfen, die ebenfalls massiv von der Krise betroffen sind. Allerdings sind kleinere, oft unwirtschaftliche Regionalflughäfen von den Hilfszahlungen ausgenommen. Größere Flughäfen werden jedoch mit insgesamt 600 Millionen Euro unterstützt. Viele kleinere Flughäfen in Deutschland waren schon vor Corona in der Krise.

Aktien vieler Branchen können bei XTB bis zu 100.000 Euro im Monat kommissionsfrei gehandelt werden. Alternativ stehen auch ETFs und CFDs für den Handel zur Verfügung. Alle Handelsinstrumente sind über ein Konto handelbar. Der Aktienhandel erfolgt über die xStation 5, die Trader auch über ein Demokonto testen können.

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