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flatex führt Strafzinsen ein: Nur Geld auf Verrechnungskonto betroffen

Flatex führt Strafzinsen ein

Die Nullzinspolitik, bzw. „Minuszinspolitk„, der Europäischen Zentralbank bringt viele Banken und Online Broker ins Schwitzen. Sie müssen auf Einlagen, die sie bei der EZB verwahren, seit geraumer Zeit Strafzinsen zahlen, anstatt Zinsen zu erhalten. Da die Kosten durch die Banken häufig nicht getragen werden können, versuchen sie diese anderweit zu kompensieren. Ein gängiges Mittel sind beispielsweise Gebührenerhöhungen für Dienst- und Serviceleistungen, erhöhte Depot- und Kontoführungsgebühren usw. Bisher scheuten sich Banken, Negativzinsen direkt an Kunden weiterzugeben. Man erhöht eher Gebühren oder führt Strafzinsen lediglich für hohe Beträge ein.

Doch flatex kündigte an, dass ab dem 15. März 2017 jeder Kunde, unabhängig von der Höhe des Guthabens, ebenfalls den Negativzins zahlen muss. Flatex möchte die Zinsen, die der Broker selbst zahlen muss, eins zu eins an Kunden weitergeben.

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Strafzinsen bereits gang und gäbe

Banken kommen durch die Strafzinsen der EZB tatsächlich in Zugzwang. Sie müssen überschüssiges Geld dort lagern und das kostet den Unternehmen Geld. Daher werden seit einiger Zeit Negativzinsen an Kunden weitergereicht. Vor allem bei Firmenkunden und Kunden mit Einlagen ab 100.000 Euro bzw. 500.000 Euro ist das schon längst Standard.

2014 führte die thüringische Skatbank Strafzinsen ab 500.000 Euro Einlage ein. Die Raiffeisenbank Gmund zog ebenfalls nach und senkte den Betrag sogar auf 100.000 Euro. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Kreditinstituten, die Kunden mit einer Einlage ab 100.000 Euro zur Kasse bitten.Doch flatex ist die erste Bank, die Negativzinsen bereits ab dem ersten Euro verlangt.

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flatex will keine versteckten Gebühren erheben

Flatex äußerte sich dahingehend, dass der Online Broker die Kosten, die das Unternehmen dadurch zu tragen habe, nicht in Form von versteckten Gebühren an Kunden weitergeben möchte. Beispielsweise könnte flatex die Gebühren für Orders erhöhen, Kosten für die Depotverwaltung in Rechnung stellen, Sonderkonditionen abschaffen, Gebühren für Serviceleistungen einführen oder erhöhen usw.

Diesen Schritt will flatex aber nicht gehen. Der Online Broker steht vielmehr für Transparenz und Offenheit. Daher kommunizierte flatex auch den Grund für das Einführen des Negativzins – die Zinspolitik der EZB. Gleichzeitig werde man Erhöhungen und Senkungen ebenfalls weiterreichen.

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Nur Gelder auf dem Verrechnungskonto betroffen

Um es jedoch nochmal ganz deutlich zu machen: Es sind lediglich die Gelder betroffen, die Kunden auf dem Verrechnungskonto oder Cashkonto des Online Brokers verwahren. Kapital, welches in irgendeiner Form angelegt ist, seien es Aktien, Fonds, ETFs, Zertifikate usw. ist nicht davon betroffen.

  • Nur Geld welches auf dem Verrechnungskonto lagert, muss verzinst werden
  • Strafzins wird Quartalsweise berechnet
  • Anlagen in Aktien, ETFs, Fonds usw. unterliegen nicht dem Negativzins

Nach Angaben der „Bild Zeitung", haben Kunden durchschnittlich 6.000 Euro auf dem Verrechnungskonto. Das Handelsblatt führt eine Zahl von 10.000 Euro an. Legt man diese Zahlen zugrunde, würden Kunden derzeit zwischen circa 25 und 40 Euro jährlich an Gebühren zahlen, ähnlich wie eine Art Kontoführungsgebühr. Hier handelt es sich natürlich nur um Durchschnittswerte. Individuell könnten die Kosten viel höher oder auch viel geringer ausfallen.

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ING DiBa und comdirect wollen keinen Strafzins einführen

Vor allem kleinere Banken und Unternehmen werden stark durch den Negativzins der EZB belastet. Für sie gibt es meist keine alternativen Einnahmen, um den Verlust ausreichend zu kompensieren. Flatex ist im Gegensatz zu comdirect oder ING-DiBa ein kleinerer Aktiendepot Broker.

  • Flatex hat nach eigenen Angaben über 175.000 Kunden
  • Die Kundeneinlagen belaufen sich auf 6,4 Mrd. Euro
  • comdirect hat 2 Millionen Kunden mit mehr als 38 Milliarden Euro Kundeneinlagen

Größere Banken wie comdirect oder ING-DiBa äußerten sich dahingehend, dass derzeit in keinster Weise Pläne besprochen werden, ebenfalls Strafzinsen ab dem ersten Euro einzuführen. Es gibt bis dato auch keine Negativzinsen für höhere Einlagen.

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Welche Lösungsmöglichkeiten bieten sich für Kunden?

Bestandskunden, die Anfang März den Brief von flatex erhalten haben, stehen jetzt vor der Wahl, was sie tun sollen. Im Prinzip gibt es nur zwei Möglichkeiten: Bleiben oder Wechseln. Der Broker selbst äußerte sich dahingehend, dass Kunden nicht zum Online Broker kommen, weil es dort günstige Kontomodelle gibt, schließlich habe flatex noch nie Guthabenzinsen gezahlt. Kunden wollen günstig im Internet online traden. Und da ist flatex eine gute Wahl.

Der Online Broker selbst geht auch nicht davon aus, dass die Kunden in großer Zahl dem Unternehmen den Rücken kehren werden. flatex-Chef Niehage äußerte sich gegenüber Bild wie folgt:

„Der Negativzins ist vor allem ein psychologischer Faktor. Die erste Reaktion unserer Kunden war aber besonnen, denn wer nachrechnet, kommt bei flatex immer noch günstiger weg, weil es keine Konto- und Depotgebühren gibt."

Wer sich weiterhin für flatex entscheidet, kann überschüssiges Geld in der Zwischenzeit, das heißt, so lange es nicht benötigt wird, auch auf einem Tagesgeldkonto parken. Dort müssen keine Gebühren gezahlt werden, sondern der Kunde erhält sogar Zinsen. Sobald das Kapital benötigt wird, kann es vom Tagesgeld zu flatex überwiesen werden.

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Neben professioneller Software, bietet flatex auch eine Broker App für's mobile Trading.

Warum sich Trader trotz Strafzins für flatex entscheiden

Niehage spricht genau den Punkt an, warum sich Trader trotz Negativzinsen für flatex entscheiden: Günstige Gebühren und verlässliche Wertpapierabwicklung. In unserem flatex Testbericht können wir die günstigen Konditionen nur bestätigen.

Das überzeugt uns an flatex:

  • Keine Mindesteinlage
  • Kein Depotentgelt
  • Flatrate handeln für 5,90 Euro
  • Im Premiumhandel für nur 3,90 Euro flat handeln
  • Teilweise schon ab 0 Euro traden
  • Kostenfreie Trader Ausbildung, inkl. Webinaren & Seminare
  • Mobile Broker App

Bei flatex gibt es den Flatrate Handel für nur 5,90 Euro. Die meisten anderen Broker beginnen ihre Gebühren erst ab 9,90 Euro je Order. Aus diesem Beispiel wird deutlich: Schon die Preisdifferenz von wenigen Orders im Jahr, kann die Kosten des Strafzinses wieder wett machen. 

WEITER ZU FLATEX: www.flatex.de

Ich will mich von flatex trennen, welchen Broker soll ich wählen?

Der eine oder andere Trader mag sich jedoch dafür entscheiden, sich von flatex zu trennen und ist jetzt auf der Suche nach einem neuen Online Broker. Welchen sollte er wählen? Die Frage ist natürlich nicht einheitlich zu beantworten.

Zu verschieden sind die individuellen Bedürfnisse, Ansprüche und Wünsche und Voraussetzungen. Einige traden ausschließlich an inländischen Börsen, andere überwiegend oder nur zum Teil auch an ausländischen Börsen. Manch einer ist auf der Suche nach einem Broker mit einem großen Sparplan-Angebot, für einen anderen spielt das kaum eine Rolle.

In diesem Fall sollten Wechselwillige daher unbedingt einen Aktiendepot Vergleich machen. In wenigen Sekunden können Nutzer dort mit ein paar Klicks ihren persönlichen besten Broker finden.

Ich bin noch auf der Suche nach einem Broker – Was tun?

Wenn Trader – unabhängig von der Einführung des Strafzinses von flatex – auf der Suche nach einem Online Broker sind, empfiehlt es sich ebenfalls, einen Depot Vergleich durchzuführen. Denn nur dort können alle individuellen Bedürfnisse ausreichend berücksichtigt werden.

DEGIRO Konditionen

DEGIRO bietet die derzeit wohl günstigsten Konditionen im Wertpapierhandel

Unser Testsieger: DEGIRO

Für die meisten unserer Leser wird der Aktienbroker DEGIRO in Frage kommen. In unserem DEGIRO Testbericht konnten wir diesen Anbieter sogar zum Testsieger wählen. Der Grund ist simpel: DEGIRO hat vergleichsweise unschlagbar günstige Konditionen im Wertpapiergeschäft. Im direkten Vergleich ist der Anbieter fast günstiger als jeder andere Broker. Was hat uns überzeugt?

  • Wertpapiere ab 2 Euro handeln
  • US-Amerikanische Aktien ab 0,50 Euro traden
  • Keine Mindesteinzahlung nötig
  • Keine Strafzinsen
  • Kein Depotführungsentgelt
  • Aktien, Zertifikate, ETFs, Fonds, Optionen, Anleihen und Futures handelbar

Wer im Internet traden will, will das besonders günstig tun. Für all diejenigen, die viel Wert auf günstige Konditionen legen und bereit sind, auf ein Aus- und Weiterbildungsangebot zu verzichten, sollten sich das DEGIRO Angebot unbedingt näher anschauen. Der Aktienhandel an inländischen Börsen kostet beispielsweise nur 2 Euro zzgl. 0,008 Prozent.

Weiter zu DEGIRO: www.degiro.de

Fazit: Bleiben oder Wechseln? Individuelle Entscheidung

Ob flatex-Kunden wechseln oder bleiben sollten, ist eine individuelle Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. Die Kosten in Verbindung mit dem Strafzins werden sich für die meisten Kunden wohl in Grenzen halten, da der Negativzins nur für Guthaben auf dem Verrechnungskonto fällig wird. Gut möglich, dass flatex nicht der einzige Broker sein wird, der einen Strafzins verlangt. Denkbar ist, dass jetzt andere Anbieter ebenfalls nachziehen werden.

Wer auf der Suche nach einem neuen Broker ist, sollte zuvor unbedingt einen Online Aktiendepot Vergleich durchführen, um den für sich passenden Anbieter zu finden. Beim Vergleich sollten jedoch in erster Linie die Kosten für Wertpapierorders berücksichtigt werden. Denn dieser Posten macht in der Regel den größten Anteil an Gebühren aus. Kosten durch einen Negativzins werden bei den meisten Tradern wohl kaum ins Gewicht fallen.

Online Aktiendepot Vergleich

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich

Ruben Wunderlich war nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann und einem BWL-Studium 6 Jahre lang im Finanzsektor tätig. Dieses Wissen nutzt er seit einigen Jahren nun für seine freiberufliche Tätigkeit als Finanzredakteur
Ruben Wunderlich
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