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Evonik: Wohin geht die Reise?

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Der Essener Spezialchemie-Konzern Evonik hat vor wenigen Tagen mitgeteilt, ein französisches Biotech-Startup übernehmen zu wollen. Und außerdem präsentierte Evonik vorigen Monat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2015. Die fielen durchaus zufriedenstellend aus – allerdings gefiel der Ausblick von Evonik offensichtlich nicht allen Aktionären. Hat das Evonik Management einfach vorsichtig formuliert (um eventuell später die Erwartungen schlagen zu können), oder sieht es bei Evonik im operativen Geschäft bescheidener aus? Hier ein Blick auf die Details zu Evonik:

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Zunächst zur von Evonik angekündigten Übernahme: Es geht um das Biotech-Startup „Alkion Bipharma“ mit Sitz in Frankreich. Einer Meldung zufolge soll sich dieses Startup auf die Erforschung von Wirkstoffen für kosmetische Anwendungen spezialisiert haben. Zur neuen Tochter teilte Evonik mit: „Alkion ist auf die biotechnologische Herstellung von pflanzlichen Wirkstoffen für die Kosmetikindustrie spezialisiert und wurde 2011 als Spin-off des Imperial College, London gegründet.“

Quelle: Pressemitteilung „Evonik übernimmt französische Biotechnologiefirma“, Originaltext finden Sie hier

Evonik mit Übernahme von Biotech-Startup

Es sieht durchaus konsequent aus, dass Evonik hiermit seine Positionierung im Bereich der „kosmetischen Industrie“ ausbauen möchte. Mit Alkoin möchte man erkennbar „Know How“ einkaufen bzw. etwas Aussichtsreiches für die „Pipeline“, und weniger Umsätze oder zusätzliches Ebitda. Da aber über den Kaufpreis nichts mitgeteilt wurde, kann ich diese Transaktion auch nicht näher bewerten. Deshalb nun der Blick auf die Zahlen für 2015, denn diese liegen schwarz auf weiß bzw. in Form des Geschäftsberichts 2015 vor. Daraus die Eckdaten:

Evonik Rahmendaten Geschäftsjahr 2015

  • Der Umsatz kletterte von 12,917 Mrd. Euro auf 13,507 Mrd. Euro
  • Beim bereinigten Ebit gab es einen überproportionalen Anstieg von 1,256 Mrd. Euro auf 1,752 Mrd. Euro
  • Da auch das Ebitda deutlich überdurchschnittlich (im Vergleich zum Umsatz) zulegte: Die bereinigte Ebitda-Marge stieg deshalb nicht verwunderlich deutlich, und zwar von 14,6% auf 18,2%
  • Das Ergebnis je Aktie klettere von 1,22 Euro auf 2,13 Euro

Quelle: Wesentliche Finanzkennzahlen Evonik-Konzern

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Entsprechend soll die Dividende für 2015 erhöht werden, auf 1,15 Euro (voriger Wert: 1,00 Euro). Das sieht doch soweit gut aus – doch wieso entwickelte sich die Aktie in den letzten Monaten dennoch so schlecht? Die 1-Jahres-Performance der Evonik-Aktie liegt bei rund -25%.

Evonik: Enttäuschender Ausblick 2016

Enttäuschend war in der Tat der Ausblick des Evonik-Managements auf 2016. So hieß es im Jahresbericht 2015 zu den Aussichten für 2016, ich zitiere:„Bei leicht geringerem Umsatz bereinigtes EBITDA zwischen 2,0 und 2,2 Milliarden Euro erwartet“. Leichte geringerer Umsatz? Bereinigtes Ebitda zwischen 2,0 und 2,2 Mrd. Euro? Zum Vergleich: 2015 waren 2,465 Mrd. Euro Ebitda erzielt worden (Ebitda nicht zu verwechseln mit Ebit, das in der obigen Auflistung angegeben wurde). Damit kündigt das Evonik-Management einen Rückgang des Ebitda von über 10% an, und zudem sinkende Umsätze. Damit lassen sich Aktionäre kaum begeistern, und das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass die Performance der Aktie in den letzten Monaten enttäuscht hat. Auch die Begründung für den Rückgang (schwache Weltkonjunktur etc.) klingt ein wenig lahm. Denn von einem erfolgreichen Unternehmen würde man erwarten, sich durch Fokussierung auf lukrative Nischen und Wachstumsmärkte ein wenig davon lösen zu können, nur von der Weltkonjunktur abhängig sein zu können. Indes, das ist leichter geschrieben als getan, und Evonik wird wohl auch 2016 tiefschwarze Zahlen schreiben. Indes ist hier von einer „Wachstumsstory“ 2016 wenig zu sehen.

Klarstellung

Und auch hier gilt: Dies ist meine rein subjektive Einschätzung und keine Aufforderung an Sie, diese Aktien zu handeln. Betrachten Sie meine Zeilen als Gedankenanstoß, nicht mehr und nicht weniger. Es geht um Ihr Geld – verantwortlich dafür sind Sie ganz alleine. Wir recherchieren nach bestem Wissen und Gewissen, übernehmen aber keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben.

 

 

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