Europäer dürfen wieder in die USA reisen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 23.09.2021


Der „Travel Ban“ für Europäer, die in die USA reisen möchten, endet. Industrieunternehmen, Airlines und Reiseveranstalter freuen sich über die Entscheidung und auch die Buchungen für Flüge in die USA ziehen wieder an. Ab November dürfen Geimpfte wieder in die USA einreisen. Die Entscheidung sorgt für Erleichterung, aber die Krise ist noch nicht überwunden. Internationale Aktien sind, laut unseren XTB Depot Erfahrungen, auch im Handelsangebot von XTB.

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USA wichtigster Markt für Fernreisen

Der „Travel Ban“ dauerte etwa 20 Monate. Der Reiseverband DRV, in dem viele Reiseveranstalter und Reisebüros organisiert sind, zeige sich über die aus seiner Sicht überfällige Lockerung erfreut und sieht darin für Kundinnen und Kunden ebenso wie für Reiseanbieter eine gute Nachricht. Mit mehr als zwei Millionen Gästen aus Deutschland waren die USA vor der Pandemie das wichtigste Fernreiseziel für den deutschen Markt.

Amerikaner können schon seit Juni wieder in die USA einreisen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Im März 2020 verhängte der damalige US-Präsident Donald Trump den Einreisestopp für Europäer. Nun dauerte es unerwartet lange, bis dieser aufgehoben wurde. Das US-Geschäft bei Airlines und Reiseveranstaltern stieg sprunghaft an. Die Lufthansa meldete allein in den ersten Stunden nach Bekanntwerden der Entscheidung einen Zuwachs von 40 Prozent mehr Buchungen für Flüge in die USA.

Wieder Reisen in die USA möglich

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Lufthansa baut Kapazitäten aus

Die Lufthansa will daher nun ihre Kapazitäten für Flüge in über den Atlantik weiter ausbauen. Derzeit bietet die Airline jede Woche über 200 Flüge in 17 US-Städte an. Dies ist ähnlich viel wie vor der Pandemie. Auch wenn weniger Fluggäste an Bord sind, lohnt sich das Geschäft, denn auch Fracht wird transportiert. Die Frachtpreise sind seit einigen Monaten sehr hoch.

Wenn nun auch wieder mehr Geschäftsreisende und private Fluggäste in die USA fliegen, profitiert davon die Lufthansa deutlich, denn Flüge in die USA gelten als besonders rentabel. Vor der Pandemie trug das US-Geschäft zur Hälfte der Passagierzahlen und des Gewinns bei. Für TUI sind die USA ebenfalls ein wichtiges Zielland und gehören zu den Top Ten des Reiseveranstalters. TUI meldete ebenfalls ein schnell gestiegenes Interesse an Reisen in den USA. Sowohl auf der Webseite wie auch in Reisebüros stiegen die Anfragen deutlich. Kurzfristig werden daher wohl auch die Buchungen steigen.

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Ziele für 2021 werden nicht erreicht

Auch bei FTI in München erwartet man eine anziehende Nachfrage, vor allem für die Ostküste der USA. Florida ist auch im Winter ein beliebtes Reiseziel. Dennoch wird das Jahr 2021 für den US-Tourismus schwach ausfallen. In den letzten beiden Monaten des Jahres wird man wohl nicht mehr viel retten können. Außerdem sind die USA eher ein Reiseziel für den Sommer.

Bei TUI geht man davon aus, dass 60 Prozent des Vorkrisenniveaus in diesem Jahr erreicht werden kann. In Deutschland wird das Reiseangebot wohl bei 75 bis 80 Prozent des üblichen Werts liegen. Die Sommersaison startete recht gut. Die Marktforscher von Travel Data and Analytics geben an, dass die Buchungen 42 Prozent über dem Vorkrisenniveaus lagen. Ab Juli schwächte sich der Schwung aber ab und es gab wieder viele Stornierungen. Im August wurde laut Angaben von Reisebüros sogar jede vierte Reise storniert. Die Lufthansa gibt an, dass im August sogar 75 Prozent aller Reise storniert wurde.

Europäer dürfen wieder in die USA reisen

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Hoffnungen auf die Herbstferien

Airlines und Reiseveranstalter hoffen nun auf den Herbst. Viele Menschen könnten abgewartet haben, wie sich die Corona-Pandemie weiter entwickelt, würde aber doch gerne zum Jahresende hin in den Urlaub fahren. TUI registriert derzeit eine hohe Nachfrage bei Urlaubszielen am Mittelmeer. Antalya, Mallorca und Kreta seien sehr gefragt. Der Reiseveranstalter hat daher seine Kapazitäten nochmal hochgefahren und bietet bis November zusätzliche Verbindungen auf die Balearen, nach Griechenland oder nach Madeira an.

Bei FTI ist zu hören, dass die Frühbucher-Saison gut läuft. Für einen Urlaub im Herbst sind vor allem die Türkei, Spanien, Griechenland, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate gefragt. Beliebte Fernreiseziele sind die Malediven, Mauritius oder die Karibik. Die Lufthansa meldet, dass auch bei Geschäftsreisen die Nachfrage wieder höher ist. Im August stiegen die Buchungen für Geschäftsreisen um 160 Prozent im Vergleich zum März.

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Wieder mehr Geschäftsreisen

Im Herbst wird es auch wieder einige Messen oder Kongresse geben. Der Rekord aus dem Jahr 2019 mit 195 Millionen Geschäftsreisen wird wohl so schnell nicht wieder erreicht. Viele Unternehmen haben die Vorzüge von Videokonferenzen und Homeoffice kennengelernt und könnten auch in Zukunft weniger Geschäftsreise planen. Beim DRV geht man davon aus, dass die Zahl der Geschäftsreisen dauerhaft um 30 Prozent zurückgeht.

Wenn sich die Corona-Situation weiter verschärft, ist es denkbar, dass nur Geimpfte in den Urlaub fahren dürfen. Bisher gilt bei den meisten Veranstaltern 3G. Einige Anbieter wie Alltours erlauben ab Ende Oktober nur noch voll geimpfte Gäste in ihren Hotels. Auch erste Kreuzfahrten, beispielsweise von TUI, gibt es nur noch für Geimpfte. Die Situation in den USA ist ähnlich. Ob im Winter Skiurlaub möglich sein wird, ist noch offen. Viele Skilift-Betreiber halten die 3G-Regel für nicht durchführbar. Allerdings sind Skiurlaube schon jetzt gefragt und die Nachfrage in Skigebieten in Österreich oder Südtirol steigt an.

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Erleichterung auch in der Industrie

Erleichtert über das Ende des „Travel Bans“ wird wohl auch die deutsche Industrie sein, die in den letzten Monaten stark unter der Situation litt. Wirtschaftsverbände sprachen im Juli von Kosten in Milliardenhöhe durch die ungünstige Situation. Geschäftsreisen waren zuletzt nur mit einer besonderen Erlaubnis möglich.

Beim Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA) hießt es im Sommer, dass viele Unternehmen auf eine Einreiseerlaubnis warten, da sie eigentlich in die USA müssten, um beispielsweise eine neue Maschine einzubauen oder eine Wartung durchzuführen. Viele Dinge sind in den USA nicht vorhanden und die Spezialisten aus den USA müssen selbst vor Ort sein. Auch beispielsweise Besuche auf Messen sind nicht möglich.

Siemens vertraut beispielsweise seit Beginn des Einreisestopps auf die 40.000 Mitarbeitenden in den USA. Laut des VDMA hat der Mittelstand aber größere Probleme. Unternehmen, die etwa 20 Millionen Euro Umsatz im Jahr machen, haben nicht überall auf der Welt Spezialisten. Im Sommer sprach auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die Situation bei ihrem Abschiedsbesuch im Weißen Haus an, wohl aber zunächst erfolglos.

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Hohe Kosten durch „Travel Ban“

Volker Treier, der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, geht von hohen Kosten für die Wirtschaft aus. In den letzten Jahren hätten seinen Angaben zufolge Unternehmen aus Deutschland in den USA ein Investitionsvolumen von 470 Milliarden Euro aufgebaut und 900.000 Beschäftigte in den USA. Damit ist die USA der wichtigste Investitionsmarkt für deutsche Unternehmen außerhalb des Heimatmarktes.

Der DIHK bekam daher von vielen Unternehmen signalisiert, dass viele Unternehmen in den letzten Monaten Investitionen verschieben oder ganz stoppen mussten. Maschinen und Anlagen konnten zudem nicht wie gewohnt exportiert werden. Bei Konsumgütern ist die Situation zwar besser, aber auch hier gab es Schwierigkeiten.

Zwar wurden in den letzten Monaten vieler Waren in die USA exportiert und die US-Nachfrage zog deutlich an, aber dies lag auch an den massiven Konjunkturprogrammen der US-Regierung. Daher könnte bald die Anfrage wieder sinken. Im Sommer stiegen die Sorgen aufgrund des Einreisestopps in die USA und jeder weitere Monat wirkt sich negativ auf die Wirtschaft aus. Daher werden die neuen Regeln wohl Erleichterungen für Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks bedeuten.

Wieder Reisen in die USA möglich

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Internationale Aktien bei XTB

Internationale Aktien sind auch bei XTB handelbar. Auch die Aktien von Reiseanbieter oder Airlines sind darunter. Der Handel an der Frankfurter Börse ist ebenso möglich wie der Handel an der NYSE. Von allen angebotenen Börsen finden Trader bei XTB auch kostenlose Echtzeitkurse. Dazu kommen viele Tools, Charts und Marktnachrichten. Zudem bietet die Trading Academy ein großes Weiterbildungsangebot.

Echte Aktien sind bis zu einer Summe von 100.000 Euro im Monat ohne Kommissionen handelbar. Bei Aktien-CFDs müssen Trader aber mit Kosten ab acht Euro rechnen. Da echte Aktien und Aktien-CFDs über nur ein Konto gehandelt werden, können Trader zahlreiche Handelsstrategien umsetzen und diese auch über ein XTB Demokonto testen. Weitere Fragen beantwortet Kundenservice des Brokers in Frankfurt am Main, wo sich seit mehr als zehn Jahren die Deutschlandniederlassung von XTB befindet.

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Fazit: Mehr Privat- und Geschäftsreisen in die USA möglich

Bald können geimpfte Menschen aus der EU wieder in die USA einreisen. Airlines und Reiseveranstalter sehen schon jetzt einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage. Auch Industrieunternehmen, die zuletzt sehr unter der Situation litten, dürften erleichtert sein. Geschäftsreisen sind ebenfalls wieder leichter möglich.

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