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ETF des Monats: EONIA – Euro Overnight Index Average

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Bei dem EONIA – Euro Overnight Index Average – handelt es sich um den Tagesgeldzinssatz für die Europäische Gemeinschaftswährung Euro, der von der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnet wird. EONIA besteht aus dem gewichteten Durchschnitt der Zinssätze, welche durch eine Gruppe großer Finanzinstitute im Euro-Währungsraum effektiv für unbesicherte Übernachtkontrakte auf dem Interbankenmarkt abgeschlossen wurden. Die Finanzinstitute übermitteln der EZB den durchschnittlichen Zinssatz und den Umfang der ungesicherten Tagesgeldausleihungen. Die jeweils tiefsten und höchsten Werte fallen aus der Berechnung heraus. Der Durchschnittswert ist der EONIA-Zinssatz, der die Basis für EONIA-Zertifikate, EONIA-Zinsswaps sowie EONIA-Indexfonds (Sonderform ETF) bildet.

  • EONIA ist der Tagesgeldzinssatz für die Europäische Gemeinschaftswährung Euro.
  • Die Berechnung erfolgt durch die Europäische Zentralbank.
  • Der EONIA-Zinssatz bildet unter anderem die Grundlage für EONIA-Indexfonds.
  • Es gibt verschiedene ETFs auf den Euro Overnight Index Average, unter anderem von ComStage, Xtrackers und Lyxor.

Wofür steht die Abkürzung EONIA?

Die Abkürzung EONIA steht für Euro Overnight Index Average. Die Ermittlung des Zinssatzes erfolgt, indem alle teilnehmenden Finanzinstitute der Europäischen Zentralbank bis 18:30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit die durchschnittlichen Zinssätze für ihre am Tag ausgeführten Tagesgeld-Ausleihungen im Interbankengeschäft übermitteln. Die Berechnung erfolgt seit dem 4. Januar 1999 durch die Europäische Zentralbank nach der Zinsmethode act/360, somit als 360tel des jährlichen Zinses am Tag, als gewichteter Durchschnittszinssatz unter Einbeziehung des Volumens der Ausleihungen der jeweiligen Finanzinstitute.

Euro Overnight Index Average

Seit dem 3. September 2007 gestaltet sich die Ermittlung des EONIA folgendermaßen: Die jeweils 15 Werte mit den höchsten und niedrigsten Zinssätzen werden aus der Berechnung ausgeschlossen. Aus den verbleibenden Werten wird der gewichtete Durchschnitt errechnet und mit drei Nachkommastellen ausgegeben.

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Grundlage für diverse Produkte im Bereich der Geldanlage

Der EONIA ist die Grundlage für verschiedene Finanzprodukte im Bereich der Geldanlage. Zu den bekanntesten Produkten zählt die Tagesanleihe des Bundes, die mit einem bestimmten Prozentsatz des EONIA täglich verzinst wird. Aber auch Zinszertifikate, Geldmarktfonds und Indexfonds (ETFs) nutzen häufiger den EONIA als Referenzzinssatz.

Privatanleger haben ferner die Möglichkeit, die Tendenzen bei den Zinsen für Tagesgeldkonten an der Entwicklung des EONIA abzulesen. Der Zinssatz reagiert auf Änderungen im Verhalten der Finanzinstitute untereinander sowie unmittelbar auf Zinsänderungen, zum Beispiel des EZB-Leitzinssatzes. Der Euribor wäre ein weiterer Indikator für die kurzfristige Entwicklung der Zinssätze von Festgeld- und Tagesgeldkonten. In der Regel führen beide Faktoren auch zu Änderungen der Verzinsung von Tagesgeldkonten für Verbraucher.

Die historische Entwicklung des EONIA

Der EONIA startete mit 3,20 Prozent im Januar 1999. Seither konnte der Durchschnittszinssatz zwei nennenswerte Hochs in seiner Entwicklung verzeichnen. Im Jahr 2001 erreichte er einen Höchstwert von 5,75 Prozent. Im Jahr 2008 stieg er nach einem stetigen Rückgang noch einmal auf 4,60 Prozent an. Anschließend sank der Kurs kontinuierlich. Nach mehrmaligem Senken des Leitzinses gab es im August 2014 erstmals einen negativen Eonia-Wert. Auch in den darauffolgenden Jahren bewegte dieser sich unter Null, weil sich die Europäische Zentralbank als Folge der weltweiten Finanzkrise für den Weg einer expansiven Geldpolitik entschied, um den Euro stabil halten zu können.

Tagesgeldzinssatz für die Europäische Gemeinschaftswährung Euro

EONIA ist gleichbedeutend mit einem Index

Der EONIA entspricht einem gewichteten durchschnittlichen Zinssatz, der mit einem Index gleichbedeutend ist. Je nachdem, ob der Zins aus Sicht der ausleihenden oder der verleihenden Bank betrachtet wird, kann er auch als Kredit- oder als Tagesgeldzins verstanden werden. Letztendlich sind die Übernacht-Kreditgeschäfte der Finanzinstitute untereinander nichts weiter als unbesicherte Tagesgeldanlagen oder Kreditvergaben.

Der EONIA beschränkt sich auf den Euroraum.

EONIA Code of Conduct

Wie eingangs erwähnt, ist eine bestimmte Anzahl an größeren Finanzinstituten beteiligt. Die Auswahl der sogenannten Panel-Banken wird anhand bestimmter Kriterien vorgenommen, die im EONIA Code of Conduct festgeschrieben sind. So müssen sich die Finanzinstitute an Euro-Interbankengeschäften beteiligen und ein hervorragendes Kreditstanding vorweisen. Eine festgelegte Anzahl an Banken, aus deren Angaben der EONIA-Wert errechnet wird, gibt es nicht. Die Panel-Banken müssen schlichtweg für den europäischen Interbankenmarkt repräsentativ genug sein.

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Die Ermittlung des Euro Overnight Index Average (EONIA)

An jedem Tag melden die beteiligten Banken bis spätestens 18:30 Uhr MEZ der Europäischen Zentralbank den Umfang und den durchschnittlichen Zinssatz der von ihnen bis zum nächsten Tag bereitgestellten und unbesicherten Geldmarktkredite. Die Finanzinstitute gewähren sich für einen Tag Anleihen zu diesem Zinssatz in der Währung Euro. Die Berechnung des Zinssatzes erfolgt tagesaktuell.

Kapitalausleihungen „über Nacht“ zwischen den Banken

Wegen seiner Transparenz bildet der EONIA die Basis von vielen Anbietern von Tagesgeldkonten sowie renommierten Banken. Die Bezeichnung „Tagesgeld“ darf in diesem Zusammenhang aber nicht mit der Tagesgeld-Anlagevariante im Privatkundenbereich verwechselt werden. Der Begriff bezieht sich hier auf die Kapitalausleihungen, die „über Nacht“ zwischen den Kreditinstituten erfolgen.

Aufgrund der Berechnung des Zinssatzes und der externen Kontrolle durch die EZB findet er große Anerkennung und ist zu einer soliden Basis geworden. Bei den Informationen, die die Finanzinstitute herausgeben, handelt es sich um äußerst sensible Daten. Deshalb obliegt es der EZB als unabhängige Institution, den Zinssatz zu berechnen. Der ermittelte Durchschnittswert der 15 tiefsten und höchsten Werte (wird seit dem Jahr 2007 mit drei Nachkommastellen angegeben) wird an die Nachrichtenagentur Reuters weitergeleitet. Der EONIA kann an jedem Bankgeschäftstag zwischen 18:45 und 19:00 Uhr veröffentlicht werden.

Wie können Anleger in den EONIA investieren?

Der Euro Overnight Index Average (EONIA) wurde im Jahr 1999 von der European Banking Federation (EBF), unter der Mitwirkung der Europäischen Zentralbank (EZB), ins Leben gerufen. Der Zinsindex („Benchmark“) ist heute für die kurzfristigen und unbesicherten Geldmarktkredite im Euroraum weltweit anerkannt. Der EONIA ergibt sich, wie bereits erwähnt, aus dem Durchschnitt der Zinssätze, zu denen die Euribor-Panel-Banken im Interbankenmarkt auf Euro lautende, unbesicherte Übernacht-Ausleihungen abgeschlossen haben. Bei den Panel-Banken handelt es sich um Finanzinstitute, die im Geldmarkt (Eurozone) über das höchste Geschäftsvolumen verfügen.

Der Zinssatz bildet zum Beispiel die Grundlage für die EONIA Zertifikate, Zinsswaps sowie Indexfonds der Banken, die versuchen, die Entwicklung des EONIA nachzubilden. Zwar liegen die einzelnen Anlageprodukte in gewisser Weise dem EONIA-Zinssatz zugrunde. Bei deren Emittenten- und Kursrisiko, das von „sicher“ bis „riskant“ eingestuft werden kann, bestehen aber große Unterschiede.

ETFs auf den EONIA

Investition in den EONIA über einen Exchange Traded Fund (ETF)

Anleger können über einen ETF in die Entwicklung des EONIA investieren. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds. Dieser bietet einen hohen Insolvenzschutz und ist jederzeit handelbar. Darüber hinaus ist ein solcher Fonds vergleichsweise kostengünstig und stellt für Anleger deshalb eine attraktive Anlagemöglichkeit dar. Was liegt also näher, als Exchange Traded Funds auf den Geldmarkt ins Leben zu rufen? Verschiedene Anbieter haben dies getan. Ein ETF auf den EONIA bildet den von der EZB täglich festgestellten Tagesgeldsatz für „Übernacht-Anlagen“ ab (Euro Over Night Index Average). Unsere TOP ETFs stellen wir nachfolgend vor.

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EONIA ETFs: Unsere TOP 4 des Monats

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Der ComStage Commerzbank EONIA Index TR UCITS ETF I ist ein ausschüttender Fonds. Das Anlageziel besteht darin, an die Wertentwicklung des Commerzbank EONIA Index anzuknüpfen. Der Fonds investiert hierzu vor allem in übertragbare Wertpapiere und setzt außerdem derivative Techniken ein, wie zum Beispiel einem Swap-Geschäftspartner zu marktüblichen Bedingungen ausgehandelte Index-Swaps.

Bei dem Lyxor Euro Cash UCITS ETF EUR handelt es sich um einen thesaurierenden Fonds. Das Anlageziel besteht darin, die Auf- und Abwärtsentwicklung des EuroMTS Eonia Investable-Index nachzubilden. Das Anlageziel soll durch eine indirekte Nachbildung erreicht werden, also durch einen oder mehrere im Freiverkehr gehandelte Tauschverträge.

Der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1C ist ein Teilfonds von Xtrackers II. Der Fonds bildet die Wertentwicklung des Deutsche Bank Eonia Total Return Index ab. Hierzu investiert der Fonds in übertragbare Wertpapiere und schließt in Bezug auf die Wertpapiere und den Index-Finanzkontrakten mit einem oder mehreren Swap-Kontrahenten Swaps ab, um die Rendite des Index zu erzielen. Mit dem Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1D steht ferner ein ausschüttender Fonds von Xtrackers zur Wahl.

Was ist Euribor?

Wer sich mit dem EONIA beschäftigt, sollte auch den EURIBOR – Euro Interbank Offered Rate – kennen. Euribor ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich zahlreiche europäische Banken (Panel-Banken) Anleihen in Euro gewähren. Bei der Festlegung der Euribor-Werte werden die niedrigsten und höchsten 15 Prozent der gemeldeten Werte nicht in die Berechnung einbezogen. Die Werte werden täglich um 11:00 Uhr festgesetzt und der internationalen Presse sowie sämtlichen teilnehmenden Partnern mitgeteilt.

ETF des Monats EONIA

Fünf verschiedene Euribor-Zinssätze

Wenn vom Euribor die Rede ist, wird häufig von dem Euribor-Zinssatz gesprochen. Es gibt jedoch nicht nur einen Wert, sondern fünf verschiedene Euribor-Zinssätze mit unterschiedlichen Laufzeiten. Der Euribor wurde im Jahr 1999 eingeführt, also im Jahr der Einführung des Euro. Vorher gab es einen vergleichbaren Zinssatz, den Aibor, sowie nationale Referenzsätze in verschiedenen Ländern, wie den Fibor in Deutschland und den PIBOR in Frankreich.

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Die Festlegung des Euribor

Die Höhe der Euribor-Zinssätze wird vor allem durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Es handelt sich dabei um Marktzinsen, welche von vielen europäischen Finanzinstituten festgelegt werden. Allerdings kommen diverse externe Faktoren hinzu, die die Höhe der Zinssätze deutlich beeinflussen. Dazu zählen

  • die Höhe der Inflation,
  • das Vertrauen der Verbraucher,
  • das gegenseitige Vertrauen und die Kreditwürdigkeit der Banken
  • sowie wirtschaftliche Ereignisse (z. B. Wirtschaftswachstum).

Für zahlreiche Produkte wie Swaps, Geldmarkt-Futures und außerbörsliche Zinstermingeschäfte stellt der Euribor die Basis dar. Häufig dient er als Referenzwert bei Sparkonten und Hypotheken. So gibt es sogar Hypotheken, deren Zinsen sich aus dem Euribor-Wert sowie einem festen Zuschlag zusammensetzen.

Die Unterschiede zwischen EONIA und EURIBOR

Die Zinssätze, die bei den unterschiedlichen Produkten für die Anleger auf dem Finanzmarkt zur Verfügung gestellt werden, basieren wiederum auf übergeordneten Zinssätzen. Zwei der wichtigsten Basiswerte sind der EONIA und der EURIBOR.

Euribor

Als Euribor werden die Durchschnittszinssätze beschrieben, die bei den insgesamt 57 europäischen Finanzinstituten für in Euro gehandelte Anleihen gutgeschrieben werden. Der Euribor-Wert wird für unterschiedliche Laufzeiten als eines der Messinstrumente für viele Anlagearten, wie beispielsweise Tagesgeldkonten, Sparkonten oder Hypotheken, angegeben. Der Wert ist aufgrund seines großen Einflusses auf die Zinsentwicklungen in verschiedenen Marktbereichen auch für private Verbraucher interessant.

Eonia

Für zinsliche Veränderungen auf dem Interbankenmarkt wird als zweite wichtige Größe der Eonia-Wert angesehen, der „Euro OverNight Index Average“. Dieser gibt an, zu welchem Zinssatz Kredite zwischen Banken von einem Tag auf den nächsten zu einem bestimmten Tag bereitgestellt werden, ohne dass die Ausleihungen zusätzlich besichert sein müssen. Die EZB ist für die Bekanntgabe und Festsetzung des EONIA verantwortlich.

Der tagesaktuelle Wert ergibt sich aus dem durchschnittlichen Zinssatz, zu dem sich die Panel-Banken Geld leihen. Dieses Panel setzt sich aus zahlreichen großen europäischen Banken zusammen, die zum größten Teil in der Eurozone und vereinzelt in der EU zu den Geldinstituten mit dem größten Geschäftsvolumen auf dem Finanzmarkt innerhalb der Eurozone vertreten sind. Der EONIA-Wert ist vorwiegend für Fonds und diverse Anleihe-Produkte eine bedeutende Berechnungsgröße.

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Welche Aufgabe hat die Europäische Zentralbank?

Auch die Europäische Zentralbank, kurz: EZB, die ihren Sitz in Frankfurt am Main hat, sollten Anleger im Zusammenhang mit EONIA kennen. Denn in ihrer Verantwortung liegt die Festlegung des EONIA-Wertes. Sie ist seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 die Währungsbehörde für die Mitgliedsstaaten der Währungs- und Wirtschaftsunion. Der EZB-Rat ist das oberste Beschlussorgan der Europäischen Zentralbank. Diesem gehören die sechs Mitglieder des Direktoriums der EZB und die Präsidenten bzw. Gouverneure der Zentralbanken der Länder des Euro-Währungsraumes an. Der Rat bestimmt vor allem über die Geldpolitik des Euro-Systems. Die EZB erhielt infolge der Staatsschulden- und Finanzkrise im Jahr 2012 in der europäischen Bankenaufsicht eine führende Rolle.

Euro Overnight Index Average

Der EZB Leitzins

Seit 1999 beschäftigt sich die EZB mit der Währungspolitik für die Länder, die den Euro als Zahlungsmittel führen. Zwar hat sie nicht die Rolle der Zentralbanken übernommen. Dennoch steht sie mit diesen in enger Zusammenarbeit. Die Gewährleistung der Preisstabilität innerhalb der Eurozone ist eine der wichtigsten Aufgaben der Europäischen Zentralbank. Das Ziel der EZB ist, pro Jahr die Inflation nicht mehr als zwei Prozent steigen zu lassen.

Bei dem EZB Leitzins handelt es sich um den sogenannten Hauptrefinanzierungssatz. Banken müssen diesen Leitzins zahlen, wenn sie von der Europäischen Zentralbank Geld leihen. Die Geldinstitute nehmen diese Möglichkeit in Anspruch, wenn ein Liquiditätsmangel vorliegt. Interbank-Zinssätze wie der zuvor beschriebene Euribor reagieren auf Veränderungen des Hauptrefinanzierungssatz sehr stark. Der EZB-Leitzins stellt somit ein gutes Mittel dar, den Marktzinssatz zu beeinflussen.

Geldmarkt ETF versus Geldmarktfonds

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds, was übersetzt „börsengehandelter Fonds“ bedeutet. Das heißt, dass Anteile an einem derartigen Fonds jederzeit direkt an der Börse gehandelt werden statt über die Investmentgesellschaften. Das Prinzip der Börsennotierung eines Exchange Traded Funds macht den Handel in kleinen Mengen sowie ohne Ausgabeaufschläge möglich, was diese Anlageform für Privatanleger attraktiv macht. Es gibt zahlreiche verschiedene ETFs, die mit unterschiedlichen Anlagezielen in diversen Märkten mit bestimmten Risiken und Chancen investieren. Bei einem Geldmarkt ETF handelt es sich um einen „normalen“ ETF, welcher für die Investoren am Geldmarkt investiert. Wie alle ETFs sind auch Geldmarkt ETFs über die klassische Wertpapier-Suche zu finden. Einige große Anbieter sind Xtrackers, Lyxor und ComStage.

ETF des Monats ✚ Euro Overnight Index Average ✔ Der Tagesgeldzinssatz für die Europäische G

Die Unterschiede

Die eigentliche Idee von ETFs ist es, die Gebühren und Kosten bei interessanten Renditen gering zu halten. Bei den ETFs gibt es im Gegensatz zu den „klassischen“ Investmentfonds deshalb keine kostenintensiven Fondsmanager, die über die vermeintlich beste Zusammensetzung des Fonds entscheiden. Ein ETF bildet stattdessen bestimmte Indizes möglichst automatisiert und genau ab. Hier liegt auch der Unterschied zwischen Geldmarkt ETFs und Geldmarktfonds. Bei Letzteren müssen Manager bezahlt werden, um die besten Werte für den Fonds zu finden. Die Geldmarkt ETFs bilden hingegen nur einen beliebigen Geldmarkt-Index ab. Dabei kann es sich um einen Index eines Währungsraumes, einer Region oder eines Landes handeln.

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Fazit EONIA: Einer der wichtigsten Zinssätze des Interbankenmarktes

Die Abkürzung EONIA steht für Euro Overnight Index Average und beschreibt auf dem europäischen Interbankenmarkt den europäischen Tagesgeldzinssatz. Der Index gibt an, zu welchem Zinssatz große europäische Banken einander Geld für einen Tag leihen. Durch ein bestimmtes Verfahren wird der Eonia-Wert von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf drei Kommastellen genau ermittelt. Der Zinssatz EONIA wird an der Börse unter der ISIN EU0009659945 und der WKN 965994 veröffentlicht. Es handelt sich um einen anerkannten Zins-Benchmark seit seiner Einführung im Jahr 2009 für das Zinsniveau beim Interbanken-Tagesgeld innerhalb der Eurozone.

Für die Berechnung des aktuellen EONIA-Wertes ermittelt die EZB den durchschnittlichen Tagesgeld-Zinssatz von verschiedenen großen Banken. Die Geldinstitute müssen den Zinssatz bis 18:30 Uhr Mitteleuropäischer Zeit an die Europäische Zentralbank übermitteln. Die 15 tiefsten und höchsten Werte fallen bei der Ermittlung des EONIA-Wertes heraus. Aus den übrigen Zinssätzen wird der gewichtete Durchschnitt errechnet, der von der Nachrichtenagentur Reuters dann zwischen 18:45 und 19:00 Uhr veröffentlicht wird.

Privatanleger haben die Möglichkeit, das aktuelle Zinsniveau am Eonia-Wert abzulesen. Auch die Banken selbst beeinflussen neben dem Leitzins die Entwicklung des EONIA. Die Tagesgeld-Angebote für Privatkunden passen sich langfristig diesem Index an. Nicht zuletzt basieren viele Anlageprodukte auf dem EONIA, wie zum Beispiel Zertifikate, Zinsswaps und Indexfonds. ETFs auf den EONIA gibt es zum Beispiel von ComStage, Xtrackers und Lyxor. Die Abbildungsart der Fonds ist Swap-basiert, die Ausschüttungsart ist je nach Produkt „ausschüttend“ oder „thesaurierend“. Die laufenden Kosten sind vergleichsweise niedrig und auch Sparpläne sind verfügbar.

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