Dividenden Aktien 2020: Dividenden-Kalender hilft dabei die Übersicht zu behalten

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 16.04.2020


Wissen Sie, welche Dividenden Aktien 2020 überhaupt noch Ihren Namen verdient haben? Viele Unternehmen verschieben ihre Hauptversammlung oder kündigen an, vorerst keine Dividende mehr zahlen zu wollen. Dabei sind gerade die großen Dividendentitel für viele Anleger über Jahre der Fels in der Brandung gewesen und auch Trader profitieren von der Kursentwicklung durch Dividenden.

Wir informieren Sie darüber, mit welchen Änderungen Anleger rechnen müssen und warum Dividenden so wichtig für viele Anleger sind. Außerdem weisen wir Sie auf die Fallstricke hin und legen Ihnen den Dividenden Kalender 2020 als Hilfsmittel besonders ans Herz. Mit ihm wissen sie jederzeit, wann welche Dividende ausgeschüttet wird.

  • Dividenden-Kalender beinhaltet Zahltage von allen wichtigen Aktiengesellschaften
  • Hilft dabei, die Übersicht zu behalten
  • Viele Anleger investieren in Dividenden-Titel
  • Schwieriges Jahr für Unternehmen und Dividendenjäger

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Dividenden-Kalender 2020 – Darum brauchen Anleger ihn

Ein Dividendenkalender ist wichtig für Anleger, weil sie mit ihm den Überblick behalten können. Eine der Herausforderungen bei der Bewertung eines Aktienkurses sind die Dividendenzahlungen. Doch die Unternehmen zahlen ihre Dividende nicht einheitlich aus. Gerade hinsichtlich der Häufigkeit der Zahlungen gibt es erhebliche Unterschiede. So gilt als Faustregel:

  • Deutsche Unternehmen zahlen die Dividende jährlich aus
  • In den USA erfolgt die Ausschüttung quartalsweise
  • Viele europäische Länder schütten halbjährlich aus

Davon kann es zwar auch Abweichungen geben. Grundsätzlich können Unternehmen beispielsweise auch die Zahlung von Dividenden jederzeit aussetzen. Es gibt auch einige Aktiengesellschaften, die grundsätzlich keine Dividende zahlen, sondern Überschüsse lieber in weiteres Wachstum investieren. Die Aktien von Tesla oder Alphabet wären zwei sehr berühmte Beispiele für Wertpapiere, die alles andere als Dividenden Aktien 2020 sind – Anleger warten hier vergeblich auf Dividendenzahlungen.

Der Dividendenkalender 20202 ermöglicht es, auf einen Blick zu erkennen, welche Unternehmen wann eine Dividende ausschütten werden und wann diese auch tatsächlich ausgezahlt wird. Teilweise ist dies nämlich nicht der gleiche Tag.

Wichtig ist diese Information nicht zuletzt deswegen, weil sich Dividendenzahlungen recht deutlich auf die Kursentwicklung auswirken können. Dies liegt zum einen am Dividendenabschlag nach Zahlung einer Dividende, zum anderen jedoch auch an enttäuschten oder übertroffenen Erwartungen bei Dividendenankündigung.

Ein Dividendenkalender gibt zu dem üblicherweise auch das Ex-Datum an. An diesem Tag muss ein Anleger die Aktie besitzen, um die Dividende auch tatsächlich erhalten zu können. Zahlt beispielsweise die BASF Aktie Dividende am 5. Mai aus, ist dies auch der Stichtag.

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Dividendenkalender 2020: Die Krise könnte alles verändern

Eigentlich wäre der Dividendenkalender 2020 sehr leicht zu lesen und könnte Anlegern einige fundierte Prognosen liefern. Allerdings müssen Investoren 2020 damit rechnen, dass viele Unternehmen ihre Dividenden stark zurückfahren oder möglicherweise sogar überhaupt keine mehr ausschütten.

Der Grund dafür ist vor allem, dass viele Unternehmen 2020 mit starken Umsatzrückgängen rechnen oder diese bereits erleiden. Der Konsum gerade von Luxusgütern ist stark eingeschränkt. Der Einzelhandel unterliegt in vielen Ländern vor allem im Frühjahr starken Beschränkungen und viele Kunden scheuen gerade größere Investments. Dazu kommen Schwierigkeiten bei der Produktion, weil die Fabrikbänder stillstehen. Nicht zuletzt die starke Abhängigkeit von der chinesischen Wirtschaft stellt sich sowohl bei Verkauf als auch bei der Produktion für viele westliche Unternehmen als Problem heraus.

Viele Unternehmen versuchen ihre Produktion auf die Krise auszurichten. Dennoch ist dies natürlich nicht mit dem gleichen Gewinn möglich. Die Umsätze sinken und die Marge ist auch nicht aufrecht zu erhalten. Oftmals handelt es sich bei den noch möglichen Produktionen nicht zuletzt um Prestige-Produkte oder den Versuch zu verhindern, der staatlichen Zwangsbeauftragung zuvorzukommen.

Der Dividendenkalender 2020 führt allerdings viele Dividenden auf, die für 2019 angefallen sind – ein Jahr, in dem viele Unternehmen große Gewinne verzeichnen konnten. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage halten sich die Aktienunternehmen jedoch mit Ausschüttungen zurück. Zahlreiche Unternehmen haben nicht nur ihre Prognose korrigiert, sondern auch die Dividende gestrichen. Darunter auch viele Unternehmen, die als beste Dividenden Aktien bekannt sind.

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Dividenden-Kalender 2020 verstehen: So lesen Sie den Kalender

Ein Dividenden-Kalender kann unterschiedliche Daten enthalten. In vielen Fällen zählen jedoch die folgenden Daten zur Ausstattung:

  • ISIN und Symbol
  • Name und Land
  • Dividendenrendite in Prozent und/oder absolut
  • Anzahl der Dividenden jährlich
  • Monate mit Ex-Datum und Zahlungsdatum

Die wichtigsten Informationen für den Anleger befinden sich unter der Auflistung der Monate. Hier ist oft mit Symbolen oder auch den genauen Daten eingetragen, wann eine Dividendenzahlung erfolgt und zu welchem Zeitpunkt sich die Aktie im Depot befinden muss, damit Anleger von ihr profitieren können.

Die meisten Dividendenkalender bleiben dabei das ganze Jahr über in dieser Form bestehen. Nur weil beispielsweise bereits Mai ist, werden die Kalender also nicht gekürzt. Ein Kalender zeigt also nicht das nächste Jahr, sondern immer das ganze Kalenderjahr. Deswegen gibt es einen Dividendenkalender für 2020 und einen Kalender für 2021. Das ist nicht zuletzt deswegen sinnvoll, weil die Entwicklungen eines Jahres so deutlich leichter mit dem Dividendenkalender abgeglichen werden können.

Oftmals befinden sich im Dividendenkalender mehrere Hundert Aktien. Damit die Daten übersichtlich eingesehen werden können, nutzen viele Dividendenkalender Filter-Funktionen oder erlauben das Übertragen der Aktien auf einen Merkzettel. Auf diese Weise wird der Dividendenkalender für 2020 deutlich übersichtlicher und liefert die Daten, die der Kunde auch tatsächlich nutzen möchte.

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Was ist eigentlich eine Dividende?

Eine Dividende ist eine Gewinnausschüttung einer Aktiengesellschaft. Diese sind grundsätzlich nicht dazu verpflichtet, Gewinne auszuschütten. Die Höhe der Dividende wird in der Regel auf der Hauptversammlung festgelegt, nachdem sie vom Vorstand vorgeschlagen wurde. Sie gilt als Zeichen für die wirtschaftliche Stärke eines Unternehmens und wird von Börse und Anlegern genau beobachtet.

Allerdings gibt es auch einige positive Faktoren, die eine Ausschüttung vermindern oder verhindern können. Ein Beispiel wäre der Schuldenabbau oder starke Investitionen aufgrund von hohem Wachstum. Auf der anderen Seite können Dividenden auch entstehen, wenn Investitionen aufgrund fehlender Wachstumsperspektiven nicht möglich sind oder Verkäufe von Geschäftsteilen oder Infrastruktur getätigt wurden. Eine hohe Dividende ist dann kein gutes Zeichen. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Unternehmen, die durch zu hohe Zahlungen in die Krise gerieten.

Viele Aktiengesellschaften zahlen Dividenden auch deswegen, um ihre Anleger zu besänftigen. So würde eine hohe Wirecard Aktie Dividende gleich mehrere Funktionen erfüllen: Es ist ein Zeichen von Stärke und Stabilität, eine hohe Dividende zu zahlen. Zweiflern wird so der Wind aus den Segeln genommen. Zugleich werden Anleger so auch für das Auf und Ab der letzten Monate entschädigt.

Es erhalten nur Anleger eine Dividende, die zum Stichtag Aktien des Unternehmens hielten. In der Regel ist dies der Tag der Hauptversammlung. Gerade bei der quartalsbezogenen Dividende kann dies abweichen. Der letzte „Cum“-Tag ist dann der Tag vor dem Zahlbarkeitstag, der dann auch der „Ex“-Tag ist.

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Was ist der Dividendenabschlag? Vorsicht, Steuerfalle!

 width=Der Dividendenabschlag ist ein sehr gängiges Phänomen bei der Dividendenzahlung und einer der wichtigsten Gründe dafür, dass der Dividenden Kalender 2020 so wichtig ist: Oft lässt sich das Phänomen beobachten, dass sich der Kurs am Zahlungstag deutlich verringert. In der Regel bewegt sich der Kursrückgang in der Höhe der Dividende.

Der Abschlag wird dabei oft innerhalb von ein paar Tagen wieder aufgeholt. Deswegen nutzen viele Händler den Dividendenabschlag, um sich günstig mit der Aktie einzudecken. Auf der anderen Seite ist die Zeit vor diesem Stichtag natürlich auch gut geeignet, um aus einem Wertpapier auszusteigen.

Wie hoch der Dividendenabschlag ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich entscheidet auch die Häufigkeit der Auszahlungen: Vier kleinere Zahlungen sorgen insgesamt für einen geringeren Abschlag als eine größere Zahlung. Entsprechend unterschiedlich kann die Bedeutung des Dividendenabschlags im internationalen Vergleich sein. Gerade bei einer sehr geringen Zahlung ist diese im Kursverlauf kaum zu sehen.

Dennoch müssen Anleger den Stichtag genau im Kopf haben. Investieren sie am letzten Cum-Tag, kann dies folgendes Szenario hervorrufen: Der Kunde investiert 5.000 Euro in eine Aktie, die Dividendenrendite beträgt drei Prozent. Nach dem Stichtag hat er Aktien im Wert von 4.850 Euro und eine Dividende in Höhe von 150 Euro. Dass dies kein Nullsummenspiel ist, verdanken Anleger dem Finanzamt: Weil eine Kapitalertragssteuer von 25 % auf die Dividende fällig wird, macht er einen Verlust in Höhe von 37,50 Euro.

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Quellensteuer als Herausforderung

Dividenden-Aktien zu kaufen ist eine sehr beliebte Strategie unter Privatanlegern. Allerdings müssen Aktionäre hier die Quellensteuer besonders stark beachten. Denn auch diese stellt viele Anleger vor besondere Herausforderungen.

Grundsätzlich gilt nämlich, dass Dividenden in vielen Ländern besteuert werden müssen. Die Höhe der Aktien Steuern unterscheidet sich jedoch deutlich. Besonders steuerintensiv sind beispielsweise:

  • Irland mit 37 %
  • USA mit 30 %
  • Belgien mit 30 %
  • Portugal mit 28 %

Die Steuern werden von den meisten Brokern und Banken automatisch abgeführt. Von Freibeträgen profitiert der Anleger allerdings nur bei dem Finanzamt in seinem Heimatland. So hat der Anleger dieses Problem beispielsweise nicht mit der Bayer Aktie Dividende, sehr wohl aber mit einer Apple Dividende.

Deutschland hat mit vielen Ländern ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen. In ihm ist festgelegt, welcher Anteil der ausländischen Quellensteuer auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden kann. Auf diese Weise wird die Besteuerung deutlich geringer. So können deutsche Anleger beispielsweise bis zu 15 % der Steuer zurückerhalten.

Einer der Nachteil dabei ist, dass es oftmals dennoch notwendig ist, sich an ausländische Finanzämter zu wenden, um den entsprechenden Anteil der Steuer zurückzuerhalten. Das macht den Aufwand für ausländische Dividenden vergleichsweise hoch. Oft reicht eine Ansässigkeitsbescheinigung, teilweise ist der Aufwand jedoch deutlich größer. So muss im Falle Portugals ein portugiesisches Steuerformular ausgefüllt und eingereicht werden.

Anleger, die sich 2020 erstmals mit Dividendentiteln beschäftigen, sollten die Regelungen der jeweiligen Länder prüfen, um festzulegen, ob sich ein Investment in die jeweilige Aktie lohnt. Grundsätzlich kann eine hohe Dividende durch die Quellsteuer deutlich verringert werden, aber nicht immer lohnt der organisatorische Aufwand, um Rückforderungen zu stellen, auch wenn dies oftmals möglich ist.

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Aktien als Derivat kaufen: Was sollten Trader in Bezug auf die Dividende beachten?

 width=Eine der großen Herausforderung beim Handel mit Derivaten sind Ausschüttungen von Dividenden und anderen Gewinnen. Sie beeinflussen die Derivate oft deutlich und gerade Einsteiger achten zu Beginn nicht darauf, welchen Konsequenzen dies für sie haben könnte. Wo genau die Gefahren liegen, hängt dabei auch vom Derivat ab.

So sind beispielsweise bei Option und Optionsscheinen Dividendenabschläge in der Regel bereits Teil der Berechnung. Ändert sich die Dividendenhöhe, so ist dies nicht eingepreist. Die Bedingungen für die Option können sich auf diese Weise sehr deutlich ändern. Anleger müssen deswegen die Entwicklungen und Prognosen immer im Blick behalten.

Zudem sind vor allem Bonuszertifikate und andere Finanzderivate tückisch, bei denen das Unterschreiten einer Kursschwelle zur Abwertung führt. Es passiert häufig, dass der Dividendenabschlag dazu führt und Bonuszahlungen oder sogar der gesamte Einsatz verloren geht.

Dieses Problem besteht auch beim Handel über CFDs oder Futures. Wer hier sein Stop Loss nicht auch in Hinblick auf den Dividendenabschlag wählt, setzt es oft zu eng und riskiert damit die ganze Position. Im Daytrading ist es ebenfalls wesentlich, die Kursänderung schon vorher zu antizipieren und gewinnbringend nutzen zu können.

Anleger müssen zudem beachten, dass sie die Dividende bei einigen Finanzderivaten nicht erhalten, bei anderen hingegen sogar bei Leerverkäufen verpflichtet sind, diese zu zahlen. Gerade hier lauern einige Einsteigerfehler, die richtig ins Geld gehen können und deswegen vermieden werden müssen.

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Was unterscheidet Dividenden-Titel von anderen Aktien?

Es gibt einige Aktien, die als „Dividenden-Titel“ oder sogar „Dividendenaristokraten“ bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um Aktien, die sich langfristig dadurch auszeichnen, sehr hohe Dividenden zu zahlen. In der Regel handelt es sich dabei um recht alte und auf dem Markt sehr etablierte Aktiengesellschaften.

Je nach Definition können unterschiedliche Merkmale als besonders relevant angesehen werden:

  • Keine Rückgänge bei der Dividende
  • Regelmäßige Steigerungen der Dividende
  • Dividendenrendite über drei Prozent

Anleger sollten allerdings gerade in diesem Bereich beachten, dass das Unternehmen mit der besten Dividenden Aktie in der Regel auch auf dem Markt nur eingeschränkt wachsen kann. Das muss kein großer Nachteil sein, aber es ist durchaus möglich, dass dies früher oder später zu einem Problem wird. Wenn ein Unternehmen dauerhaft keine neuen Märkte für sich gewinnen kann, kann es nicht nur nicht wachsen, sondern wird manchmal sogar zum Übernahmekandidat. Auf der anderen Seite handelt es sich oftmals jedoch auch um sehr stabile Unternehmen, deren Geschäftsmodell nachgewiesenermaßen gut funktioniert.

Deswegen finden sich viele der etablierten Aktiengesellschaften unter den besten Aktien für langfristige Dividendenstrategien. Dabei stammen sie besonders häufig aus Regionen, in denen die Dividende eine hohe Bedeutung hat. Gerade in den USA ist dies nicht zuletzt wegen der vielen Pensionskassen, die über Fonds in Aktien investieren, besonders häufig der Fall. Dort gehört die Dividendenausschüttung noch einmal mehr zum guten Ton als in Deutschland.

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Dividendenrendite oder absolute Dividende: Entscheidend für den Erfolg jeder Strategie

 width=Dividenden werden in der Regel auf zwei verschiedene Arten angegeben: Die absolute Dividende und die Dividendenrendite in Prozent. Der absolute Wert gibt dabei an, wie hoch die Ausschüttung je Aktie tatsächlich war. Bekommt ein Anleger 2019 auf die Telekom Aktie Dividende in Höhe von 0,60 € ist das der absolute Wert. Für jede Aktie in seinem Besitz erhält er diesen Betrag. Hat er beispielsweise 40 Aktien, erhält er 24 Euro.

Die Dividendenrendite beschreibt hingegen das Verhältnis dieser absoluten Rendite zum Kurs. Der Gedanke dabei ist, dass es deutlich einfacher wird zu erkennen, welchen Profit Nutzer tatsächlich erzielen können. Als Maßstab für historische Daten gilt dabei der Aktienkurs zur Hauptversammlung. Bei der Telekom-Aktie ward dies 2019 beispielsweise 15,53 €. Die Ausschüttung betrug, wie erwähnt, 60 Eurocent. Dies ist eine Rendite von 4,11 % der Anlage.

Wie wichtig es ist, die Dividende in Bezug zu setzen, um die Rendite berechnen zu können, zeigt ein Vergleich mit der der Daimler Aktie Dividende. Im letzten Jahr betrug die Ausschüttung 0,90 Euro – also auf den ersten Blick mehr als bei der Telekom Dividende. Dieser Eindruck relativiert sich schnell, wenn der Kaufpreis der Aktie in Bezug gesetzt wird: Mit 69,61 Euro war der Kaufpreis deutlich höher und die Dividendenrendite dementsprechend mit 1,3 % nicht einmal halb so hoch wie bei der Telekom.

Die beste Aktie rein in Bezug auf die Dividende ist also diejenige, die eine hohe Dividendenrendite hat, nicht diejenige, die eine hohe Dividende auszahlt.

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Die Dividende als Anlagestrategie: Lang- oder kurzfristig?

Grundsätzlich ist es möglich, zwei unterschiedliche Strategien zu nutzen, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Viele Anleger, die sich für die Dividendenstrategie entscheiden, wollen sich nicht ständig umfangreich mit dem Investment beschäftigen. Ihre Strategie ist buy and hold. Sie sind also langfristig in den Wert investiert. Dann ergibt es Sinn, auch die Dividendenhistorie genau unter die Lupe zu nehmen. Wichtig sind dann:

  • Höhe der letzten zehn Dividenden
  • Erklärungen der Dividende durch den Vorstand
  • Zustandekommen des Gewinns: Verkäufe oder operatives Geschäft?
  • Prognosen für zukünftige Zahlungen

Letztlich ist es bei einem langfristigen Investment immer sinnvoll, auf Dividendentitel zu setzen. Diese sollten so nachhaltig wie möglich erwirtschaftet werden, um auch langfristig einen Gewinn erzielen zu können. Deswegen ist ein genaues Durchleuchten der Unternehmen unumgänglich.

Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, nicht alle Aktien im Portfolio nach der Dividendenstrategie auszuwählen. Oftmals ist die Diversifizierung deutlich besser, wenn die Auswahl ebenfalls nach unterschiedlichen Merkmalen erfolgt.

Eine weitere Möglichkeit sind Dividendenstrategien, die einen eher kurzfristigen Anlagehorizont haben. Anleger haben dann die Möglichkeit regelmäßig umzuschichten. Natürlich sollten auch in diesen Fällen die Aktien geprüft werden, langfristige Überlegungen sind jedoch nicht so wichtig. Stattdessen steht hier oftmals die zuletzt gezahlte Dividende im Fokus. Oftmals werden noch weiter Kriterien hinzugezogen. Möglich wäre beispielsweise, aus verschiedenen Gründen unterbewertete Aktien zu suchen oder die Dividendenrendite in Bezug zum aktuellen Kurs zu setzen. Welche der beiden Arten von Strategien besser geeignet ist, ist letztlich eine Frage des Anlegertyps.

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Problem: Unvorhergesehene Entwicklungen schmälern Gewinn und Dividende

 width=Wer auf die Dividenden Aktien 2020 setzen möchte, steht durch die Corona-Krise vor einer besonderen Herausforderung. Viele Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen, weil der Umsatz völlig oder zumindest teilweise eingebrochen ist.

Dementsprechend ist zumindest im Frühjahr 2020 alles anders als eigentlich geplant. So wurden einige Hauptversammlungen sogar verschoben. Viele Unternehmen haben zudem angekündigt, auf die Auszahlung einer Dividende (doch noch) zu verzichten, obwohl diese eigentlich bereits mit den Aktionären vereinbart war. Es ist also derzeit alles andere als leicht, die Übersicht über die aktuellen Entwicklungen zu behalten. Anleger und Trader sollten deswegen ihr Risiko klein halten und trotz interessanter Chancen nicht zu viel riskieren.

Wegen der vielen Veränderungen ist es notwendig, den Dividenden-Kalender mit den tatsächlichen Daten abzugleichen. Oft werden die Änderungen zeitnah oder sogar automatisch übernommen. Dennoch kann es immer wieder zu Abweichungen kommen. Wer eine bestimmte Aktie handeln möchte, sollte deswegen darauf achten, dass die tatsächlichen Daten auch mit denen im Kalender übereinstimmen.

Generell müssen Anleger sich zudem darauf einstellen, dass 2020 für Dividenden-Strategien nicht das ertragsreichste Jahr sein könnte. Die derzeitige Entwicklung weist sehr darauf hin, dass Ausschüttungen vielfach zurückgehalten werden, um für die Krisenzeit vorzusorgen. Dies ist auch im Interesse der Aktionäre. Das führt jedoch auch dazu, dass Anleger sich nicht darauf verlassen können, dass Unternehmen die Prognosen zur Dividende auch nur ansatzweise einhalten können. Abweichungen zum bisherigen Trend sind hingegen sehr wahrscheinlich.

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Fazit: Dividenden Aktien 2020 vermutlich unter Druck

 width=Dividenden sind für viele Privatanleger der wichtigste Grund dafür, in Aktien zu investieren. Sie erwirtschaften ein Zusatzeinkommen, das auch darüber hinwegtrösten kann, wenn Kurse Kapriolen schlagen. Entsprechend beliebt sind die besten Dividenden-Aktien: Sie sorgen seit Jahren für hohe Auszahlungen bei fairen Kursen.

Doch im Jahr 2020 wird es vermutlich nicht leicht werden, gute Dividenden Aktien zu finden. Durch das Corona-Virus gerät die ganze Weltwirtschaft unter Druck. Es droht sogar eine Rezession und viele Unternehmen verzeichnen Umsatzrückgänge. Nischenaktien hingegen profitieren teilweise von dem aktuellen Umstand. Um in dieser Krise handlungsfähig zu bleiben oder die Entwicklung zumindest etwas abwarten zu können, haben einige Unternehmen Hauptversammlungen verschoben oder angekündigt, vorerst keine Dividende mehr zu zahlen.

Entsprechend kompliziert ist die Lage derzeit auch für Privatanleger. Auf die Dividendenkönige der letzten Jahre ist in diesem Jahr nicht unbedingt Verlass. Entsprechend wichtig ist ein Hilfsmittel, mit dem es leichter ist, den Überblick zu behalten. Damit wird ein Dividendenkalender für dieses Jahr umso wichtiger.

Er zeigt an, wann Hauptversammlungen stattfinden und Anleger mit ihrer Dividende rechnen können. So hilft er dabei, die wichtigsten Termine nicht aus den Augen zu verlieren und teilweise sogar, die Aktien herauszufiltern, deren Unternehmen noch Dividenden zahlen. Damit wird er gerade für Dividendenjäger im Jahr 2020 zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel. Dennoch müssen Anleger gerade jetzt darauf achten, ob die Daten auch tatsächlich mit den aktuellen Terminen übereinstimmen.

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