Disney konzentriert sich auf Streaming

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 15.10.2020


Disney stellt sich um und will sich noch mehr auf den Streamingmarkt konzentrieren. Der Unterhaltungskonzern bündelt sein TV- und Filmgeschäft mit seinen Streamingdiensten zu einer neuen Sparte. Damit will Disney auch die Konkurrenz in Schach halten. Anleger befürworten diese Entscheidung. Viele amerikanische Aktien sind Teil des Angebots von eToro Aktien.

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Zukunft im Streaming

Viele Beobachter und auch Disney sehen im Streaming die Zukunft der Unterhaltung. Dies zeigt sich nun auch in einer neuen Unternehmensstruktur beim großen Unterhaltungskonzern. Die neue Sparte trägt den Namen Media and Entertainment Distribution und verbindet nun das TV- und Filmgeschäft mit Online-Videodiensten. Damit liegt der Fokus von Disney noch stärker auf dem Streaming.

Durch den Umbau soll das Medien- und Werbegeschäft stärker mit Online-Services verbunden werden. Zudem will Disney auf diesem Weg Inhalte noch besser für Streaming-Plattformen zugänglich machen. Der im November 2019 gestartet Streaming-Dienst Disney+, der mittlerweile zu einem großen Konkurrenten für Netflix geworden ist, soll damit stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Ähnliches gilt aber auch für andere On-Demand-Video-Dienste wie ESPN+ und Hulu.

Disney konzentriert sich auf Streaming

Druck von Investor Daniel Loeb

Zuvor wurde von dem auch als Aktivist auftretenden Investor Daniel Loeb und seinem Hedgefonds Third Point Druck auf Disney ausgeübt. Loeb forderte, auf Dividenden zu verzichten und die Investitionen in den Streaming-Bereich zu verdoppeln. Die drei Milliarden Dollar, die Disney jährlich an Dividenden auszahlt, seinen im Direktkunden-Streamingdienst besser angelegt. Seine Position legte Loeb in einem Brief an Disney dar. Das Angebot sollte durch neue Serien und Filme attraktiver werden.

Der Schritt von Loeb ist ungewöhnlich. Aktivistische Aktionäre fordern in der Regel eher höhere Dividenden, damit der Profit maximiert wird. Laut Bloomberg hält Loeb einen Anteil von unter einem Prozent an Disney. Allerdings hat haben die Streamingdienste von Disney schon jetzt die eigenen Ziele übertroffen und kann über 100 Millionen Kunden vorweisen. Allein 60 Millionen davon sind Kunden bei Disney+. Netflix ist seit Jahren am Markt und hat knapp über 190 Millionen Nutzer. Aus diesem Grund vermutet Loeb in diesem Bereich langfristig großes Potenzial.

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Aktie legte zu

Die Entscheidung von Disney hatte zur Folge, dass die Aktie nachbörslich fünf Prozent gewann. In den letzten sechs Monaten stieg der Börsenwert von Disney um fast ein Fünftel. Auch die Disney-Aktie verlor zu Beginn der Pandemie deutlich. Mittlerweile wird aber eine Erholung sichtbar. Die Aktien legten von rund 78 Euro auf über 105 Euro zu, was ein Kursplus von über 35 Prozent ist. Allerdings ist die Aktie noch immer weit von früheren Hochs entfernt.

Zudem wurde bekannt, dass Kareem Daniel Chef der neuen Sparte wird. Daniel ist schon seit 14 Jahren für Disney tätig und war zuletzt in der Themenpark-Sparte für Fanartikel verantwortlich. Ausgerechnet inmitten der Corona-Krise, die auch Disney stark betroffen hat, erfolgt nund die Neuaufstellung des Konzerns. Die gesamte Entertainment-Branche wurde durch die Pandemie praktisch lahmgelegt. Disney musste jüngst die Entlassung von 28.000 Mitarbeitern verkünden. Dies steht laut Konzernchef Bob Chapek aber nicht in Zusammenhang mit der neuen Struktur.

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Erfolge durch Streaming

Die Erfolge des Streamingmarkts sind schon jetzt ein Pluspunkt für Disney. Ursprünglich ging das Unternehmen davon aus, bis 2024 60 bis 90 Millionen aktive Nutzer für seine Streamingdienste zu gewinnen. Die Prognose könnte schon bald revidiert werden, da die Nutzerzahlen schon jetzt sehr gut sind. Der untere Wert der angegebenen Marge wurde schon vier Jahre früher erreicht, als zunächst gedacht.

Bleibt aber das Streaming eine Erfolgsgeschichte? Möglicherweise nicht ganz. Die Branche hat durch die Corona-Krise einen weiteren Schub bekommen, die Konkurrenz ist aber stark und auch Disney muss hier mit attraktiven Inhalten überzeugen. Dazu kommt, dass bald die ersten Einjahresverträge bei Disney+ auslaufen. Dies könnte das Wachstum etwas bremsen. Dazu kommt, dass Disney+ schon jetzt in vielen Regionen verfügbar ist und auch dies die Dynamik des Wachstums etwas verlangsamen könnte.

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Weniger Investitionen in Inhalte nötig

Allerdings kann Disney viel starke Franchises und bekannte Filme und Serien aufweisen. Daher könnte Disney auch in Zukunft eine wichtige Rolle auf dem Markt spielen. Dazu kommt, dass auch ein moderateres Wachstum viele Jahre Erfolg versprechen könnte. Disney hat dabei einen großen Vorteil zur Konkurrenz: Über viele Jahre haben sich viele Inhalte angesammelt. Im Gegensatz zur Konkurrenz kann sich Disney damit leisten, weniger in Filme und Serien zu investieren.

Bisher bestand das Kerngeschäft von Disney vor allem aus den Themenparks und den Filmstudios. Dazu kamen kleinere Bereiche wie Kreuzfahrten, die aber ebenfalls massiv unter der Corona-Pandemie leiden. Die Themenparks haben allerdings wieder geöffnet. Allerdings zeigt die angekündigte Entlassung von 28.000 Mitarbeitern, dass die Situation noch immer angespannt ist.

Die Themenparks könnten allerdings spätestens nach Ende der Pandemie eine große Anziehungskraft besitzen, da viele Menschen auf der Suche nach Unterhaltung sind. Dies könnte in diesem Segment die Umsätze ansteigen lassen. Die Freizeitparks erreichen in der Regel jährlich Umsätze von 26 Milliarden Dollar. Dieser Wert könnte sich weiter erhöhen, denn die Ticketpreise werden nicht immer auf dem aktuellen Niveau bleiben.

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2020 auch für Disney schweres Jahr

Allerdings wird 2020 sicher auch für Disney kein Rekordjahr. An den Kinokassen bleiben die Umsätze aus und auch die Freizeitparks fuhren in den letzten Quartalen Verluste ein. Dennoch scheint die fundamentale Situation gut. Im Geschäftsjahr 2019 erreichte Disney einen Gewinn je Aktie von 6,68 Dollar. Im Jahr zuvor betrug der Gewinn je Aktie 8,40 Euro. Die jüngsten Erfolge im Streaming-Bereich könnten zumindest ein moderates Wachstum zur Folge haben.

Die Gründung von Disney fand schon 1923 statt. Das US-Medienunternehmen wurde damals von den Brüdern Walt und Roy Disney als Disney Brothers Cartoon Studio gegründet und hat seinen Hauptsitz heute in Burbank in Kalifornien. Vor allem durch die Produktion von Zeichentrick- und Unterhaltungsfilmen für Kinder und Jugendliche wurde Disney bekannt. Mit einem Umsatz von 55,6 Milliarden Dollar und einem Gewinn von neun Milliarden Dollar war Disney im letzten Jahr auf Platz 70 der Forbes Global 2000-Liste.

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Erfolgreiches Unternehmen

Heute gehören zahlreiche Filmstudios wie die Marvel Studios oder die Pixar Animation Studios zur Sparte Walt Disney Studio Entertainment. Wichtig ist auch der Bereich Media Networks, zu dem drei der größten US-Fernsehsender gehören. Dazu kommen weitere Beteiligungen an weiteren Fernsehsendern. Zwischen 2003 und 2018 hat sich der Umsatz von Disney mehr als verdoppelt und der Börsenwert stieg von 32,5 Milliarden Dollar im Jahr 2003 auf rund 174 Milliarden Dollar im Herbst 2018. Die Gewinne waren 2018 neunmal so hoch wie 2003.

US-Aktien machen einen wichtigen Teil des Angebots von eToro aus. Viele davon sind ohne Provision handelbar. Insgesamt bietet der Broker über 2.000 Aktien von 17 internationalen Börsen an. So ist für Trader ein breite internationale Diversifikation über Branchengrenzen hinaus möglich. Allerdings bietet eToro nicht alle Aktien der Börsen an. Welche Aktien gehandelt werden können, erfahren Trader auf der Webseite des Brokers.

Disney mit Fokus auf Streaming

Broker erweitert regelmäßig Angebot

Oftmals nimmt eToro auch auf Wunsch seiner Kunden neue Aktien ins Angebot auf. Ohnehin erweitert der Anbieter regelmäßig sein Angebot und reagiert damit auch auf aktuelle Entwicklungen an den Märkten. Beispielsweise ist seit kurzem ein CopyPortfolio mit Aktien aus dem Cloud-Bereich im Angebot.

Oftmals tritt aber der Fall ein, dass Trader eine Aktie interessant finden, aber der aktuelle Zeitpunkt nicht für einen Kauf geeignet ist, beispielsweise, wenn der Preis zu hoch ist. Auch die Disney-Aktie könnte für viele Trader interessant sein oder bald eine sinnvolle Investition sein. Daher haben Trader bei eToro die Möglichkeit, die weitere Entwicklung einer Aktie über eine Watchlist zu verfolgen. Trader können insgesamt zehn Watchlisten mit bis zu 50 Einträgen anlegen.

Auf der Watchlist sind zunächst die letzten Investitionen voreingestellt. Das Trading-Dashboard mit Watchlist kann jederzeit mit neuen Anlageprodukten erweitert werden. Auch das Löschen von Anlage ist jederzeit möglich. Trader können auf der Watchlist zwischen einer Listen- und einer Bildansicht wählen oder zeitliche Intervalle einstellen.

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Märkte genau verfolgen

Trader stehen zudem vor der Aufgabe, die Märkte genau zu verfolgen. Etoro unterstützt Trader hier mit Nachrichten von den Märkten und Analysen. Hier sind die Analysen von TipRanks hervorzuheben, die vor allem zu US-Aktien viele Informationen geben. Auch über die Volatilität an den Märkten werden Trader informiert.

Bei vielen Aktien, insbesondere US-Aktien, entfallen Provisionen. Der Broker verzichtet beim Kauf von Aktien zudem auf Übernacht-Finanzierungskosten. Ab einer Mindestanlage von 50 Dollar können Trader frei über die Höhe ihres Investments entscheiden und auch nur Bruchteile einer Aktie kaufen.

Eine Alternative zum direkten Kauf von Aktien bei eToro sind CFDs. Hier sind die Spreads variabel, was bedeutet, dass sie sich je nach Marktsituation ändern können. Vor allem bei sehr volatilen Basiswerten schwanken die Spreads häufig. Der Broker arbeitet mit renommierten Liquiditätsanbietern zusammen und alle Angebote können über ein Demokonto getestet werden.

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Fazit: Disney stellt sich neu auf

Disney stellt sich neu auf und will sich noch mehr auf seine Streamingdienste konzentrieren und führt die neue Sparte Media and Entertainment Distribution ein. Anleger befürworten diese Umstellung, da im Streaming die Zukunft der Unterhaltungsbranche liegen könnte. Das Unternehmen will das Medien- und Werbegeschäft stärker mit seinen Online-Services verbindet. Disney+ hat schon jetzt über 60 Millionen Kunden und entwickelt sich mehr und mehr zum Konkurrenten von Netflix.

US-Aktien machen auch einen großen Teil des Angebots von eToro aus. Trader finden hier auch zahlreiche Marktnachrichten und Analysen. Zudem entfallen auf viele amerikanische Aktien Provisionen. Übernacht-Finanzierungskosten müssen bei Aktien ohnehin nicht gezahlt werden. Interessante Aktien lassen sich auch über eine Watchlist verfolgen.

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